Wachtturm ONLINE-BIBLIOTHEK
Wachtturm
ONLINE-BIBLIOTHEK
Deutsch
  • BIBEL
  • PUBLIKATIONEN
  • ZUSAMMENKÜNFTE
  • g75 22. 8. S. 10-11
  • Weitere Zeugnisse des Namens Gottes

Kein Video für diese Auswahl verfügbar.

Beim Laden des Videos ist ein Fehler aufgetreten.

  • Weitere Zeugnisse des Namens Gottes
  • Erwachet! 1975
Erwachet! 1975
g75 22. 8. S. 10-11

Weitere Zeugnisse des Namens Gottes

ALS im Dezember 1971 Willy Brandt in Stockholm den Friedensnobelpreis erhielt, sprach er von der Kanzel der Hauptkirche aus über Friedenspolitik. Im Fernsehen und auf Pressefotos konnte man an der Wand einen goldenen Strahlenkranz über seinem Kopf sehen, in dessen Mitte die vier hebräischen Buchstaben des Namens Gottes standen, die auch als Tetragrammaton bezeichnet werden.

Die Hauptkirche von Stockholm ist nur eines der vielen Gebäude und Kunstwerke in der Welt, an denen der Name Gottes in der einen oder anderen Form erscheint. Allein im Petersdom in Rom kommt er dreimal vor. Andere Stätten sind das Heidelberger Schloß das Gutenberg-Museum in Mainz, die Basilika in Gößweinstein, die Karlskirche in Wien, das Münster in Bern und das Straßburger Münster. Warum haben Baumeister und Bauherren den Namen Gottes dort anbringen lassen?

Jahrhunderte hindurch herrschte große Furcht, den Namen überhaupt zu gebrauchen. Diese Furcht ist offenbar auf eine falsche Auslegung zweier Bibeltexte aus Moses’ Schriften zurückzuführen. Das dritte Gebot lautete: „Du sollst den Namen Jehovas, deines Gottes, nicht in unwürdiger Weise gebrauchen, denn Jehova wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen in unwürdiger Weise gebraucht“ (2. Mose 20:7). Vor allem führte wohl die Warnung in 3. Mose 24:16 zu der abergläubischen Scheu, Gottes Namen auszusprechen: „Wer also Jehovas Namen beschimpft, sollte unweigerlich zu Tode gebracht werden.“ Dies führte dazu, daß der Name in Vergessenheit geriet.

„Erst die Wiederbelebung der hebräischen Studien in Humanismus und Reformation hat das T[etragrammaton] zum Symbol für die göttliche Gegenwart und damit zum Schutzzeichen an Kirchen, auf Bibeldrucken usw. gemacht“, heißt es in dem Werk Die Religion in Geschichte und Gegenwart (1931), Band 5 Spalte 1059. In der Verwendung des Tetragrammatons als Schutzzeichen spiegeln sich immer noch abergläubische Vorstellungen wider. Besonders in Inschriften aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges taucht es häufig auf, was den sehnsüchtigen Wunsch der Menschen nach Frieden deutlich macht. Charakteristisch ist auch ein Bild aus dieser Zeit, betitelt „Friedewünschendes Deutschland“, auf dem Gott — durch das Tetragrammaton dargestellt — um Frieden angerufen wird.

Auf vielen Altären und Bildern dient das Tetragrammaton dem Zweck, die Gegenwart Gottes zu versinnbildlichen. Manchmal ist es von einem prächtigen Strahlenkranz umgeben — wie in der Hauptkirche von Stockholm —, in anderen Fällen stehen die hebräischen Buchstaben in einem Dreieck, besonders auf Darstellungen aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Damals kam der verstärkte Gebrauch des Dreiecks als Sinnbild der angeblichen Dreieinigkeit Gottes auf. Oft befindet sich in dem Dreieck statt des Tetragrammatons ein Auge, was (in Anlehnung an Psalm 139) den überallhin sehenden Blick Gottes anzeigen soll.

Das häufige Vorkommen des Namens Gottes an vielen verschiedenen Bauten und Kunstwerken bezeugt, daß dieser Name — auch in seiner Form Jehova — im gesamten deutschsprachigen Raum seit Jahrhunderten wohlbekannt ist. Die Bibel legt sogar Wert darauf, daß man den Namen gebraucht, sofern dies nicht in unwürdiger Weise geschieht. Jesus sagte seinen Jüngern, sie sollten beten: „Dein Name werde geheiligt“ (Matth. 6:9). Als irdische Diener des allmächtigen Gottes setzen Jehovas Zeugen deshalb alles daran, diesem Namen den ihm gebührenden Platz in der Anbetung einzuräumen. Auch dadurch erweisen sie sich als ein „Volk für seinen Namen“ (Apg. 15:14).

[Bild auf Seite 10]

Schrifttafel aus dem Jahre 1783 am alten Schulhaus in Ludwigsstadt (Oberfranken).

[Bild auf Seite 11]

Berner Münster: Ein Fenster auf der rechten Seite des Kirchenschiffes enthält die Worte: „Jehova pastor meus“ (Jehova ist mein Hirte, Psalm 23:1).

    Deutsche Publikationen (1950-2025)
    Abmelden
    Anmelden
    • Deutsch
    • Teilen
    • Einstellungen
    • Copyright © 2025 Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania
    • Nutzungsbedingungen
    • Datenschutzerklärung
    • Datenschutzeinstellungen
    • JW.ORG
    • Anmelden
    Teilen