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  • Geisteskrankheiten — die geheimnisvollen Leiden
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Erwachet! 1986
g86 8. 9. S. 3

Geisteskrankheiten — die geheimnisvollen Leiden

Irene weiß nicht, woran es gelegen hat. „Ich war 30 Jahre alt“, erinnert sie sich, „und hatte als berufstätige Mutter für zwei Kinder zu sorgen. Einige Probleme hatte ich schon, aber nichts Ungewöhnliches.“ Das heißt, bis sich bei ihr die ersten Anzeichen einer Krankheit einstellten.

„Eines Tages sprach ich eine vollkommen fremde Frau an und pochte darauf, daß sie meine verstorbene Schwester sei. Für mich sah sie eindeutig wie meine Schwester aus und sprach auch so wie sie. Das war mein erster Austritt aus der Wirklichkeit.

Einige Zeit später brach ich auf dem Heimweg vom Friseur in Tränen aus. Ich bildete mir ein, mein Mann hätte mich verlassen und die Kinder mitgenommen. Als ich zu Hause ankam, waren aber alle da. Meinem Mann fiel auf, daß etwas nicht stimmte. Deshalb brachte er mich zu einer meiner Schwestern. Doch ich war der Überzeugung, daß sie mich umbringen wollte. Daraufhin entschloß sich mein Mann, mich in eine Klinik zu bringen.“

Damit begann für Irene die Odyssee durch das Labyrinth von Klinikeinweisungen, Psychoanalysen, Elektroschockbehandlungen und Medikation — eine Suche nach Heilung von einem Leiden, das ihr Leben völlig durcheinandergebracht hatte.

GEISTESKRANKHEITEN bringen unbeschreiblich viel menschliches Elend mit sich. Nach Angaben des Nationalen Instituts für Mentalhygiene (USA) leidet jeder fünfte erwachsene Amerikaner an einer psychischen Störung. „Die Weltgesundheitsorganisation (WHO 1975a) berichtet von schätzungsweise 40 Millionen unbehandelten Fällen von Geisteskrankheiten in den Entwicklungsregionen der Welt. Etwa 200 Millionen Menschen leiden an weniger schweren Störungen“ (Third World Challenge to Psychiatry).

In Zahlen allein läßt sich jedoch das Leid, das Geisteskrankheiten verursachen, nicht ausdrücken. „Kannst du dir vorstellen“, fragt die Mutter eines psychisch kranken Mannes, „wie man sich fühlt, wenn man mit seinem Sohn, der in seinem Leben hauptsächlich für andere da war, in der Praxis eines Arztes sitzt und erfährt, daß er nicht mehr dieselbe Person ist, die er einmal war?“ Zudem ist eine Geisteskrankheit oft eine Schande — ein Leiden, über das abfällig gesprochen wird (übergeschnappt, verrückt). Freunde und Angehörige bringen für Krankheiten dieser Art heute meist nicht mehr Verständnis auf als die Menschen im Mittelalter, wo man Geisteskranke als „vom Teufel besessen“ abstempelte.

Dessenungeachtet wird der Schleier des Geheimnisses, der die Geisteskrankheiten umgibt, immer durchsichtiger. Durchbrüche auf diesem Gebiet der Medizin haben dazu beigetragen, daß solche Leiden besser verstanden werden. Neue Therapien erlauben es vielen ehemaligen Patienten — wie Irene —, ein normales, produktives Leben zu führen. In den folgenden Artikeln wird auf solch ermutigende Entwicklungen näher eingegangen und auch auf Irenes sehnliche Hoffnung, in naher Zukunft endgültig geheilt zu werden.

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