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Erwachet! 1970
g70 22. 11. S. 24

Gehorsam gegenüber Gott schlug zu einem Zeugnis aus

Vom „Awake!“-Korrespondenten in Brasilien

WIE wichtig ist für dich der Gehorsam gegenüber Gott? Ist dir Treue zum Gesetz Gottes wichtiger als persönliche Sicherheit oder sogar das Leben? Heute neigt man immer mehr dazu, Gottes Gesetz zu mißachten, ja man betrachtet Menschen, die den Gehorsam gegenüber Gott höher achten als andere Werte, als fanatisch.

Das Gesetz, das Jehova Gott den Christen gegeben hat, verbietet ihnen zum Beispiel, Blut zu essen. Es lautet: ‘Enthaltet euch des Blutes.’ (Apg. 15:29) Dieses Gebot, das die Christen empfangen haben, ist eine Wiederholung des Gesetzes, das Jehova Gott vor vielen Jahren seinem Volk gegeben hatte: „Das Blut irgend welches Fleisches sollt ihr nicht essen.“ (3. Mose 17:14) Hin und wieder kommt ein Fall an die Öffentlichkeit, in dem die Treue eines Christen, der sich bemüht, Gottes Gesetz über das Blut zu halten, besonders erprobt wird. Das ist kürzlich in Brasilien geschehen.

Rosemberg Cabral do Nascimento, der vierjährige Sohn christlicher Zeugen Jehovas, wurde in das Erste-Hilfe-Krankenhaus für Kinder in Fortaleza (Ceará) eingeliefert. Er litt an der Werlhofschen Krankheit. Zu den Merkmalen dieses Leidens, dessen Ursache noch unbekannt ist, gehören Hautblutungen. Die Zahl der Blutplättchen hatte sich auf 20 000 je Kubikmillimeter vermindert, während der Normalwert rund 250 000 beträgt.

Deshalb ordnete der diensttuende Arzt an, sofort Blut zu übertragen. Als die Eltern des Kindes diese Behandlungsmethode ablehnten, weil sie Gottes Verbot, Blut zu genießen, respektierten, sagte der Arzt, sie seien fanatisch. Er drohte ihnen, den Fall öffentlich bekanntzumachen, und rief dann die führende Zeitung der Stadt, O Povo, an.

Bald darauf konnte jedermann die Meldung lesen: „Ein Kind muß im Krankenhaus sterben, weil der Vater seinem Gott und der Bibel gehorcht“. Dieser Fall wurde bald zum Stadtgespräch. Mancherorts machte er sogar Schlagzeilen, auch Radio und Fernsehen befaßten sich damit.

Oft wurde der Glaube der Zeugen Jehovas jedoch stark entstellt. Man berichtete zum Beispiel, Jehovas Zeugen äßen kein Fleisch und sie lehnten Blutübertragungen ab, weil sie nicht zwei Seelen in ihrem Körper haben möchten. Mehrere Versammlungsdiener gingen zu der Zeitung O Povo, um diese Punkte klarzustellen. Daraufhin brachte die Zeitung unter der Datumszeile vom 22. August 1969 auf der ersten Seite einen vorzüglichen Artikel.

Im Krankenhaus setzte das ganze Ärzteteam die Eltern unter Druck, um von ihnen die Erlaubnis zu bekommen, Blut zu übertragen, und so das Kind „zu retten“. Der Vater erklärte den Ärzten, was die Bibel über die Verwendung von Blut sagt, und bat sie, andere Behandlungsmethoden zu versuchen, um das Leben des Kindes zu retten.

Trotzdem setzte man die Eltern immer mehr unter Druck. Der Jugendrichter der Stadt, der die Aufgabe hat, den Kindern beizustehen, wollte, wie berichtet wurde, eine gerichtliche Verfügung erlassen, damit Blut übertragen werden könnte. Jehovas Zeugen waren jedoch bereit, sich gesetzmäßig gegen den Eingriff in ihre verfassungsmäßigen Rechte zu verteidigen.

Dann begann sich die Lage zu ändern. Die Zeitung Tribuna do Ceará veröffentlichte ebenfalls ein Interview, das viele Punkte klarstellte. Sie zitierte die Worte von Dr. Arthur Kelly vom kanadischen Ärzteverein: „Kein Arzt kann mit Sicherheit sagen, ob ein Patient ohne Transfusion sterben wird oder ob er durch eine Blutübertragung gerettet werden kann.“

Dem kleinen Rosemberg ging es inzwischen langsam besser. Nach achtzehn Tagen wurde er schließlich aus dem Krankenhaus entlassen. Angestellte der Zeitung O Povo fuhren das Kind in ihrem Kombiwagen heim. Viele Leute im Krankenhaus und in der näheren Umgebung unterbrachen ihre Arbeit und sahen zu, wie er wegfuhr. Zu Hause hießen ihn seine Nachbarn herzlich willkommen.

Viele Menschen zeigten jetzt, daß sie die richtige Herzenseinstellung hatten. Eine Krankenschwester bat die Zeugen Jehovas, mit ihr die Bibel zu studieren. Sie sagte: „Ich suche schon lange nach einer Religion, deren Anhänger Mut besitzen und die bereit sind, für ihren Glauben zu sterben.“ Seither hat sie einige Zusammenkünfte und einen Kreiskongreß der Zeugen Jehovas besucht.

Eine andere Person sagte: „Das ist die einzige Religionsgemeinschaft, deren Glieder ihren Glauben ernst nehmen.“ Und andere, die mit Jehovas Zeugen studiert haben, äußerten den Wunsch, bald auf der Seite Jehovas Gottes Stellung zu nehmen. Der Gehorsam, den diese Eltern gegenüber dem Gesetz Gottes bekundeten, hatte zur Folge, daß ein schönes Zeugnis gegeben werden konnte.

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