Die „doppelte Bestätigung“
In einer Erörterung der Auswirkungen, die das Fernsehen auf sehr kleine Kinder hat, gibt Dr. Thomas Harris einiges zu bedenken. Er schreibt, daß das junge Gehirn wie ein Tonband arbeitet, und führt dann aus: „Ein Dreijähriger, der täglich stundenlang vor dem Fernseher sitzt, zeichnet auf, was er sieht: Das Programm, von dem er sich berieseln läßt, ,programmiert‘ ihn für eine bestimmte Lebenshaltung. Wenn er brutale Sendungen sieht, dann glaube ich, daß er ... Brutalität registriert ... Zu dieser Folgerung muß er kommen, wenn die Eltern nichts dagegen tun, indem sie auf ein anderes Programm umschalten. Wenn aber auch seine Eltern gewaltstrotzende Filme genüßlich anschauen, bekommt der Kleine eine doppelte Bestätigung — vom Bildschirm und von der Familie —, und er nimmt an, daß Gewalttätigkeit erlaubt ist, solange man nur die erforderliche Anzahl von Ungerechtigkeiten zusammenbringt.“
Ja, es reicht nicht aus, daß wir persönlich versuchen, zu Hause Anzeichen von Gewalt zu vermeiden. Es bleibt die Frage: Bestätigen wir sie in den Augen unserer Kinder durch die Art unserer Unterhaltung?