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Erwachet! 1989
g89 8. 4. S. 19-20

Die Opfer des Holocaust — Werden wir sie wiedersehen?

GIBT es für die Millionen Opfer, die durch den Holocaust umkamen, eine Hoffnung? Kann man erwarten, daß Gott zugunsten der NS-Opfer eine höhere Gerechtigkeit walten läßt?

In den Hebräischen Schriften ist eine Hoffnung zu finden, die schon vor Tausenden von Jahren die treuen Propheten und Diener Gottes gestärkt hat. Gründet sie sich auf die alte griechische Vorstellung von einer unsterblichen Seele, die den Tod einer Person überlebt? Sicherlich nicht, da es die Hebräischen Schriften und die entsprechenden Lehren bereits Jahrhunderte vor der griechischen Philosophie gab.

Die Seele des Menschen ist sterblich

Der hebräische Bericht in der Genesis (1. Mose) über die Erschaffung des Menschen lautet: „So bildete denn ER, Gott, den Adam aus Erde ... und blies in seine Nase Odem des Lebens, und es ward der Mensch zu einem lebenden Wesen [hebräisch: lenéphesch]“ (Genesis 2:7, Das erste Buch der Tora von B. Jacob; siehe auch Die fünf Bücher der Weisung von M. Buber). Die Übersetzung der Jewish Publication Society von 1917 gibt lenéphesch mit „Seele“ wieder. Eine Seele oder néphesch ist also ein Wesen, ein Geschöpf, ob Tier oder Mensch.

Nirgends in den Hebräischen Schriften wird néphesch mit Unsterblichkeit in Verbindung gebracht. Ja, das Wort „unsterblich“ kommt in den Hebräischen Schriften überhaupt nicht vor. Im Gegensatz dazu läßt die hebräische Bibel erkennen, daß néphesch die Person, die lebende Seele, ist (Hesekiel 18:4, 20). Daher ist der Tod das — zumindest vorläufige — Ende der Person als lebende Seele. Es ist ein Zustand völliger Untätigkeit gleich einem tiefen Schlaf, wie es der Psalmist David ausdrückte: „Blicke herab, erhöre mich, Ewiger, mein Gott! Erleuchte mein Auge, daß ich nicht den Todesschlaf schlummere“ (Psalm 13:4, Zunz).

Der gleichen Logik folgen die Hebräischen Schriften, wenn es darin heißt: „Die Toten wissen nicht das Geringste, und sie haben keinen Lohn mehr, denn vergessen ist ihr Andenken. Alles, was deine Hand erreicht, zu tun mit deiner Kraft, tue! denn nicht Tat und Berechnung und Kenntnis und Weisheit gibt es in dem Grabe, wohin du gehst“ (Prediger 9:5, 10, Zu). Das ist im Einklang mit dem Gedanken, den der schwer leidende Hiob äußerte: „Warum starb ich nicht vom Mutterschoße weg? ... Denn jetzt läg’ ich und ruhte; ich schliefe“ (Job 3:11, 13, Zu). Hiob dachte sicherlich nicht daran, als unsterbliche Seele nach dem Tod „fühlbar lebendig“ zu sein, wie es in der „Erklärung der Prinzipien des Konservativen Judaismus“ behauptet wird.

Heißt das, daß der Tod völlige Vergessenheit bedeutet? Nur sehr wenige können sich heute an die Namen ihrer Vorfahren fünf oder zehn Generationen zurück erinnern. Doch wie steht es mit Gott? Kann er sich an sie erinnern? Wird er sich an sie erinnern? Wird er sich der Millionen Opfer der NS-Verfolgung erinnern? Der Millionen, die in sinnlosen Kriegen umgekommen sind? Der Prophet Daniel glaubte daran, daß sich Gott der Toten erinnern kann. Wie aus seiner Prophezeiung hervorgeht, wird es eine Auferstehung der Toten geben, denn er sagte: „Viele von denen, die schlafen im Erdenstaube, werden erwachen: diese zum ewigen Leben und jene zur Schande, zu ewigem Abscheu“ (Daniel 12:2, Zu).

Eine zukünftige Auferstehung zu irdischem Leben — das war die Hoffnung der treuen Propheten und Könige des alten Israel. Sie stellten sich nicht vor, als unsterbliche Seelen im Jenseits umherzufliegen. Die gleiche Hoffnung auf eine Auferstehung zu vollkommenem Leben auf der Erde hat heute noch ihre Berechtigung. Woher wissen wir das?

Hoffnung für die Opfer des Holocaust

Vor über 1 900 Jahren vermittelte ein jüdischer Lehrer diese Hoffnung, als er sagte: „Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören und herauskommen werden, die, welche Gutes getan haben, zu einer Auferstehung des Lebens, die, welche Schlechtes getrieben haben, zu einer Auferstehung des Gerichts“ (Johannes 5:28, 29). Der Ausdruck „Gedächtnisgrüfte“ deutet an, daß diejenigen, die sich darin befinden, bis zu dem Tag in Gottes Gedächtnis bewahrt bleiben, an dem sie auferweckt und zum Leben auf der Erde wiederhergestellt werden.

In dieser Beziehung hat die von den konservativen Juden in den Vereinigten Staaten herausgegebene „Erklärung der Prinzipien“ recht. Es heißt darin: „Das Bild der olam haba [der kommenden Welt] vermittelt die Hoffnung, daß wir nicht dem Grab überlassen bleiben, daß wir nicht in Vergessenheit geraten.“ Aufgrund Gottes liebender Güte und seiner Gerechtigkeit werden die Auferstandenen die Gelegenheit erhalten, durch ihren Gehorsam gegenüber Gott das ewige Leben unter der Königreichsherrschaft Jesu Christi, des Messias, zu wählen.

Wie betrifft das alles die Millionen Juden, Slawen und die anderen Opfer des Holocaust? Sie sind in Gottes Gedächtnis, bis sie auferstehen und sich entscheiden müssen, ob sie Gott mit der Aussicht auf Leben gehorchen möchten oder ob sie ihm ungehorsam sein wollen, was für sie ein ungünstiges Urteil bedeuten würde. Wir hoffen, daß Millionen von ihnen die richtige Entscheidung treffen werden.

Wenn du — ob Jude oder Nichtjude — mehr über die Hoffnung für die Toten wissen möchtest, setze dich bitte mit einer Versammlung der Zeugen Jehovas in Verbindung oder schreibe an den Herausgeber dieser Zeitschrift und bestelle das Buch Du kannst für immer im Paradies auf Erden leben. (Siehe Anzeige auf der letzten Seite.)

[Bild auf Seite 20]

In der Bibel wird verheißen, daß es eine Auferstehung geben wird und daß „die früheren Dinge ... nicht in den Sinn gerufen werden“ (Jesaja 65:17)

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