Wachtturm ONLINE-BIBLIOTHEK
Wachtturm
ONLINE-BIBLIOTHEK
Deutsch
  • BIBEL
  • PUBLIKATIONEN
  • ZUSAMMENKÜNFTE
  • g93 22. 2. S. 21
  • Alte Technik — modernes Wunder

Kein Video für diese Auswahl verfügbar.

Beim Laden des Videos ist ein Fehler aufgetreten.

  • Alte Technik — modernes Wunder
  • Erwachet! 1993
  • Ähnliches Material
  • Die sich ausbreitenden Wüsten — Werden darin wirklich Rosen sprießen?
    Erwachet! 1986
  • Die Suche nach lebengebendem Wasser
    Erwachet! 2001
  • Wüste
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2
  • In Lima regnet es nie?
    Erwachet! 2003
Hier mehr
Erwachet! 1993
g93 22. 2. S. 21

Alte Technik — modernes Wunder

„DANK einer 2 000 Jahre alten Technik bleibt die in einer der heißesten und unwirtlichsten Gegenden der Erde gelegene Stadt [Turfan] eine grüne Oase“, schreibt die in Toronto (Kanada) erscheinende Zeitung The Globe and Mail.

Turfan hat den Ruf, nicht nur die heißeste Stadt Chinas, sondern auch einer der heißesten und trockensten Orte auf der ganzen Erde zu sein. Die Stadt mit ihren etwa 180 000 Einwohnern liegt am nördlichen Rand der Turfansenke, einem Ausläufer der Wüste Takla Makan. Regen ist hier praktisch unbekannt, und das bißchen Regen, das doch fällt, verdunstet wegen der großen Hitze, noch bevor es den Boden erreichen kann. Während der Sommermonate klettert das Thermometer nicht selten auf über 50 Grad im Schatten.

Dennoch ist Turfan von Bäumen und Sträuchern umgeben, die eine Fläche von über 3 000 Hektar bedecken. Dadurch werden die Einwohner vor den wirbelnden Sandstürmen geschützt, die regelmäßig am Stadtrand entlang toben. Die Stürme entstehen in der Wüste Takla Makan und führen gewaltige Mengen Sand mit sich, die ganze Gebäude völlig begraben und fruchtbare Felder mit einer Sandschicht bedecken könnten. Somit bewahren die Bäume und Sträucher die Oasenstadt vor den zerstörerischen Kräften der Wüste.

Trotz der feindlichen Umgebung mit den dahinfegenden Sandstürmen und der flimmernden Hitze ist Turfan ein blühendes Zentrum der Landwirtschaft. Der Ort ist ein echtes Warenhaus exotischer Nahrungsmittel, wo Wüstendatteln, Weintrauben, Melonen, Granatäpfel, Pfirsiche, Aprikosen, Äpfel, Auberginen, Zwiebeln sowie Weizen und anderes Getreide gedeihen, ganz abgesehen von der feinsten langfaserigen Baumwolle ganz Chinas. Solange man zurückdenken kann, ist Turfan für die Güte und Vielfalt seiner landwirtschaftlichen Produkte berühmt. Seit Tausenden von Jahren existiert hier in einer fruchtbaren Oase ein blühendes Gemeinwesen.

Worin besteht nun die 2 000 Jahre alte Technik, die für diesen schon geschichtlichen Wohlstand verantwortlich ist? Gemäß der Globe and Mail verdankt die Stadt ihr Wohl „einem alten Bewässerungssystem, das eine der genialsten und dauerhaftesten Ingenieurleistungen der Menschheit ist“. Weiter heißt es in dem Bericht: „Das Geheimnis des Überlebens [von Turfan] besteht in einem unglaublichen Labyrinth von Bewässerungstunneln und Brunnen — in Uigurisch, der lokalen Sprache, Kares genannt —, in dem Wasser aus dem 80 Kilometer nordwestlich gelegenen schneebedeckten Tianschangebirge gesammelt wird.“ Das Wasser würde wahrscheinlich verdunstet sein, noch bevor es die Kanäle der Stadt erreichen könnte, wenn es nicht durch die Hunderte von Tunneln geleitet würde, aus denen das hochentwickelte Bewässerungssystem besteht.

Lange bevor die Uiguren ihr Bewässerungssystem entwickelten, benutzten die alten Perser ein ähnliches Netzwerk von Bewässerungstunneln. In der Encyclopædia Britannica wird dazu gesagt: „Die Perser erschlossen unterirdische Wasserquellen, indem sie in die Hügel Tunnel oder Kanate gruben, die oftmals mehrere hundert Fuß unter der Oberfläche lagen und bis zu 12 Meilen (19 Kilometer) lang sein konnten.“ Ja, diese alte Bewässerungstechnik ist selbst für die heutige Zeit ein Wunder — ein Wunder, das eine Oase an einem der heißesten und trockensten Orte der Welt am Leben erhält.

Alte und neue Technologien können zwar Wüsten in herrliche Gärten verwandeln, doch in nicht allzu ferner Zukunft wird Jehova zur Freude der Menschheitsfamilie durch seine Königreichsregierung alle Wüsten der Erde zum Blühen bringen, so wie es sein Prophet vorhergesagt hat: „Die Wildnis und die wasserlose Gegend werden frohlocken, und die Wüstenebene wird voller Freude sein und blühen wie der Safran. Sie wird ganz bestimmt blühen, und sie wird tatsächlich mit Fröhlichkeit und mit Jubelrufen frohlocken. Die Herrlichkeit des Libanon selbst soll ihr gegeben werden, die Pracht des Karmels und Scharons. Dort werden die sein, die die Herrlichkeit Jehovas, die Pracht unseres Gottes, sehen werden“ (Jesaja 35:1, 2).

    Deutsche Publikationen (1950-2025)
    Abmelden
    Anmelden
    • Deutsch
    • Teilen
    • Einstellungen
    • Copyright © 2025 Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania
    • Nutzungsbedingungen
    • Datenschutzerklärung
    • Datenschutzeinstellungen
    • JW.ORG
    • Anmelden
    Teilen