Sorgst du dich um deine Kinder?
GANZ bestimmt tust du das! Krankheiten, Drogenmißbrauch und Kriminalität sind nur drei der vielen Probleme, die deine Kinder bedrohen. Es ist ganz normal, daß sich Eltern um ihre Kinder sorgen — ja sich sogar um sie ängstigen.
Wie die Bibel zeigt, haben die meisten Eltern zu allen Zeiten so empfunden. Denke daran, daß Jakobs Sohn Joseph nach seinen Brüdern sehen sollte, da sich ihr Vater um sie sorgte (1. Mose 37:13, 14). Auch Hiob war besorgt, obwohl seine Söhne bereits erwachsen waren und selbst eine Familie hatten. Er dachte: „Vielleicht haben meine Söhne gesündigt und haben in ihrem Herzen Gott geflucht“ (Hiob 1:4, 5).
Sogar Joseph und Maria sorgten sich um ihren vollkommenen Sohn Jesus. Bei einer Gelegenheit — Jesus war mittlerweile 12 Jahre alt geworden — waren sie ganz besonders in Sorge um ihn, als ihnen nämlich bewußt wurde, daß er verschwunden war. Aber Jesus machte seinen Eltern alle Ehre, und auch sie brauchten sich keine Vorwürfe zu machen. Wir wollen einmal näher untersuchen, was sich bei jener Gelegenheit zutrug, und überlegen, welche Lehre Eltern heute daraus ziehen können.
Ein Kind ist verschwunden
Wer selbst Kinder hat, kann sich wahrscheinlich in Maria hineinversetzen, als sie scheltend zu Jesus sagte: „Kind, wie konntest du uns das antun? Dein Vater und ich haben dich voll Angst gesucht.“ Joseph und Maria waren drei Tage von Jesus getrennt gewesen. In Anbetracht dessen kann man sich gewiß vorstellen, daß sie in ängstlicher Sorge um den Verbleib ihres 12jährigen Jungen waren (Lukas 2:48, Einheitsübersetzung).
Wie konnte es überhaupt geschehen, daß Joseph und Maria Jesus verloren? Ein bekannter Kommentator fand ihr Verhalten tadelnswert. Er schrieb: „Wie konnten sie so lange nicht nach ihm sehen, obwohl sie wußten, welch einen Schatz sie besaßen? Wo waren das Herz und die echte Sorge der Mutter?“ Wie wir jedoch bei der näheren Untersuchung des Berichts sehen werden, traf Joseph und Maria eigentlich keine Schuld.
In der Bibel wird gezeigt, daß Maria eine vortreffliche Frau und eine gute Mutter war. Der Engel Gabriel, der ihr die Geburt Jesu ankündigte, sagte, sie habe „Gunst bei Gott gefunden“ (Lukas 1:28, 30). Maria übernahm nicht nur bereitwillig die Aufgabe, dieses besondere Menschenkind zu gebären, sondern auch die gewichtige Verantwortung, es aufzuziehen und zu schulen. Sie war eine demütige Frau mit einem starken Glauben an Gott. Nach Jesu Geburt tat sie alles, was das Gesetz Jehovas forderte, ‘so wie es geschrieben steht’ (Lukas 1:38, 45-48; 2:21-23, 39).
Joseph, der durch seine Heirat mit Maria der Adoptivvater Jesu wurde, war ebenfalls ein vortrefflicher, gerechter Mann. Bei vier Gelegenheiten sprach Jehovas Engel mit ihm (Matthäus 1:19, 20; 2:13, 19, 22). Man muß immer bedenken, daß Jehova Joseph und Maria auswählte, um von ihnen seinen kostbaren, einziggezeugten Sohn aufziehen zu lassen. Gott hatte dafür mit Sicherheit ein Ehepaar ausgewählt, das seinem Sohn nach besten Kräften helfen konnte, in gottgefälliger Weisheit heranzuwachsen
Bestimmt sorgen sich Eltern heute um ihre Kinder, da diese in einer gefährlichen, gesetzlosen Welt aufwachsen. Und sie wissen, daß ihre Kinder nicht vollkommen sind, wie Jesus es war. Dennoch kann jeder aus dem Beispiel Nutzen ziehen, das Joseph, Maria und Jesus gaben.