Königreichsverkündiger berichten
Die gute Botschaft gedeiht auf Zypern trotz Gegnerschaft
DER Apostel Paulus predigte die gute Botschaft vom Königreich auf Zypern (Apostelgeschichte 13:4-12). Das war in den Jahren 47 und 48 u. Z. Heute predigen 1 154 Zeugen Jehovas die gute Botschaft auf dieser schönen Insel, und im April waren 2 570 Personen beim Gedächtnismahl zugegen. Das beweist, daß auf der Insel nicht wenige ehrlichgesinnte und gottesfürchtige Menschen leben. Aber während viele die friedliche biblische Botschaft der Zeugen Jehovas begrüßen, leisten die griechisch-orthodoxen Geistlichen dem Werk Widerstand, so wie die jüdischen Geistlichen in den Tagen Jesu (Johannes 15:20). Das Zweigbüro auf Zypern schreibt: „Die griechisch-orthodoxe Kirche ist wie nie zuvor entschlossen, unsere Predigttätigkeit zu stören.“ Anschließend wird in dem Bericht beschrieben, wie die Geistlichen die Brüder im Dienst von Haus zu Haus belästigen und wie sie versuchen, sie herauszufordern, um sie in einen Streit zu verwickeln. Sie werfen den Brüdern vor, Unruhe zu stiften, aber die Brüder lassen sich nicht herausfordern und beachten sie einfach nicht.
Durch ihren Widerstand schneiden sich die Geistlichen allerdings oft ins eigene Fleisch, wie folgende Erfahrung zeigt: „Vor einiger Zeit begann eine Frau mit Jehovas Zeugen die Bibel zu studieren, und später schloß sich ihr Mann ihr an. Dann besuchte ein Theologe dieses Ehepaar in der Hoffnung, beide davon überzeugen zu können, daß es besser sei, das Bibelstudium aufzugeben. Der Theologe versuchte, ihnen die Dreieinigkeitslehre zu erklären. Nach einer Weile unterbrach ihn der Ehemann und sagte: ‚Ich verstehe nicht, inwiefern Jesus, wie sie behaupten, jetzt mit einem fleischlichen Leib im Himmel ist und zugleich mit Gott eins sein kann, der ein Geist ist.‘ Der Theologe erwiderte: ‚Nun, Sie müssen nicht alles verstehen.‘ Der interessierte Mann entgegnete: ‚Aber ich bin überzeugt, daß Jesus der Sohn Gottes ist und nicht Gott selbst. Ich möchte nichts mehr über die Dreieinigkeit hören.‘ Daraufhin stand der Theologe auf und sagte erbost: ‚Sie sind in Ihrem Bibelstudium schon zu weit gekommen. Sie können sich nicht mehr ändern.‘“
Danach besuchte die Frau alle Zusammenkünfte, und auf dem Bezirkskongreß „Vertraue auf Jehova“ wurde sie getauft. Ihr Mann studiert weiterhin und besucht hin und wieder die Zusammenkünfte.
„Trotz aller Anstrengungen erreicht die Geistlichkeit nicht ihr Ziel“, heißt es in dem Bericht des Zweigbüros auf Zypern. „Statt dessen besuchen jetzt, wie wir beobachten, mehr interessierte Personen die Zusammenkünfte als zuvor. Gleichzeitig sind die Brüder entschlossener denn je, ehrlichgesinnten Menschen die gute Botschaft zu überbringen.“ Jehova unterstützt seine loyalen Diener, wie er es gemäß Jeremia 1:19 verheißen hat: „Sie werden gewißlich wider dich kämpfen, aber sie werden nicht die Oberhand über dich gewinnen, denn ‚ich bin mit dir‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚um dich zu befreien‘.“