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Das Jahr ermitteln an Hand von Tatsachen und der BibelDer Wachtturm 1952 | 1. Juli
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er Jojakin, den Nachfolger Jojakims, zusammen mit manchen der Fürsten Judas und andern hervorragenden Männern, darunter auch Daniel, gefangen nach Babylon wegführte. (2. Kön. 24:1, 8-16; Dan. 1:1-6) Nebukadnezar liess Jerusalem eine weitere Gelegenheit als souveräner Nebenstaat haben, indem er Zedekia, den Bruder Jojakims, im Jahre 617 v. Chr. gesalbter König von Juda werden liess. (2. Kön. 24:17, 18) Gleich seinem Bruder versuchte Zedekia das babylonische Joch durch Rebellion abzuschütteln. Dies aber nötigte Nebukadnezar, in seinem Zorn ein drittes Mal wider Jerusalem zu ziehen, doch diesmal, um es gänzlich zu zerstören. Nebukadnezar begann seine dritte Belagerung Jerusalems am zehnten Tage des zehnten Monats, des Tebeth, im neunten Jahre der Regierung Zedekias, das heisst am 18.-19. Januar 608 v. Chr. (nämlich am 18. Januar nach 6 Uhr abends), gemäss unserem gegenwärtigen Gregorianischen Kalender.a (2. Kön. 25:1) Um den 2.-3. Juli 607 v. Chr. war der Hunger zufolge der Belagerung ausserordentlich gross geworden: der Feind hatte eine Bresche in Jerusalems Festungsmauern geschlagen, und König Zedekia floh an jenem Tage aus der Stadt nach Jericho, wo er später zur Wegführung gefangengenommen wurde. — 2. Kön. 25:2-7.
10, 11. (a) Genau wann wurden der Tempel und der Königspalast in Jerusalem zerstört, und was bedeutete dies hinsichtlich der göttlichen Souveränität? (b) Welches geringe Anzeichen von jüdischer Macht war noch vorhanden, und was geschah damit?
10 Die chaldäischen (babylonischen) Soldaten begannen, nachdem sie in Jerusalem eingedrungen waren, am 7. Ab, d. h. 30.-31. Juli 607 v. Chr., das „Haus Jehovas“, „das Haus des Königs“ und all die grossen Häuser der Stadt niederzubrennen. (2. Kön. 25:8, 9) Bis zum 10. Ab, 2.-3. August 607 v. Chr., also drei Tage später, hatten sie den Tempel, den Königspalast und die Mauern der Stadt vollständig zerstört. (Jer. 52:12-14) An diesem Punkte sollte daran gedacht werden, dass Jehova seinen souveränen Willen durch seine Priesterschaft im Tempel kundgeben liess, und der Königspalast war das Zentrum, von dem die Verwaltung der Nation, so wie Gott sie dem König aufgetragen hatte, ausging. (2. Kön. 22:12, 13) So hörten diese Zentren der mit souveräner Macht bekleideten göttlichen Verwaltung mit dem Sturz Jerusalems zu bestehen auf.
11 Indes gab es nach dem Sturz der Heiligen Stadt noch ein geringes Anzeichen von jüdischer Souveränität, und das war, als Nebukadnezar den Gedalja, einen Juden, zum Landpfleger der übriggebliebenen Niederlassungen im Lande bestellte. Zwei Monate später aber wurden Gedalja und seine babylonischen Ratgeber durch eine Rotte jüdischer Meuchelmörder umgebracht. Bei der Nachricht von diesem tragischen Trotz gegen Nebukadnezars Barmherzigkeit, flohen alle übriggebliebenen Juden nach Ägypten, wobei sie Jeremia, den Propheten, mitnahmen. (2. Kön. 25:22-26; Jer. 41:1-18; 43:5-7) Indem das Land, nun der jüdischen Einwohner beraubt, verödet dalag, kam die letzte Spur einer theokratischen Herrschaft während des siebenten Monats, der am 21.-22. September 607 v. Chr. begann, zu Ende. Durch diese sich schnell folgenden Ereignisse wurde das Land geleert und die theokratische Souveränität zurückgezogen, was den Heiden während ihrer „bestimmten Zeiten“ unbestrittene Gewalt über das Verheissene Land gab. — Luk. 21:24.
12, 13. (a) Wem wurde die Zahl der „Zeiten“ der Nationen enthüllt, und auf welche Weise? (b) Welches war das Thema des enthüllenden Traumes? Beschreibe kurz das offenbarte Bild.
12 Während wie vieler „Zeiten“ sollten nach Gottes Bestimmung die heidnischen Nationen unbestrittene Gewalt über das Verheissene Land innehaben, welches das Gebiet war, in Verbindung mit dem die erdenweite Souveränität geprüft werden konnte? Die Bibel antwortet, dass es sieben „Zeiten“ geben sollte. (Dan. 4:16, 23, 25) In bedeutsamer Weise wurde diese Zahl nach dem Jahre 607 v. Chr. dem König Nebukadnezar in einem Traume enthüllt, als er der totalitäre Herrscher der dritten Weltmacht geworden war. Man beachte nun die Einzelheiten dieses Traumes, so wie Nebukadnezar sie Daniel, dem Zeugen Jehovas, zur göttlichen Auslegung erzählt. Beachtet, dass das Thema dieses Traumes die Souveränität Gottes ist: „Auf dass die Lebenden erkennen, dass der Höchste über das Königtum [das Reich, Mo] der Menschen herrscht und es verleiht, wem er will, und den Niedrigsten der Menschen darüber bestellt.“ — Dan. 4:17.
13 Nebukadnezar sagte zu Daniel: „Beltsazar, du Oberster der Schriftgelehrten, da ich weiss, dass der Geist der heiligen Götter in dir ist, und dass kein Geheimnis dir zu schwer ist, so sage mir die Gesichte meines Traumes, den ich gesehen habe, und seine Deutung. Was nun die Gesichte meines Hauptes auf meinem Lager betrifft, so sah ich: Und siehe, ein Baum stand mitten auf der Erde, und seine Höhe war gewaltig. Der Baum wurde gross und stark, und seine Höhe reichte bis an den Himmel, und er wurde gesehen bis an das Ende der ganzen Erde; sein Laub war schön, und seine Frucht zahlreich, und es war Nahrung an ihm für alle; die Tiere des Feldes fanden Schatten unter ihm, und die Vögel des Himmels wohnten in seinen Zweigen, und alles Fleisch nährte sich von ihm. Ich schaute in den Gesichten meines Hauptes auf meinem Lager, und siehe, ein Wächter und Heiliger [einer von der Engelwache, Mo] stieg vom Himmel hernieder. Er rief mit Macht und sprach also: Hauet den Baum um und schneidet seine Zweige weg; streifet sein Laub ab, und streuet seine Frucht umher! die Tiere unter ihm sollen wegfliehen und die Vögel aus seinen Zweigen! Doch seinen Wurzelstock lasset in der Erde, und zwar in Fesseln von Eisen und Erz, im Grase des Feldes; und von dem Tau des Himmels werde er benetzt, und mit den Tieren habe er teil an dem Kraut der Erde. Sein menschliches Herz [Sinn, Mo] werde verwandelt und das Herz [der Sinn] eines Tieres ihm gegeben; und sieben Zeiten [Jahre, Mo] sollen über ihm vergehen.“ — Dan. 4:9-16.
14, 15. Wie ging dieser Traum an Nebukadnezar in Erfüllung?
14 Gemäss Daniels Deutung sagte der Traum voraus, dass sieben Zeiten oder Jahre des Wahnsinns über Nebukadnezar kämen, während denen er seine Reichsherrschaft nicht persönlich fortsetzen könnte, sondern einem wilden Tiere gleich auf offenem Felde leben werde. So würde dieser grosse Weltherrscher in der Tat finden, dass ihm sein Königtum genommen wäre, gleichwie der in seinem Traum erwähnte hohe Baum umgehauen wurde. Nach sieben Jahren sollte ihm aber seine Vernunft wieder kommen, und sein Königtum sollte ihm zurückgegeben werden, das — gleich einem in Fesseln gelegten Baumstumpf im Boden — bis zu seiner Rückkehr zur Herrschaft über sein Reich in der Schwebe bliebe.
15 All dies trat gegen das Ende der Herrschaft Nebukadnezars ein. Über Nebukadnezar erschienene Bücher weisen auf seine sieben Jahre des Wahnsinns hin. (Dan. 4:33) „Die Art des Wahnsinns, an welcher er (Nebukadnezar) litt, als der Stolz ihm die Vernunft nahm, wurde Lykanthropie genannt, worin der Patient wähnt, er sei eines der niederen Tiere, so dass er sich wie ein solches benimmt. Nebukadnezar stellte sich vor, er sei ein Ochse geworden, und er ging hin, um Gras zu essen wie anderes Vieh.“ (The Westminster Dictionary of the Bible [engl.], S. 422. Siehe auch Nebukadnezar von G. R. Tabouis, S. 263-265, 383.) Michaud schreibt in seiner Biographie universelle: „Nebukadnezar wurde für seinen Stolz mit einer befremdenden Krankheit bestraft, denn er verfiel in einen Zustand vollständigen Wahnsinns und war überzeugt, in einen Ochsen verwandelt worden zu sein.“ Ein anderer französischer Schriftsteller, Larousse, gibt einen ähnlichen Bericht und fügt bei: „Ein Jahr nachdem er seine Vernunft zurückgewonnen hatte, starb er.“
16. Wie hat dieser Traum seine grössere Anwendung in bezug auf himmlische Regentschaft? Welche Hoffnung lässt Gott der Menschheit?
16 Nebukadnezars Traum findet jedoch die grössere Anwendung in bezug auf himmlische Regentschaft. In den Abschnitten 7 bis 11, auf Seite 197, haben wir die unsichtbare theokratische Herrschaft beschrieben, die ursprünglich dem schirmenden Cherub in Eden anvertraut worden war. Gottes Souveränität, die in der Tat durch diesen gesalbten Cherub ausgeübt wurde, wird durch den hohen Baum im Traume Nebukadnezars passend beschrieben. Als dieser erhabene theokratische Herrscher über Menschen und Tiere rebellierte, indem er die souveräne Oberherrschaft Gottes Jehovas in Frage stellte, wurde er sogleich aus Gottes berggleicher Organisation entlassen und für immer von der Einheit mit Gott geschieden. So wurde der hohe Baum umgehauen. Wie froh sind wir, zu bemerken, dass Gott, um gerechten Menschen Hoffnung zu spenden, in der Vision einen Wurzelstock oder Stumpf dieses Baumes übrigliess. Dies veranschaulicht klar die Unterbrechung des Amtes der gerechten himmlischen Herrschaft, durch die Gott seine Souveränität wiederum über die Erde ausüben wird. Sie sollte in der Schwebe bleiben, bis der käme, der sein Recht darauf bewiese. Der Traum zeigt, dass der Höchste dieses Königreichsrecht dem „Niedrigsten der Menschen“ oder einem Sohne des Menschen gibt. — Dan. 4:17.
17, 18. (a) Wann beginnen sich die „sieben Zeiten“ hinsichtlich des „Baumstumpfes“ zu erfüllen? (b) Wann tritt die Zeitspanne des „Wahnsinns“ besonders in Erscheinung, und welche Wechsel gab es in der Herrschaft der Heiden über Jerusalem?
17 Nicht ehe „sieben Zeiten“ über dem symbolischen Baumstumpf vergangen waren, konnte Gott, gemäss seinem eigenen Erlass, das Königreich über Menschen in den Händen eines gerechten unsichtbaren Herrschers aufrichten. Der prophetische Traum deutet nicht an, dass die „sieben Zeiten“ sogleich bei der Rebellion Satans in Eden und bei seinem Verlust des Rechts und der Autorität auf die gerechte Herrschaft begonnen hätten. Die in der Erfüllung eingetretenen Tatsachen zeigen, dass sie nicht damals begannen, sondern in den Tagen dessen, der den Traum hatte und an dem er im Kleinen in Erfüllung ging, nämlich zur Zeit, da die vorbildliche Herrschaft dem letzten gesalbten König Judas, Zedekia, genommen wurde. Der Traum kündet lediglich an, dass über den Baumstumpf eine Zeitspanne von „sieben Zeiten“ verfliessen werde und diese unmittelbar der Zeit vorausgingen, da der Stumpf von den Fesseln befreit werde und wieder frei wachsen könnte.
18 Dies veranschaulicht, dass die „sieben Zeiten“ begannen, als Nebukadnezar im Jahre 607 v. Chr. Jehovas Vorbildtheokratie in Jerusalem stürzte. Solange Gottes vorbildliche Verwaltung in Jerusalem, wenn auch unvollkommen, so doch in seinem Namen, überhaupt amtete, solange gab es noch ein gewisses Mass nationaler Gesundheit und eine teilweise Kundgebung gerechter Herrschaft unter den Nationen auf dieser Erde. Mit dem Sturz der Vorbildtheokratie jedoch war nun gar kein Hemmnis mehr für die Unvernunft und Bestialität menschlicher Regenten und der Menschheit vorhanden. Die heidnischen Mächte oder Regierungen waren nun die einzigen, die das Feld beherrschten. Gottes Bundesvolk hatte nun nicht mehr unabhängig von den heidnischen Nationen irgendwelche nationale Souveränität inmitten dieser Welt inne. Im Jahre 539 v. Chr. übte die medo-persische Weltmacht Herrschaft über das Verheissene Land aus. Im Jahre 332 v. Chr. ging diese in die Hände Alexanders, des griechischen Eroberers über. Im Jahre 63 v. Chr. wurde über Palästina die römische Herrschaft aufgerichtet. Von 637 bis 1917 n. Chr. hatten im allgemeinen verschiedene mohammedanische Herrscher Jerusalem in ihrer Gewalt. Im Jahre 1917 nahm der Vicomte Allenby von Grossbritannien Jerusalem den mohammedanischen Türken weg, die es seit 1517 in ihrer Gewalt gehabt hatten.
MATHEMATISCHE BERECHNUNG
19, 20. Wie lange währen die „sieben Zeiten“ der Nationen? Führe die Beweise an, die 1914 als ein gekennzeichnetes Jahr festlegen.
19 Wie lange sind „sieben Zeiten“, die Zeiten der Nationen? Die Rechnungsweise wird uns in einer andern Prophezeiung geliefert, die mit der hier zur Betrachtung gelangenden in keiner Beziehung steht, aber den Begriff „Zeiten“ oder „Zeitperioden“ gebraucht. In Offenbarung 12:6 werden 1260 Tage erwähnt, und dann, im 14. Vers, wird dieselbe Zeitperiode als 3 1/2 „Zeiten“ bezeichnet. Wenn also 3 1/2 „Zeiten“ 1260 Tage sind, dann müssen 7 „Zeiten“ (zweimal 3 1/2 „Zeiten“) zweimal 1260, d. h. 2520 Tage sein. Früh auf ihrer Wüstenwanderung verwarfen die Israeliten die höchste Weisheit ihres Gottes, indem sie nach Ägypten zurückkehren wollten, weil sie den Berichten der zehn untreuen Kundschafter glaubten, denen der Glaube fehlte. (4. Mose 14:1-4) Weil das Volk so des Glaubens an Gottes souveräne Führerschaft ermangelte, verurteilte Jehova die Nation zu vierzig Jahren Wanderung in der Wüste, ohne souveräne Gewalt über Land zu besitzen. „Für jeden Tag, den ihr im Auskundschaften des Landes verbrachtet, sollt ihr ein Jahr verbringen, indem ihr bestraft werdet für euer Übeltun, vierzig Jahre für vierzig Tage; das wird euch lehren, was es heisst, mich gegen euch zu haben.“ — 4. Mose 14:34, Mo.
20 Gemäss dieser Regel, die in der Wüste aufgestellt wurde, hätte die jüdische Nation, die immer und immer wieder bekundete, dass sie Jehovas souveräne Macht nicht schätzte, Gottes Strafgericht durch die Hände ihrer heidnischen Oberherren während einer Zeitspanne von sieben „Zeiten“ oder 2520 Jahr-Tagen zu ertragen. Diese 2520 Jahre liefen von der Verödung Jerusalems und des Landes im Sommer und Herbst des Jahres 607 v. Chr. an bis zum Sommer und Herbst des Jahres 1914, zu welcher Zeit sie abliefen. Von 607 v. Chr. bis 1 v. Chr. sind 606 Jahre. Von 1 v. Chr. bis 1 n. Chr. ist nur ein Jahr, weil die Alten die Null noch nicht entdeckt hatten, sonst wären es, gemäss der modernen Rechnungsweise, zwei Jahre gewesen. Die Null wird in der Mathematik erst seit verhältnismässig kurzer Zeit verwendet. Von 1 n. Chr. bis 1914 n. Chr. laufen 1913 Jahre. Wenn wir also 606 Jahre plus 1 Jahr plus 1913 Jahre zusammenzählen, bekommen wir ein Total von 2520 Jahren.
21-23. (a) Führe die Korrektur eines kleinen Irrtums an, der von den Brüdern vor vielen Jahren hinsichtlich der Bestimmung des Jahres 1914 gemacht wurde. (b) Erkläre eine zweite Korrektur.
21 Hier werden etliche fragen, warum Charles T. Russell im Jahre 1877 das Jahr 606 v. Chr. für den Sturz Jerusalems angab, während Der Wachtturm in den letzten Jahren das Jahr 607 v. Chr. angegeben hat. Dem ist so, weil im Lichte modernen Wissens zwei kleine Irrtümer entdeckt worden sind, die sich gegenseitig ausglichen, so dass dasselbe Ergebnis blieb, nämlich 1914. Was den ersten Irrtum betrifft, so dachten Russell und andere, von 1 v. Chr. bis 1 n. Chr. seien zwei Jahre, während es in Wirklichkeit nur e i n Jahr ist, weil es, wie oben gesagt, im vorchristlichen und nachchristlichen System des Zählens der Jahre keine „Nullen“ gibt. „Das christliche Zeitalter begann nicht mit keinem Jahre, sondern mit einem 1. Jahr.“ — The Westminster Dictionary of the Bible (engl.), S. 102.
22 Der zweite Irrtum entstand daraus, dass man die 2520 Jahre nicht am rechten Punkt zu zählen begann, wenn man die geschichtlichen Tatsachen und Umstände berücksichtigt. Fast die ganze frühe Bibelchronologie verknüpft sich mit der Weltgeschichte im Jahre 539 v. Chr., in welchem Jahr Babylon an Darius, den Meder, und Kores, den Perser fiel. In jüngsten Jahren sind verschiedene Keilschrifttafeln entdeckt worden, die sich auf den Sturz Babylons beziehen und die sowohl die Daten der Bibel wie der Weltgeschichte festlegen. Die eine Tafel, die als die „Nabunaid-Chronik“ bekannt ist, gibt das Datum für den Sturz Babylons an, und Fachleute haben es als das Datum des 12.-13. Oktober 539 v. Chr., Julianischer Kalender, oder 6.-7. Oktober 539 v. Chr. gemäss unserm gegenwärtigen Gregorianischen Kalender festgestellt.b Diese Tafel sagt ferner, dass Kores 16 Tage nachdem Babylon seinem Heer erlegen war, in triumphaler Weise in Babylon einzog. Somit begann sein Antrittsjahr im Oktober 539 v. Chr. Indes wird in einer andern Keilschrifttafel, welche „Strassmaier, Cyrus [Kores] Nr. 11“ genannt wird, das erste Regierungsjahr des Kores erwähnt und festgestellt, dass es am 17.-18. März 538 v. Chr. begonnen und am 4.-5. März 537 v. Chr. geendet habe.c In diesem ersten Regierungsjahr des Kores gab er seinen Erlass heraus, den Juden die Rückkehr nach Jerusalem zum Wiederaufbau des Tempels zu erlauben. (Esra 1:1) Der Erlass mag im Spätjahr 538 v. Chr. oder vor dem 4.-5. März 537 v. Chr. ergangen sein.
23 In jedem Falle hätte dies genügend Zeit eingeräumt, dass die grosse Schar der 49 897 Juden ihre Expedition organisieren und ihre lange, viermonatige Reise von Babylon nach Jerusalem machen konnten, um bis zum 29.-30. September des Jahres 537 v. Chr., dem ersten Tage des siebenten jüdischen Monats, dort zu sein und Jehova ihren Altar zu bauen, wie dies in Esra 3:1-3 aufgezeichnet ist. Da am 29.-30. September 537 v. Chr. die siebzig Jahre der Verödung, wie sie in 2. Chronika 36:20, 21 erwähnt sind, offiziell zu Ende gingen, muss der Anfang der Verödung des Landes offiziell nach dem 21.-22. September 607 v. Chr., dem ersten Tage des siebenten jüdischen Monats 607 v. Chr., zu zählen begonnen haben, und dies ist der Anfangspunkt zum Zählen der 2520 Jahre.
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Beweise für die Richtigkeit des JahresDer Wachtturm 1952 | 1. Juli
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Beweise für die Richtigkeit des Jahres
1, 2. Beschreibe die „Völkerfamilie“, die nach 1648 entstand.
WELCHE Tatsachenbeweise zeigen uns, dass 1914 ein gekennzeichnetes Jahr hinsichtlich des Endes der „bestimmten Zeiten“ der Nationen ist? Zuerst ist als Hintergrund etwas Aufschluss nötig. Als das alte Römische Reich zerfiel und das Heilige Römische Reich, das mit der katholischen Kirche vermählt war, in Brüche ging, trat nach dem Friedensvertrag von Westfalen im Jahre 1648 eine „Völkerfamilie“ in Erscheinung. Dieses heidnische Haus von Völkern war eine lose Verbindung, wo grosse und kleine Nationen im Einvernehmen miteinander voranzukommen suchten wie grosse und kleine Brüder, wobei sich ihre einzelnen Glieder gelegentlich zankten (Krieg führten). Da war keine über ihnen stehende Mutter noch ein Vater, um sie zu kommandieren. Die katholische Kirche und auch die Überbleibsel vom alten Römischen Reiche waren nicht mehr stark genug, diese Nationen an ihr Schürzenband zu binden und so diese Schösslingsvölker in Zucht zu halten, wie sie es früher taten, indem sie die überlegenen Diktatoren waren. Dessenungeachtet bewahrte die „Völkerfamilie“ während ihrer Perioden weltweiter Ausdehnung ein gewisses Mass internationaler Ordnung, und sie hielt sich an eine Sammlung internationaler Gesetze. Indes fehlte dieser „Familie“ der politische Ausdruck oder eine Superorganisation. Diese später auszuprobieren, blieb ihnen für das Jahr 1919 unter dem Völkerbund vorbehalten, durch den die Dinge einigermassen zusammengeflickt werden sollten.
2 Hier folgt nun eine massgebende Beschreibung dieser „Völkerfamilie“. „Das Weltreich Roms offenbarte eine gemeinsame politische Souveränität, durch welche die Handlungen fernliegender Territorien reguliert werden konnten. Die Weltreligion der Kirche der mittleren Periode fügte den Gedanken eines gemeinsamen Bandes der Menschheit hinzu … Die Familie war zuerst eine ‚europäische christliche Völkerfamilie‘, und ihr Gesetz war europäisch. Die Vereinigten Staaten von Amerika waren der früheste Zuwachs ausserhalb Europas … Im Jahre 1856 liessen die fünf grossen Mächte das Türkenreich zur ‚Teilnahme an den Vorteilen des europäischen öffentlichen Gesetzes und Einvernehmens zu‘. Durch den Eintritt Japans in die ‚Völkerfamilie‘ im Jahre 1899 kam ein weiterer nichteuropäischer Staat zur internationalen Familie hinzu, die nun aufgehört hatte, ‚europäisch‘ und ‚christlich‘ zu sein.“a
3, 4. (a) Was sind die Tatsachenbeweise, die das Ende der „sieben Zeiten“ der Nationen kennzeichnen? (b) Was ist beachtenswert hinsichtlich der betreffenden Daten?
3 Was diesem Haus der Heidennationen von losem Zusammenhang im Jahre 1914 widerfuhr, ist nun allgemein bekannt, ist Geschichte geworden. Das delikate Gleichgewicht der Heidenmächte, das sie in der Vorkriegszeit instand setzte, sich zu grossen Kriegsmaschinerien zu entwickeln, ging im Jahre 1914 gänzlich in die Brüche. Ihr ganzes Haus wurde gesprengt, und die Völker wurden wahnsinnig. Erinnert uns nicht der Zusammenbruch dieses Hauses der Heiden und der Umstand, dass ihre souveräne nationale Unabhängigkeit nun gefährdet war, an die Zerstörung des Tempels und des Königspalastes in Jerusalem zwischen dem 30.-31. Juli und 2.-3. August 607 v. Chr.? All dies 2520 Jahre später, fast bis auf den Tag genau!b Man beachte folgenden kurzen Überblick über das Schnellfeuer der Ereignisse, als diese Nationen einander, an die Gurgel fuhren, und vergesse dabei nicht: alles geschah im Sommer 1914.
4 „Am 28. Juli 1914 erklärte Österreich Serbien den Krieg. Versuche zur Vermittlung wurden fortgesetzt. Deutschland verlangte im Kriegsfalle mit Russland und Frankreich die Neutralität Englands; es anerbot sich, das französische Gebiet zu respektieren, gab aber kein Versprechen in bezug auf die Kolonien; England weigerte sich am 30. Juli, auf einen Handel einzugehen. Österreich war nun einverstanden, mit Russland zu verhandeln. Russland mobilisierte teilweise unter der Erklärung, die ungarische Mobilisation sei gegen Russland gerichtet; Deutschland mobilisierte mit der Erklärung, das russische Vorgehen sei gegen Deutschland gerichtet. In dieser gespannten Situation setzte England seine Bemühungen fort, dem allgemeinen Krieg Einhalt zu tun. Während Russland und Österreich unterhandelten, sandte Deutschland ein Ultimatum an Russland und verlangte das Ende der Mobilisation innerhalb von zwölf Stunden. Der Zar ersuchte, dass der österreichisch-serbische Streit Dem Haag unterbreitet werde; keine Antwort. Deutschland erklärte am 1. August Russland und am 3. August Frankreich den Krieg. In Verletzung des von England garantierten Vertrages ziehen Deutsche in Belgien ein. England ersuchte Deutschland, bis Mitternacht 4. August die Neutralität Belgiens zu garantieren; Deutschland lehnte ab. England erklärte am 4. August den Krieg. Italien, im Dreibund an Deutschland und Österreich gebunden, proklamierte seine Neutralität; es hatte ein geheimes Abkommen mit Frankreich, sich nicht an irgendeinem Krieg wider Frankreich zu beteiligen. Am 23. Mai 1915 erklärte Italien Österreich-Ungarn und am 27. August 1916 Deutschland den Krieg. Die Türkei, Bulgarien und Rumänien schlossen sich den Zentralmächten an. Japan erklärte am 23. August 1914 Deutschland den Krieg. Die Vereinigten Staaten erklärten am 6. April 1917, sich im Kriegszustand mit Deutschland zu befinden.“ (Der Welt-Almanach [engl.], 1951, S. 188, 189) Wahrlich: Zwischen dem 28. Juli und dem 4. August war die Heidenwelt wahnsinnig geworden, indem sie sich in den blutigsten Krieg stürzte, den es bis zu jener Zeit in der Geschichte der Erde gab. So hatte es die Schrift vorausgesagt: „Nation wird sich erheben wider Nation und Königreich wider Königreich.“ — Matth. 24:7, NW.
DAS ZEICHEN
5. Welches Ereignis muss nach Jesu Worten dem Ende der „Zeiten“ der Nationen folgen?
5 Gleich nachdem Jesus in Lukas 21:24 (NW) von den „bestimmten Zeiten der Nationen“ gesprochen hat, gibt er im 27. Vers eine Schlüssel-Offenbarung mit den Worten: „Und dann werden sie den Sohn des Menschen kommen sehen in einer Wolke mit Macht und grosser Herrlichkeit.“ Dass der Sohn des Menschen in den Wolken mit Macht käme, war das grosse Zeichen des mit souveräner Macht bekleideten Messias oder Christus, von dem Daniel gesprochen hatte (7:13, 14) und nach welchem die Priester und Pharisäer während der Dienstzeit Jesu auf Erden ausblickten. Was aber Christi erste Gegenwart betrifft, sagte Jesus, das einzige Zeichen, das sie erlangen würden, sei dasjenige Jonas, des Propheten. (Matth. 12:39) Als indes Jesus vor dem jüdischen Sanhedrin hinsichtlich der falschen Anklage auf Lästerung im Verhöre stand, sagte der Hohepriester: „Beim lebendigen Gott stelle ich dich unter Eid, uns zu sagen, ob du der Christus, der Sohn Gottes, bist!“ Jesus erwiderte ihm: „Das war an euch zu sagen. Doch ich sage euch: Von nun an werdet ihr den Sohn des Menschen sitzen sehen zur Rechten der Macht und kommen auf den Wolken des Himmels.“ (Matth. 26:63, 64, NW) Hier gibt Jesus offen zu, dass er als der Christus ein zweites Mal im Hinblick auf die Angelegenheiten der Erde gegenwärtig sein werde, und dies nach einer Zeit des Wartens zur Rechten Gottes. „Jehova sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde lege [mache] zum Schemel deiner Füsse!“ (Ps. 110:1) Die Wartezeit endete am Schlusse der „bestimmten Zeiten der Nationen“ im Jahre 1914; seine Feinde wurden unter seine Füsse gelegt, wo sie hingehören, und von da an ist das Zeichen des mit souveräner Macht bekleideten Christus, der auf den Wolken des Himmels kommt, zu sehen gewesen.
6. Welcher Aufschluss wird aus biblischen Prophezeiungen hinsichtlich der Thronerhebung Christi Jesu im Jahre 1914 erlangt?
6 Im Herbst des Jahres 1914 war für Jehova, den Souverän des Universums, die Zeit, selbst zu handeln, gekommen. Die Zeit war fällig zu einem Vorgehen weltweiten, ja universellen Umfangs. Die Wartezeit war vorbei, und nun war das Ersehnte aller Gerechten herbeigekommen. Christus Jesus, der geprüfte und erprobte König der neuen Welt, sass, mit souveräner Macht aus der Höhe bekleidet, auf dem Throne. Endlich war das Königreich des Himmels in der Person seines gesalbten Herrschers, Christus, des Königs, aufgerichtet. Zum ersten Mal nun in nahezu sechstausend Jahren ist hinsichtlich der ganzen Erde eine neue theokratische Regierung im Dasein, die von Gott, dem wahren Souverän, das Recht zu herrschen besitzt. Wie unendlich viel Gutes dies doch gerechten Menschen ankündet! „Vom Beschluss [Jehovas] will ich erzählen: ‚Habe doch ich meinen König gesalbt auf Zion, meinem heiligen Berge!‘“ (Ps. 2:6, 7) Die Bibel lässt uns auch einen Blick werfen auf die glorreiche Thronerhebung, die im Jahre 1914 vor sich ging. „Ich schaute in Gesichten der Nacht: Und siehe, mit den Wolken des Himmels kam einer wie eines Menschen Sohn [Christus Jesus]; und er kam zu dem Alten an Tagen [Jehova Gott] und wurde vor denselben gebracht. Und ihm wurde Herrschaft und Herrlichkeit und Königtum gegeben, und alle Völker, Völkerschaften und Sprachen dienten ihm; seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergehen, und sein Königtum ein solches, das nie zerstört werden wird.“ (Dan. 7:13, 14) So wurde um den 1. Oktober 1914 herum, also gerade 2520 Jahre nachdem die letzte Spur der vorbildlichen jüdischen Souveränität vergangen war, die „Fessel von Eisen und Erz“ des Aufschubes vom „Baumstumpf“ entfernt, und wiederum gab die göttliche Souveränität einer theokratischen Regierung die Macht, die Herrschaft über die ganze Erde zu übernehmen. Der „Niedrigste der Menschen“, Christus Jesus, wurde nun, für immer mit dem Recht des Königtums bekleidet, erhöht. (Jes. 53:7-9) Welche Freude gab es da im Himmel! „Und laute Stimmen geschahen im Himmel, welche sprachen: ‚Das Königreich der Welt ist das Königreich unseres Herrn und seines Christus geworden, und er wird herrschen als König in alle Ewigkeit.‘“ — Off. 11:15, NW.
7. Was für Ereignisse geschahen im Himmel nach der Aufrichtung des Königreiches?
7 Die Aufrichtung des Königreiches des Himmels setzte im Himmel und auf Erden unverzüglich eine Kette von Ereignissen in Gang. Diese Ereignisse sollten in einer Übergangszeit eintreten, während welcher eine grosse Drangsal über Satans gesamte Organisation kommt, die zur endgültigen Machtprobe in Harmagedon führt und zu deren gänzlicher Niederlage und Vernichtung gereicht. Die Geburt der Königreichsherrschaft im Jahre 1914 wird dadurch dargestellt, dass Gottes Weib, seine Organisation Zion, ein männliches Kind hervorbringt, und Satans drachengleiche Organisation sucht es zu vernichten. „Und der Drache stand wartend vor dem Weibe, das im Begriff war, zu gebären, damit er, wenn sie geboren hätte, ihr Kind verschlinge. Und sie gebar einen Sohn, einen männlichen, der bestimmt ist, alle Nationen mit eisernem Stabe zu hüten. Und ihr Kind wurde entrückt zu Gott und zu seinem Throne.“ (Off. 12:4, 5, NW) Aus diesem Schrifttext ersehen wir, dass das Königreich die unerschütterliche Macht der Souveränität besitzt und dazu bestimmt ist, gewaltsame Massnahmen zu ergreifen, um alle gegnerischen Regierungen auf Erden wie mit einem eisernen Stabe zu zerbrechen. Doch halt! Zuerst muss mit dem falschen Souverän verfahren werden, der hinter diesen Nationen steht und immer noch im Himmel ist. Die Schrift sagt als nächstes: „Und es brach Krieg aus im Himmel: Michael [Christus Jesus] und seine Engel kämpften mit dem Drachen, und der Drache kämpfte und seine Engel, aber er siegte nicht ob, auch wurde für sie keine Stätte mehr im Himmel gefunden. Hinab denn wurde der grosse Drache geworfen, die uralte Schlange, er, der Teufel und Satan genannt wird, der die ganze bewohnte Erde irreführt; hinabgeworfen wurde er zur Erde, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeworfen. Und ich hörte eine laute Stimme im Himmel sagen: ‚Nun ist die Rettung und die Macht und das Königreich unseres Gottes und die Autorität seines Christus gekommen.‘“ — Off. 12:7-10, NW.
8. Welche Reaktionen folgten auf Erden?
8 Gross war dieser Sieg Christi Jesu und seiner Engel! Dieser raschen Tat im Himmel folgten Reaktionen auf Erden. Da Jesus mit seinen Engeln gekommen war, bildete dies das glorreiche Zeichen seiner zweiten Gegenwart. (Matth. 25:31, NW) „Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, und die ihn durchstachen; und alle Stämme der Erde werden sich klagend schlagen seinetwegen.“ (Off. 1:7, NW) Die Reaktion ist somit eine solche grosser Schwierigkeiten für die Bewohner der Erde, die ausser Harmonie mit Gott sind. Eine äusserst gefahrvolle Zeit des Gerichts setzt ein, wann der göttliche Souverän, Jehova, mittels seines Gesalbten Jesus Christus über die Erde zu herrschen beginnt. Während alle Königreiche, denen Satan, ein falscher Souverän, die Macht verliehen hat, durch die Ausdehnung der unbezwinglichen neuen Herrschaft ins Schwanken geraten, beachte man, wie folgende Prophezeiung das Geschehende passend beschreibt: „In den Tagen dieser Könige [fälschlich bevollmächtigte Dämonen und menschliche Herrscher] wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, welches ewiglich nicht zerstört, und dessen Herrschaft [Souveränität, Mo] keinem anderen Volke überlassen werden wird; es wird alle jene Königreiche zermalmen und vernichten, selbst aber ewiglich bestehen.“ (Dan. 2:44) In der Tat geschieht es zu dieser Zeit, dass Jehova, der grosse Souverän, die Auslöschung aller irdischen Regierungen gebietet, welche die Macht nicht von ihm erhalten haben. „Du bist nun mein Sohn [Christus Jesus], heute bin ich dein Vater; fordere, und ich mache dich zum Meister der Heiden, zum Herrn über alle, bis an die Enden der Erde. Mit eisernem Zepter kannst du sie zerhauen, wie Töpferware sie zerschmettern.“ — Ps. 2:7-9, Mo.
9. Welchen Schwierigkeiten hinsichtlich Souveränität sind die Nationen seit 1914 begegnet?
9 Seit 1914 haben alle Nationen der Erde und ihre herrschenden Elemente ihre souveräne Lebenskraft verloren. Sie sind aus dem schrecklichen „Familien“-Krieg von 1914-18 ganz zerbissen und ingrimmig herausgekommen. Ihre zwei erdumfassenden Streitereien, in denen sie sich wie Hunde balgten, haben sie alle in taumelndem, betrunkenem Zustand zurückgelassen. Nebenbei bemerkt, spielt die Bibel auf Heiden als auf „Hunde“ an. (Mark. 7:28) Man hat dazu Zuflucht genommen, souveräne Macht von einem Staat auf den anderen zu übertragen, um die Nationen in diesen verworrenen Zeiten in Betrieb zu halten. Die Bibel sagte auch voraus, dass ihre zwei Nachkriegsversuche, sich gemeinsam zu einer Weltsicherheitsorganisation zu gürten, versagen würden. (Völkerbund 1919 und die Vereinigten Nationen 1945) „Tobet, ihr Völker, und werdet zerschmettert! Und nehmet es zu Ohren, alle ihr Fernen der Erde! [1.] Gürtet euch und werdet zerschmettert, [2.] gürtet euch und werdet zerschmettert! Beschliesset einen Ratschlag, und er soll vereitelt werden; redet ein Wort, und es soll nicht zustande kommen.“ (Jes. 8:9, 10) Wenn sie also auch als letztes noch dazu Zuflucht nehmen, die einzelnen Souveränitäten, die zu haben sie sich einbilden, in e i n e zusammenzuschliessen, können sie doch dem unwiderstehlichen Wachstum der wahren göttlichen Königreichsherrschaft, die dazu bestimmt ist, die ganze Erde zu füllen, nicht standhalten. — Ps. 72:8.
WENN IHR DIESE DINGE SEHET, WAS DANN?
10. Was sind einige der Beweise als kombiniertes Zeichen, dass das Königreich bereits aufgerichtet ist?
10 „Sage uns, wann werden diese Dinge sein, und was wird das Zeichen deiner Gegenwart und der Vollendung des Systems der Dinge sein?“ (Matth. 24:3, NW) Als Jesus diese Frage beantwortete, beschrieb er manche Dinge, welche auf Erden als bestätigende Beweise, dass die Aufrichtung des Königreiches eine vollendete Tatsache ist, geschehen würden. Es wäre eine Zeit, da er seine Aufmerksamkeit den Angelegenheiten der Erde zuwendet, weshalb sie als seine „Gegenwart“ bezeichnet wird. Diese Dinge müssen innerhalb der einen kurzen Zeitspanne geschehen, die als die „Vollendung des Systems der Dinge“ bekannt ist, das heisst in der Übergangs- oder letzten Ablaufszeit dieser alten Welt. Zu keiner Zeit in der früheren Geschichte haben sich alle diese Dinge auf einmal eingestellt, um ein kombiniertes Zeichen zu bilden, wie dies seit 1914 der Fall gewesen ist. Man betrachte die folgende Aufzählung einiger vorausgesagter Dinge, die von einer Fülle sichtbarer Geschehnisse unterstützt wird:
Zeichen Schriftbeweis
1. Weltkriege Matth. 24:6, 7
2. Weitverbreitete Hungersnöte Matth. 24:7
3. Ungewöhnlich viele Erdbeben Matth. 24:7
4. Christenverfolgungen Matth. 24:9
5. Viele falsche christliche
Religionen Matth. 24:10, 11, 23, 24
6. Vermehrte Gesetzlosigkeit Matth. 24:12
7. Viele geben das Christentum auf Matth. 24:12
8. Weltweites Predigen der guten
Botschaft vom Königreich Matth. 24:14
9. Bildung des Völkerbundes und
der Vereinigten Nationen Off. 13:14, 15; 17:11
10. Erdenweite Unsicherheit und
Drangsal Matth. 24:21
11. Scheidung der Menschen in
„Schafe“ und „Böcke“ Matth. 25:32
12. Schmerzhafte Seuchen und
Krankheiten Luk. 21:11
13. Die Menschen werden ohnmächtig
aus Furcht Luk. 21:26
14. Jugendkriminalität 2. Tim. 3:1-3
11. Wie betrachten die Gerechten diese Übergangstage seit 1914?
11 Während die Erde erfüllt ist von Leid und Weh, und dies in einem Umfang, wie die Menschen es nie zuvor erlebten, rückt doch die Befreiung für jene Ehrlichgesinnten näher, die seufzen und jammern über all die Greuel, die auf der Erde geschehen. (Off. 12:12, NW; Hes. 9:4) Zu denen von uns, die seit dem gekennzeichneten Jahre 1914 durch diese schrecklichen Zeiten gegangen sind, sagte Jesus: „Wenn aber diese Dinge anfangen zu geschehen, so richtet euch auf und hebet eure Häupter empor, denn eure Befreiung naht.“ (Luk. 21:28, NW) Frohlocket in Wahrheit, denn Jehovas regierender König, Christus Jesus, ist als Signal aufgerichtet und erhoben worden, damit sich die Völker guten Willens auf Erden um ihn scharen. Sehet, Christus Jesus, das glorreiche Signal, steht auf der erhabenen Höhe des Berges Zion, des aufgerichteten Königreiches Gottes! (Jes. 62:10, 11; Off. 14:1) Dort regiert er nun inmitten seiner Feinde, um Jehovas Recht auf universelle Souveränität zu rechtfertigen und Menschen guten Willens aus allen Geschlechtern und Nationen der Erde zu segnen. Helfet mit, ihn mit Lobpreis zu erheben! „Lobpreiset Jah, denn Jehova, unser Gott, der Allmächtige, hat als König zu herrschen begonnen.“ (Off. 19:6, NW) „Lobpreiset Gott in seinem Heiligtum, lobpreiset ihn in seinem Himmel der Macht, lobpreiset ihn wegen seiner Machttaten, lobpreiset ihn wegen seiner souveränen Macht.“ — Ps. 150:1, 2, Mo.
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