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Das Millennium für die Menschheit unter Gottes Königreich — Warum buchstäblich aufzufassen?Der Wachtturm 1967 | 15. April
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25. (a) Wie bezeichnete Augustinus einst das Millennium? (b) Wie lange existiert der Mensch nach neuesten Zeitrechnungen auf der Erde?
25 Vor fünfzehnhundert Jahren sprach Augustinus, der katholische „Heilige“, von sechstausend Jahren Geschichte und bezeichnete das Millennium als einen „Sabbat“, den siebenten Tag der Ruhe. Er hielt an dieser Ansicht jedoch nicht fest. Seit Jahrhunderten haben sich Katholiken und Protestanten an die von Erzbischof James Ussher ausgearbeitete biblische Zeitrechnung gehalten. Nach dieser Zeitrechnung wurde Adam, der erste Mensch, im Jahre 4004 vor Christus erschaffen, demnach würden die sechstausend Jahre Menschheitsgeschichte noch vor Ablauf des zwanzigsten Jahrhunderts, nämlich im Jahre 1996 u. Z. enden. Nach einer aus jüngerer Zeit stammenden Berechnung der biblischen Zeitangaben, enden sechstausend Jahre Menschheitsgeschichte in der zweiten Hälfte des Jahres 1975, also noch ziemlich innerhalb des jetzigen Jahrhunderts. Das biblische Millennium steht bevor, und gemäß der Zeitrechnung und den Weltereignissen naht es heran. Es ist nicht im Begriff zu enden, wie uns das einige katholische Bibelkommentatoren glauben machen möchten. Nach der Murphy-Ausgabe der englischen Douay-Übersetzung der Bibel lautet Offenbarung 20:1, 2 wie folgt:
26, 27. (a) Seit wann ist gemäß den Fußnoten der Murphy-Ausgabe der Douay-Bibel Satan gebunden? (b) In welche Zeit fällt demnach auch das Millennium, und was sollen die als Märtyrer gestorbenen Heiligen während der tausend Jahre tun?
26 „Und ich sah einen Engel vom Himmel herabkommen, der den Schlüssel des Abgrundes und eine große Kette in seiner Hand hatte. Und er ergriff den Drachen, die alte Schlange, die der Teufel und Satan ist, und band ihn für tausend Jahre.“
27 Die Fußnote zu dem Ausdruck „band ihn“ lautet: „Die Macht Satans ist durch das Leiden Christi sehr eingeschränkt worden.“ Die Fußnote zu dem Ausdruck „für tausend Jahre“ lautet: „Das heißt für die ganze Zeit des Neuen Testaments, besonders aber von der Zeit der Vernichtung Babylons oder des heidnischen Rom bis zu den neuen Anschlägen Gogs und Magogs auf die Kirche kurz vor dem Ende der Welt. Während dieser Zeit leben und herrschen die Seelen der Märtyrer und Heiligen mit Christus im Himmel in der ersten Auferstehung, nämlich der Auferstehung der Seele zu einem Leben in Herrlichkeit, während die zweite Auferstehung diejenige des Leibes sein wird am Tage des allgemeinen Gerichts.“ — Herausgegeben in Baltimore (Maryland).
28. Wie viele Jahre sind nun vergangen, seitdem das „heidnische Rom“ abgelöst wurde, und was lassen die geschichtlichen Tatsachen hinsichtlich der Gefangensetzung Satans im Abgrund erkennen?
28 Seitdem das „heidnische Rom“ im fünften Jahrhundert vom päpstlichen Rom abgelöst wurde, sind nun aber schon mehr als tausend Jahre vergangen. Die geschichtlichen Tatsachen beweisen, daß Satan, der Teufel, noch nicht gebunden und in den Abgrund geworfen ist, wie das in Offenbarung 20:3 (Al) mit den Worten vorhergesagt wurde: „Und er [der Engel vom Himmel] warf ihn in den Abgrund, und verschloß und versiegelte über ihn, daß er nicht mehr verführe die Völker, bis tausend Jahre vollendet wären; und danach muß er losgelassen werden auf eine kurze Zeit.“
29. Wo findet gemäß der Offenbarung die Schlacht von Harmagedon statt, und was beweist damit in Verbindung, ob der Drache, Satan, der Teufel, schon gebunden und im Abgrund ist?
29 Die Apokalypse oder Offenbarung zeigt unmißverständlich, daß die Schlacht von Harmagedon vor Satans Fesselung und Gefangensetzung im Abgrund stattfindet. Aus dem Bibelbericht geht hervor, daß Satan, der Teufel, selbst dazu beiträgt, daß die Völker auf diesem Schlachtfeld versammelt werden, denn er zeigt, daß ein unreiner Geist aus dem Munde des Drachen, Satans, des Teufels, hervorgeht und zusammen mit den unreinen Geistern aus dem Maul des Tieres und dem Mund des falschen Propheten zu den Königen der ganzen Erde auszieht, um sie zu dem Streit an dem großen Tage des allmächtigen Gottes zu versammeln, der in Harmagedon ausgefochten wird. Jetzt ziehen diese drei Teufelsgeister, die aus diesen drei Quellen hervorgehen, zu den irdischen Herrschern aus. Jetzt marschieren diese Herrscher und ihre Heere nach Harmagedon, wie führende Männer es schon häufig warnend vorhergesagt haben. Der Drache, Satan, der Teufel, kann also noch nicht gebunden im Abgrund sein, unfähig, die Nationen zu verführen, wenn der unreine Geist aus seinem Maul am Versammeln der irdischen Herrscher und ihrer Armeen nach Harmagedon mitwirkt. — Offb. 16:13-16, Al.
30. (a) Welcher Faktor in Verbindung mit Satans politischen Werkzeugen auf der Erde spricht dafür, daß er noch nicht im Abgrund gefangengesetzt ist? (b) Was geschieht mit diesen politischen Werkzeugen in Harmagedon, und wann wird Satan ebenfalls dorthin kommen?
30 Nein, Satan, der Teufel, befindet sich noch nicht für tausend Jahre gefesselt in dem versiegelten Abgrund. Das symbolische „Tier“ und der „falsche Prophet“ sind immer noch auf der Erde. Auch Satan, der Teufel, hält sich in der Nähe unserer Erde auf und gebraucht das „Tier“ und den „falschen Propheten“ als seine Werkzeuge, um die irdischen Herrscher und ihre Armeen zu ihrer Vernichtung im Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen, zu versammeln. Im neunzehnten Kapitel der Offenbarung wird die Schlacht von Harmagedon, die an Gottes großem Tag geschlagen wird, beschrieben und gezeigt, daß sie kurz bevor Satan gebunden und in den Abgrund geworfen wird stattfindet. In dieser bevorstehenden Schlacht werden das „Tier“ und der „falsche Prophet“ in den symbolischen Feuer- und Schwefelpfuhl geworfen, wo sie vernichtet werden. Satan, der Teufel, kommt jedoch erst dorthin, nachdem Christus tausend Jahre über die ganze Menschheit regiert hat. — Offb. 19:11 bis 20:3, 7-10, Al.
31. Warum muß also die Tausendjahrherrschaft Christi noch bevorstehen, und welche wunderbare Tatsache in Verbindung damit ist heute zu erkennen?
31 Da also die Schlacht von Harmagedon noch bevorsteht, muß auch die Fesselung und Gefangensetzung Satans im Abgrund noch bevorstehen, denn das alles geschieht erst nach der Schlacht von Harmagedon. Demnach muß auch die Tausendjahrherrschaft Christi noch bevorstehen, denn sie schließt sich der Gefangensetzung Satans im Abgrund an und besteht die tausend Jahre, in denen Satan gefangen im Abgrund ist. Auch das widerlegt die gegen das Tausendjährige Reich gerichteten Lehren des Augustinus und anderer religiöser Führer der Christenheit. Die Tausendjahrherrschaft Christi muß noch kommen. Das wunderbare ist, daß sie sehr nahe ist und wir durch sie befreit werden.
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Die Segnungen des Millenniums für die MenschheitDer Wachtturm 1967 | 15. April
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Die Segnungen des Millenniums für die Menschheit
1. (a) Läßt die Bibel die Annahme zu, daß die Erde durch die Schlacht von Harmagedon unbewohnbar wird? (b) Wer wird zu den ersten Untertanen gehören, über die Christus im Millennium herrschen wird?.
WIRD die Menschheit durch die Vernichtung Groß-Babylons und durch die Schlacht von Harmagedon ausgelöscht werden? Wird die Erde nach diesen Ereignissen völlig unbewohnt sein? Wird nicht einmal ein Überrest der Versammlung der 144 000 treuen Nachfolger Christi als Beweis für die schützende Macht Gottes, des Allmächtigen, übrigbleiben? Die Bibel gibt klipp und klar zu verstehen, daß einige dieser Erben des himmlischen Königreiches im Krieg von Harmagedon am Leben erhalten werden, damit sie vor ihrem Tod und ihrer Auferstehung und Verherrlichung im Himmel auf der Erde bestimmte Dienste leisten. Mit ihnen wird auch eine „große Volksmenge“, die sich aus Gott hingegebenen, getauften christlichen Gefährten dieser Treuen zusammensetzt, Harmagedon überleben. Die Angehörigen dieser „großen Volksmenge“ werden die ersten menschlichen Untertanen auf der Erde sein, über die Christus zum Segen der Menschheit herrschen wird. Was ist ein Königreich ohne Untertanen? — Spr. 14:28.
2. Aus was für Menschen setzt sich diese „große Volksmenge“ zusammen, und was ist damit gemeint, wenn in Offenbarung 7:14 gesagt wird, sie kämen „aus der großen Drangsal“?
2 Die Apokalypse oder Offenbarung selbst zeigt, daß es Menschen geben wird, die den Krieg von Harmagedon und die Gefangensetzung Satans im Abgrund überleben werden. Aus dem siebenten Kapitel der Offenbarung geht deutlich hervor, daß diese Überlebenden nicht dieselbe Klasse sind, wie die 144 000 geistigen Israeliten, die Mitkönige Jesu Christi. Sie sind eine internationale „große Volksmenge“ und geben sich als Untertanen Gottes und seines Christus zu erkennen. In Offenbarung 7:14 heißt es von ihnen: „Das sind die, welche aus der großen Drangsal kommen.“ Das bedeutet nicht nur, daß sie in der Zeit der „großen Drangsal“, in der das gegenwärtige weltliche System der Dinge endet, für Gott und seinen Christus Stellung beziehen, sondern es bedeutet auch, daß sie diese Drangsal unter Gottes Schutz überleben und zu denen gehören werden, die unter dem nachfolgenden neuen System der Dinge auf der Erde leben werden. Sie bringen Gott in seinem geistigen Tempel Anbetung und Dienst dar und folgen Jesus Christus, dem Lamme, wie einem Hirten, der sie zu lebengebenden Wassern führt. — Offb. 7:9-17.
3. Wie zeigte Jesus gemäß Matthäus 24:21, 22, 37-39 unmißverständlich, daß es Menschen geben wird, die die Schlacht von Harmagedon überleben werden?
3 Jesus Christus, der „vortreffliche Hirte“, wies in seiner Prophezeiung über das Ende dieses Systems der Dinge darauf hin, daß es Menschen geben werde, die die „große Drangsal“ überleben würden, als er sagte: „Dann wird große Drangsal herrschen, wie es seit Anfang der Welt bis jetzt noch keine gegeben hat, nein, noch je wieder geben wird. Tatsächlich, wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen werden jene Tage verkürzt werden.“ Und indem Jesus noch hinzufügte, es werde in den Tagen seiner unsichtbaren zweiten Gegenwart so sein wie in den Tagen Noahs, gab er deutlich zu verstehen, daß es Menschen geben wird, die die große Drangsal ebenso überleben werden, wie Noah und seine sieben Familienangehörigen die Flut überlebten, durch die die damalige gottlose Welt vernichtet wurde. (Matth. 24:21, 22, 37-39) Als Noah und seine Familie nach der Flut die Arche verließen und auf die gereinigte Erde hinaustraten, sagte ihnen Gott, was sie tun sollten. (1. Mose 9:1-17) Genauso werden auch die Überlebenden der großen Drangsal neue und passende Anweisungen benötigen.
4. Welche Situation wird für Christus eine günstige Gelegenheit sein, einzugreifen und über die Überlebenden von Harmagedon zu herrschen zu beginnen?
4 Gewisse führende Persönlichkeiten werden die Vernichtung Groß-Babylons und den Krieg von Harmagedon, in dem die irdischen Könige und ihre Armeen sowie ihre Unterstützer umkommen, nicht überleben. Auch die religiösen Machthaber des babylonischen Weltreiches der falschen Religion und die politischen Herrscher und militärischen Führer, die gegen das himmlische Königreich und seinen Christus Krieg führen, werden nicht überleben. (Offb. 17:14; 19:19-21) Danach wird Satan, „der Herrscher dieser Welt“ und „der Gott dieses Systems der Dinge“, im Abgrund gefangengesetzt und dadurch von jeder Berührung mit der Menschheit abgeschnitten werden. (Joh. 12:31; 14:30; 2. Kor. 4:4) Diese Situation ist für Jesus Christus eine günstige Gelegenheit, einzugreifen und den Überlebenden auf der Erde eine neue, gerechte und vollkommene Regierung zu geben.
5. Was wird in Offenbarung 20:4-6 über diese notwendige Regierung gesagt?
5 Nachdem wir aus dem zwanzigsten Kapitel der Offenbarung erfahren haben, wie
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