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Der Mensch — Was er tun muß, um wieder dem Gleichnis Gottes zu entsprechenErwachet! 1980 | 8. Juli
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jeder, der fortwährend eine Frau ansieht, um so in Leidenschaft zu ihr zu entbrennen, in seinem Herzen schon mit ihr Ehebruch begangen hat“ (Matth. 5:28). Durch das ständige Anschauen und die gedankliche Auseinandersetzung kann das Verlangen so stark werden, daß dann die ehebrecherische Handlung tatsächlich erfolgt.
Dieses Prinzip läßt sich auch auf gute Gedanken anwenden. Sie rufen gute Gefühle hervor, die zu guten Taten führen. Wende deine Willensfreiheit daher weise an. Denke über Gutes nach, erstrebe es und tue es.
So lautet der Rat des Apostels Paulus. Er selbst handelte entsprechend. Dennoch sagte er bedauernd: „Was ich wünsche, das pflege ich nicht zu tun, sondern was ich hasse, das tue ich.“ Er beklagte seinen inneren Konflikt, den Widerstreit zwischen Fleisch und Geist: „Ich elender Mensch! Wer wird mich befreien?“ Er besaß eine genaue Erkenntnis, er bemühte sich, dem Gleichnis Gottes zu entsprechen, er bemühte sich, die verschiedenen Merkmale Jehovas, die er aufwies, miteinander ins Gleichgewicht zu bringen. Es gelang ihm jedoch nicht aus eigener Kraft. Sein Ausruf läßt uns erkennen, wer ihm zum Sieg verhalf: „Dank sei Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn!“ (Röm. 7:15, 24, 25).
Wir können uns bemühen, die göttlichen Merkmale in das richtige Verhältnis zueinander zu bringen, aber nur Gott durch Christus kann unsere Anstrengungen, seinem Gleichnis zu entsprechen, mit Erfolg krönen.
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Sie können dir fast alles verkaufenErwachet! 1980 | 8. Juli
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Sie können dir fast alles verkaufen
„Die heutige Werbung ist das einflußreichste und mächtigste Instrument der Verkaufspolitik, das der Mensch je ersonnen hat“ (Paul Stevens, Werbetexter).
DIE meisten Leute glauben, daß sie durch die Werbung im Grunde nicht beeinflußt werden. Sie meinen, sie ignorieren sie und treffen ihre eigenen Entscheidungen. Erfahrene Verkaufsmanager wissen es aber besser. In der ganzen Welt investieren sie in die Werbung Unsummen von Geld. Sie wecken in uns Bedürfnisse und lenken unsere Gedanken, ohne daß wir es jedesmal merken.
Die Zahl der Werbeträger ist grenzenlos — Zeitungen und Zeitschriften, Radio und Fernsehen, Litfaßsäulen, Busse, Untergrundbahnen, Taxis und T-Shirts. Man schätzt, daß der Durchschnittsamerikaner täglich bis zu 1 600 Werbesprüchen begegnet.
„Ich möchte behaupten“, schrieb Jack Smith in seiner humorvollen Rubrik in der Times von Los Angeles, „daß der Durchschnittsamerikaner täglich mehr Wörter aus der Werbung aufnimmt als aus irgendeiner anderen Quelle, seien es Nachrichtensendungen, Bücher, Zeitschriften oder Ehepartner.“
Firmen auf der ganzen Erde suchen nach neuen Wegen, um dich zum Kauf zu überreden. Der Seifenhersteller Procter & Gamble gab 1977 allein für Werbung in den Vereinigten Staaten 460 000 000 Dollar aus — mehr als 8 Dollar für jede amerikanische Familie. Solche Summen würden nicht ausgegeben werden, wenn es sich nicht lohnen würde.
Paul Stevens, der für das Werbefernsehen schreibt, sagte in seinem Buch I Can Sell You Anything (Ich kann dir alles verkaufen): „Die Werbung sagt dir, was du kaufen, wie du kaufen
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