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  • Warme Gerichte an kalten Tagen
    Erwachet! 1975 | 8. Februar
    • und würzt sie leicht mit Worcestersoße. Gesondert werden grob gestoßene Crackers (Salzbiskuits) gereicht. In den Kochbüchern wird auch die Gemüsekraftbrühe erwähnt. Es können dazu alle Suppengemüse und Wurzeln verwendet werden.

      Zu den Gemüsesuppen zählen die italienische Gemüsesuppe oder Minestrone, die grüne Erbsensuppe, die weiße Rübensuppe, die Blumenkohlsuppe, Spinatsuppe, Kressesuppe und die Lauchsuppe. Zur Abwechslung kann man seine Familie auch einmal mit französischer Zwiebelsuppe, russischem Borschtsch (Kohlsuppe mit Fleisch, verschiedenen Kohlsorten, roten Rüben und etwas Kwaß) oder polnischer Krautsuppe erfreuen.

      Zu erwähnen wären auch die Kremsuppen. Viele Hausfrauen kaufen diese Suppen als Fertigsuppen und geben dann anstatt Wasser Milch dazu. Beliebt sind vor allem Suppen wie Spargel-, Sellerie- und Tomatensuppe. Besonders schmackhaft ist die Pilzkremsuppe; sie wird von deinen Angehörigen, aber auch von Gästen, falls du einmal Besuch hast, bestimmt gern gegessen. Ein halbes Pfund gereinigte Pilze wird in Scheiben geschnitten, gesalzen, gepfeffert und in Butter mit etwas feingewiegter Petersilie weich gedämpft. Die Pilze werden mit Fleischbrühe aufgefüllt und aufgekocht. Drei bis vier Eigelb werden mit einem zehntel Liter saure Sahne verquirlt, und damit wird die Suppe verrührt. In die Suppenschüssel gibt man ein nußgroßes Stück Butter und etwas Zitronensaft. Darauf gießt man unter fortwährendem Rühren vorsichtig die heiße Suppe, bis die Butter ganz zergangen ist. Diese Suppe ist sowohl schmackhaft als nahrhaft, und außerdem wirken — wie die jüngste Forschung ergeben hat — die Pilze (übrigens auch Zwiebeln) günstig auf unseren Cholesterinspiegel.

      Für „kalorienbewußte“ Personen oder für Personen mit leichter körperlicher Arbeit kann irgendeine Suppe zusammen mit ein bis zwei Scheiben Brot und etwas Obst als Mahlzeit dienen.

      Herzhafte, kräftige Suppen, die als Mahlzeit dienen können, sind z. B. schottische Hafersuppe, Ochsenschwanzsuppe, Linsensuppe, Bohnensuppe, Erbsensuppe, Kastanienmussuppe und Kartoffelsuppe.

      Nicht übersehen sollte man auch die verschiedenen Suppeneinlagen, die es gibt. So zum Beispiel Brotkrüstchen, in Butter gebratene Weißbrotwürfelchen. Man kann sie mit Knoblauch, Käse oder Speck würzen. Matzeklößchen (Klößchen aus in Wasser geweichter Matze, die zerstampft und dann mit vier Eiern, zwei Eßlöffeln Fett, anderthalb Eßlöffeln Wasser, einer Prise Pfeffer, Salz und mit soviel trockener grob gestoßener Matze vermengt wird, daß die Masse die richtige Festigkeit erhält) passen sehr gut zu Hühnersuppe und in Scheibchen geschnittene Frankfurter Würstchen zu Linsen-, Erbsen- und Bohnensuppe. Zu vielen Suppen paßt auch geriebener Käse; und eine Handvoll feingeschnittene Petersilie verträgt fast jede Suppe.

      Andere Gerichte

      Nicht außer acht lassen sollte man Sandwiches wie heiße Käsebrötchen oder mit Rindfleisch belegte Röstbrotschnitten. Solche Sandwiches sind an einem kalten Wintertag gerade das richtige.

      Aber nicht nur ein warmes Gericht hat eine wärmende Wirkung, sondern auch die kunstgerechte Verwendung von Gewürzen wie Cayennepfeffer und Curry.

      Für Personen, die nicht „kalorienbewußt“ sind, gibt es natürlich auch warme Süßspeisen.

      Getränke

      Was ist über alkoholische Getränke zu sagen? Trägt ein solches Getränk dazu bei, daß man sich schneller erwärmt? Wenn man jemandem, der in der Kälte war, einen Grog oder ein Mixgetränk vorsetzt — natürlich nur einem Erwachsenen —, wärmt ihn das auf. Aber man darf nicht glauben, daß man sich, wenn man längere Zeit in der Kälte ist, immer wieder mit einem Schluck Alkohol aufwärmen kann. Dieser Irrtum hat schon einige Menschen das Leben gekostet. Durch die Einwirkung des Alkohols werden die Hautgefäße erweitert, und wegen der besseren Durchblutung der Haut tritt ein Wärmegefühl auf. Aber was geschieht dann? Die Wärmeabgabe des Körpers wird wesentlich gesteigert, und die Körpertemperatur sinkt allmählich.

      Es gibt viele warme Getränke, die dem Organismus helfen, die Körperwärme zu erhalten. Manch einer trinkt vielleicht gern einen heißen Kaffee (viele ziehen koffeinfreien Kaffee vor); ein anderer dagegen trinkt lieber eine Tasse Ovomaltine, Schokolade oder Tee — schwarzen oder anderen. Vielleicht möchte der eine oder andere etwas Gehaltvolleres. Nun, wie wäre es dann mit einer Tasse heißer Milch mit Honig oder Malzextrakt? Oder mit einem Eierpunsch? Als etwas Besonderes könnte man ein heißes Getränk aus Apfelsaft reichen. Man kocht den Apfelsaft zusammen mit einem Zimtstengel, mit Gewürznelken, Piment und etwas Honig auf und entfernt anschließend die Gewürze. Viele ziehen Glühwein vor (1 l Rotwein mit 100 g Zucker, 1 Stück Zimt, 6 Gewürznelken und Zitronenschale [etwa 10 cm lang] erhitzen).

      Es lohnt sich, seinen Angehörigen an kalten Tagen etwas Warmes vorzusetzen. An Möglichkeiten, große Abwechslung in den Speiseplan zu bringen, fehlt es ja nicht. Und wenn man die Mahlzeiten mit Liebe zubereitet, wenn es einem Freude macht, so zu kochen, daß die Familie gesund bleibt und ihr das Essen schmeckt, wird es auch nie zu Enttäuschungen kommen.

  • Baumstumpfernte in Nicaragua
    Erwachet! 1975 | 8. Februar
    • Baumstumpfernte in Nicaragua

      Vom „Awake!“-Korrespondenten in Nicaragua

      EINE Baumstumpfernte? Ich habe gehört, daß man Erdnüsse, Getreide, Obst, Kartoffeln usw. ernten kann. Aber Baumstümpfe ernten? Wie macht man denn das?

      Die meisten Holzfäller sind schon weitergezogen und haben auf ihrem Sägemehlpfad stumme Zeugen eines einst stattlichen Kiefernwaldes zurückgelassen: nackte, niedrige Baumstümpfe. Nackt und niedrig, ja, aber keineswegs wertlos! Diese Baumstümpfe finden in einem der größten Industriezweige in Nicaragua Verwertung, und zwar für die Herstellung von Kolophonium, Terpentin, Dipenten und Kiefernöl.

      Als ich bei der Fabrikanlage eintraf, war mir gleich klar, warum sie von den Ortsansässigen Baumstumpffabrik genannt wird. Auf mehrere Hektar verteilt, waren dort etwa 13 500 Tonnen Baumstümpfe aufgestapelt.

      Die Vorbereitungen für die Baumstumpfernte beginnen schon, wenn die Bäume gefällt werden. Danach muß einige Zeit verstreichen, bis chemische Reaktionen abgelaufen sind. Die Außenschicht muß verrotten, während die Rohstoffe in den Holzfasern des übrigen Teils des Stumpfes eingeschlossen bleiben. Diese chemischen Vorgänge und das Austrocknen nehmen in nördlichen Breiten zehn bis fünfzehn Jahre in Anspruch, hier in den Tropen aber nur sieben bis zehn Jahre. Dann ist der Stumpf reif zur „Ernte“. Mit Hilfe eines Traktors wird er aus dem Boden gerissen. Die Baumstümpfe werden auf Lastwagen verladen und zur Fabrik transportiert.

      Zuerst kommen die Stümpfe in ein großes Mahlwerk, wo sie zu Holzspänen verarbeitet werden. Die Holzspäne kommen dann in einen Extraktionsapparat, der einem Schnellkocher ähnelt. In den Extraktionsapparat wird ein Lösungsmittel (Petroleum) gepumpt, und damit werden die Holzspäne ausgewaschen. Auf diese Weise werden ihnen die Rohstoffe entzogen.

      In einem anderen Gebäude wird mit Hilfe von Wasserdampfdestillation das Lösungsmittel von den Rohstoffen abgeschieden oder getrennt. Das Lösungsmittel wird dann wieder zu einer Flüssigkeit kondensiert und in Vorratstanks zurückgepumpt, wo es dann von neuem verwendet wird. Inzwischen fließt der Rohstoff zu einem Tank weiter, wo die Öle vom Kolophonium getrennt werden.

      Terpentin, Dipenten und Kiefernöl haben unterschiedliche Siedetemperaturen. Sie werden durch Destillation voneinander getrennt, indem eine bestimmte Temperatur beibehalten wird, bis das erste Öl verdampft ist; dann steigt die Temperatur, bis ein Öl nach dem andern verdampft ist. Nach dem Verdampfen werden die getrennten Öle abgekühlt und in Vorratstanks aufbewahrt.

      Kolophonium und Dipenten werden exportiert. Kolophonium wird in Lack, Druckfarbe, Seife und Klebstoff sowie als Geigenharz verwendet. Dipenten wird zur Herstellung von Lösungsmitteln für Anstriche benötigt. Terpentin und Kiefernöl werden zum größten Teil im eigenen Land verbraucht. Vielleicht bringst du Terpentin mit dem Säubern von Pinseln in Verbindung, aber es ist auch ein Bestandteil von Insektiziden. Kiefernöl ist in Desinfektionsmitteln enthalten.

      Während ich über die riesigen, mit schwarzen Baumstümpfen übersäten Ebenen blickte, wurde mir klar, daß die Baumstumpfernte in Nicaragua ein zukunftsträchtiger Industriezweig ist.

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