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Die Prophezeiungen der Bibel entspringen keiner privaten AuslegungErwachet! 1970 | 22. Januar
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Biblische Prophezeiungen sind wirklich ein Erzeugnis des Geistes Gottes, und sie stützen sich nicht auf die private Deutung von Zuständen und Tendenzen zu der Zeit, da sie ausgesprochen oder aufgezeichnet wurden. „Demzufolge“, so schrieb Petrus, weil er Jesu Umgestaltung gesehen hatte, „ist uns das prophetische Wort um so gesicherter; und ihr tut wohl, ihm Aufmerksamkeit zu schenken als einer Lampe, die an einem dunklen Ort leuchtet.“ (2. Petr. 1:19) Wenn wir auf das prophetische Wort achtgeben, mögen wir das Vorrecht erhalten, das Ende aller Bosheit zu sehen und an den Segnungen eines neuen Systems der Dinge teilzuhaben, über das vorhergesagt worden ist, daß es in unserer Generation Wirklichkeit würde. — Luk. 21:25-32; 2. Thess. 1:6-10; Offb. 21:4, 5.
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Wir beobachten die WeltErwachet! 1970 | 22. Januar
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Wir beobachten die Welt
Spielkasino und Bar in der Kirche
◆ Ein gutgehendes Spielkasino in der katholischen St.-Callistus-Kirche in Garden Grove (Kalifornien) wurde aufgelöst. Die Polizei stellte etwa 2 000 Dollar in Bargeld und in Spielchips sicher. „Das war eine richtige professionelle Sache“, erklärte ein Polizeisprecher. „Dort lief ein wirklicher Spielbetrieb.“ Auch eine illegale Bar in der Kirche wurde von der Polizei geschlossen. Man war aber nicht um eine Begründung für diese gesetzwidrigen Unternehmungen verlegen. Das beim Spielen gewonnene Geld sollte angeblich für wohltätige Zwecke gespendet werden.
Alkoholismus nimmt zu
◆ Die Schwäbische Zeitung brachte eine interessante Statistik über den zunehmenden Alkoholmißbrauch in Baden-Württemberg. Unter anderem wurde berichtet, welche Maßnahmen ergriffen werden müßten, um den Alkoholismus zu bekämpfen. Der Leiter des Psychiatrischen Landeskrankenhauses Winnenden berichtete seine Feststellungen. In der Zeitung hieß es: „Nach Angaben Längles wurden 1934 in die fünf württembergischen Landeskrankenhäuser zehn Kranke wegen Alkoholismus eingewiesen. 1956 wurden in die acht Landeskrankenhäuser Baden-Württembergs 400 Alkoholkranke eingeliefert. 1963 waren es bereits 1 156 und im Vorjahr 1 700 Alkoholiker. Das waren 15 Prozent aller Zugänge in den acht Landeskrankenhäusern im Lande Baden-Württemberg. Heute gibt es in der Bundesrepublik über 600 000 erfaßte Alkoholiker. Unter ihnen sind 70 000 Jugendliche.“ Verschiedene Möglichkeiten wurden in Erwägung gezogen, um dem Alkoholismus entgegenzuwirken. Alkoholentziehungskuren sollten gefördert werden. Ein anderer Sachverständiger vertritt die Meinung, eine automatenhafte Arbeit, „die schöpferische Fähigkeiten weithin nicht mehr beanspruche, lasse den Menschen leer ... Nach einer Meinungsumfrage im letzten Jahr empfänden heute nur noch 50 Prozent der Berufstätigen in der Bundesrepublik ihren Beruf als sinnvoll.
Der Leiter zweier Trinkerheilanstalten am Bodensee glaubt, daß es in zunehmendem Maße auf die sinnvolle Freizeitbeschäftigung ankomme.“
„Der Anarchie entgegen“
◆ Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, U Thant, warnte, daß die Welt „vielleicht Zeuge einer Entwicklung des Anfangsstadiums eines neuen hundertjährigen Krieges im Nahen Osten sei“. Er forderte zur Achtung vor den Entscheidungen des Sicherheitsrates auf als eine Möglichkeit, den Frieden der Welt zu bewahren. „Wenn die Welt sich daran gewöhnt, daß die Entscheidungen des höchsten Organs der Vereinten Nationen für Frieden und Sicherheit unbeachtet bleiben oder mißachtet werden, werden wir einen gefährlichen Schritt der Anarchie entgegengegangen sein“, sagte U Thant.
Ist der Geschmackverbesserer gefährlich?
◆ Das Nahrungsmittel- und Arzneimittel-Kontrollamt der USA hat in Frage gezogen, ob das Produkt Glutamat, das dazu verwendet wird, den Geschmack von Speisen zu verbessern, der Gesundheit abträglich ist. Ein in St. Louis (Missouri) wohnender Forscher hat festgestellt, daß größere Dosen dieses Produkts bei kleinen Mäusen Gehirnschäden hervorriefen. Hersteller von Kindernahrung haben bekanntgegeben, daß sie dieses Produkt nicht länger bei der Herstellung von Babynahrung und anderen Lebensmitteln verwenden werden, bis ermittelt werden kann, welche Gefahren damit verbunden sind.
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