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Die Jungfrauengeburt — War es wirklich eine Tatsache?Der Wachtturm 1982 | 15. Mai
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beabsichtigte er, die Verlobung heimlich zu lösen, weil er Maria nicht öffentlich zur Schau stellen wollte. Gott teilte ihm jedoch mit, daß die Empfängnis durch die Macht des heiligen Geistes stattgefunden habe und daß er Maria ausgewählt habe, die besondere Rolle der Mutter des Retters zu übernehmen. Aufgrund dieser Zusicherung führte Joseph Maria heim. „Doch hatte er keinen ehelichen Verkehr mit ihr, bis sie einen Sohn gebar“ (Mat. 1:25).
Lukas berichtet im Gegensatz dazu vom Standpunkt Marias aus. Im großen und ganzen beschreibt er dieselben Tatsachen, er erzählt aber die Einzelheiten, z. B. die Unterhaltung zwischen Maria und dem Engel, der ihr offenbarte, daß sie Mutter werden würde. Erstaunt antwortete Maria: „Wie soll dies sein, da ich keinen ehelichen Verkehr mit einem Mann habe?“ Es erschien ihr unglaublich, wie dies auch bei dir der Fall sein mag. Der Engel erklärte ihr dann, daß die Empfängnis durch ein Wunder stattfinden werde, durch heiligen Geist, durch die Kraft des Höchsten, dessen Sohn das Kind sein werde. Maria nahm diese Ehre bereitwillig an, und zur bestimmten Zeit gebar sie einen Sohn, Jesus (Luk. 1:26-38).
Die Bibel sagt nach der Geburt Jesu verhältnismäßig wenig über Maria. Sie wird in Verbindung mit ihm einige Male erwähnt, doch nichts läßt darauf schließen, daß sie unter den Jüngern eine prominente Stellung innegehabt hätte. Als Jesus erwachsen war, übte sie zweifellos keinen Einfluß mehr auf ihn aus. Gelegentlich mußte er sie und auch andere daran erinnern (Joh. 2:4; Mat. 12:46-50). Dennoch liebte er sie. Sogar in seiner Todesstunde beauftragte Jesus den Apostel Johannes, sich ihrer anzunehmen (Joh. 19:26, 27).
Nach der Auferstehung Jesu befand sich Maria unter den Jüngern und wahrscheinlich auch zu Pfingsten, als die 120 Jünger mit heiligem Geist erfüllt wurden (Apg. 1:13, 14; 2:1-4). Es ist sicher, daß Maria auch in späteren Jahren eine treue, demütige Jüngerin war, ohne daß sie irgendwie eine bedeutungsvolle oder autoritäre Stellung innegehabt hätte oder besonders hervorgehoben worden wäre.
Nachdem wir nun wissen, was die Bibel über die Jungfrauengeburt sagt, können wir eine Frage behandeln, die sich schon viele gestellt haben: Ist es wissenschaftlich annehmbar oder vernünftig, daran zu glauben?
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Die Jungfrauengeburt — Kann man daran glauben?Der Wachtturm 1982 | 15. Mai
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Die Jungfrauengeburt — Kann man daran glauben?
WURDE Jesus, der Sohn Gottes, tatsächlich von einer Jungfrau geboren, dann mußt du zugeben, daß es zweifellos das Wunder der Geschichte war. Ist der Bericht darüber aber glaubwürdig? Ist die Jungfrauengeburt für dein Leben in irgendeiner Hinsicht von Bedeutung?
Einige, die nicht an die Jungfrauengeburt glauben, sagen, sie sei unwissenschaftlich und stimme nicht mit den Naturgesetzen überein. Ist das der Standpunkt der Wissenschaftler? Haben kürzlich gemachte Entdeckungen in der Genetik die Sache etwas beleuchtet?
Wissenschaftlich möglich?
Die Fortpflanzung ohne ein männliches Wesen ist als Parthenogenese [griechisch: parthénos, was „Mädchen“ bedeutet, und genesis] bekannt. Wissenschaftler haben kürzlich bei Säugetieren erfolgreich Versuche mit der Parthenogenese durchgeführt. In The Economist
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