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  • Gutes und liebende Güte folgten mir
    Der Wachtturm 1972 | 1. Juni
    • wir gegen Kaution aus der Haft entlassen wurden, besorgten wir uns neue Flugblätter und gingen gleich wieder an die Arbeit. Es gab keinen Stillstand.

      Dann gab die Gesellschaft das zweite Flugblatt, Quebeck, du hast dein Volk im Stich gelassen!, heraus. Es handelte sich dabei um eine gut durchdachte Antwort auf die Reaktion der Regierung auf das Flugblatt Quebecks lodernder Haß. Das zweite Flugblatt wurde wie das erste verteilt: nachts in aller Eile, und oftmals war es ein Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei. Das waren aufregende Zeiten!

      Die Fälle wegen Verbreitung aufrührerischer Literatur waren bis 1950 anhängig. Dann entschied das Oberste Bundesgericht, daß das Flugblatt Quebecks lodernder Haß keine aufrührerische Schrift sei. Die Anklagen wegen Verbreitung aufrührerischer Schriften, auch die gegen uns eingereichten, wurden abgewiesen.

      Im Jahre 1951 kehrten Howard und ich nach Neubraunschweig zurück, wo ich in den vergangenen zwanzig Jahren die meiste Zeit tätig war. Howard, mein treuer Gefährte, starb 1967, nachdem wir achtunddreißig Jahre gemeinsam im Vollzeitpredigtdienst gestanden hatten. Er ließ sich durch nichts erschüttern, war immer fröhlich und trat Problemen mit einem unbezähmbaren Mut entgegen.

      Der Verlust war für mich sehr hart, aber meine christlichen Brüder waren lieb und freundlich zu mir und standen mir bei. Ich war weiterhin eifrig im Dienste Jehovas tätig. Das war für mich ein Segen. Jehova hat mein Herz getröstet.

      Inzwischen ist mein Haar weiß geworden, und mit meinen einundsiebzig Jahren komme ich nicht mehr so schnell voran. Doch welch ein glückliches, segensreiches Leben habe ich hinter mir! Jehova hat mein Leben mit liebender Güte gekrönt, denn er hat mich in seiner Barmherzigkeit weiter in dem Werk wirken lassen, das ich so sehr liebe. Noch nie habe ich es bedauert, schon in meiner frühen Kindheit diesen Weg eingeschlagen zu haben. Im Vertrauen auf Jehova sage ich wie David dankbar: „Sicherlich wird mir lauter Gutes und liebende Güte folgen alle Tage meines Lebens.“ — Ps. 23:6.

  • Gibt es eine große himmlische Organisation?
    Der Wachtturm 1972 | 1. Juni
    • Gibt es eine große himmlische Organisation?

      VON Engeln, unsichtbaren himmlischen Geschöpfen oder Geistpersonen, hört man oft. Im allgemeinen aber hat man nur eine vage Vorstellung von ihrem Zweck und ihrer Tätigkeit. Die kirchliche Kunst stellt sie zum Teil als Frauen- oder Kindergestalten mit Flügeln dar.

      Diese Vorstellungen von Engeln haben ihren Ursprung jedoch nicht in der Bibel. Sie gehen auf heidnisches Gedankengut zurück. Das läßt sich leicht nachweisen, wenn man etwas in der alten griechischen Mythologie nachforscht und darauf achtet, wie die Griechen ihre Götter und Göttinnen auf Vasen, Wandgemälden, durch Statuen usw. dargestellt haben. An dieses Vorbild hielten sich Künstler der Christenheit im Mittelalter bei ihren Engeldarstellungen.

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