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  • Der von Jehova gesandte Helfer und die Neue-Welt-Gesellschaft
    Der Wachtturm 1958 | 1. Februar
    • zu reden, so wie es ihnen der Geist verlieh, sich zu äußern.“ (Apg. 2:2-4, NW) Sie wurden im Geiste getauft und als geistliche Söhne Gottes gezeugt; sie wurden mit dem Geiste erfüllt. Es handelte sich dabei um Jehovas Energie spendende Kraft, nicht um eine Person, die so auf sie ausgegossen worden wäre. Sie sollte von da an als ihr Fürsprecher amten und ihnen bei der Erfüllung ihres Auftrages als Helfer beistehen.

      VERSCHIEDENHEITEN DES WIRKENS

      Damit die Versammlung der ersten Christen richtig organisiert und ihr Werk auf einer guten Grundlage begonnen werden konnte, waren manche Dinge nötig, die durch den Helfer möglich wurden. So erklärte Paulus: „Nun gibt es Verschiedenheiten von Gaben, aber da ist derselbe Geist, und es sind Verschiedenheiten von Dienstleistungen, und doch ist derselbe Herr, und es sind Verschiedenheiten des Wirkens, und doch ist derselbe Gott, der die gesamte Wirksamkeit in allen bewirkt.“ (1. Kor. 12:4-6, NW) Den verschiedenen Gliedern der Versammlung wurden verschiedene Gaben verliehen, und so konnten einige lehren, andere prophezeien, und wieder andere verstanden es, zu organisieren, während die Apostel und die älteren Brüder in Jerusalem als koordinierende, leitende Körperschaft der ganzen Versammlung amteten. Durch die Apostel konnten gewisse Gaben des Geistes auf andere übertragen werden.

      Durch die Ausgießung des Geistes erhielt die Welt den überzeugenden Beweis dafür, daß sich die jüdische Nation gegen Gott und seinen Sohn versündigt hatte, und erfuhr, daß sie ein Teil des von Satan beherrschten Systems der Dinge war. Diese Ausgießung des Geistes war ein Beweis für die Gerechtigkeit des Sohnes Gottes, denn er war auferweckt worden, und diese wirksame Kraft kam durch ihn von oben herab, was bewies, daß er von seinem Vater angenommen worden war. Nun begann ein Gericht gegen den „Fürsten dieser Welt“, denn seine Bemühungen, Christus Jesus in seiner Lauterkeit zu erschüttern, waren fehlgeschlagen, und dadurch wurde seine Vernichtung doppelt besiegelt.

      Pfingsten bildete erst den Auftakt zur Erfüllung der Worte Jesu. Mit der Ansprache, die Petrus damals hielt, begann die Botschaft von der Sünde, der Gerechtigkeit und dem Gericht zuerst in Jerusalem und dann auch in anderen Gebieten verkündigt zu werden. Gottes Wahrheit in bezug auf den Ursprung der Sünde und seine Vorkehrung zur Beseitigung ihrer Folgen wurden verkündigt, und die Menschen wurden aufgefordert, zu bereuen und den Weg einzuschlagen, der zur Gerechtsprechung führt, die ihnen auf Grund des Glaubens an Christus Jesus zuteil wird. Die große Streitfrage über die universelle Oberhoheit wurde bekanntgemacht und der kommende Tag der Rache und der Vollstreckung der Gerichtsurteile Jehovas angekündigt. Dieses Predigtwerk ist immer noch im Gange, ja es wird heute mit einer Intensität und in einem Umfange durchgeführt wie nie zuvor.

      Unter der Leitung des Helfers gelangte die gute Botschaft zu den Nationen, damit Juden wie Heiden Gott kennenlernen und in die Versammlung aufgenommen werden konnten. Kornelius und seine Familie waren die ersten aus den „Heiden“, denen Gott Barmherzigkeit erwies. Dann wurden Paulus und seine Gefährten durch den Geist zu den Nationen gesandt, damit sie unter ihnen Missionardienst leisteten, während sich Petrus und die anderen Apostel auf das Gebiet von Palästina und die östlichen Gegenden konzentrierten.

      Der von oben kommende Geist machte es möglich, daß die gute Botschaft und deren Verkündigung kühn verteidigt und gesetzlich verankert wurden. Der Helfer tat den Willen Jehovas in bezug auf Lehre und Wandel kund. Er bewirkte, daß Dinge prophezeit wurden, die bald oder erst in ferner Zukunft geschehen sollten. — Apg. 4:18-20; 5:32; 10:18, 44; 21:4, 11.

      DIE STELLUNG DER ENGEL

      Jehova hat seinen irdischen Dienern, nachdem er ihnen den „Helfer“ gesandt hatte, den Dienst der Engel trotzdem nicht vorenthalten. Die Engel dienten ihnen weiterhin, und in gewissen Fällen scheint die Wirksamkeit des Geistes direkt auf sie zurückgeführt werden zu können. Zum Beispiel wurden die Apostel bei ihrer Befreiung aus dem Gefängnis von dem Engel, der sie befreite, auch angewiesen, ihre Predigttätigkeit fortzusetzen. Ein Engel Gottes sorgte dafür, daß Philippus mit dem Äthiopier zusammentraf und ihn bekehrte. Kornelius erhielt die Anweisung, mit Petrus in Verbindung zu treten, durch einen Engel. Paulus wurde bei einer Gelegenheit von einem Engel beraten und getröstet. Johannes empfing die göttliche Offenbarung, die er niederschrieb und die das letzte Buch der Bibel bildet, durch einen Engel, den Christus Jesus zu ihm gesandt hatte. — Apg. 5:19, 20; 8:26; 10:3; 27:23, 24; Off. 1:1.

      Wir befinden uns nun in der Zeit der parusía unseres Herrn. Die Prophezeiung zeigt deutlich, daß er in Begleitung vieler Engel gegenwärtig ist und daß diese der Neuen-Welt-Gesellschaft dienen. Sie sind die Schnitter der Ernte und sondern alles, was anstößig ist, aus der Organisation der Diener Jehovas auf Erden aus. Der Helfer ist unter denen, die sich Jehova hingegeben haben, immer noch in Tätigkeit und leistet ähnliche Dienste, wie er es damals zu Pfingsten tat, obwohl die Wundergaben mit dem Tode der Apostel aufhörten. In der endgültigen Erfüllung der Prophezeiung Joels (2:28, 29) wurde im Jahre 1919 — dem Jahre der Gründung der Neuen-Welt-Gesellschaft — und nochmals im Jahre 1922 der Geist ausgegossen, was den beiden Ausgießungen des Geistes in den Jahren 33 und 36 entsprach. Dies hatte zur Folge, daß die Zahl der Glieder der Versammlung Gottes vervollständigt und der „Mensch der Gesetzlosigkeit [oder Sünde]“ endgültig kundgemacht wurde, da die Engel ihrer Aufgabe, die Gesetzlosen, die dem Geiste widerstehen, herauszulesen, nachkamen. — 2. Thess. 2:3-8.

      Personen, die seit zehn, zwanzig oder noch mehr Jahren mit der Neuen-Welt-Gesellschaft zusammengewirkt haben, sind Zeugen davon gewesen, wie der heilige Geist als Führer und Ratgeber gedient hat. Die ihr zuströmenden wunderbaren Wahrheiten — zum Beispiel die Vision von der Aufrichtung des Königreiches, die Rechtfertigung der universellen Oberhoheit Jehovas, unser neuer Name, die „große Volksmenge“ usw. — können nicht einem Menschen zugeschrieben werden. Entscheidungen in bezug auf die theokratische Organisation, die Beseitigung falscher religiöser Bräuche, die Gilead-Schule und das sich immer mehr ausdehnende Missionarwerk sind bestimmt nicht nur das Ergebnis menschlicher Überlegungen und Vernunftschlüsse. Die zahlreichen großartigen Siege im Rechtskampf, durch die unser Recht, die wahre Gottesanbetung auszudehnen, verteidigt und gesetzlich verankert wurde, sind in Wirklichkeit Siege Jehovas gewesen. Er versichert uns, daß dies alles nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch seinen Geist geschieht. — Sach. 4:6.

      Unter der Leitung des Helfers verkündigen wir nun alle — der Überrest und die „anderen Schafe“ — endgültig die überzeugende Botschaft von der Sünde, der Gerechtigkeit und dem Gericht. Jehova wird seinen Geist nicht mehr zurücknehmen. (Jes. 59:21) Laßt ihn daher ungehemmt in euch wirken, während ihr weiterhin seine Segnungen empfangt. „Die Gnade, [unverdiente Güte, NW] des Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heiligen Geistes sei mit euch allen!“ — 2. Kor. 13:13.

  • Einst und jetzt
    Der Wachtturm 1958 | 1. Februar
    • Einst und jetzt

      ● Im Jahre 1832 wurde in England ein Parlaments-Reformgesetz verabschiedet, und Dr. Thomas Arnold, Geistlicher und Rektor von Rugby, sagte: „Keine Macht kann die englische Kirche, wie sie jetzt ist, retten.“ In einem Buch — The New Ordeal of Christianity —, das im Jahre 1957 veröffentlicht wurde, sagte Paul Hutchinson: „Das erstaunlichste an den protestantischen Kirchen in England — und ich schließe die Anglikanische wie auch die freien Kirchen ein — ist die Leere, durch die sich heute die meisten auszeichnen.“

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