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  • Die göttliche Herrschaft am Anfang der Menschheit
    Der Wachtturm 1973 | 1. Februar
    • anbetete, vorgezogen. Auch der Prophet Henoch, der siebente Mann in der Abstammungslinie von Adam her, war für die göttliche Herrschaft. Offenbar damit Henoch nicht von gottlosen Gegnern umgebracht wurde, nahm ihn Jehova Gott durch ein Wunder vom irdischen Schauplatz hinweg, als er gerade 365 Jahre alt war. (1. Mose 5:18-24; Hebr. 11:4, 5; Jud. 14, 15) Wessen Herrschaft Noah begünstigte, geht aus dem Bericht in 1. Mose 6:9 hervor, wo es heißt: „Dies ist die Geschichte Noahs. Noah war ein gerechter Mann. Er erwies sich als untadelig unter seinen Zeitgenossen. Noah wandelte mit dem wahren Gott.“

      21. (a) Im Lichte welcher Prophezeiung Jesu wäre es gut, wir würden die in den Tagen Noahs herrschenden Zustände beachten? (b) Wie zeigt der Bericht in 1. Mose, daß die göttliche Herrschaft in den Tagen Noahs vor der Sintflut nicht anerkannt wurde?

      21 Wir tun heute gut, von den Zuständen Kenntnis zu nehmen, die in den Tagen Noahs bis zu seinem sechshundertsten Lebensjahr herrschten. Warum? Weil Jesus Christus in seiner Prophezeiung über die am ‘Abschluß des Systems der Dinge’ bestehenden Weltverhältnisse folgende bedeutsamen Worte sprach: „Geradeso wie die Tage Noahs waren, so wird die Gegenwart des Sohnes des Menschen sein. Denn so, wie sie in jenen Tagen vor der Sintflut waren: ... sie nahmen keine Kenntnis davon, bis die Sintflut kam und sie alle wegraffte: so wird die Gegenwart des Sohnes des Menschen sein.“ (Matth. 24:3, 37-39) Nicht nur die Art und Weise, wie in den Tagen vor der Flut gegessen, getrunken und geheiratet wurde, sondern noch ein anderer Umstand machte es notwendig, daß der Schöpfer die erdenweite Flut herbeiführte. Es war so, wie es in 1. Mose 6:11, 13 beschrieben wird, wo wir lesen: „Die Erde wurde verderbt vor den Augen des wahren Gottes, und die Erde wurde mit Gewalttat erfüllt. Danach sprach Gott zu Noah: ,Das Ende allen Fleisches ist vor mich gekommen, weil die Erde voller Gewalttat ist durch sie; und hier verderbe ich sie samt der Erde.‘“ Gewißlich wurde damals die göttliche Herrschaft nicht anerkannt.

      22, 23. (a) Wie gewann in den Tagen vor der Sintflut Satans Herrschaft in Verbindung mit ‘Frauen, die verheiratet wurden’, an Einfluß? (b) Was beweist, daß die als Nephilim bezeichneten Nachkommen aus den Ehen zwischen Engeln und Menschen der Menschheit keine moralische Hilfe waren?

      22 In jenen Tagen vor der Sintflut gewann die satanische Herrschaft über die Menschheitsfamilie an Einfluß. Wodurch? Nun, Jesus sagte in seiner Bezugnahme auf die Tage Noahs: „Frauen wurden verheiratet.“ (Matth. 24:38) Zu diesen Frauen, die damals verheiratet wurden, gehörten viele, die von Personen zu Frauen genommen wurden, die in 1. Mose 6:4 „die Söhne des wahren Gottes“ genannt werden. Es waren himmlische „Söhne Gottes“ wie Satan, der Teufel, es einst war, aber sie wurden versucht, herabzukommen und wegen der ‘gut aussehenden’ Töchter der Menschen, die zur Ehe genommen werden konnten, auf der Erde zu leben.

      23 Somit verkörperten sich diese himmlischen „Söhne des wahren Gottes“ als Männer, und „sie nahmen sich dann Frauen, nämlich alle, die sie erwählten“, jeder möglicherweise mehr als e i n e Frau. Zu den Nachkommen aus solchen Ehen zwischen Engeln und Menschen gehörten die Nephilim, wie die Bibel sie nennt, was „Fäller“ bedeutet, das heißt solche, die jemand oder etwas mit Gewalt zu Fall bringen. Sie waren „die starken Männer, die vor alters waren, die Männer von Ruhm“. (1. Mose 6:1-4) Diese Bastarde, die Nephilim oder Fäller, waren dem ursprünglichen Menschengeschlecht offenbar keine moralische Hilfe, denn die Bibel berichtet danach, daß die Erde verderbt und mit Gewalttat erfüllt wurde. Das beweist, daß jene Engel, die „Söhne des wahren Gottes“, sündhaft handelten, indem sie die „Töchter der Menschen“ um der sexuellen Befriedigung willen heirateten.

      24. (a) Sündigten jene „Söhne Gottes“, die heirateten, und auf wessen Seite stellten sie sich? (b) Was geschah in der Sintflut mit den Nephilim, und was mußten die verheirateten „Söhne Gottes“ tun?

      24 Die Tatsache, daß diese himmlischen Söhne Gottes dadurch sündigten, daß sie ihren unsichtbaren, geistigen Zustand und ihre eigentliche Wohnstätte im Himmel, wo sie Gott dienten, aufgaben, wird in der Bibel ausdrücklich erklärt. (1. Petr. 3:19, 20; 2. Petr. 2:4, 5; Jud. 6) Dadurch machten sie sich unweigerlich zu Gegnern der göttlichen Herrschaft im Himmel und auf Erden. So kamen sie auf die Seite der satanischen Herrschaft und waren ihr untertan. Ihre Nachkommen, die Nephilim, die Bastarde waren, wurden in der erdenweiten Flut nicht am Leben erhalten; keiner von ihnen wurde in die Arche mit hineingenommen, die Noah und seine drei Söhne gebaut hatten. Da sie zufolge ihrer Abkunft von menschlichen Müttern Menschen waren, ertranken sie zusammen mit ihren irdischen Verwandten in der Flut. Ihre Väter, die Engel gewesen waren, entmaterialisierten sich und verschwanden notgedrungen in das geistige Reich. Dort mußten sie sich Satan, dem Teufel, als ihrem Herrscher anschließen.

      25. Wie kam es also zu einer Unterbrechung der Herrschaft Satans, und worunter nahm die Menschheit einen neuen Anfang?

      25 Die erdenweite Flut unterbrach Satans Herrschaft über die Menschheitsfamilie. Noah und seine Frau sowie ihre drei Söhne und Schwiegertöchter, die während der Sintflut in der Arche waren, waren alle für die göttliche Herrschaft. Sie überlebten jene erdenweite Überschwemmung, doch alle, die gegen die göttliche Herrschaft waren, ertranken in den Wassern der Flut. Als daher Noah und seine Mitüberlebenden aus der Arche auf die gereinigte Erde hinaustraten, war die Menschheitsfamilie wieder unter der göttlichen Herrschaft. Zum Beweis dafür gebot Jehova Noah und seiner Familie, das zu tun, was er schon Adam und Eva in Eden zu tun geboten hatte, nämlich die Erde mit ihren Nachkommen zu füllen, die seinen Gesetzen unterworfen sein sollten. (1. Mose 6:13 bis 9:7) Auf diese Weise nahm die Menschheit einen neuen Anfang unter göttlicher Herrschaft.

      26. Warum müßte Gott logischerweise um die heutigen Zustände auf der Erde nicht weniger besorgt sein, und wieso wissen wir, ob er wie in den Tagen Noahs diesbezüglich etwas tun wird oder nicht?

      26 Wenn die Tatsache, daß die Erde in Noahs Tagen vor der Flut verderbt und mit Gewalttat erfüllt war, es verdiente, in der Bibel erwähnt zu werden, so mußte bestimmt auch die Tatsache, daß die Erde in unserem zwanzigsten Jahrhundert in noch umfassenderem Maße verderbt und mit noch weiter verbreiteten Gewalttaten erfüllt ist, erwähnt werden. Ist Gott, der Schöpfer, etwa weniger besorgt um die heute weit schlimmeren Zustände in der Welt, als er es um die Zustände in den Tagen Noahs war? Logischerweise müßte er weit mehr darum besorgt sein, und als Schöpfer des Himmels und der Erde wäre er daher verpflichtet, diesbezüglich etwas zu tun. Jesus Christus, der treue Sohn Gottes, prophezeite, daß Gott etwas tun würde.

  • Die göttliche Herrschaft — sind wir dafür oder dagegen?
    Der Wachtturm 1973 | 1. Februar
    • Die göttliche Herrschaft — sind wir dafür oder dagegen?

      1. (a) Wie kam nach der Flut die Menschenherrschaft auf? (b) Wie wurde der Einfluß der Herrschaft Satans über die Menschheit noch verstärkt, und was beweist, daß es seither Dämonen gibt?

      DIE Tatsachen sprechen heute allgemein dafür, daß die Menschheit die göttliche Herrschaft nicht begünstigt. Dem ist so, weil innerhalb von weniger als zweihundert Jahren nach der Sintflut menschliche Führer im Widerstand gegen Jehova Gott die Menschenherrschaft zu organisieren begannen. Besonders bekannt hierfür war Nimrod, der Erbauer Babylons und des Turms von Babel. (1. Mose 10:8-12; 11:1-9) Indem so gehandelt wurde, gelangte die Mehrheit der Menschen nicht bloß unter die bedrückende, unvollkommene Menschenherrschaft, sondern auch unter Satans Herrschaft. Der Einfluß Satans, des Teufels, wurde durch jene anderen „Söhne Gottes“, die sich gegen die Souveränität Gottes gewandt und die Töchter der Menschen geheiratet hatten, noch verstärkt. Diese hatten sich wie Satan, der Teufel, selbst zu Dämonen gemacht. Die materialistischgesinnten Menschen von heute, die über Satan, den Teufel, und seine Dämonen lächeln, weil sie sie für mythische Gestalten und Phantasiegebilde halten, können die geschichtlichen Aufzeichnungen des Altertums nicht auslöschen. Die alten Berichte in Inschriften, Tempeln und in Ruinen anderer religiöser Gebäude bezeugen alle, daß die Nationen des Altertums Dämonen anbeteten und von ihnen beeinflußt wurden. Es gibt Dämonen! Sie existieren tatsächlich!

      2, 3. (a) Aus welcher maßgebenden Quelle erhalten wir wichtigeren Aufschluß als von diesen geschichtlichen Zeugnissen, und was wird von den Dämonen darin gesagt? (b) Mit welchen Worten warnte Paulus die Epheser vor den Dämonen?

      2 Was noch wichtiger ist als das: Das Buch der heiligen Wahrheit, die inspirierte Bibel, gibt uns genauen Aufschluß über diese Dämonen und ihren Anführer, Satan, den Teufel. Dieses Buch warnt uns vor den Machenschaften, den listigen Plänen und schlauen Ränken dieser boshaften unsichtbaren Geistpersonen, die nicht von Blut und Fleisch sind. Die Menschen von heute, selbst die in der Christenheit, nehmen den Rat nicht ernst, den der christliche Apostel Paulus in seinem Brief an die Versammlung von Ephesus für alle Christen schrieb, indem er sagte:

      3 „Legt die vollständige Waffenrüstung Gottes an, damit ihr gegen die Machenschaften des Teufels standzuhalten vermögt; denn unser Ringkampf geht nicht gegen Blut und Fleisch, sondern gegen die Regierungen, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die bösen Geistermächte in den himmlischen Örtern.“ — Eph. 6:11, 12.

      4. (a) Was organisierte Satan gemäß diesen Worten, und als was bezeichneten Jesus und Paulus Satan deshalb? (b) Wie reagieren menschliche Machthaber, wenn darauf hingewiesen wird, daß sie sich in solcher Gesellschaft befinden? Doch wer hat sie damit in Verbindung gebracht?

      4 Erfassen wir den Sinn dieser Worte? Sie zeigen, daß Satan, der Teufel, eine unsichtbare, übermenschliche Organisation hat. Das bedeutet, daß er die bösen Geistermächte in den himmlischen Örtern zu „Regierungen“, zu „Gewalten“, zu „Weltbeherrschern dieser Finsternis“ organisiert hat. Diese unsichtbare organisierte Macht ist stärker als der kommunistische Nationenblock mit seinen vielen Streitkräften; sie ist stärker als der reiche demokratische Nationenblock mit seinen Streitkräften. Jesus Christus, der es wissen sollte, nannte Satan, den Teufel, den „Herrscher dieser Welt“. Der christliche Apostel Paulus nannte Satan den „Gott dieses Systems der Dinge“. (Joh. 12:31; 14:30; 16:11; 2. Kor. 4:4) Die irdischen Regierungen mögen dies

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