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Fehlernährung — die schleichende KrankheitErwachet! 1978 | 8. Februar
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ihr Kind liebt, bemerkt natürlich nicht, daß es fehlernährt ist.
Nehmen wir beispielsweise an, eine Familie sitzt am Tisch und nimmt eine Mahlzeit ein, die aus Fisch und Reis (gute Aufbaunahrung und Energiespender) besteht. Allerdings essen die Männer den größten Teil des Fisches, weil sie auf den Feldern arbeiten müssen, während die Kinder zum Reis nur etwas Fisch bekommen. Solche Eltern verstehen nicht, daß ihre Kinder Aufbaunahrung brauchen, damit sie richtig wachsen und sich geistig entwickeln.
Obwohl von der Landesregierung und den kommunalen Verwaltungen Hunderte von Millionen Pesos aufgebracht werden, unterstützt durch die Geldbeträge, die von privaten Organisationen und ausländischen Quellen stammen, wird das Problem der Fehlernährung immer größer. Die Geburtenziffer des Landes ist ziemlich hoch. Daher schließt ein Teil des Feldzuges gegen Fehlernährung die Ermunterung zur Familienplanung ein.
Was kann der einzelne tun?
Was kann jemand tun, der in einem Gebiet wohnt, in dem Fehlernährung vorherrscht? Der allgemeine Rat lautet: Sei ausgeglichen. Man sollte für Hinweise empfänglich sein und die Verwirklichung neuer Ideen nicht durch althergebrachte Methoden behindern. Man sollte eine Vielzahl der verfügbaren Nahrungsmittel zu sich nehmen und daran denken, daß Kinder, die im Wachstum begriffen sind, Aufbaunahrung benötigen. Daher sollte ihnen ein angemessener Teil der Nahrungsmittel der Familie zustehen. Das gilt auch vor allem für schwangere und stillende Frauen.
Steht dir ein Garten zur Verfügung, kannst du ihn nutzbar machen, um den Speiseplan deiner Familie zu bereichern. Vielleicht ist es dir möglich, Gemüse oder Früchte zu ziehen oder Hühner zu züchten. Der einzelne Verdiener sollte sein Geld auch auf die wirksamste Weise verwenden, indem er beispielsweise etwas weniger Reis, aber dafür mehr Aufbaunahrung kauft. Und bestimmt sollte man es vermeiden, einerseits ein Radio und ein Fernsehgerät auf Abzahlung zu kaufen und andererseits den Kindern nur Reis zu essen zu geben.
Für die Christen hier auf den Philippinen ist das Versprechen Jesu Christi eine große Ermunterung: „Fahrt denn fort, zuerst das Königreich und Seine Gerechtigkeit zu suchen, und alle diese anderen Dinge werden euch hinzugefügt werden“ (Matth. 6:33). Sie wissen, daß es ihnen möglich ist, mit Lebensunterhalt und Bedeckung zufrieden zu sein, wenn sie in ihrem Leben die geistigen Belange an die erste Stelle setzen (1. Tim. 6:6-8). Durch die Bibel werden sie auch angewiesen, Verschwendung zu vermeiden und mit Fleiß für das Lebensnotwendige zu sorgen. Außerdem blicken sie mit Optimismus in die Zukunft und freuen sich auf die Zeit, in der Gott dafür sorgen wird, daß alles Übel, wie beispielsweise die schleichende Krankheit der Fehlernährung, beseitigt werden wird (Jes. 25:6-8).
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Was ist seine Aufgabe?Erwachet! 1978 | 8. Februar
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Was ist seine Aufgabe?
Es besteht die weitverbreitete Ansicht daß in einem Löwenrudel die Löwinnen den Hauptteil der Arbeit übernehmen, während die männlichen Löwen nichts weiter als gleichgültige Parasiten sind. Ein Professor beobachtete jedoch bei einer eingehenden Studie über die Tiere Afrikas, daß in einem Löwenrudel der männliche Löwe die wichtige Aufgabe hat, für Sicherheit zu sorgen. Als in einem Fall ein männlicher Löwe getötet wurde, kamen Löwen von anderen Rudeln hinzu und töteten ein paar Junge. Das ursprüngliche Rudel brauchte ungefähr zwei Jahre, um wieder sein Gleichgewicht zu erreichen.
Während die Löwinnen 80 bis 90 Prozent der Jagd übernehmen, halten sich die männlichen Löwen im hinteren Teil des Rudels auf und bieten dadurch den Jungen Schutz, die gewöhnlich hinter den pirschenden Löwinnen zurückbleiben. Der Professor nimmt an daß diese Einrichtung für die Nahrungssuche am besten ist, da die verräterische Mähne des männlichen Löwen leicht von anderen Tieren entdeckt werden kann, wenn er versucht, sich heranzupirschen.
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