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  • „Eure Befreiung naht“
    Der Wachtturm 1969 | 15. März
    • vom Ersten und vom Zweiten Weltkrieg (1914—1918 und 1939—1945) zu sagen, in denen unzählige Menschen den Tod fanden und viele Städte zerstört wurden? Die Verwüstung von Jerusalem und Judäa war nur eine Kleinigkeit im Vergleich zu diesen weltweiten Auseinandersetzungen. Hatte sich Jesus also bei der Berechnung des Ausmaßes der Katastrophe, die in den Jahren 70—73 u. Z. über die Juden kam, geirrt? Das wäre unvorstellbar. Wie sollen wir also seine Worte verstehen?

      33, 34. Welche weiteren Teile der Prophezeiung zeigen, daß Jesus nicht übertrieb, als er von der Verwüstung Jerusalems und Judäas sprach?

      33 Jesus übertrieb nicht, als er über das Ausmaß der Verwüstung Jerusalems und Judäas sprach. Er wußte voraus, daß die Zeiten der Nationen, in denen die Rechte des davidischen Königreiches niedergetreten würden, nach der Zerstörung Jerusalems weiter andauern würden, und er sagte dies auch voraus. Er verglich die Tage seiner Wiederkunft und Gegenwart mit den Tagen Noahs, in denen durch die Flut die ganze Menschheit, außer Noah und seinen Angehörigen in der Arche, vernichtet wurde. Dadurch gab er zu verstehen, daß er von etwas weit Schlimmerem sprach als von der Zerstörung Jerusalems. Auch sprach er davon, daß sich „alle Stämme der Erde“, nicht nur die zwölf Stämme Israels, wehklagend schlagen würden wegen der Dinge, die sie kommen sehen würden. (Matth. 24:30) All das erwähnte er in ein und derselben Prophezeiung über das „Zeichen“ seiner Gegenwart und des „Abschlusses des Systems der Dinge“.

      34 In der Offenbarung, die Jesus sechsundzwanzig Jahre nach der Zerstörung Jerusalems seinem Apostel Johannes gab, sprach er überdies davon, daß die Könige „der ganzen bewohnten Erde ... zum Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen“, in Harmagedon versammelt würden, und beschrieb danach die gewaltige Vernichtung, die dieser Krieg von Harmagedon mit sich bringen sollte. (Offb. 16:13-16; 19:11-21) Aus diesem Grund kann nicht gesagt werden, Jesu Worte seien übertrieben gewesen.

      35. In welchem Sinn sprach Jesus demnach von Jerusalem?

      35 Jesus gebrauchte die Zerstörung Jerusalems in diesem Zusammenhang offensichtlich als eine prophetische Veranschaulichung. Er sprach davon nicht nur in buchstäblichem Sinn, sondern benutzte sie auch als ein Vorbild von etwas weit Größerem. Er dachte an ein größeres untreues und zum Untergang verurteiltes Jerusalem und sagte in Wirklichkeit die Zerstörung dieses größeren untreuen Jerusalem voraus und die Weltkatastrophe, die durch diese Zerstörung eingeleitet wird. Seine Prophezeiung bezog sich auf das gegenbildliche Jerusalem und die gegenbildliche Provinz Judäa, auf die Christenheit, zu der nach den neusten Statistiken in der ganzen Welt nahezu eine Milliarde Menschen gehören.

      36. Warum kann gesagt werden, die Christenheit sei die gegenbildliche untreue Stadt Jerusalem und die gegenbildliche untreue Provinz Judäa?

      36 Die Christenheit behauptet, mit Gott in dem neuen Bund zu stehen, dessen Schließung durch die Mittlerschaft Jesu Christi möglich geworden ist. Sie behauptet, das geistige Zion oder Jerusalem zu sein, an dem sich Gottes Verheißungen erfüllen würden. Der Papst im Vatikan wird als der Vikar oder Stellvertreter des himmlischen Jesus Christus, des „Löwen aus dem Stamme Juda“, verehrt. (Offb. 5:5, HSK) Die Entstehung der Christenheit wurde von Jesus in seinem Gleichnis vom Weizen und Unkraut angedeutet, und in diesem Gleichnis sagte er auch die Vernichtung der mit Unkraut vergleichbaren Christen der Christenheit, der gegenbildlichen untreuen Stadt Jerusalem und der gegenbildlichen untreuen Provinz Judäa, voraus. — Matth. 13:24-30, 36-43.

      DIE WELTBEDRÄNGNIS SEIT DEM ENDE DER ZEITEN DER NATIONEN

      37. Was zeigt, daß sich diese Prophezeiung Jesu auf die Christenheit bezieht und daß sie sich in unserer Zeit erfüllt und sich noch weiter erfüllen wird?

      37 Wenn wir die prophetischen Worte Jesu in Matthäus 24:21, 22 und in Markus 13:19, 20 von diesem Standpunkt aus betrachten, sehen wir, daß sie sich heute, in den letzten Tagen der Christenheit, des Gegenbildes der untreuen Stadt Jerusalem und der untreuen Provinz Judäa, erfüllen. Seine Prophezeiung über die Dinge, die mit Sicherheit geschehen sollten, begann sich im Jahre 1914 u. Z. zu erfüllen, sie erfüllt sich heute noch und wird sich auch noch weiter erfüllen. Wieso? Weil Jesus sagte: „Und Jerusalem wird von den Nationen niedergetreten werden, bis die bestimmten Zeiten der Nationen erfüllt sind“, und dann noch weitere Dinge erwähnte. (Luk. 21:24) Wir brauchen an dieser Stelle nicht nochmals den Beweis zu erbringen, daß „die bestimmten Zeiten der Nationen“ etwa am 1. Oktober 1914 endeten. Die Geschichte beweist es!

      38, 39. (a) Seit welchem Jahr haben sich die vorangehenden Worte der Prophezeiung Jesu besonders an der Christenheit erfüllt? (b) Was bedeutete der „Anfang der Bedrängniswehen“ für die Christenheit?

      38 Seit dem gekennzeichneten Jahr 1914 haben sich an der Christenheit und an der übrigen Menschenwelt die Worte erfüllt, die Jesus ziemlich am Anfang seiner Prophezeiung äußerte, nämlich: „Nation wird sich gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich; und es wird große Erdbeben geben und an einem Ort nach dem anderen Seuchen und Lebensmittelknappheiten; auch wird es furchteinflößende Anblicke und große Zeichen vom Himmel her geben.“ — Luk. 21:10, 11.

      39 Der parallellaufende Bericht des Matthäus lautet: „Denn Nation wird sich gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich, und es wird Lebensmittelknappheiten und Erdbeben an einem Ort nach dem anderen geben. Alle diese Dinge sind ein Anfang der Bedrängniswehen.“ (Matth. 24:7, 8) Als sich in den Jahren 1914 bis 1918 Nation gegen Nation und Königreich gegen Königreich erhob, waren unter den achtundzwanzig beteiligten Nationen vierundzwanzig, die zur Christenheit, das heißt zur gegenbildlichen untreuen Stadt Jerusalem und zur gegenbildlichen untreuen Provinz Judäa, gehörten. Der Erste Weltkrieg und die darauffolgende Nahrungsmittelknappheit sowie die Seuchen und Erdbeben waren besonders für die Christenheit unweigerlich ein „Anfang der Bedrängniswehen“. Diese „Bedrängniswehen“, die ebenso ernst zu nehmen waren wie die Geburtswehen einer Schwangeren, bedeuteten nicht, daß die Christenheit im Begriff war, eine neue christliche Ordnung, eine zum Christentum bekehrte Welt, hervorzubringen, sondern sie bedeuteten, daß ihr schmerzlicher Tod kurz bevorstand. Den wahren Christen dagegen stand die Befreiung kurz bevor!

  • Wieso wir wissen, daß sie naht
    Der Wachtturm 1969 | 15. März
    • Wieso wir wissen, daß sie naht

      1. Was prophezeite Jesus in Verbindung mit ‘furchteinflößenden Anblicken und großen Zeichen vom Himmel her’ unmittelbar nachdem er davon gesprochen hatte, daß Jerusalem von den Nationen niedergetreten werde, bis deren bestimmte Zeiten abgelaufen wären?

      WIE Lukas berichtet, sagte Jesus „furchteinflößende Anblicke und große Zeichen vom Himmel her“ voraus. (Luk. 21:11) Nach dem aufschlußreichen Hinweis auf die Zerstörung der Stadt Jerusalem und darauf, daß sie von den Nationen niedergetreten werde, bis die „bestimmten Zeiten“ erfüllt seien, heißt es im Bericht des Lukas dann weiter: „Auch wird es Zeichen an Sonne und Mond und Sternen geben und auf der Erde Angst und Bangen unter den Nationen, die wegen des Tosens des Meeres und seiner Brandung weder aus noch ein wissen, während die Menschen ohnmächtig werden vor Furcht und Erwartung der Dinge, die über die bewohnte Erde kommen; denn die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden. Und

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