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  • Jehova Gott und Jesus Christus erkennen und das, was sie für uns getan haben, wertschätzen
    Der Wachtturm 1971 | 1. August
    • Jehova Gott und Jesus Christus erkennen und das, was sie für uns getan haben, wertschätzen

      „O Tiefe des Reichtums und der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unerforschlich sind seine Gerichte und unausspürbar seine Wege!“ — Röm. 11:33.

      1. Was müssen wir tun, damit wir für das, was Jehova für uns getan hat, tiefe Wertschätzung haben können?

      JEHOVAS christliche Zeugen dienen Jehova Gott und bemühen sich, allen Nationen die gute Botschaft zu predigen, weil sie das, was er und Jesus Christus für die Menschheit getan haben und noch tun, wertschätzen. Ja, sie tun es vor allem aus tiefer Wertschätzung. Eine solche Wertschätzung erlangt man nur, wenn man Gott kennt. Jesus Christus sagte: „Dies bedeutet ewiges Leben, daß sie fortgesetzt Erkenntnis in sich aufnehmen über dich, den allein wahren Gott, und über den, den du ausgesandt hast, Jesus Christus.“ (Joh. 17:3) Wir müssen also fortgesetzt Erkenntnis in uns aufnehmen; nur zu glauben, daß es einen Gott gibt, und einige seiner Schöpfungswerke zu kennen genügt nicht. Es ist ein großer Unterschied, ob man nur etwas über Gott weiß oder ob man ihn erkannt hat. Gott wirklich erkannt zu haben bedeutet weit mehr, als nur ein oberflächliches Wissen über ihn zu besitzen. Wenn wir unsere Erkenntnis über ihn fortgesetzt zu erweitern suchen, werden wir ihn als Freund der Menschheit immer mehr schätzen und seine unvergleichliche Liebe und Geduld, durch die er sich uns gegenüber als Freund erwiesen hat, immer mehr würdigen.

      2, 3. Was hindert uns daran, einen Weg einzuschlagen, auf dem wir fortgesetzt sündigen würden?

      2 Der Apostel Johannes schrieb, nachdem er mehr als sechzig Jahre ein christlicher Diener Gottes gewesen war: „Jeder, der in Gemeinschaft mit ihm bleibt, verübt nicht Sünde; jemand, der Sünde verübt, hat ihn weder gesehen noch ihn kennengelernt.“ (1. Joh. 3:6) Ferner sagte er: „Wer nicht liebt, hat Gott nicht kennengelernt, weil Gott Liebe ist.“ (1. Joh. 4:8) Wer Gott nicht kennenlernt, lernt auch seine vortrefflichen Eigenschaften und seine erhabenen Grundsätze nicht kennen; er kann deshalb auch keine tiefe Wertschätzung dafür haben.

      3 Von einigen, die abgefallen waren, sagt Johannes: „Sie sind nicht von unserer Art gewesen; denn wenn sie von unserer Art gewesen wären, so wären sie bei uns geblieben.“ (1. Joh. 2:19) Johannes will damit sagen, daß die, die Gott so gut kennengelernt haben, wie man einen guten Freund oder seinen irdischen Vater kennenlernt, treu bleiben. Sie schlagen nicht einen Weg ein, auf dem sie fortgesetzt sündigen, und fallen auch nicht von der Wahrheit ab. Wir können daher sagen, daß nicht alle, die vorgeben, Diener Gottes zu sein, Gott in diesem engen Sinne kennengelernt haben, denn einige fallen tatsächlich ab, und einigen wird die Gemeinschaft der Versammlung entzogen, weil sie unbiblisch handeln.

      WIE GOTT WERDEN

      4. Wieso konnte Jesus den Menschen auf der Erde Gott offenbaren?

      4 Als Jesus auf der Erde war, sagte er, niemand erkenne den Vater völlig als nur der Sohn und jeder, dem der Sohn ihn offenbaren wolle. (Matth. 11:27) Der Sohn war Milliarden von Jahren vor seinem Kommen auf die Erde der Vertraute des Vaters gewesen. Deshalb konnte er, als er auf Erden seinen Dienst verrichtete, sagen, er habe den Vater völlig erkannt. Er kannte Gottes Eigenschaften so gut, daß er ihn inniger liebte als alle übrigen Geschöpfe und daß er ihn durch seine Worte und auch dadurch, daß er ihn nachahmte, offenbaren konnte.

      5. Wie wird jemand beeinflußt, je nachdem was für einem Gott er dient?

      5 Ein Mensch ahmt den Gott nach, dem er dient. Glaubt er an einen grausamen Höllenfeuer-Gott, dann verhärtet sich sein Herz; er handelt mit der Zeit anderen gegenüber ebenfalls grausam. Jesus sagte, einige würden in ihrer Verblendung sogar Diener Gottes töten, weil sie meinten, sie würden Gott einen Dienst erweisen. (Joh. 16:2) Wer dagegen dem Gott der Liebe dient, der handelt anderen gegenüber liebevoll. Er entwickelt die Eigenschaften dieses Gottes. Wer Jehova dient, ahmt ihn nach, wie ein Sohn seinen Vater nachahmt, den er von ganzem Herzen liebt. — Eph. 5:1.

      6. Wie können wir Gott erkennen?

      6 Wenn wir daher unseren Glaubensbrüdern dienen, sollten wir vor allem darauf achten, daß wir ihnen helfen, Gott und seinen Standpunkt zu erkennen. (Vergleiche 2. Mose 18:15, 16.) Studium allein genügt nicht, um Gott zu erkennen. In Römer 12:2 wird uns gesagt, wir sollten uns „vergewissern ..., was der gute und annehmbare und vollkommene Wille Gottes ist“. Das können wir tun, indem wir mit Gott zusammenarbeiten. (2. Kor. 6:1) Dann lernen wir Gottes gute Grundsätze aus Erfahrung kennen und verstehen dann, warum er der glückliche Gott ist und warum alle, die mit ihm zusammenarbeiten, glücklich sind. (1. Tim. 1:11) Wir werden echte Freunde seiner treuen Freunde und arbeiten freudig mit ihnen zusammen.

      DIE WICHTIGEN DINGE

      7, 8. (a) Wie können wir ein umfassendes Unterscheidungsvermögen erlangen? (b) Wie sollten wir zu Gedanken eingestellt sein, die wir nicht völlig verstehen?

      7 Wir müssen eine genaue Erkenntnis Gottes haben. Der Apostel Paulus sagte in diesem Zusammenhang: „Und um das bete ich weiterhin, daß eure Liebe noch mehr und mehr überströme mit genauer Erkenntnis und allem Unterscheidungsvermögen, damit ihr euch der wichtigeren Dinge vergewissern mögt, um bis zum Tage Christi lauter zu sein und nicht andere zum Straucheln zu bringen.“ (Phil. 1:9, 10) Wir sollten bei allem, was wir lernen, verstehen, in welcher Beziehung es zu Gott und zu Christus steht, und sollten überlegen, inwiefern es Gott selbst und seine Vorkehrungen verherrlicht. Wir müssen das Verständnis und die Wertschätzung für das, was Gott und Christus für uns getan haben, in unserem Herzen vertiefen. Wenn wir dann auf etwas stoßen, was wir nicht ganz verstehen, werden wir dadurch nicht erschüttert und nicht veranlaßt, den Glauben an all die wichtigen Dinge, die wir gelernt haben, aufzugeben.

      8 Ein Bruder, der schon viele Jahre in der Wahrheit ist, äußerte sich darüber wie folgt: „Es ist gut, möglichst viel zu lernen. Wir müssen unsere Erkenntnis erweitern, um unseren Glauben zu stärken. Wir sollten aber niemals über Kleinigkeiten straucheln. Ich sehe es von dem Standpunkt aus an: Ich weiß, was Jehova Gott und Jesus Christus für uns getan haben, und das ist genug, um dafür zu sterben.“

      9. Warum ist es wichtig, ‘nicht über das hinauszugehen, was geschrieben steht’?

      9 Die Zeitschrift Der Wachtturm soll uns helfen, in allem Gottes Gedanken oder Standpunkt kennenzulernen. Gottes Dienerkörperschaft, der „treue und verständige Sklave“, hat die Aufgabe, uns diese Dinge anhand des Wortes Gottes zu erklären, und sie hat es bis heute getan. Es ist deshalb wichtig, daß wir uns an den Grundsatz halten, den der Apostel Paulus gemäß 1. Korinther 4:6 in den Worten ausdrückte: „Geht nicht über das hinaus, was geschrieben steht.“ Wenn wir diesem Grundsatz folgen und uns in dem Rahmen halten, der in der Bibel für die Christenversammlung umrissen ist, helfen wir anderen, Gott und Christus zu erkennen, und veranlassen sie nicht, auf uns als Einzelpersonen zu blicken. (1. Kor. 4:6) Wir möchten nicht, daß sich jemand auf uns stützt, sondern wollen, daß alle auf Jehova vertrauen. Wir möchten einem jeden erkennen helfen, daß die ganze Christenversammlung Gottes Eigenschaften durch ihre verschiedenen Glieder zum Ausdruck bringt. (1. Kor. 12:4, 5, 24, 25) Unsere eigenen Ideen mögen uns im Moment gut erscheinen, aber sie verfehlen schließlich doch den Zweck, denn wenn unsere Brüder Gott und Jesus Christus sowie deren Eigenschaften nicht erkennen, dann erkennen sie das Wichtigste nicht.

      10. Welche Lehre wird uns helfen, Gott besser zu erkennen?

      10 Etwas, was uns am besten hilft, die wunderbaren Eigenschaften Gottes kennenzulernen, ist ein Verständnis der biblischen Lehre vom Lösegeld. Wenn wir völlig begriffen haben, was Gott und sein Sohn durch diese unverdiente Hilfe für uns getan haben, dann fühlen wir uns gedrängt, mit unseren Mitmenschen über diese Liebe und über unsere Wertschätzung dafür zu sprechen.

      DIE STREITFRAGE

      11. Wie warf Satan Gott gegenüber eine Streitfrage auf?

      11 Das Lösegeld wurde in Verbindung mit der Streitfrage notwendig, die zwischen Gott und Satan entstand. In 1. Mose, Kapitel 3 lesen wir, wie diese Streitfrage aufkam. Der Teufel, der durch ein Tier zu Eva sprach, warf sie auf. Beachten wir, was er sagte, denn es hilft uns verstehen, worum es bei dieser Streitfrage ging. Der Teufel sagte zu Eva: „Hat Gott wirklich gesagt: Ihr sollt nicht essen von jedem Baume des Gartens?“ Oder dem Sinne nach sagte er: „Soll Gott das tatsächlich zu euch gesagt haben? Soll er euch das wirklich antun und euch etwas vorenthalten wollen?“ Der Teufel sagte zunächst nicht offen heraus, Gott habe sie getäuscht, denn dadurch hätte er auf hartnäckigen Widerstand stoßen können. Nein, er flößte Eva zuerst diesen selbstsüchtigen Gedanken, diesen Zweifel, ein; dann verleumdete er Gott, indem er dem Sinne nach sagte: „Gott weiß, daß dies nicht recht ist. Er weiß, daß ihr mehr Erkenntnis erlangt, wenn ihr von dem verbotenen Baum eßt.“ — 1. Mose 3:1-5.

      12. Ging es bei der Streitfrage um Gottes Oberhoheit? Begründe deine Antwort.

      12 Dadurch warf Satan die Streitfrage auf. Worum ging es dabei? Wurde dadurch Gottes Oberhoheit angefochten? Wir können diese Frage verneinen, denn wer könnte den, der die höchste Macht innehat, herausfordern und erwarten, Erfolg zu haben? Beachten wir, daß der Teufel die Einschränkung, die Gott, der Allmächtige, ihm später auferlegte, um Hiobs Leben zu schützen, nicht anfocht. — Hiob 2:6, 7.

      13. Was ist unter Souveränität zu verstehen, und wurde Gottes Souveränität als solche angefochten?

      13 Ging es denn dabei um Gottes Souveränität? Unter Souveränität versteht man die höchste Herrschaftsgewalt, verbunden mit dem Recht, anderen Regierungsgewalt zu übertragen. Focht Satan Gottes Souveränität an? Ja, aber nicht Gottes Souveränität als solche, denn wenn jemand souverän und allmächtig ist, kann er regieren, ganz gleich, was irgend jemand anders sagt. Gottes Souveränität war daher nie in Gefahr.

      14. Was wurde denn in Verbindung mit Gottes Souveränität angefochten und auf welche Weise?

      14 Wenn also nicht Jehovas Souveränität als solche angefochten wurde, was dann? Etwas, was mit seiner Souveränität in Verbindung stand. Den Worten des Teufels können wir entnehmen, daß er Zweifel darüber erwecken wollte, ob die Souveränität Jehovas verdient, rechtmäßig und gerecht sei. Gott war souverän, darüber bestand kein Zweifel; übte er aber seine Souveränität wirklich zum Wohle seiner Geschöpfe aus? Oder enthielt er ihnen irgend etwas vor? Als der Teufel mit Gott über Hiob sprach, drehte er das Argument geschickt um und sagte dem Sinne nach: „Schau, was Hiob alles hat. Schau, was du ihm alles gegeben hast. Es ist verständlich, daß er dir dient, denn er bekommt ja alles von dir.“ Er warf also erneut die Frage auf, ob Gottes Souveränität verdient oder rechtmäßig sei, nur ging er diesmal von einem anderen Gesichtspunkt aus. — Hiob 1:8-12.

      DER MENSCH HINEINGEZOGEN

      15. Wie wurde der Mensch in die Streitfrage hineingezogen?

      15 Außerdem wurde auch der Mensch in die Streitfrage hineingezogen. Seine Lauterkeit gegenüber Gott wurde damit in Verbindung gebracht. Der Teufel sagte dem Sinne nach, Jehova sei für seine Geschöpfe kein guter Souverän; er verdiene es nicht zu herrschen und herrsche auch nicht richtig. Dadurch erhoben sich die Fragen: Würde es Geschöpfe geben, die Jehova als verdienten und daher als rechtmäßigen Souverän anerkennen würden? Würden sie seine Herrschaft mehr lieben als irgend etwas anderes? Würden sie lieber unter seiner Herrschaft leben wollen als unter einer anderen? Würden sie ihr wirklich von Herzen den Vorzug geben? Würden sie auch noch darunter bleiben wollen, wenn sie davon frei und völlig unabhängig werden könnten? Würden sie, wenn sich ihnen die Gelegenheit bieten würde, davon frei und völlig unabhängig zu werden, diese Gelegenheit wahrnehmen? Oder würden sie Gott treu bleiben trotz allem, was gegen ihn unternommen würde, um ihn herauszufordern?a Solche Menschen wünscht Gott als seine Diener, denn andere würden ihm nicht treu bleiben; sie würden nur Schwierigkeiten im Universum verursachen. Das wird die Klärung der Streitfrage, die alle Geschöpfe berührt, beweisen, da dadurch alle ausgeschieden werden, die selbstsüchtig eingestellt sind.

      16. Zweifelte Gott an seiner Stellung als Souverän oder daran, daß seine Organisation zu ihm halten würde?

      16 Man könnte sich fragen: „Zweifelte Gott an seiner Stellung als Souverän? Fragte er sich, ob er das Universum etwa nicht richtig regiere?“ Nein, er war mit seiner Regierungsweise zufrieden. Er kannte sich selbst genau, und er wußte, was seine vernunftbegabten Geschöpfe benötigten. (2. Mose 34:6, 7; Ps. 136:1-9) Er wußte, daß sich seine Regierungsweise zum Wohle und zum ewigen Glück seiner Geschöpfe auswirken würde. Hätte es aber nicht möglich sein können, daß seine Geschöpfe im Himmel und auf Erden insgesamt daran zweifelten und sich seine Organisation als Gesamtheit von ihm hätte abwenden können? Nein. Jehova ließ die Streitfrage klären, was beweist, daß er nicht befürchtete, seine Organisation zu verlieren.

      17. Warum konnte Gott davon überzeugt sein, daß sich seine Organisation als Gesamtheit nicht von ihm abwenden würde?

      17 Jehova wußte, daß er die Souveränität verdienterweise und zu Recht innehatte und daß seine Geschöpfe seine Regierungsweise liebten und schätzten. Er hatte seine Geschöpfe mit einem freien Willen ausgestattet; daher konnten einige sich von ihm abwenden, wenn sie wollten, aber Gott wußte, daß nicht alle es tun würden. Wieso? Weil er sie mit einer bestimmten Eigenschaft erschaffen und ihnen die Möglichkeit gegeben hatte, diese Eigenschaft weiter zu entwickeln. Diese Eigenschaft war die LIEBE. Nach der Bibel ist die Liebe ein „vollkommenes Band der Einigkeit“ und „versagt nie“. (Kol. 3:14; 1. Kor. 13:8) Die Liebe ist die stärkste verbindende Kraft im Universum. Sie gehört zu den Eigenschaften Jehovas und kann ihn nicht im Stich lassen. Er vertraute fest darauf, daß seine Organisation ihm treu bleiben würde. Er wußte auch, daß es Geschöpfe geben würde, die ihn erkennen würden, im Gegensatz zu Adam, der ihn wegen seiner Untreue nicht erkannte. Diejenigen, die ihn erkennen würden, würden ihn lieben und ihm als dem höchsten Souverän freudig die Treue halten.

      WARUM GOTT DIE STREITFRAGE KLÄREN LIESS

      18. Ließ Gott die Streitfrage in seinem eigenen Interesse 6 000 Jahre bestehen, oder warum?

      18 Warum nahm Jehova die Herausforderung an und ließ dadurch zu, daß sie zu einer Streitfrage wurde, die nun schon 6 000 Jahre besteht? Tat er es ausschließlich in seinem eigenen Interesse? Niemand könnte Gott etwas von seinen Gütern oder seinem Vermögen geben oder zu Gottes Reichtum und Macht oder zu seiner Erkenntnis etwas hinzufügen. (Röm. 11:34-36) Er hatte es auch nicht nötig, daß ihm etwas bewiesen wurde. Nein, er tat es um seines Namens willen und gleichzeitig zum Nutzen seiner Geschöpfe.

      19. Wer wurde durch die Herausforderung des Teufels verleumdet?

      19 Das können wir erkennen, wenn wir der Sache auf den Grund gehen. Jehova wurde wegen der Art und Weise, wie er das Universum regierte, schändlich verleumdet. Aber nicht nur er wurde verleumdet; auch sämtliche Geschöpfe im Universum wurden verleumdet, denn der Teufel sagte dem Sinne nach: „Sie bleiben dir nur treu, weil du ihnen alles gegeben hast.“ Der Teufel beschmutzte somit den Ruf jedes vernunftbegabten Geschöpfes.

      20. Warum ließ Gott andere an der Rechtfertigung seines Namens teilhaben?

      20 Jehova wußte, daß er Söhne hatte, die die Gelegenheit, seinen Namen von aller Schmach zu reinigen, mit Freuden wahrnehmen würden. Sie würden es als das Wichtigste betrachten, was sie tun könnten. Gleichzeitig könnten sie dadurch aber auch ihren eigenen und den guten Ruf ihrer Brüder wiederherstellen. Welcher anständige Sohn würde seine Familie nicht verteidigen und den guten Ruf seines Vaters nicht wiederherstellen wollen? Auf diese Weise würde Jehova in ausgedehnterem Maße gerechtfertigt, als wenn er es allein tun würde. Bevor wir nun den folgenden Artikel lesen, könnten wir uns fragen: „Wer wurde als Hauptrechtfertiger gewählt, und warum?“

  • Das Lösegeld, ein wunderbarer Beweis von Liebe und Gerechtigkeit
    Der Wachtturm 1971 | 1. August
    • Das Lösegeld, ein wunderbarer Beweis von Liebe und Gerechtigkeit

      1, 2. (a) Welche Verheißung gab Jehova, als er auf die Streitfrage einging, und zu welcher Frage gab dies Anlaß? (b) Warum wurde der einziggezeugte Sohn dazu erwählt, Gottes Hauptrechtfertiger zu sein?

      ALS rechtmäßiger Souverän des Universums ist Jehova in der Lage, anscheinend unlösbare Probleme auf eine erstaunliche Weise zu lösen. Hinterher mögen wir sagen: „So gründlich, so gerecht und so gut hätte es anders gar nicht getan werden können.“ (Jes. 55:9) Da Gott genau wußte was er tun würde, sagte er, als er auf die Streitfrage einging: „Er [der Same] wird dir [Satan] den Kopf zermalmen.“ — 1. Mose 3:15.

      2 Wer würde der von Gott erwählte „Same“ sein, dem die Ferse zermalmt werden sollte? Jehovas einziggezeugter Sohn! Durch ihn sollte die Frage, ob Jehovas Souveränität verdient, rechtmäßig und gerecht sei, endgültig geklärt werden. Warum gerade durch ihn, der so erhaben war und Jehova so nahestand? Nun, als Satan seine herausfordernde Behauptung erhob, beschmutzte er den Ruf aller Geschöpfe, sogar den dieses Sohnes.a Ja ihn traf es mehr als alle übrigen Geschöpfe Gottes, denn er war Jehovas größter Sohn, er war der, der neben Jehova die höchste Stellung im Universum einnahm. Seinem Befehl unterstanden alle übrigen Engel. Er war Gottes Mitarbeiter bei der Erschaffung des Universums. (Kol. 1:15-17) Jemand, der Gott hätte herausfordern wollen, hätte sagen können: „Von allen Geschöpfen sollte mindestens er Gott treu dienen.“ Durch Satans Herausforderung wurde daher dieser mächtige Sohn Gottes ins Rampenlicht gerückt.

      3. Was bedeutet der Name, den der Sohn Gottes während seines vormenschlichen Daseins trug?

      3 Auch der Name, den der einziggezeugte Sohn während seines vormenschlichen Daseins trug, steht damit im Zusammenhang — sein Name Michael. (Dan. 12:1; 1. Thess. 4:16; Offb. 12:7) Er bedeutet nämlich „Wer ist wie Gott?“ Der Name selbst ist eine Frage. Es ist, als ob damit gesagt werden sollte, daß in jedem Fall, in dem jemand versuchen würde, Gott herauszufordern oder sich zu einem Rivalen Gottes zu machen, Michael als erster die Pflicht hätte, aufzustehen und zu sagen: „Wer wagt es, meinen Vater herauszufordern? Ich werde ihm beweisen, daß niemand ist wie Jehova Gott.“ Sein Name bezeichnete ihn somit als denjenigen, der Jehova rechtfertigen und diese Streitfrage zu dessen Gunsten entscheiden würde.b

      4, 5. Warum hätte kein besserer erwählt werden können als der einziggezeugte Sohn Gottes, und übernahm er die Aufgabe gezwungenermaßen?

      4 Wir können die Frage, warum er erwählt wurde, auch noch von einem anderen Gesichtspunkt aus betrachten. Er wurde nicht gezwungen, diesem Zweck zu dienen. Die Bibel zeigt, daß Jesus, als er sich taufen ließ, sagte: „Deinen Willen zu tun, o mein Gott, ist meine Lust gewesen.“ (Ps. 40:8, NW; Hebr. 10:5-7) Auch steht von ihm geschrieben: „Du hast Gerechtigkeit geliebt, und du hast Gesetzlosigkeit gehaßt.“ (Hebr. 1:9) Wir sehen also, daß Jesus eifrig darauf bedacht war, Gottes Willen zu tun, ja, daß es ihm eine Lust war. Er sagte selbst: „Ich [tue] allezeit das ..., was ihm wohlgefällig ist.“ (Joh. 8:29) Er war der befähigtste Sohn Gottes. In Sprüche, Kapitel acht lesen wir, wie er als personifizierte Weisheit über Gottes Schöpfungswerk sagt: „Die Dinge, die mir lieb waren, waren bei den Menschensöhnen.“ (Vers 31, NW) Er liebte die Menschen, die Gott geschaffen hatte, sehr. Er übernahm die Aufgabe, seinen Vater zu rechtfertigen, freudig, vor allem aus Treue zu ihm, aber auch aus Liebe zur Menschheit.

      5 Wenn nun dieser Sohn Gottes bereit war, die Aufgabe zu übernehmen, welcher andere Engel hätte dann sagen können: „Nein, überlaß mir die Aufgabe.“? Wer hätte ihn verdrängen können? Michael hatte als erster das Recht, sich Gott anzubieten, um mit ihm in dieser Angelegenheit zusammenzuwirken. Er war Jehovas einziggezeugter Sohn, derjenige, der Jehova am nächsten stand, sein Vertrauter. — Joh. 1:18.

      SÜNDE WIRD NICHT ÜBERSEHEN

      6, 7. Warum konnte Jehova die Sünde Adams und Evas nicht übersehen?

      6 Jehova Gott beschaffte das Lösegeld durch seinen Sohn Jesus Christus. Liebe bewog ihn und seinen Sohn, das Lösegeld zu beschaffen. (Joh. 3:16) Dadurch konnte er Barmherzigkeit üben. Entspricht diese Vorkehrung aber auch seiner Gerechtigkeit? Wir wollen sehen. Adam und Eva lehnten sich gegen Gottes Souveränität auf. Gott wußte, daß dies möglich war, da er sie mit einem freien Willen ausgestattet hatte, damit sie ihm aus freien Stücken dienten. Sie dienten ihm nicht aus Zwang, sondern aufgrund der Eigenschaften, die sie besaßen, und aufgrund ihrer Fähigkeit, seine Eigenschaften zu erkennen und nachzuahmen. Jehova hat materielle Dinge erschaffen, zum Beispiel die Planeten, die in allem genau seinen Gesetzen gehorchen; die Tiere folgen ihrem Instinkt, aber die vernunftbegabten Geschöpfe können ihren Weg selbst bestimmen. Sollte aber Sünde in das Universum eindringen, so konnte Gott nicht nachsichtig sein und sagen: „Ich übersehe sie einfach.“ Konnte er in einem solchen Fall einfach zu demjenigen, der die Sünde beging, sagen: „Ich bin barmherzig; ich vergebe dir daher deine Sünde.“? Nein. Um seiner Gerechtigkeit zu entsprechen, durfte er Sünde nicht einfach übersehen und den Sünder straffrei ausgehen lassen.

      7 Bei den heutigen Regierungen ist es anders. Statt energisch gegen Gesetzlosigkeit vorzugehen, üben sie Nachsicht. Das hat zur Folge, daß die Menschen das Vertrauen zu den Regierungen verlieren, und schließlich kommt es zum vollständigen Zusammenbruch. Der Gesetzgeber des Universums läßt dies in Verbindung mit seinen Gesetzen nicht zu.

      8. In welchem Verhältnis steht Jehova zur Sünde und zu Sündern?

      8 Da sich Gott als Souverän des Universums dafür verantwortlich fühlt, Ruhe und Ordnung im Universum aufrechtzuerhalten, übersieht er Sünde nicht. „Gott läßt sich nicht verspotten.“ (Gal. 6:7) Der Prophet Habakuk sagte sogar (1:13, NW): „Du bist zu rein von Augen, um Schlechtes zu sehen; und Ungemach vermagst du nicht anzuschauen. Warum schaust du auf diejenigen, die treulos handeln?“ Wegen der großen Streitfrage läßt Jehova das Böse allerdings eine Zeitlang zu, aber in seiner Gegenwart kann etwas Sündhaftes nicht bestehen. Die Seraphim, die Jesaja in seiner Vision sah, sagten: „Heilig, heilig, heilig ist Jehova der Heerscharen.“ (Jes. 6:3; Offb. 4:8) Das Wort „heilig“ bezieht sich hauptsächlich auf körperliche und sittliche Reinheit, und die dreifache Wiederholung deutet auf Reinheit im höchsten Grade hin. Niemand im Universum ist so rein wie Jehova, das heißt im höchsten Grade rein, und daher kann sich ihm nichts Sündhaftes unmittelbar nähern.

      EIN RECHTLICHES PROBLEM

      9. Wie nur konnte Gott mit Sündern verkehren?

      9 Um also mit den Menschen, die nun — wenn auch ohne ihr eigenes Verschulden — in Sünde geboren würden, verkehren zu können, mußte Gott eine rechtliche Grundlage schaffen. (Ps. 51:5; Röm. 5:12) Er mußte jemand haben, dessen Opfer ihm als rechtmäßige Grundlage dienen würde, auf der er dann handeln könnte. Mit sündigen Menschen konnte er in seiner erhabenen Stellung und in seiner Gerechtigkeit nicht verkehren. Er schuf deshalb einen Ausweg.

      10. Änderte Jehova seine grundlegenden Gesetze, die er zur Lenkung der Menschen geschaffen hatte, ab, als er Vorkehrungen traf, mit ihnen verkehren zu können?

      10 Inzwischen ließ Gott die Menschen weiter Kinder hervorbringen. Er ging von seinem Auftrag, den er ihnen gegeben hatte, nicht ab. Er hatte ihnen geboten, Kinder hervorzubringen. (1. Mose 1:28) Da er beschlossen hatte, die Menschen an der Klärung der Streitfrage teilhaben zu lassen, änderte er sein Gesetz nicht ab. Er entzog ihnen dieses Vorrecht nicht und hinderte sie auch nicht daran, es wahrzunehmen, sondern ließ sie Kinder hervorbringen in ihrem Bilde, das jetzt unvollkommen war. (1. Mose 5:3) Er gewährte Eltern das Vorrecht, ihre Kinder so zu erziehen, daß sie das werden konnten, wozu die Eltern sie erzogen. (Spr. 22:6; 29:15) Wir sehen, daß dieser Grundsatz heute noch in der Welt gilt und daß viele Kinder als Gotteshasser aufwachsen. Gott hat dies alles zugelassen. Er respektierte die Gesetze, die er zur Lenkung der Menschheit geschaffen hatte; er wußte, daß sie gut waren. Er wußte auch, daß sich einige der Kinder, die geboren würden, in der Streitfrage auf seine Seite stellen würden. — Hiob 1:8; 2:3.

      ‘SEELE UM SEELE’

      11. Was war notwendig, um den Forderungen der Gerechtigkeit Genüge zu leisten, und wie zeigte dies Gott durch seine Handlungsweise mit Israel?

      11 Was Gottes vollkommene Gerechtigkeit forderte, geht aus folgendem Gesetz hervor, das er den Israeliten gegeben hatte: „Seele wird um Seele sein, Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuß um Fuß.“ (5. Mose 19:21, NW) Wie genau Gott in dieser Hinsicht war, zeigte sich auch, als er unter den Israeliten einen Stamm auswählte, der ihm im Tempel dienen sollte. Die Erstgeborenen gehörten bereits ausschließlich Jehova, weil er sie davor bewahrt hatte, in der zehnten Plage, die über Ägypten gekommen war, getötet zu werden. Nun wollte Jehova, daß ihm der Stamm Levi anstelle der Erstgeborenen in seinem Heiligtum diene. Eine Zählung ergab jedoch, daß 273 israelitische Erstgeborene mehr waren als Leviten. Um diese 273 zu lösen, mußten die Israeliten für jeden einzelnen ein Lösegeld bezahlen. Gott hielt sich ganz streng an diese Abmachung. (4. Mose 3:39-51) Auch durfte, wenn jemand einen Mord begangen hatte, nichts als Lösegeld für den Betreffenden angenommen werden; er mußte sterben. Er mußte Seele um Seele geben. (4. Mose 35:31-33) Um die Menschen von Sünde und Tod zu erlösen, war daher als Lösegeld eine vollkommene Menschenseele notwendig.

      12. In welcher Lage befand sich der Mensch in bezug auf die Möglichkeit, sich selbst zu befreien?

      12 Die Hilflosigkeit des Menschen kommt im 49. Psalm, in den Versen 6 bis 9 (NW) zum Ausdruck: „Die da auf ihre Mittel des Unterhalts vertrauen und die sich fortwährend der Fülle ihres Reichtums rühmen: Nicht einer von ihnen kann irgendwie selbst einen Bruder erlösen noch Gott ein Lösegeld für ihn geben (und der Erlösungspreis ihrer Seele ist so kostbar, daß er aufgehört hat auf unabsehbare Zeit), daß er immerdar fortleben und die Grube nicht sehen sollte.“ Der Preis war für die Menschheit zu „kostbar“, zu hoch, ja unerschwinglich. Die Befreiung aus eigener Kraft war für den Menschen so völlig unmöglich, daß es für ihn auf unabsehbare Zeit oder überhaupt keine Hoffnung gab.

      DER GERECHTIGKEIT ENTSPRECHEND

      13. War Jehova mit sich selbst ebenso streng, wie er es in bezug auf das Lösegeld mit den Israeliten war? Begründe deine Antwort.

      13 Sollte der Mensch also befreit werden, dann mußte Gott etwas unternehmen. Würde er mit sich selbst ebenso streng sein, wie er es in Verbindung mit dem Gesetz war, das er den Israeliten gegeben hatte? Würde er dieses Gesetz einhalten und seinen festgelegten Grundsätzen treu bleiben? Jawohl, das tat er, obwohl es ihn seinen erstgeborenen Sohn kostete. (Röm. 5:6-8) Welch wunderbare Eigenschaft! Wir können Jehova völlig vertrauen, weil wir wissen, daß er nie, auch nicht im geringsten, von seinen Grundsätzen abweichen wird. Er wird sich nie, weder durch eine Laune noch durch irgendwelche Umstände, dazu bewegen lassen, etwas Unvernünftiges zu tun oder etwas, was sich mit seinen Grundsätzen, die er uns geoffenbart hat, nicht vereinbaren läßt. — Mal. 3:6.

      14. Wieso entsprach die Loskaufsvorkehrung vollständig der Gerechtigkeit?

      14 Auf diese Weise konnte Jehova vollkommen gerecht bleiben und gleichzeitig beweisen, wie schlecht die Sünde ist. Der Apostel Paulus legte es wie folgt dar: „Denn alle haben gesündigt und ermangeln der Herrlichkeit Gottes, und als freie Gabe werden sie durch seine unverdiente Güte gerechtgesprochen durch die Erlösung aufgrund des von Christus Jesus bezahlten Lösegeldes. Ihn hat Gott durch den Glauben an sein Blut als ein Sühnemittel hingestellt, und dies, um seine eigene Gerechtigkeit an den Tag zu legen, denn er vergab die Sünden, die in der Vergangenheit, während Gott Nachsicht übte, geschehen waren, um so seine eigene Gerechtigkeit in der jetzigen Zeitperiode an den Tag zu legen, damit er gerecht sei, auch wenn er den Menschen gerechtspricht, der an Jesus glaubt.“ (Röm. 3:23-26) Das Loskaufsopfer Jesu Christi war für Gott somit eine rechtliche Grundlage, die seiner Gerechtigkeit entsprach. Als er daher vor etwa 3 900 Jahren Abraham gerechtsprach, konnte er dies mit Recht tun, da er wußte, daß er das Lösegeld beschaffen würde. (Röm. 4:9) Obwohl Abraham Glauben ausübte, war er nicht frei von Sünde. Aber aufgrund dieser rechtlichen Vorkehrung konnte Jehova mit ihm verkehren und dennoch vollkommen rein und gerecht bleiben.

      15. (a) Warum wurde der Sohn Gottes auf die Erde gesandt, und wie wurde er als vollkommener Mensch geboren? (b) Wieso wissen wir, daß er seine Lauterkeit bewahrte und die verleumderische Behauptung des Teufels ein für allemal widerlegte?

      15 Um die Streitfrage zu entscheiden und um das Lösegeld zu beschaffen, wurde der einziggezeugte Sohn Gottes auf die Erde gesandt, wo der Teufel dessen Lauterkeit unter Druck setzen konnte. Er wurde, als er von der Jungfrau Maria auf übernatürliche Weise geboren wurde, ein menschlicher Sohn Gottes. Obwohl von einer unvollkommenen Frau geboren, war er vollkommen und makellos. Der Engel Gabriel hatte zu Maria gesagt: „Heiliger Geist wird über dich kommen, und Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Darum wird auch das Geborene heilig, Gottes Sohn, genannt werden.“ (Luk. 1:35) Der heilige Geist umgab Maria mit unsichtbarer Kraft wie mit einer Mauer, damit der sich entwickelnde Embryo durch nichts gefährdet werden konnte. Satan, der Teufel, hätte diesen Sohn, wenn möglich, am liebsten schon vernichtet, bevor er geboren wurde. Jesus blieb während seines ganzen menschlichen Lebens vollkommen. Er war „loyal, arglos, unbefleckt, getrennt von den Sündern“. (Hebr. 7:26) Durch das Leben Jesu auf der Erde wurde die Streitfrage vollends geklärt. Jesus sagte vor seinem Opfertod: „Der Herrscher der Welt kommt. Und er kann mir nicht beikommen“ und: „Jetzt ergeht ein Gericht über diese Welt; jetzt wird der Herrscher dieser Welt hinausgeworfen werden.“ (Joh. 14:30; 12:31) Diese Worte zeigen, daß er hinreichend bewiesen hatte, daß Satan ein Lügner ist.

      DIE LEIDEN JESU

      16. Was werden wir besser verstehen, wenn wir die Leiden Jesu näher betrachten?

      16 In diesem Zusammenhang mag auch erwähnt werden, daß es für uns schwierig ist, die Größe Jesu völlig zu erfassen. In Verbindung mit der vollständigen Entscheidung der Streitfrage mußte Jesus viel leiden. Alle Diener Gottes haben wegen Satan und seiner Helfershelfer vieles erdulden müssen. Doch kein Diener Gottes hat so schwer gelitten wie Jesus. Wieso können wir das sagen? Die Antwort auf diese Frage hilft uns erkennen, welch wunderbare Tat der Herr Jesus Christus für uns vollbracht hat.

      17. Was taten Jesus und seine Jünger in der letzten Nacht seines Erdenlebens, bevor er verhaftet wurde?

      17 Betrachten wir, was in seiner letzten Nacht seinen Jüngern widerfuhr. Der Bericht lautet: „Dann kam Jesus mit ihnen zu der Stelle, die Gethsemane hieß, und er sprach zu den Jüngern: ,Setzt euch hier nieder, während ich dort hinüber gehe und bete.‘ Und er nahm Petrus und die beiden Söhne des Zebedäus mit und fing an, betrübt zu werden und schmerzlich beunruhigt zu sein. Dann sprach er zu ihnen: ,Meine Seele ist tief betrübt, ja bis zum Tode. Bleibt hier und wacht mit mir.‘ Und er ging ein wenig weiter, fiel auf sein Angesicht, betete und sprach: ,Mein Vater, wenn es möglich ist, so gehe dieser Becher an mir vorüber. Doch nicht wie ich will, sondern wie du willst.‘“ Das tat Jesus dreimal, und jedesmal, wenn er zu seinen Jüngern zurückkehrte, schliefen sie. Er sagte zu ihnen: „Konntet ihr denn nicht auch nur e i n e Stunde mit mir wachen?“ Ihr Geist war abgestumpft; sie erkannten nicht, daß es in jener Nacht um die große Streitfrage ging; sie konnten deshalb nicht wach bleiben. — Matth. 26:36-44.

      18. Bat Jesus in seinem Gebet zu Jehova darum, vom Tod verschont zu werden?

      18 Was meinte Jesus, als er an Jehova die Bitte richtete: „Mein Vater, wenn es möglich ist, so gehe dieser Becher an mir vorüber.“? Wollte er damit sagen, daß er sein Wort zurückziehe und seinen Entschluß zu sterben, um das Lösegeld zu beschaffen, aufgebe? Nein, denn er hatte den Jüngern gesagt, daß er sterben werde. Er hatte ihnen erklärt, daß die Oberpriester und die Schriftgelehrten ihn ergreifen würden, daß er getötet und von Jehova am dritten Tag auferweckt würde. (Mark. 8:31; Luk. 9:22) Jesus hätte niemals daran gedacht, dem Opfertod aus dem Weg zu gehen. (Matth. 16:21-23) Aus dem Hebräerbrief geht hervor, daß er zu Beginn seines Opferweges bei seiner Taufe sagte: „Einen Leib hast du mir bereitet“, das heißt einen vollkommenen Leib als Loskaufspreis. Er war entschlossen, diesen Opferweg bis zum Ende zu gehen. — Hebr. 10:5.

      19, 20. (a) Was erwartete Jesus, und worum bat er Jehova, sofern es sein Wille sei? (b) Warum war das, was Jesus bevorstand, für ihn so schwer?

      19 Nein, Jesus bat seinen Vater nicht darum, vom Tod verschont zu werden. Er wußte aber, daß er in wenigen Stunden verhaftet und vor den jüdischen Sanhedrin gestellt würde. Man würde ihn der Gotteslästerung, des schlimmsten Verbrechens, für schuldig befinden. (Joh. 10:33; Matth. 26:65) Vergessen wir nicht, daß er ‘Gerechtigkeit liebte und Gesetzlosigkeit haßte’. Er war als Sohn Gottes vom Himmel herabgekommen, um seinen Vater zu rechtfertigen, und gerade seine bedeutendste Eigenschaft — seine Sohnschaft — wurde von Gottes Namensvolk geleugnet. (Joh. 19:7) Man wollte ihn nun sogar als den schlimmsten Verbrecher, als einen Gotteslästerer und Aufwiegler, an einen Pfahl hängen. (Luk. 23:2-4) Welche Herabwürdigung Gottes! Jesus war gekommen, um seinen Vater zu rechtfertigen und seinen Namen zu preisen, und nun sollte er als ein Verfluchter und als ein Gotteslästerer gehängt werden!

      20 Der Gotteslästerung beschuldigt zu werden, und das von Gottes auserwählter Nation — das war für Jesus Christus etwas Furchtbares, denn gerade er war in der Vergangenheit von allen Geschöpfen im Universum am meisten darauf bedacht gewesen, seinem Vater wohlzugefallen, für ihn einzutreten und alles zu vermeiden, was seinen Ruf auch nur im geringsten hätte beeinträchtigen können. Er ein Gotteslästerer! Wenn heute ein Diener Jehovas sich vom Glauben abwendet und ein Gotteslästerer wird, verabscheuen ihn alle Diener Gottes. Jesus Christus mit seinem vollkommenen Sinn, seinem vollkommenen Herzen und seinem vollkommenen Verstand empfand dies noch viel mehr, als wir es empfinden könnten. Trotzdem sagte er: „Nicht wie ich will, sondern wie du [Jehova] willst.“ — Matth. 26:39.

      21. Welch ungeheurer Druck lastete in jener Nacht auf Jesus?

      21 Deswegen wurde sein Schweiß, als er betete, wie Blutstropfen. (Luk. 22:44) Ein schwerer Druck lastete in jener Nacht auf ihm, die ganze Schwere seiner Aufgabe. Er rief seinen Vater an und betete „mit starkem Schreien und Tränen“. (Hebr. 5:7) Er wußte, daß ihm nichts anderes übrigbliebe, als treu zu bleiben, denn was würde geschehen, wenn er versagen würde? Welch ein gewaltiger Schlag würde das für Jehova sein! Welch wunderbare Rechtfertigung seines Vaters und welch gewaltiger Schlag für den Teufel würde es dagegen sein, wenn er treu bliebe! Jehova hatte ein solches Vertrauen zur Treue seines Sohnes, daß er in seinem Wort im voraus niederschreiben ließ, was Jesus tun würde, ja Jehova ließ es voraussagen. Jesus wußte das. Er wußte aber auch, daß es nun darauf ankam, daß er seine Lauterkeit bewahrte; er hätte versagen können; er hätte sündigen können. Diese ganze Last lag auf seinen Schultern. Sein ewiges Leben und das Leben des ganzen Menschengeschlechts stand auf dem Spiel. Das war ein schrecklicher Druck.

      22. Warum rief Jesus vor seinem Tod die oben angeführten Worte aus?

      22 Am Stamm rief Jesus, kurz bevor er starb, mit lauter Stimme: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ (Matth. 27:46; Ps. 22:1) Der Apostel Paulus schrieb an seine Mitchristen: „Christus hat uns vom Fluche des Gesetzes losgekauft, indem er an unserer Statt ein Fluch geworden ist, denn es steht geschrieben: ,Verflucht ist jeder, der an einen Stamm gehängt ist.‘“ (Gal. 3:13) Er mußte ein Verfluchter werden, um die zu erlösen, die unter dem Gesetz standen. Petrus sagte: „Er selbst trug unsere Sünden in seinem eigenen Leibe an den Stamm hinauf.“ — 1. Petr. 2:24.

      23. Welchen Weg, den Jesus für uns erschlossen hat, konnte er selbst nicht einschlagen?

      23 Wenn wir heute sündigen, können wir bereuen und uns im Gebet an Jehova Gott wenden und zu ihm sagen: „Jehova Gott, ich bekenne, daß ich gesündigt habe. Aufgrund des Loskaufsopfers Christi bitte ich dich um Vergebung. Bitte, vergib mir.“ Und Gott wird uns vergeben. (1. Joh. 1:9) Jesus hätte das jedoch nicht tun können. Er hätte nicht aufgrund des Opfers eines anderen um Barmherzigkeit bitten können, wenn er schwach geworden wäre und auch nur den geringsten Fehler begangen hätte. Er hatte in jener Nacht wirklich eine ungeheure Last zu tragen.

      24. Was erfahren wir aus Römer 5:18 über Jesus?

      24 Wie dankbar können wir doch Jehova Gott sein, und wie dankbar sollten wir Jesus Christus sein, daß er nicht versagt hat! Durch ihn wurde die Streitfrage vollends geklärt. Der Apostel Paulus sagt: „Wie es also durch e i n e Verfehlung zur Verurteilung für Menschen von allen Arten kam, so kommt auch durch e i n e n Akt der Rechtfertigung für Menschen von allen Arten deren Gerechtsprechung zum Leben.“ (Röm. 5:18) Dieser „e i n e Akt der Rechtfertigung“ war Jesu Handlungsweise, durch die er seine Lauterkeit bewies, und dazu gehörte auch sein Opfer. Er bewies dadurch, daß er gerecht war. Natürlich war er schon immer gerecht gewesen, doch nachdem er diese Prüfung bestanden hatte, hätte Gott immer noch zu ihm sagen können: „Du bist in jeder Hinsicht vollkommen gerecht.“

      25. Vergleiche die Gerechtigkeit Christi mit der Gerechtigkeit derer, die Glauben an ihn ausüben.

      25 Der Apostel Paulus sagte über Jesus ferner: „Obwohl er Sohn war, lernte er Gehorsam durch die Dinge, die er litt; und nachdem er vollkommen gemacht worden war, wurde er für die ewige Rettung all derer verantwortlich, die ihm gehorchen.“ (Hebr. 5:8, 9) Christus wurde von Gott also aufgrund seines eigenen Verdienstes gerechtgesprochen. Gott brauchte ihm die Gerechtigkeit nicht als eine Gabe zu verleihen. Deshalb konnte sein Opfer als Grundlage für die Gerechtsprechung anderer Menschen dienen. Die Gerechtsprechung anderer Menschen erfolgt nicht aufgrund ihrer eigenen Gerechtigkeit, sondern aufgrund des Loskaufsopfers Jesu Christi; sie ist eine Gabe, die sie empfangen. — Röm. 5:17.

      JEHOVAS LIEBENDE GÜTE

      26, 27. Was tat Jehova für Christus zum Beweis seiner Liebe und Wertschätzung?

      26 In alldem kam Jehovas liebende Güte zum Ausdruck. Sie zeigte sich aber auch noch in anderer Hinsicht. Jesus wußte, daß er zu seinem Vater in den Himmel zurückkehren würde. Jehova liebte und schätzte seinen Sohn, der seinen Namen in den schwersten Prüfungen gerechtfertigt hatte, so sehr, daß er ihm mehr gab, als er je zuvor gehabt hatte. Er gab ihm Unsterblichkeit und eine Stellung, die dessen früherer Stellung übergeordnet war und die ihn auch weit über die Engel erhob. (Phil. 2:5-11; Hebr. 7:26) Jesus erhielt aber noch etwas anderes.

      27 Wir wissen, daß die vernunftbegabten Geschöpfe Gottes gesellschaftsbezogene Geschöpfe sind. Sie lieben Gesellschaft. Jesus hatte aber wie Jehova nicht seinesgleichen. Doch nun erhielt er von Jehova als Anerkennung noch eine weitere wunderbare Belohnung: eine „Braut“. (Joh. 3:28, 29; Offb. 19:7; 21:9) Jesus nannte die zu dieser Klasse Gehörenden „Brüder“. (Hebr. 2:11) Sie erleben das gleiche wie er, als er auf Erden war. Wir freuen uns, wenn wir mit Menschen zusammen sein und uns mit ihnen über das unterhalten können, was wir gemeinsam durchgestanden, gemeinsam getan und gemeinsam erlebt haben, und so ergeht es zweifellos auch Jesus mit seiner „Braut“. Gott gab ihm diese „Braut“ zum Beweis des unermeßlichen Reichtums und der Tiefe seiner Wertschätzung für seinen wunderbaren Sohn und als Beweis seiner großen Liebe zu ihm.

      JESU UNEIGENNÜTZIGKEIT

      28, 29. Wie beweist Jesus Christus liebende Güte und Uneigennützigkeit?

      28 Jesus Christus bekundete in diesem Zusammenhang sowohl liebende Güte als auch Uneigennützigkeit und Gerechtigkeitsliebe. Er sagte nicht: „Schließlich habe ich Gott gerechtfertigt. Warum sollte ich die Ehre dafür mit jemand anders teilen?“ Nein, im Gegenteil, er war froh und glücklich, daß er mit anderen verbunden sein könnte, die mit ihm an der Rechtfertigung und Verherrlichung Gottes und auch an seiner Herrlichkeit und Macht im Himmel teilhaben könnten. (Röm. 6:4, 5) Er freute sich, daß Gott noch andere Menschen auf Erden hatte, wo der Teufel sie verfolgen konnte, die aber Gott als dem Souverän des Universums genauso treu bleiben und ihn genauso lieben würden wie er.

      29 Denken wir ferner an die aus den „anderen Schafen“ bestehende „große Volksmenge“. Jesus Christus freut sich, auch sie herbeikommen und einen kleinen Anteil an der Rechtfertigung Gottes haben zu lassen. (Offb. 7:9, 10; Joh. 10:16) Er hilft somit allen „Schafen“ Gottes, Jehova, dem Souverän des Universums, entgegen der Behauptung des Teufels treu zu bleiben.

      DER „LETZTE ADAM“

      30. Wie wird Jesus Christus „der letzte Adam“?

      30 Wegen seiner Treue und aufgrund seines Opfers kann Jesus viele retten. Als er auf Erden war, hätte er heiraten und eigene Kinder haben können. Er verzichtete jedoch darauf und opferte diese Möglichkeit samt seinem Leben. Er wurde deshalb der „letzte Adam“. Adam brachte eine unvollkommene Familie hervor, eine Familie mit schlechten Eigenschaften. Jesus Christus bringt eine gerechte Familie hervor. Mitglieder der Familie Adams können Kinder Jesu Christi werden; sie können durch seine Gerechtigkeit neu belebt und nach dem göttlichen Gesetz über die Fortpflanzung seinem Bilde ähnlich werden. Sie können als Söhne des „letzten Adam“ gründlich gereinigt werden. — 1. Kor. 15:45.

      31. Auf welche Weise bringt Christus „Nachkommen“ hervor?

      31 Der Prophet Jesaja beschrieb unter Inspiration einige Leiden Christi mit den Worten: „Wenn du seine Seele als ein Schuldopfer stellen wirst, wird er seine Nachkommen sehen.“ (Jes. 53:10, NW) Wer die Seele Christi — sein als Loskaufsopfer dargebrachtes vollkommenes Menschenleben — als Schuldopfer für seine Sünden „stellt“, wird ein „Nachkomme“ Christi. Christus wird nicht in der üblichen Weise Nachkommen hervorbringen, sondern er wird als „Ewigvater“ in der von Jesaja beschriebenen Weise Kinder hervorbringen, die seine gerechten Eigenschaften aufweisen werden. — Jes. 9:6, 7, Fußnote.

      HEUTE SCHON NUTZEN ZIEHEN AUS DEM LÖSEGELD

      32, 33. Hat schon jemand aus dem Lösegeld Nutzen gezogen? Begründe deine Antwort.

      32 Bei der Betrachtung dieser Dinge mag jemand die Frage aufwerfen: „Seitdem das Lösegeld dargebracht wurde, sind nun schon 1 900 Jahre vergangen; es hat aber doch noch nie jemand Nutzen daraus gezogen, oder?“ Doch. Unmittelbar nachdem der Loskaufspreis im Himmel dargebracht worden war — nur fünfzig Tage nach der Auferstehung Christi —, wurde der heilige Geist ausgegossen, und die ersten Menschen wurden Söhne Gottes. (Apg. 2:1, 33) Der Apostel Johannes sagt: „Jetzt sind wir Kinder Gottes.“ (1. Joh. 3:2) Sie hatten aus dem Lösegeld Nutzen gezogen, waren von Gottes Geist gezeugt worden und hatten die himmlische Hoffnung erhalten. In den 1 900 Jahren, die seither vergangen sind, hat Jehova die einzelnen, die zu dieser Gruppe von 144 000 Personen gehören und die mit Christus Könige und Priester sein werden, ausgewählt. (Offb. 14:1, 2; 5:9, 10; 20:6) Ihre Erwählung und Prüfung erforderte Zeit, denn sie sind dazu bestimmt, in alle Ewigkeit die Souveränität Jehovas im ganzen Universum zu vertreten.

      33 Heute ziehen auch die Glieder der „großen Volksmenge“ Nutzen aus diesem Opfer, denn sie haben Frieden mit Gott, sind glücklich und haben eine Hoffnung und ein Lebensziel; ihr Leben hat sich völlig geändert, sie haben Zugang zu Jehova Gott, und sie werden von ihm gesegnet. Des weiteren können sie sich an einem beglückenden, auferbauenden Werk beteiligen, das der Rechtfertigung Jehovas dient, und in der kurz bevorstehenden neuen Ordnung werden sie als Söhne Gottes zu menschlicher Vollkommenheit gelangen. — Röm. 8:21.

      DAS LÖSEGELD WIRKSAMER ALS DIE SÜNDE

      34. Inwiefern ist das Lösegeld wirksamer als die Sünde Adams?

      34 Zusammenfassend können wir sagen, daß das Lösegeld wirksamer ist als die Sünde Adams. Durch die Sünde Adams wurde die Menschheit in die Tiefe gestoßen. Durch das Lösegeld wird zwar nicht jede Menschenseele gerettet; dennoch ist es wirksamer als die uns angeborene Sünde. Wieso? Weil jede Seele, die von Sünde und Unvollkommenheit frei werden möchte, davon frei und völlig rein werden kann. Selbst diejenigen, die von den Toten auferstehen, können aus dem Lösegeld Nutzen ziehen. Nur die werden kein Leben erhalten, die Jehovas Souveränität nicht anerkennen wollen. Sie gehören nicht zu denen, die Gerechtigkeit lieben und Gesetzlosigkeit hassen. Sie verurteilen sich selbst, indem sie der ererbten Sünde noch die eigene willentliche Sünde hinzufügen. — Joh. 3:17-21.

      35. Wie wird das, was durch Adam und durch Satan bewirkt wurde, beseitigt oder zunichte gemacht?

      35 Durch die Anwendung des Lösegeldes unter der Königreichsherrschaft Christi wird das, was Adam getan hat, völlig ausgelöscht. Der letzte Feind, der zunichte gemacht wird, ist der Tod (der Tod, der durch die Sünde Adams über die Menschheit kam). Wenn der Tod beseitigt sein wird, dann wird alles, was durch Adam bewirkt wurde — alles, was er über das Menschengeschlecht gebracht hat —, verschwunden sein. Es wird nichts mehr geben, was an die Sünde Adams erinnern würde. (1. Kor. 15:26, 56) Es wird auch nichts mehr geben, was an die Sünde des Teufels erinnern würde, denn die Bibel sagt: „Zu diesem Zweck ist der Sohn Gottes kundgemacht worden, nämlich um die Werke des Teufels abzubrechen.“ (1. Joh. 3:8) Satan wird sich völlig umsonst abgemüht haben; er wird nicht mehr am Leben sein. Jehovas Name und die ganze Schöpfung werden von aller Schmach gereinigt sein. Gottes Name wird für alle Ewigkeit gerechtfertigt sein, und alle, die sich seiner Souveränität unterstellen, werden leben und ihn lobpreisen. — Ps. 150.

      36. Was können wir ausrufen, nachdem wir Jehovas Loskaufsvorkehrung betrachtet haben?

      36 Welch ein Beweis der liebenden Güte Gottes! Und welch ein Beweis der Liebe unseres Herrn Jesus Christus! Wir können mit dem Apostel Paulus sagen: „O Tiefe des Reichtums und der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unerforschlich sind seine Gerichte und unausspürbar seine Wege!“ (Röm 11:33) Ganz gleich, was die Welt unternehmen mag, um in uns Zweifel zu erwecken und unseren Glauben zu erschüttern, können wir, wenn wir dies alles richtig erkannt haben ausrufen: „Ist das nicht genug, um dafür zu sterben?“ — Apg. 20:24; 21:13.

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