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  • Jehovas Krieg von Harmagedon
    Der Wachtturm 1952 | 1. Februar
    • 3:9-12) Sie gehorchen. Das grösste Wettrüsten der ganzen Geschichte ist nun in vollem Gange.

      Bald wird ihre totale Zwangsorganisierung vollendet sein, und sie werden sich unbezwinglich, sicher und friedsam verschanzt fühlen. Dann aber werden sie ihren grössten Verstoss begehen, wie der Apostel Paulus es erklärt: „Wann immer sie sagen: ‚Friede und Sicherheit!‘, dann wird plötzliche Vernichtung augenblicklich über ihnen sein gleichwie die Wehen der Bedrängnis über einer Schwangeren, und sie werden keineswegs entfliehen.“ (1. Thess. 5:3, NW) Jehova, ein Kriegsheld ohnegleichen, kennt den Wert der Überraschungsaktion wohl, und er macht vollen Gebrauch davon, nicht durch einen feigen Geheimangriff, sondern indem er vorher eine vollständige Warnung ergehen lässt und darauf die widerspenstigen Feinde zu einer Zeit und an einem Ort schlägt, wo sie es am wenigsten erwarten. „Von jenem Tage und jener Stunde weiss niemand, weder die Engel der Himmel noch der Sohn [Jehovas oberster Feldmarschall], sondern allein der Vater.“ — Matth. 24:36, NW.

      Jehovas „D-Tag“ von Harmagedon mag ein streng militärisches Geheimnis sein, aber die überraschende Plötzlichkeit desselben wird selbst den Feind überzeugen, dass dies der Tag ist. Harmagedon wird so plötzlich losbrechen wie die Flut, welche die Erde in den Tagen Noahs überschwemmte; so plötzlich wie die Feuerblitze, die vom Himmel herniederkamen und die Städte Sodom und Gomorra in den Tagen Lots einäscherten. (Luk. 17:26-30) Satans Streitkräfte werden so überrascht sein wie damals, als Josuas Heer im Hinterhalt lag gegen die siegesgewissen Bewohner von Ai; so überrascht wie die schlafenden Midianiter, als Gideons kleiner Trupp in tiefer Nacht die Krüge zerbrachen und ausriefen: „Das Schwert Jehovas und Gideons“; so überrascht wie damals, als Davids Männer die Philister umzingelten und ihnen in den Rücken fielen. (Jos. 8:1-23; Richt. 7:19-22; 2. Sam. 5:22-24) Gleichwie in diesen Begebenheiten der Vergangenheit so auch jetzt: Jehova Gott manövriert die Feinde in eine Stellung hinein, wo ihre Vernichtung so plötzlich und vollständig sein wird, dass Jehova für alle Zeiten als der grösste Kriegsheld im Universum, als der an Weisheit und Allmacht in der Schlacht weit Überlegene, gerechtfertigt dasteht. — 2. Mose 15:3; Ps. 24:8, 10.

      WIE DER SCHLUSSKRIEG GEFÜHRT WIRD

      Diese alte Welt hat lange Zeit zu ihrer Verfügung gehabt, um gute Früchte zu entwickeln und hervorzubringen, aber alles, was sie hervorgebracht hat, sind Wildhafer und bittere Trauben der Bosheit gewesen. Jetzt ist die Erntezeit gekommen: „Leget die Sichel an, denn die Ernte ist reif; kommet, stampfet, denn die Kelter ist voll, die Kufen fliessen über! Denn gross ist ihre Bosheit. — Getümmel, Getümmel [lärmende Menschenmengen, Fussn.] im Tale der Entscheidung; denn nahe ist der Tag Jehovas im Tale der Entscheidung.“ (Joel 3:13, 14) Christus Jesus und die Heerschar heiliger Engel bei ihm sind es, die Satans Streitkräfte zerstampfen, ja selbst das Leben aus ihnen herauspressen werden, gleichwie die Keltertreter vor alters aus den Trauben Treber machten. Gekrönt als Herrscher der neuen Welt, mit Flammenblicken der Rache, während er auf einem weissen Kriegsross zum Siege daherreitet, wird Jehovas Rechtfertiger „die Kelter des Weines des Grimmes des Zornes Gottes des Allmächtigen“ treten. (Jer. 25:30, 31; Off. 19:11-16, NW) In diesem Hinrichtungswerk werden Myriaden über Myriaden heiliger Engel mit dem „König der Könige und Herr der Herren“ verbunden sein, ja alle Heere des Himmels, die nicht weniger als 200 000 000 zählen. — Ps. 68:17; Off. 9:16, NW.

      Welch ein schreckliches Schlachten dies sein wird! All die Engelheere des Himmels, welche sowohl die sichtbaren wie die unsichtbaren Horden der Bösen belagern! Wie dieser übernatürliche Kampf ausgefochten wird, wissen wir nicht, aber die Bibel sagt etwas von den erschreckenden Folgen: „Und dies wird die Plage sein, womit Jehova alle Völker plagen wird, welche gegen [das himmlische] Jerusalem Krieg geführt haben: Er wird eines jeden Fleisch verwesen lassen, während er auf seinen Füssen steht, und seine Augen werden verwesen in ihren Höhlen, und seine Zunge wird in seinem Munde verwesen.“ — Hes. 38:21-23; Sach. 14:12.

      Wohl stimmt es, dass die Sphäre unseres Erdballs für immer bleiben wird, doch werden die kosmischen Kräfte, welche gegen die Organisation des Teufels entfesselt werden, diese Erde bis auf ihre Grundfesten erschüttern. (Ps. 46:2, 3; 104:5; Pred. 1:4) Erhebungen des Meeresgrundes werden brausende Meereswogen verursachen, die das Land folgenschwer überfluten werden. Tobende Stürme, so gewaltig, dass sie das Licht der Sonne verdunkeln, während gleichzeitig brennende Geschosse, vielleicht Schauerregen von geschmolzenen Meteoren, und elektrische Stürme die Himmel erleuchten werden. Ob in jener Schlacht Atomenergie in irgendeiner Form entfesselt wird, ist nicht sicher, aber wenn der Schöpfer des Atoms dies tun will, wird er ganz bestimmt die stolzen und hochmütigen Männer der Wissenschaft davon überzeugen, dass ihre Atombomben und die projektierten Wasserstoffbomben in seinen Augen nur Feuerwerksschwärmer sind. — Joel 3:15, 16; Hab. 3:1-19.

      Man denke nur, das grösste Erdbeben des zwanzigsten Jahrhunderts, dasjenige von Assam und Nordindien vom Jahre 1950, entsprach der gleichzeitig erfolgenden Explosion von 1 100 000 Atombomben, die jede 20 000 Tonnen von TNT gleichkamen, und doch fühlte niemand in der Entfernung von einigen hundert Kilometern die Erde unter seinen Füssen erbeben. In Harmagedon jedoch wird, wie Jehova es erklärt, die ganze Erde schrecklich erbeben. Welch unermessliche Kraft dies sein wird, die selbst die Oberfläche der Kontinente verändert! — Jes. 2:19, 21.

      GESCHICHTLICHE VORANSICHTEN

      Ausser diesen direkten Prophezeiungen sagt Jehova, er werde ausziehen und in Harmagedon kämpfen wie vor langer Zeit, wie ‚an dem Tage, da er stritt, am Tage der Schlacht‘. Solche Anlässe in der Vergangenheit waren Vorbilder vom Schlusskrieg. „Denn Jehova wird sich aufmachen wie bei dem Berge Perazim, wie im Tale zu Gibeon wird er zürnen: um sein Werk zu tun — befremdend ist sein Werk! — und um seine Arbeit [seinen Akt, AS] zu verrichten — aussergewöhnlich ist seine Arbeit [sein Akt]! Und nun, treibet nicht Spott, damit eure Bande nicht fester gemacht werden; denn ich habe Vernichtung vernommen und Festbeschlossenes von seiten des Herrn, Jehovas der Heerscharen, über die ganze Erde.“ — Jes. 28:21, 22; Sach. 14:3.

      So wie Jehova das böse System der Dinge zur Zeit Noahs völlig aus dem Dasein fegte, so wird er das gegenwärtige System zerstören. Die mächtigen Militärstreitkräfte der ersten Weltmacht, Ägyptens, nahm Jehova gefangen und ertränkte sie wie Ratten. Wiederum in einer einzigen Nacht schlug Jehova die sogenannt unbezwingbaren Streitkräfte des prahlenden Sanherib, insgesamt 185 000 Mann! Als Josuas Streitkräfte für die Gibeoniter stritten, öffnete Jehova einfach die Himmel und warf grosse Hagelsteine herab, wodurch mehr umkamen, als mit dem Schwert getötet wurden. Über die wilde Flucht Siseras und seiner schwer mechanisierten Armee lesen wir: „Vom Himmel her stritten, von ihren Bahnen aus stritten die Sterne mit Sisera. Der Bach Kison riss sie hinweg, der Bach der Urzeit, der Bach Kison.“ Eine Wiederholung weltweiten Umfangs ist in Harmagedon fällig, damit die Menschen „erkennen, dass du allein, dessen Name JEHOVA ist, der Höchste bist über die ganze Erde.“ — Jos. 10:6-14; Richt. 5:20, 21; Ps. 83:9-18; Jes. 37:33-38.

      Bei einem andern Anlass richtete Jehova eine solche Verwirrung und einen solchen Schrecken unter den Horden der Ammoniter, Moabiter und derer vom Gebirge Seir an, dass sie sich aufmachten und einander in Stücke hieben, bis sie alle tot waren. Auch dies wird sich in Harmagedon wiederholen: „Und es wird geschehen an jenem Tage, da wird eine grosse Verwirrung von Jehova unter ihnen entstehen; und sie werden einer des anderen Hand ergreifen, und eines jeden Hand wird sich gegen die Hand seines Nächsten erheben.“ — 2. Chron. 20:1-24; Sach. 14:13.

      WIRST DU UNTER DEN ÜBERLEBENDEN SEIN?

      In diesem drohenden Krieg werden die modernen Atomwaffen bestimmt zu einer Enttäuschung werden für alle jene, die ihr Vertrauen in sie setzen; desgleichen alle menschlichen Schutzpläne. Die Prophezeiung sagt, dass, wenn sie sich auch in die Erde vergrüben, um sich zu verbergen, wie zum Beispiel in bombensichere Keller, oder wenn sie versuchten, in himmlische Höhen zu entkommen, wie zum Beispiel in Düsenflugzeugen mit Überschallgeschwindigkeit, oder wenn sie versuchten, unter den Meeresspiegel zu entfliehen, zum Beispiel in Schnorchel-Unterseebooten, werden sie doch eingeholt und vernichtet werden. „Auch ihr Silber, auch ihr Gold wird sie nicht erretten können am Tage des Grimmes Jehovas.“ — Amos 9:1-4; Zeph. 1:18.

      Das Blutbad und die Vernichtung von Harmagedon werden so grässlich sein, dass es jeder menschlichen Beschreibung spottet. Bereits sind die Aasgeier und die wilden Tiere des Waldes und der Zoos eingeladen worden, sich zu erlaben an den vielen Millionen Leichen der Männer, Frauen und Kinder, der Hohen und Mächtigen sowohl wie ihrer sklavischen Diener. — Jer. 25:33; Hes. 9:5, 6; Off. 19:17, 18, 21.

      Bedeutet dies denn, dass es keine Hoffnung auf ein Überleben gibt? Nein, ganz und gar nicht. Denn Jehova hat treulich verheissen, alle jene am Leben zu erhalten und zu beschützen, welche ihm völlig ergeben sind, und solche werden von Noah, Lot, Rahab und ihren Hausgenossen dargestellt. Statt auf die Fürsten dieser Welt zu vertrauen, suchen diese Gerechtigkeit und Demut und setzen ihr volles Vertrauen in Jehova, und an sie ergeht die Verheissung: „Vielleicht werdet ihr geborgen am Tage des Zornes Jehovas.“ — Ps. 146:3; Spr. 3:5, 6; Zeph. 2:3.

  • Fragen von Lesern
    Der Wachtturm 1952 | 1. Februar
    • Fragen von Lesern

      ● 2. Mose 33:20 lautet: „Nicht kann ein Mensch mich sehen und leben.“ Doch 2. Mose 24:10 sagt über Mose und einige der Ältesten Israels: „Sie sahen den Gott Israels.“ Wie können diese anscheinenden Widersprüche vereinbart werden? — C. B., Pennsylvanien.

      Es ist buchstäblich wahr, dass kein Organismus von Fleisch und Blut Jehova Gott sehen und leben kann. Als Geistgeschöpf ist Christus „das Bild des unsichtbaren Gottes“ und „das Ebenbild seines Wesens selbst“, doch war eine teilweise Enthüllung seiner Herrlichkeit von solchem Glanz, dass sie Saulus von Tarsus blendete, und sein Augenlicht kehrte erst nach einem Wunder Gottes zurück. (Apg. 9:1-18; Kol. 1:15; Heb. 1:3, NW) Der direkte Anblick ‚des Vaters der himmlischen Lichter‘ wäre mehr, als Menschenfleisch ertragen könnte. — Jak. 1:17, NW.

      Wenn die Bibel von Mose oder andern spricht, dass sie Jehova Gott gesehen hätten, so bedeutet dies, dass sie eine Kundgebung seiner Herrlichkeit sahen, und eine solche wird gewöhnlich durch einen Engel als Vertreter des Allmächtigen gegeben. Deswegen spricht 2. Mose 24:16 (Lu) eher von der „Herrlichkeit des Herrn“, die auf dem Berge Sinai ruhte, als von Jehova selbst, wenn von Mose und andern berichtet wird, sie hätten „den Gott Israels“ gesehen. Diese „Herrlichkeit des Herrn“ war eine Folge der Gegenwart eines der Engel Jehovas, denn seine Herrlichkeit und seine Engel stehen in Beziehung zueinander, wie dies aus Lukas 2:9 (NW) hervorgeht, wonach die Ankündigung der Geburt Jesu vor den Hirten erfolgte: „Plötzlich stand Jehovas Engel bei ihnen, und Jehovas Herrlichkeit umleuchtete sie.“

      Wir besitzen das direkte Zeugnis, dass Jehova nicht persönlich auf den Berg Sinai herniederkam, um zu erscheinen und zu Mose zu reden und ihm das Gesetz zu überreichen. Dass Jehova nur vertretungsweise erschien und redete, wird durch folgende Texte gezeigt. „Die ihr das Gesetz durch Engel übermittelt empfinget, aber es nicht beobachtet habt.“ „Es wurde durch Engel übermittelt durch die Hand eines Mittlers.“ Paulus bezog sich auf das Gesetz als „das durch Engel geredete Wort“. (Apg. 7:53; Gal. 3:19; Heb. 2:2, NW) Weil Gott am Sinai nicht mit seiner eigenen Stimme sprach, sondern durch diejenige seines Engel-Vertreters, sagt 2. Mose 19:19: „Mose redete, und Gott antwortete ihm mit einer Stimme.“ Das Vorangegangene gibt uns auch Licht darüber, dass Mose von hinten den Engel Jehovas oder die Herrlichkeit Jehovas sah und nicht Jehova selbst, wie geschrieben steht: „Wenn meine Herrlichkeit vorübergeht, … Und ich werde meine Hand hinwegtun, und du wirst mich von hinten sehen; aber mein Angesicht soll nicht gesehen werden.“ — 2. Mose 33:22, 23.

      Ein weiterer Fall, wo Gottes Wort selbst uns diese Sache auslegt, ist der Fall von Mose und dem brennenden Busch. 2. Mose 3:4, 6 sagt, dass „Gott ihm mitten aus dem Dornbusche“ zurief und sprach: „Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs.“ Vers 2 sagt uns jedoch, dass ihm „der Engel Jehovas in einer Feuerflamme mitten aus einem Dornbusche“ erschien. Folglich erschien Jehova nur durch einen Vertreter und sprach durch diesen.

      Als ferner Jakob mit einem Manne rang, der in Wirklichkeit ein verkörperter Engel Jehovas war, wurde er mit einem neuen Namen gesegnet, nämlich mit dem Namen Israel. Israel bedeutet „mit Gott herrschend; Kämpfer (Ringer) mit Gott“; und Jakob nannte den Ort „Pniel“, was „Angesicht Gottes“ bedeutet, indem er sprach: „Ich habe Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen.“ (1. Mose 32:24-30) In Wirklichkeit aber war es nur Jehovas verkörperter Engel, den er gesehen, mit dem er gerungen, und der seinen Namen vorenthalten hatte, wie dies solch verkörperte Geistgeschöpfe gewöhnlich taten. Auch als ein Engel Gottes dem Manoah und seinem Weibe erschien, sahen sie diesen Vertreter als Gott selber an: „Da erkannte Manoah, dass es der Engel Jehovas war. Und Manoah sprach zu seinem Weibe: Wir werden gewisslich sterben, denn wir haben Gott gesehen!“ — Richt. 13:3-22.

      Der hervorragendste Vertreter Gottes Jehovas ist Christus Jesus, und auch in seinem Fall wird dieses Prinzip bestätigt. Rechterweise wird Jehova Gott als der Schöpfer aller Dinge bezeichnet, doch wissen wir aus dem Bibelbericht, dass, nachdem er seinen „einziggezeugten Sohn“ direkt erschaffen hatte, das übrige des Schöpfungswerkes von und durch diesen Sohn, in seiner Eigenschaft als Logos oder Wort, vollzogen wurde. Da er aber in dieser Schöpfertätigkeit Jehovas Vertreter und Werkmeister war und von Gott dazu die Macht erhalten hatte, wird von Jehova selbst als vom Schöpfer Himmels und der Erde gesprochen. (Jes. 40:26, 28; Joh. 1:10; Kol. 1:16; Off. 3:14) Aus ähnlichen Gründen, und weil durch die Reden und Handlungsweise Jesu Jehova Gott auf Erden so vollkommen vertreten wurde, sagte Jesus: „Wer mich gesehen hat, hat auch den Vater gesehen.“ (Joh. 14:9, NW) Daher beweist dieser Text keine Dreieinigkeitslehre, ebensowenig als die Erwähnung, durch das Sehen von Engeln habe man Gott gesehen, beweisen würde, dass die Engel zu einer Dreieinigkeits-Gottheit gehört hätten.

      ● Wurde Jesus vor oder nach seinem Tode am Marterpfahl an seiner Seite mit dem Speere durchbohrt? Die Berichte des Matthäus und Johannes scheinen sich in diesem Punkte zu widersprechen. — D. L., Washington.

      Das Schwergewicht des Zeugnisses zeigt, dass seine Seite durchbohrt wurde, nachdem der Tod eingetreten war. Matthäus 27:49, 50 (NW) sagt: „Aber die übrigen von ihnen sagten: ‚Lasst ihn sein! Lasst uns sehen, ob Elija kommt, ihn zu retten!‘ Ein anderer Mann nahm einen Speer und durchbohrte seine Seite, und Blut und Wasser kam heraus. Wiederum schrie Jesus mit lauter Stimme, und hörte auf zu atmen.“ Die Neue-Welt-Übersetzung bringt eine Fussnote, welche besagt, dass der Satz hinsichtlich des Mannes, der seine Seite durchbohrte, so dass Blut und Wasser herauskam, in einigen wichtigen Manuskripten vorhanden ist, doch nicht in andern. Die Auffassung vieler ist, dass diese Erklärung später aus dem Johannes-Evangelium eingefügt, aber vom Betreffenden am falschen Ort hineingeschrieben wurde. Einige Übersetzungen lassen die Stelle ganz aus, andere setzen sie in eckige oder runde Klammern, und einige bringen sie mit einer erklärenden Fussnote, wie dies die Neue-Welt-Übersetzung getan hat.

      In bezug auf den Bericht des Johannes über die Sache gibt es aber nichts Fragwürdiges. Er lautet: „Die Soldaten kamen daher und brachen die Beine des ersten Mannes und die des anderen, der mit ihm an den Pfahl geschlagen worden war. Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, dass er schon tot war, brachen sie ihm die Beine nicht, doch einer der Soldaten durchstiess seine Seite mit einem Speer, und sogleich kam Blut und Wasser heraus.“ (Joh. 19:32-34, NW) Die Beine der andern an den Pfahl Geschlagenen wurden zerbrochen, um den Tod zu beschleunigen, und wenn Jesus nicht schon tot gewesen wäre, hätte man auch seine Beine zerbrochen. Sein früher Tod war in Erfüllung der Prophezeiung, dass keines seiner Gebeine zerbrochen würde. (Ps. 34:20; Joh. 19:36) Dass sein Tod schneller eintrat, als

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