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Es ist nah!Der Wachtturm 1962 | 15. Oktober
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der Welt stehen, ist Gottes Königreich dennoch die beliebteste Regierung in der ganzen sichtbaren und unsichtbaren Schöpfung. Wieso, wenn doch alle Nationen gegen dieses Reich sind und jene, die es verkündigen, überall gehaßt und verfolgt werden? Weil alle heiligen Engel Gottes im Himmel für dieses unter Christus stehende Königreich eintreten. Diese Engel sind auf unserer Seite, wenn wir uns für dieselbe Sache einsetzen wie sie.
14. (a) Was für eine Armee bilden die Engel? (b) Wann werden sie zur Entscheidungsschlacht ausziehen, und wie wird diese Schlacht enden?
14 Diese Engel, die so zahlreich sind, daß sie niemand von uns zählen könnte, sind die beste Armee der ganzen Schöpfung. Sie haben noch nie eine Schlacht verloren und dadurch ihren Gott enttäuscht oder Schmach auf seinen herrlichen Namen gebracht. Nach der biblischen Prophezeiung, die die Reihenfolge der Geschehnisse in Verbindung mit der Aufrichtung des Königreiches Gottes in den unsichtbaren geistigen Himmeln beschreibt, haben sie unmittelbar nach diesem großen Ereignis, im Jahre 1914, schon für Gottes Königreich gekämpft und seinen Hauptgegner, Satan, den Teufel, samt seinen Dämonen auf die Erde hinabgeworfen, wo jene ihrer endgültigen Niederlage in Harmagedon entgegensehen. In diesem universellen Krieg von Harmagedon werden Gottes Engel unter der Führung seines Königs, Jesu Christi, für Gottes Königreich die Entscheidungsschlacht schlagen. Die jetzige Welt oder das jetzige System der Dinge wird vernichtet. Gottes Königreich trägt den Sieg davon und wird zum Segen der ganzen Menschheit in alle Ewigkeit regieren. — Offb. 12:1-12; 19:11-21.
WIE MUT FASSEN?
15, 16. (a) Was wird Harmagedon für die Menschheit sein? (b) Was wird dann nicht erschüttert werden, und welche Zuversicht können wir darum in dieser Bedrängnis der Welt haben?
15 Mit dem Krieg von Harmagedon, der diesem weltumspannenden System der Dinge ein Ende macht, wird für die Menschheit eine Zeit der Drangsal kommen, wie sie sie seit der weltweiten Flut der Tage Noahs nicht erlebt hat. Das sagt uns Jesus in seiner Prophezeiung. (Matth. 24:21, 22, 37-39) Dem gegenwärtigen bedrängten System der Dinge wird die Grundlage entzogen, und sie wird gleichsam in die dunklen Tiefen des Meeres gestürzt. Für die Menschen wird es sein, wie wenn ihnen der Boden unter den Füßen entzogen würde. Gottes Königreich dagegen wird nie erschüttert oder gestürzt werden. Solange wir daher zuerst danach trachten und unsere Hoffnung darauf setzen, können wir die Zuversicht haben, die in dem prophetischen Psalm 46, in den Versen 1 bis 7, zum Ausdruck kommt:
16 „Gott ist uns Zuflucht und Stärke, eine Hilfe, leicht zu finden [Fußnote] in Drangsalen. Darum werden wir uns nicht fürchten, wenngleich gewandelt würde die Erde, und wenn die Berge wankten im Herzen des Meeres, wenn seine Wasser tobten und schäumten, die Berge erbebten durch sein Ungestüm. Ein Strom — seine Bäche erfreuen die Stadt Gottes, das Heiligtum der Wohnungen des Höchsten. Gott ist in ihrer Mitte, sie wird nicht wanken; Gott wird ihr helfen beim Anbruch des Morgens. Es toben die Nationen, die Königreiche wanken; er läßt seine Stimme erschallen: die Erde zerschmilzt. Jehova der Heerscharen ist mit uns, eine hohe Feste ist uns der Gott Jakobs.“
17. (a) Auf welcher Seite werden jene, die diesen auf Gott gebauten Mut haben, bleiben, und was beten sie? (b) Welche Anweisungen des Apostels, die politischen Mächte betreffend, befolgen sie, und wie?
17 Menschen, die heute diesen echten, auf Gott gebauten Mut haben, werden auf der Seite Jehovas der Heerscharen, des Gottes Abrahams, Isaaks und Jakobs, bleiben. Sie beten um das Kommen seines Königreiches und damit um die Vernichtung dieses weltlichen Systems der Dinge, wie uns Jesus Christus in seiner Bergpredigt beten lehrte: „Unser Vater in den Himmeln, dein Name werde geheiligt. Dein Königreich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf der Erde.“ (Matth. 6:9, 10, NW) Sie greifen diesem Kommen des Königreiches Gottes nicht vor, indem sie heimlich eine illegitime Exilregierung einsetzen und die Menschen mit Gewalt zur Unterstützung des Königreiches Gottes zwingen. Sie befolgen friedlich die Anweisungen des Apostels in Römer 13:1, 5 (Fußnote): „Jede Seele unterwerfe sich den obrigkeitlichen Gewalten; denn es ist keine Obrigkeit, außer von Gott, und diese, welche sind, sind von Gott verordnet. Darum ist es notwendig, untertan zu sein, nicht allein des Zornes [dieser obrigkeitlichen Gewalten] wegen, sondern auch des Gewissens wegen.“ Wahre Christen wissen, daß sie dieses weltliche System der Dinge nicht stürzen können. Sie wissen, daß Gottes Zeit, dies zu tun, nun nahe ist.
18. Wie können wir Mut fassen, und weshalb benötigt man selbst in der Christenheit Mut?
18 Die Menschen sollten Mut fassen, ist leicht gesagt. Wie können sie das aber tun angesichts der immer bedrohlicher werdenden Weltlage? Nur durch ein Studium des Wortes Gottes, der Bibel. Dieses Buch beweist uns eindeutig, wer Gott ist und was sein Königreich für uns bedeutet. Doch heute glaubt man im allgemeinen nicht an den Gott der Bibel, selbst in der Christenheit nicht. Es erfordert daher schon Mut, dem Spott der Welt zum Trotz seinen Glauben an diesen Gott zu bekennen. Und zu glauben, daß dieser Gott sein Königreich nicht aufrichtet, indem er die ganze Welt durch die Christenheit bekehren läßt, sondern, indem er selbst eine Weltkatastrophe herbeiführt, erfordert noch mehr Mut.
19. Was müssen wir in bezug auf die Bibel und ihre Verheißungen tun?
19 Wie aber können wir diesen Gott suchen, der für uns ein Bergungsort ist, wenn wir ihn nicht kennen? Wie können wir zuerst nach seinem Königreich trachten, wenn wir nichts darüber wissen und seine große Bedeutung für uns nicht kennen? Wir benötigen also unbedingt eine Bibel und müssen sie dann studieren, ihre herzerfreuenden Verheißungen kennenlernen und daran glauben. Wir müssen zu dem Gott beten, der all diese kostbaren Verheißungen gemacht und uns versichert hat, daß die jetzige Welt verschwinden wird und sein Königreich kommt, durch das eine gerechte neue Welt anbricht, in der die Toten auferstehen und die Erde zu einem einzigen Paradies gemacht wird.
20. Was müssen wir aus der Bibel lernen, und wie müssen wir den durch Überzeugung gewonnenen Mut beweisen?
20 Mache dich deshalb mit der Bibel, dem Buch des Königreiches, vertraut. Lerne den König dieses Königreiches, Jehova Gott, kennen und auch seinen Christus, Jesus, der die Menschheit geliebt hat und für sie gestorben ist. Suche zu erfahren, weshalb mit Sicherheit gesagt werden kann, daß der Sieg des Königreiches noch in unserer Generation zu erwarten ist, und weshalb die Herrschaft des Königreiches für die ganze Erde und alle Völker kommen muß. Teile dann diese lebenrettende Erkenntnis mit anderen. Beweise deinen durch Überzeugung gewonnenen Mut, indem du dazu beiträgst, eine herrliche Prophezeiung, die auf die „Zeit des Endes“ dieses Systems der Dinge hinweist, zu erfüllen. Welche denn? Jene, deren Erfüllung Jesus als einen Teil des Zeichens erwähnte, das beweisen sollte, daß er in seinem Königreich gegenwärtig sei und die „Zeit des Endes“ dieser Welt gekommen sei. Die Prophezeiung lautet: „Diese gute Botschaft vom Königreich wird gepredigt werden auf der ganzen bewohnten Erde, allen Nationen zu einem Zeugnis, und dann wird das Ende kommen.“ — Matth. 24:14, NW; Dan. 12:4.
21. (a) Warum braucht niemand zu denken, er müsse diese Botschaft allein predigen? (b) Weshalb ist das Zusammenkommen mit den Verkündigern dieser Botschaft notwendig, und welcher Rat aus dem Hebräerbrief wird dadurch befolgt?
21 Du brauchst nicht zu denken, du müßtest das Königreich allein verkündigen. Jehovas Zeugen, die es heute in 188 Ländern und in über 150 Sprachen verkündigen, unterstützen dich dabei. Sie haben „Jehova der Heerscharen“ zu ihrer Zuflucht und Stärke gemacht, zu ihrer leicht zu findenden Hilfe. Willst du heute Mut fassen, dann mußt du mit diesen Zeugen Jehovas, die das Königreich verkündigen, zusammenkommen, um mit ihnen Gottes Wort zu studieren, und dir ihren Mut zu eigen machen. Befolge den zeitgemäßen Rat der Bibel: „Laßt uns aufeinander achtgeben, damit wir uns zur Liebe und zu vortrefflichen Werken anspornen, indem wir unser Zusammenkommen nicht versäumen …, sondern einander ermuntern, und das um so mehr, als ihr den Tag herannahen seht.“ — Hebr. 10:24, 25, NW.
22. (a) Warum sollten wir als Christen angesichts der bevorstehenden neuen Welt jetzt Mut fassen? (b) Wie wird es den Mutigen im Krieg von Harmagedon ergehen?
22 Alle Anzeichen deuten darauf hin, daß der „Tag“ herannaht! Unternimm daher alles, um Mut zu schöpfen, echten christlichen Mut. Nur wer ebenso mutig ist wie einst Christus, wird den bevorstehenden Weltbrand von Harmagedon überleben. Die weltlichen Feiglinge werden in diesem universellen Krieg nicht verschont, denn sie sind heute weder auf der Seite Gottes noch auf der Seite seines Sohnes, des Königs Jesus Christus. Die Bibel sagt ausdrücklich, daß Feige nicht in Gottes gerechte neue Welt gelangen. (Offb. 21:8) In dem Entscheidungskrieg von Harmagedon, der von den Streitkräften der beiden Welten geführt wird, bleiben die Mutigen dem Königreiche Gottes treu und predigen es unablässig, bis es den glorreichen Sieg über Satans alte Welt errungen und die gerechte neue Welt herbeigeführt hat. Diese Mutigen werden Gottes Schutz genießen und den Krieg überleben, um dann in der verheißenen neuen Welt unter Gottes von Christus regiertem Königreich zu leben. Du hast also allen Grund, heute die Ermahnung der Bibel zu beachten: Fasse Mut, denn Gottes Königreich ist nah!
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Kannst du dich noch erinnern?Der Wachtturm 1962 | 15. Oktober
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Kannst du dich noch erinnern?
Hast du die letzten Ausgaben des Wachtturms sorgfältig gelesen? Wenn ja, dann solltest du folgende wichtige Gedanken wiedererkennen. Prüfe dich.
● Was bedeutet es, „bescheiden zu wandeln“ mit unserem Gott?
Die Grenzen zu kennen, die uns gesetzt sind; nicht überheblich zu sein, sondern unsere Abhängigkeit von Jehova und seiner Organisation anzuerkennen. — S. 378—380.a
● Warum freut sich ein Christ, wenn er verfolgt wird?
Er freut sich nicht über die Leiden, sondern darüber, daß er durch seine Treue Gott ehren kann. Er freut sich auch, weil er die Aussicht hat, für seine Treue belohnt zu werden. — S. 392.
● Welche besondere Aufgabe hat der Aufseher geistig Schwachen gegenüber?
Sie zu besuchen und durch Gespräche über die Bibel und die Tätigkeit des Volkes Jehovas geistig zu stärken. — S. 401.
● Welche Einstellung zu größeren Dienstvorrechten in Jehovas Organisation sollten alle haben?
Alle sollten bereit sein zu dienen und sich darauf vorbereiten, mehr Verantwortung zu übernehmen, ohne aber dabei ehrgeizig oder habsüchtig zu sein. — S. 404.
● Welcher Unterschied besteht zwischen dem Gläubigen und dem Ungläubigen?
Der Gläubige ist freudig, zuversichtlich, mit der Liebe zu Gott und seinem Nächsten erfüllt und hat die Hoffnung auf ewiges Leben. Der Ungläubige hat keine Freude, weil er keinen Glauben hat. Er ist mißtrauisch, unstet, und sein Leben hat keinen wirklichen Sinn. — S. 434.
● Wie beweist man, daß man auf den Namen Jehovas als einen starken Turm vertraut?
Indem man bei Jehova Schutz sucht, wie man in einen starken Turm fliehen würde, das heißt, indem man den Rat des Wortes Gottes befolgt, sich eng an seine Organisation hält und anderen sein Vorhaben, das mit seinem Namen verbunden ist, verkündigt. — S. 436, 437.
● Welche Hilfe benötigen wir nach der Anweisung, die Jesus über die Taufe gegeben hat?
Die Hilfe Jehovas Gottes, Jesu Christi und des heiligen Geistes. — S. 461.
● Welche Gefahren sind mit spekulativen Fragen verbunden?
Man verschwendet Zeit; sie führen zu Spaltungen und können Neuen Anlaß zum Straucheln geben; sie lenken die Aufmerksamkeit ungebührend auf Menschen. Sie lenken uns von den Dingen ab, die in der Bibel deutlich aufgezeichnet und für unsere Rettung nötig sind. — S. 476—479.
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