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  • Sie reden vom Frieden und rüsten zum Krieg
    Erwachet! 1975 | 8. Februar
    • besitzen. Der verstorbene amerikanische General Tooey Spatz sagte einmal: „Das zweitbeste Flugzeug ist wie das zweitbeste Blatt beim Pokern“ — es nützt gar nichts! In dem Bemühen, das „Beste“ zu haben, steckt man immer mehr Geld in die Rüstung. Ein amerikanischer Langstreckenbomber B-1 kostet jetzt 76 Millionen Dollar — eine Steigerung von beinahe 20 Millionen Dollar in wenigen Monaten! Das Überschall-Kampfflugzeug F-15 wird mehr als 12 Millionen Dollar kosten.

      Viele Menschen fragen sich aber: „Beide Seiten haben doch schon mehr Waffen, als sie zur vollständigen Vernichtung des Gegners benötigten. Warum soll man so viel Geld zur Herstellung von noch mehr Waffen ausgeben?“

      „Weil dieses Wettrüsten anders ist“, antworten darauf die Militärexperten. In welcher Hinsicht anders? Man behauptet, die neueren Waffen seien nötig, damit man im Krieg mehr Möglichkeiten habe. Die Rüstungswettläufe der Vergangenheit hatten die sichere gegenseitige Vernichtung zum Ziel. Ein drohender Krieg, das war in anderen Worten ein totaler Krieg, eine internationale Massenvernichtung. Doch jetzt wollen die Militärs in der Lage sein, begrenzte Kriege zu entfesseln, um Gleiches mit Gleichem zu vergelten. Sollten demnach die Russen einen amerikanischen Stützpunkt angreifen, könnten die USA Vergeltung üben, indem sie ein gleichwertiges russisches Ziel ausschalten würden. Damit dafür neuartige, raffiniertere Waffensysteme zur Verfügung ständen, sagen die Experten, müsse das Wettrüsten weitergehen.

      Es gibt aber noch andere Gründe, weshalb die Erforschung und Entwicklung von Waffen weitergeht. Nicht nur die Nationen, auch einzelne Menschen haben damit zu tun. Politische Führer fürchten, ihr Ansehen zu verlieren, wenn es so aussähe, als ob sie dem Feind nachgeben würden, oder wenn sie sich für eine Verminderung der Rüstung einsetzten. Tausende von Arbeitsplätzen der Bevölkerung hängen vom Militärhaushalt ab. Eine Senkung oder Einstellung der Produktion würde sich für die Beschäftigten finanziell verhängnisvoll auswirken.

      Doch welcher Mensch mit gesundem Verstand möchte, daß es zu einem totalen, weltweiten Konflikt kommt? Keiner. Das Wettrüsten aber geht weiter; die Menschheit rückt einem solchen Konflikt immer näher. Warum? Könnte es noch eine andere Quelle geben, die die Herrscher der Erde und ihre Unterstützer antreibt, weiterhin aufzurüsten? Es sieht danach aus.

      Eine tiefer liegende Ursache

      Die Bibel weist auf jene andere treibende Kraft hin. In Offenbarung 16:14, 16 steht: „Von Dämonen inspirierte Äußerungen ... versammeln [sie] zum Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen. ... an den Ort, der auf hebräisch Har-Magedon genannt wird.“ Angetrieben von unsichtbaren Dämonen, bewaffnen sich „die Könige der Erde und ihre Heere“ zum Kampf gegen Gott (Offb. 19:11-13, 19).

      Weltlich gesinnte Menschen mögen bezweifeln, daß die Dämonen tatsächlich hinter den Nationen stehen und sie zu einem Konflikt mit Gott antreiben. Doch wer kann in aller Aufrichtigkeit leugnen, daß die Vorbereitungen, die „die Könige der Erde und ihre Heere“ zur Zeit treffen, auf etwas Bestimmtes hindeuten?

      Dieser Hinweis in der Bibel bedeutet natürlich nicht, daß alle Heere der Welt an dem buchstäblichen Ort Megiddo versammelt werden würden, der früher eine strategisch wichtige Landverbindung im Nahen Osten beherrschte. Alle Heere fänden dort gar nicht Platz. Doch was bedeutet der biblische Ausdruck „Har-Magedon“ dann?

      Im Altertum wurden bei Megiddo entscheidende Schlachten geschlagen. Wenn die Bibel daher diesen Ausdruck verwendet, deutet sie damit an, daß eine Streitfrage im Spiel ist, sonst gäbe es keinen Krieg. Welche Streitfrage? Nun, „Könige“ herrschen über Königreiche, und es sieht so aus, als ob diese Könige ihre Souveränität bewahren wollten. Doch auch Gott hat einen Vorsatz in bezug auf die ganze Erde. Die Bibel zeigt, daß er vorhat, in naher Zukunft die Erde durch Jesus Christus von allen Gegnern seiner gerechten Herrschaft zu reinigen.

      Würdest du erwarten, daß die Nationen bereit sind, ihre Herrschaft an Gott und Christus abzutreten, wenn die bestimmte Zeit dafür kommt? Was in ihrer Geschichte deutet auch nur im entferntesten an, daß sie so handeln würden? Waren sie nicht bisher immer felsenfest entschlossen, an jedem Quadratmeter Boden festzuhalten, wenn sie es nur konnten?

      Das heißt nicht, daß die Nationen bewußt einen Krieg mit Gott planen. Doch die vereinten Bemühungen der Nationen, die Angelegenheiten der Erde auf ihre Weise zu leiten — ohne Rücksicht darauf, was Gott als seinen Vorsatz bekanntgemacht hat —, lassen eine Konfrontation unvermeidbar werden. Die Nationen werden so weit gebracht werden, daß sie in gemeinsamem Einsatz Gewalt anwenden, um zu versuchen, ihre Herrschaftssysteme aufrechtzuerhalten. Gott wird darauf auch mit Gewalt antworten. Was wird das zur Folge haben?

      Offenbarung, Kapitel 19 beschreibt, wie derjenige, der für Gott den Sieg erkämpft (Jesus Christus), die ‘Könige und Militärbefehlshaber’ der Erde besiegt. Gott wird jene Menschen bewahren, die er für gerecht erachtet. Die Dämonen, die die Nationen in ihrem ohnehin schon vorhandenen Drang, ihre Souveränität zu schützen, noch bestärkt haben, wären hoch erfreut zu sehen, daß die Erde zu einem vergifteten und verwüsteten Haufen Asche würde. Doch Gott wird es nicht dazu kommen lassen. Statt dessen werden die Dämonen selbst beseitigt werden (Offb. 12:12; 19:11 bis 20:3).

      Alle gegenwärtigen Bemühungen um Entspannung können daher nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, daß die Nationen alles aufbieten werden, was ihnen zur Verfügung steht, um an ihrer Herrschaft festzuhalten. Sie mögen vom Frieden reden, doch Krieg ist unvermeidbar. Nach diesem größten aller Kriege aber werden „die Könige der Erde und ihre Heere“ für immer verschwunden sein. Erst dann wird wahrer Friede auf der Erde herrschen.

  • Die Wissenschaft — eine Wohltäterin?
    Erwachet! 1975 | 8. Februar
    • Die Wissenschaft — eine Wohltäterin?

      ● Nachdem der amerikanische Philosoph und Kulturhistoriker Will Durant 40 Jahre zusammen mit Ariel Durant an dem mehrbändigen Werk Kulturgeschichte der Menschheit gearbeitet hatte, schrieben die beiden Autoren über die Rolle, die die Wissenschaft spielt:

      „Zu den entmutigenden Entdeckungen unseres enttäuschenden Jahrhunderts gehört die Entdeckung, daß die Wissenschaft neutral ist: Sie ist ebenso willens, für uns zu töten, wie sie willens ist zu heilen, und sie zerstört bereitwilliger, als sie aufzubauen vermag. Wie unzutreffend erscheint uns jetzt das stolze Wort ,Wissen ist Macht‘, das Francis Bacon geprägt hat. Manchmal denken wir, daß die Menschen im Mittelalter und in der Renaissance — Zeitalter, in denen Religion und Kunst eine wichtigere Rolle spielten als Wissenschaft und Macht — klüger waren als wir, denn wir vergrößern ständig unsere Mittel, ohne unsere Ziele zu verbessern.“

      Ja, wir leben in einer Zeit, in der die Wissenschaft nicht mehr als „Retterin“ gilt, auch halten immer mehr Menschen es für fragwürdig, sie als „Wohltäterin“ zu bezeichnen.

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