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  • „Dein Wille geschehe auf Erden“ — 38. Teil
    Der Wachtturm 1960 | 15. Juli
    • 30. Wer wird diese Schlußprüfung bestehen, wie wird der höchste Richter seine Anerkennung zum Ausdruck bringen und mit welchem Ergebnis für die so Anerkannten?

      30 Die Personen, die eine vollkommene Herzensstellung bewahren, werden diese tiefgreifende Prüfung bestehen. Da der oberste Richter, Jehova, nun völlig von der unverderblichen Loyalität und ausschließlichen Ergebenheit dieser Geschöpfe überzeugt ist, wird er diesen unerschütterlichen Treuen mit Freuden seine Anerkennung gewähren. Er wird sie rechtfertigen oder sie als vollkommen gerecht erklären. Sie sind dem Beispiel des ‚letzten Adams‘, ihres geliebten „Ewigvaters“, Jesu Christi, und nicht dem des ‚ersten Menschen, Adam‘ gefolgt. Jehova Gott wird sie nicht nur gesetzlich gerechtsprechen, sondern ihnen auch die Gabe des ewigen Lebens mit dem Recht auf den Besitz dieser Gabe verleihen. Für immer werden sie sich ihres Paradieses in Jehovas neuer Welt erfreuen, indem sie seinen Willen auf Erden so tun, wie er droben im Himmel geschieht. — Röm. 8:33; 6:23.

      31. Welches Gebet, das Gottes Sohn lehrte, wird dann völlig erhört worden sein?

      31 Gemäß dem unwandelbaren Vorhaben, das Jehova von Anfang an verfolgte, wird somit sein heiliger, vollkommener und liebreicher Wille „wie im Himmel, so auch auf der Erde“ geschehen. Das Gebet, das sein geliebter Sohn uns beten lehrte, wird damit völlig erhört worden sein.

      (Fortsetzung folgt)

  • ,Die Bibel hat auch in kleinsten Einzelheiten recht‘
    Der Wachtturm 1960 | 15. Juli
    • ‚Die Bibel hat auch in kleinsten Einzelheiten recht‘

      Werner Keller erwähnt in seinem Buch Und die Bibel hat doch recht ein Beispiel, das, wie er sagt, „bestätigt, wie die Bibel auch in kleinsten Einzelheiten recht hat, wie zuverlässig ihre Daten und Überlieferungen sind“. Keller führt dann aus dem Buch The Romance of the last Crusade von Vivian Gilbert, einem britischen Major, folgendes an: „‚Im ersten Weltkrieg suchte ein englischer Brigadeadjutant von der Armee General Allenby’s in Palästina einmal bei Kerzenlicht in seiner Bibel nach einem bestimmten Namen. Seine Brigade hatte den Befehl erhalten, ein Dorf einzunehmen, das jenseits eines tiefen Tales auf einem Felsberg lag und Michmas hieß. Das Wort war ihm bekannt vorgekommen. Schließlich fand er es im 13. Kapitel des 1. Buches Samuel und las dort: „Saul aber und sein Sohn Jonathan und das Volk, das bei ihm war, blieben zu Gibea-Benjamin. Die Philister aber hatten sich gelagert zu Michmas.“ Weiter stand da, wie Jonathan und sein Waffenträger in der Nacht „zu der Philisterwache“ gingen und dabei an „zwei spitzen Felsen“ vorbeikamen, „einer diesseits, der andere jenseits; der eine hieß Bozez, der andere Sene“ (1. Sam. 14, 4). Sie kletterten den Hang hinauf und überwältigten die Wachen „auf einer halben Hufe Acker, die ein Joch pflügt“. Von dem Getümmel erwachte der feindliche Haufen, glaubte sich von Sauls Truppen umzingelt und „zerrann und verlief sich und ward zerschmissen“. (1. Sam. 14, 14. 16).

      Daraufhin griff Saul mit seiner ganzen Streitmacht an und siegte … Der Adjutant überlegt sich, daß es diese Felsenenge, die beiden Felsnasen und den ‚Acker‘ noch geben müsse. Er weckte den Kommandeur und las mit ihm die Stelle nochmals durch, Patrouillen wurden ausgeschickt; sie fanden den Paß, der nur schwach mit Türken besetzt war und zwischen zwei Felsnadeln — offenbar Bozez und Sene — hindurchführte; hoch oben bei Michmas lag im Mondlicht ein kleines Blachfeld. Der Kommandeur änderte seinen Angriffsplan. Anstatt der ganzen Brigade schickte er nur eine Kompanie mitten in der Nacht durch den Paß. Die wenigen Türken, auf die sie stießen, wurden lautlos überwältigt, die Hänge erklommen — und kurz vor Tagesanbruch stand die Kompanie auf der „halben Hufe Acker“.

      Die Türken erwachten und flohen Hals über Kopf, da sie meinten, von General Allenby’s Armee eingeschlossen zu werden …

      ‚Und so hat nach Jahrtausenden‘, schließt Major Gilbert, ‚eine britische Truppe die Taktik Sauls und Jonathans erfolgreich nachgeahmt.‘“ — Und die Bibel hat doch recht, S. 175, 176.

  • Fragen von Lesern
    Der Wachtturm 1960 | 15. Juli
    • Fragen von Lesern

      ● In der chronologischen Tabelle der Weltmächte, die auf Seite 365 des Buches „Your Will Be Done on Earth“ (2. August 1958) erscheint, werden die Könige des medo-persischen Reiches (539—331 v. Chr.) wie folgt aufgeführt: Darius (der Meder); Kores der Große (der Perser); Kambyses; [der Magier Gaumata, ein Usurpator, der sich als Smerdis ausgab, 522/21 v. Chr.]; Darius I. (der Perser) (Hystaspes), 521—485 v. Chr.; Xerxes I. (Ahasveros); Artaxerxes I. (Longimanus); Xerxes II.; Darius II. (Ochus; Nothus); Artaxerxes II. (Mnemon); Artaxerxes III. (Ochus) usw.

      Diese Angaben stimmen nicht mit dem überein, was in dem Buch „Ausgerüstet für jedes gute Werk“ in den Kapiteln über Esra, Nehemia und Esther, sowie in dem 14. Kapitel des Buches Vom verlorenen Paradies zum wiedererlangten Paradies gesagt wird. Wie erklärt sich dieser scheinbare Widerspruch?

      Die Angaben in den Büchern „Ausgerüstet für jedes gute Werk“ und Vom verlorenen Paradies zum wiedererlangten Paradies einerseits und dem späteren Buch „Dein Wille geschehe auf Erden“ andererseits widersprechen sich in Wirklichkeit nicht. Der Tempel Jehovas in Jerusalem wurde während der Herrschaft Darius’, des Persers, nicht des Meders, wiederaufgebaut. Das früher erschienene Buch „Ausgerüstet“ bezeichnet diesen als Darius II., weil es Darius, den Meder, als eine in der Bibel erwähnte geschichtliche Gestalt anerkennt und diesen als den ersten Herrscher des medo-persischen Reiches betrachtet, der den Namen Darius trug.

      Das später erschienene Buch „Your Will Be Done on Earth“ dagegen bezeichnet den ersten persischen Darius (Hystaspes) als Darius I., weil sich die chronologische Tabelle der Weltmächte, die im Anhang dieses Buches erscheint, auf weltliche Geschichtsberichte stützt, die Darius, den Meder, nicht in Betracht ziehen und deshalb Darius Hystaspes, den Perser, als Darius I. anführen. Wenn vom rein Persischen Reich oder von Persien als Herrschermacht die Rede ist, dann figuriert Darius, der Meder, nicht in der Königslinie, weil er kein Perser, sondern lediglich der medische Onkel des Persers Kores des Großen war. Die im Hauptteil des Buches „Your Will Be Done on Earth“ gemachten Angaben über die Weltmächte und ihre Herrscher stimmen also mit der chronologischen Tabelle im Anhang überein. Aus diesem Grund bezeichnet dieses Buch im Unterschied zu dem Buche „Ausgerüstet“ Darius Hystaspes — während dessen Regierung der Bau des zweiten Tempels Jehovas in Jerusalem angeordnet und vollendet wurde — als König Darius I. des Persischen Reiches.

      Was nun die persischen Könige namens Artaxerxes betrifft, so wurde in den zwei früher erschienenen Büchern „Ausgerüstet“ und Paradies (engl.) der persische König, während dessen Herrschaftszeit Esra und Nehemia nach Jerusalem kamen, aus folgendem Grund als Artaxerxes III. statt als Artaxerxes I. bezeichnet:

      Wie in der Wachtturm-Ausgabe vom 15. Mai 1954, S. 319, bereits ausgeführt wurde, nennt die griechische Septuaginta-Übersetzung des hebräischen Buches Esra den persischen Herrscher, der veranlaßte, daß der Bau des Tempels Jehovas in Jerusalem eingestellt wurde, Artasasta; in den englischen Übersetzungen und auch in einigen deutschen wird er dagegen als Artaxerxes bezeichnet. (Esra 4:7-23) Es scheint, daß dieser Artaxerxes in Wirklichkeit der Magier Gaumata war, der sich als Smerdis ausgab und sich durch Betrug und Usurpation des Thrones bemächtigte und ungefähr acht Monate regierte. Nach der griechischen Übersetzung des hebräischen Textes wäre dieser also der erste Artaxerxes oder Artaxerxes I.

      Diesem Usurpator folgten Darius I., der Perser (Hystaspes), und dann Xerxes I. Es scheint, daß dieser Xerxes I. die Jüdin Esther heiratete, doch das hebräische Buch Esther nennt ihn Ahasveros. In der griechischen Septuaginta-Übersetzung wird er dagegen als Artaxerxes bezeichnet. (Esther 1:1 bis 2:23, NW, Fußn.) Nach der griechischen Wiedergabe der Sache wäre dieser Xerxes der Große der zweite Artaxerxes oder Artaxerxes II.

      Nach ihm kam ein Herrscher mit dem Beinamen Longimanus. Die hebräische Bibel spricht von ihm als von Artachschascht (identisch mit dem Namen, der dem in Esra 4:7 [Zunz] erwähnten Herrscher gegeben wurde). Während der Regierung dieses Longimanus oder Artachschascht wurde dem jüdischen Priester Esra und dem jüdischen Landpfleger Nehemia aus zwei verschiedenen Gründen gestattet, nach Jerusalem zu gehen. (Esra 7:1-28; Neh. 2:1-18; 13:6) Die griechische Septuaginta-Übersetzung spricht von diesem Longimanus als von Artasasta, während er in den englischen Übersetzungen und auch in einigen deutschen als Artaxerxes bezeichnet wird. Von diesem Standpunkt aus wäre also Longimanus Artaxerxes III.

      Über diesen persischen König sagt McClintock & Strongs Cyclopædia, Band I, Seite 440, 1. Spalte: „Er ist identisch mit dem dritten Artaxerxes, dem persischen König, der im zwanzigsten Jahre seiner Herrschaft Nehemia aufmerksamerweise erlaubte, zur Förderung rein nationaler Ziele nach Jerusalem zu gehen, ihn mit der Regentschaft über sein eigenes Volk betraute und ihn zwölf Jahre dort verbleiben ließ … Man ist fast einstimmig der Ansicht, daß der hier erwähnte König Artaxerxes Longimanus ist …“

      Das später veröffentlichte Buch „Your Will Be Done on Earth“ führt die Herrscher der Weltmächte — beginnend mit den Herrschern des Babylonischen Reiches und endend mit denen des Oströmischen Reiches — in der Reihenfolge auf, wie sie in weltlichen Geschichtsberichten aufgeführt werden. Diese erwähnen die als Artaxerxes bezeichneten Könige nicht in der gleichen Reihenfolge wie die Bibel gemäß dem hebräischen Text und gemäß der griechischen Übersetzung. Sie erwähnen Artaxerxes, während dessen Regierung Nehemia die Mauern Jerusalems wiederaufbaute, als Artaxerxes I. und den zweiten nach ihm kommenden Herrscher als Darius II.

      Da das Buch „Your Will …“ die chronologische Tabelle enthält, die den Angaben der Weltgeschichte folgt, muß es sich bei seinen Hinweisen auf die verschiedenen Weltherrscher an diese Tabelle halten. Deshalb wird Artaxerxes Longimanus in diesem Buch als Artaxerxes I. und nicht als Artaxerxes III. bezeichnet, wie das in den früher erschienenen Büchern „Ausgerüstet“ und Paradies (engl.) der Fall ist. Da das Buch „Your Will …“ Artaxerxes Longimanus als Artaxerxes I. bezeichnet, erwähnt es den späteren Artaxerxes Mnemon, damit übereinstimmend, als Artaxerxes II. und seinen Nachfolger, Artaxerxes Ochus, als Artaxerxes III.

      Somit muß beim Lesen der erwähnten Bücher, die von der Watch Tower Society herausgegeben werden, berücksichtigt werden, von welchem Gesichtspunkt aus sie geschrieben wurden. Dann zeigt es sich, daß das, was bei einem oberflächlich angestellten Vergleich als Widerspruch erscheint, in Wirklichkeit kein Widerspruch ist. Die Identität der betreffenden Könige ist auf Grund ihrer Regierungszeit, ihrer charakteristischen Merkmale und ihrer Großtaten zu erkennen, obwohl ihre zahlenmäßige Einreihung in Dynastien, je nachdem,

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