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Fragen von LesernDer Wachtturm 1954 | 15. Mai
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und Handeln schlecht geworden waren, denn sie allein wurden durch die Sintflut ausgeschieden.
● Auf Seite 84 des Buches „Dies bedeutet ewiges Leben“ heißt es, daß der Nachfolger von Xerxes I. auf dem Throne Persiens Artaxerxes III. gewesen sei. War es statt dessen nicht Artaxerxes I.? — J. C., Kanada.
In der Wachtturm-Literatur wird von diesem Artaxerxes als Artaxerxes III. gesprochen, und zwar aus folgendem Grunde: Der betrügerische Magier Smerdis, der (522 v. Chr.) während weniger als acht Monaten auf dem Throne Persiens saß, wird in Griechisch Arthasastha’ genannt, was gewöhnlich mit Artaxerxes übersetzt wird. Demnach wäre er der erste Artaxerxes. (Esra 4:7-24) Darauf spricht die griechische Septuaginta von Esthers königlichem Gemahl als „Artaxerxes“; dieser war tatsächlich Xerxes der Große, und er war somit der zweite Artaxerxes. (Esther 1:1, Fußn.) Der nächste, von dem gewöhnlich als Artaxerxes I. gesprochen wird, ist der dritte Artaxerxes, jener, mit dem Nehemia es zu tun hatte. Über ihn sagt McClintock & Strong’s Cyclopaedia, Band 1, Seite 440, erste Spalte: „Er ist identisch mit dem dritten Artaxerxes, dem persischen König, der im zwanzigsten Jahre seiner Herrschaft Nehemia aufmerksamerweise erlaubte, zur Förderung rein nationaler Ziele nach Jerusalem zu gehen, ihn mit der Regentschaft über sein eigenes Volk betraute und ihn zwölf Jahre dort verbleiben ließ (Neh. 2:1; 5:14).“ Um also irgendwelche Personenverwechslung zu vermeiden, wird der Nachfolger Xerxes des Großen als Artaxerxes III. bezeichnet.
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Lieber unmoralisch sein, als Jehovas Zeugen angehören?Der Wachtturm 1954 | 15. Mai
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Lieber unmoralisch sein, als Jehovas Zeugen angehören?
DIE römisch-katholische Organisation behauptet in den Vereinigten Staaten, daß Errettung außerhalb ihrer Kirche möglich sei. Aber das ist schwerlich mit den Erklärungen zu vereinbaren, die ihre Wortführer in anderen Teilen der Welt abgeben. Zum Beispiel: Gegen Ende des Jahres 1952 begann in St. Hyacinthe, Quebeck, ein Zeuge Jehovas ein Bibelstudium mit einem Polizeibeamten und seiner Frau. Vor kurzem erschien die Frau zu den Zusammenkünften im Königreichssaal. Ihr Gatte jedoch blieb zurück, weil er den Verlust seiner Stellung fürchtete. Nach zwei Monaten ihres Studiums spürten sie bereits Verfolgung.
Die Stadtpolizei machte ihn lächerlich und versuchte, ihn dadurch zu einer Umstellung zu bewegen. Einer seiner Kollegen, sein Vermieter, drohte sogar damit, ihn aus seiner Wohnung zu verweisen, wenn er den Zeugen Jehovas nochmals gestattete, ihn zu besuchen. Seine Eltern und andere Glieder seiner Familie baten ihn in langen Briefen, seine Studien mit Jehovas Zeugen lieber einzustellen. Allen schrieb er ausgezeichnete Antworten. Er erklärte aus den Schriften, was er jetzt glaube und warum er nicht mehr die Lehren der Katholischen Kirche annehmen könne.
Ein Priester, der ihn seit vielen Jahren kannte, besuchte ihn auf seinem Arbeitsplatz. Der Priester verbrachte bei ihm mehrere Stunden und wollte ihn überreden, daß er nicht mehr mit Jehovas Zeugen studiere. Er warnte ihn vor dem Verlust seiner Stellung und seiner Freunde; zudem werde er Schande auf eine katholische Familie bringen. Der Polizeibeamte fragte den Priester, ob sein vergangenes Leben als Katholik besser war, nämlich auszugehen, zu trinken, sich umherzutreiben und dergleichen zu tun. Der Priester antwortete, es sei schlimmer, ein Zeuge Jehovas zu sein. Aber die Argumente des Priesters blieben genauso ergebnislos wie die Drohungen der Polizei und die Bitten seiner Verwandten.
Ein ähnlicher Bericht ging von einem der Wachtturm-Missionare in St. Lucia, Westindien, ein. Ein gewisser katholischer Priester hat dort vor dem Königreichssaal der Zeugen Jehovas Spitzel aufgestellt. Jedesmal, wenn ein Katholik dort hineingeht, schickt der Priester ein Zweier-Komitee wegen eines Interviews zu dem Katholiken, dessen Neugierde ihn veranlaßt hatte, verbotenen Boden zu betreten. Zwei solche Komitee-Leute besuchten kürzlich eine Frau, die etwas Interesse für Jehovas Zeugen bekundet und deren Zusammenkünfte besucht hatte.
Diese Frau guten Willens war überhaupt nicht eingeschüchtert, noch sah sie sich in die Enge getrieben, als man anscheinend eine zwanglose Diskussion über das Werk der Zeugen Jehovas anbahnte. Sie sagte ihnen frei heraus: „Ja, ich habe die Zusammenkünfte von Jehovas Zeugen besucht. Ich werde das auch weiterhin tun. Zum erstenmal in meinem Leben beginne ich, die Bibel zu verstehen. Sie, meine Herren, sind hierhergekommen, um mich daran zu hindern, diese Erkenntnis zu erlangen. Wenn ich die Nacht in losem Lebenswandel oder mit unmoralischem Benehmen verbracht hätte oder wenn ich betrunken gewesen wäre, würden Sie mich nicht aufsuchen. Sie würden sich nicht für mein Wohlergehen interessieren; aber weil ich eine Bibelstudienzusammenkunft besucht habe, äußern Sie Ihre Bedenken. Sie kennen die Situation in der hiesigen Gemeindeschule, aus der mehrere Mädchen entlassen werden mußten, weil sie schwanger waren, doch d a s interessiert Sie nicht. Nur wenn jemand versucht, die Wahrheit aus Gottes Wort zu erlernen, sind Sie besorgt.“
Ja, die Meinung einiger ist: Lieber unmoralisch sein, als Jehovas Zeugen anzugehören.
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