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  • Wende dich der Neuen-Welt-Gesellschaft zu
    Der Wachtturm 1957 | 1. Januar
    • Wenn wir ihre Wohltaten annehmen, nehmen wir natürlich Gottes Verfahrensweise an, und indem wir den Segen und die Methode annehmen, verpflichten wir uns auch, Gottes Vorschrift für das ganze Verfahren anzuerkennen. Einige mögen folgern, daß geschlechtliche Vergehen nicht schädlich seien, auch für jene nicht, die sie freiwillig begehen. Was ist denn so verkehrt daran? Ist es unrecht zu lügen? Sicherlich! zu stehlen? Gewiß! Dadurch wird ein anderer dessen beraubt, was ihm gehört. Aber ein Vergehen wie Ehebruch oder Hurerei — ist das nicht etwas ganz anderes? Da es in der alten Welt doch so allgemein üblich ist, wie kann man sagen, daß es für die Glieder der Neuen-Welt-Gesellschaft so schlimm sei, solches zu tun?

      19. Wie zeigt Paulus, daß es hier auch um Religion geht?

      19 Vielleicht begegnete der Apostel Paulus dieser oder ähnlichen Folgerungen. Auf jeden Fall zeigt er in 1. Korinther, Kapitel 6, daß es auch um Religion geht, wenn er dort unter anderem sagt: „Flieht die Hurerei! Jede andere Sünde, die ein Mensch begehen mag, begeht er außerhalb seines Leibes; wer aber Hurerei treibt, sündigt gegen seinen eigenen Leib. Oder wißt ihr nicht, daß euer Leib der Tempel des in euch wohnenden heiligen Geistes ist, den ihr von Gott empfangen habt? Auch gehört ihr nicht euch selbst, denn ihr wurdet um einen Preis erkauft. Auf jeden Fall verherrlicht Gott in eurem Leibe.“ — 1. Kor. 6:9-20, NW.

      20. Warum müssen des Herrn „andere Schafe“ von geschlechtlichen Unreinheiten abstehen?

      20 Hier wendet sich Paulus an die Glieder des Leibes Christi. Bedeutet das aber, daß dieses Gebot, von geschlechtlicher Unreinheit abzustehen, den anderen Schafen des Herrn, die die Mehrheit derjenigen ausmachen, die zur Neuen-Welt-Gesellschaft gehören, nicht gelte? Dies kann nicht gefolgert werden, sondern diese Vorschrift, die moralische Reinheit fordert, ist für alle Gott hingegebenen Diener gleich bindend. Warum? Weil Gottes Geist auf dem ihm hingegebenen Volke als Gruppe oder Körperschaft und auf Einzelpersonen ruht. Jene anderen mißbilligten Sünden, wie Lügen, Stehlen, das Verbreiten falscher Lehren und Rebellion, sind Sünden, die außerhalb des Leibes jemandes begangen werden, der zu den „anderen Schafen“ des Herrn gehört; aber die Sünden des Ehebruchs und der Hurerei sind Sünden, die gegen den eigenen Leib des Betreffenden begangen werden, wo doch dieser Leib zur Verherrlichung Gottes gebraucht werden sollte.

      21. Was müssen wir tun, um Gott zu verherrlichen?

      21 Wir können Gott weder in dieser noch in anderen Sachen verherrlichen, wenn wir es ablehnen, uns den niedergelegten Vorschriften zu unterwerfen. Besitzen auch jene, die zu den anderen Schafen Jehovas gehören, seinen Geist? Gewiß. Daher wagen sie es nicht, gegen ihren Leib zu sündigen. Die Zeiten, in denen wir leben, die kritisch und schwer zu ertragen sind, verlangen, daß wir die Tugend pflegen; und zwar sollen das nicht nur die Glieder des Überrests des „Leibes Christi“ tun, sondern auch die Glieder der „anderen Schafe“ des Herrn, die alle die Neue-Welt-Gesellschaft bilden oder zu bilden hoffen. Paulus bezog sich in seinen Tagen auf das, was er weitverbreitete Hurerei nannte. Sie ist heute nicht weniger weitverbreitet.

      22. Was ist über das Vorrecht und die Verantwortung der ganzen Versammlung in dieser Sache der Bewahrung der Tugend zu sagen?

      22 Was ist über das Vorrecht und die Verantwortung der ganzen Versammlung in bezug auf diese Notwendigkeit der Bewahrung der Tugend zu sagen? Wir erinnern uns, daß es im Falle des vorbildlichen Volkes Israel die Versammlung, die Bevölkerung war, die das Todesurteil an den Übertretern vollstreckte, die dieses Urteil nach dem Gesetze Gottes, Jehovas, verdient hatten. In der Christenversammlung müssen alle den aufrichtigen Wunsch hegen, unter den Menschen göttliche Tugenden zu bewahren. Sie müssen die Entscheidung der Diener in solch einem Falle wie Gemeinschaftsentzug respektieren. Dies wird durch die Worte in Titus 1:5-16 unterstützt: „Ernennungen vornehmen … damit er fähig sei, durch die gesunde Lehre sowohl zu ermahnen als auch die Widerspenstigen zurechtzuweisen … widerspenstige Menschen … denen man den Mund stopfen muß … weise sie mit Strenge zurecht … Sie erklären öffentlich, Gott zu kennen, aber sie verleugnen ihn durch ihre Werke, weil sie abscheulich sind.“ Wir ersehen aus diesem, daß Widerspenstigkeit nicht gestattet ist. Widerspenstigkeit wäre eine zweite Übertretung, und eine zweite Übertretung wäre keine Hilfe im Hinblick auf die erste Übertretung des göttlichen Gesetzes, die die Grundlage für den Gemeinschaftsentzug bildete. Die Entscheidung hinsichtlich der Maßnahme eines Gemeinschaftsentzugs in Frage zu stellen wäre nicht in Übereinstimmung mit dem Bekenntnis des Betreffenden, an Gott und sein Wort zu glauben, noch mit seinem Bekenntnis, daß er die Wirkung des Wortes Gottes unter seinem Volke sehen möchte. Es wäre unvereinbar mit dem Anschluß an die Neue-Welt-Gesellschaft, die das wunderbare Werk der Ausdehnung der reinen Anbetung durchführt. Es würde einen Mangel an Vertrauen anzeigen, während eine Zusammenarbeit aller Glieder der Versammlung und die Anpassung an den Gemeinschaftsentzug, der im Interesse aller erfolgte, das Vertrauen derer anzeigt, die miteinander Gemeinschaft pflegen. Deshalb ist es notwendig, daß alle Versammlungsglieder der Verfahrensweise der Versammlung zustimmen. Paulus schrieb an die Thessalonicher: „Wir bitten euch nun, Brüder, jene zu beachten, die unter euch hart arbeiten und euch vorstehen im Herrn und euch ermahnen, und ihnen um ihres Werkes willen über die Maßen liebevolle Aufmerksamkeit zu schenken.“ — 1. Thess. 5:12-27, NW.

      23. In welchem Maße muß ein Irrender betrübt sein wegen seiner Sünde?

      23 Wenn eine Person, der die Gemeinschaft entzogen worden ist, Zorn zum Ausdruck bringt, so ist sie bestimmt nicht zur Reue geneigt. Eine Person ist nicht gleichzeitig reuevoll und zornig. Daher darf in solch einem Falle kein falsches Mitleid, keine falsche Sympathie an den Tag gelegt werden. Muß denn das Herz traurig gestimmt werden? Ja, ein Gemeinschaftsentzug sollte das Herz traurig stimmen. Auf seiten des Irrenden muß wegen irgendeiner Verletzung der göttlichen Gesetze, sei sie geringfügiger oder ernster Natur, echte Reue vorhanden sein, und das bedeutet Traurigkeit des Herzens. Damit einer Person, der die Gemeinschaft entzogen wurde, der Gemeinschaftsentzug zum Guten gereiche und damit eine Wiederaufnahme möglich werde, muß ihr Herz zerbrochen, ihr Geist zerschlagen sein, und sie muß ein wirklich aufrichtiges Verlangen nach Tugendhaftigkeit empfinden, das sie zur Reue führt.

      24. Durch welches Handeln können wir zeigen, daß wir uns von Jehova abhängig fühlen und seine Tugenden lieben?

      24 Die ganze Versammlung wird hinsichtlich der echten Anbetung und der Bewahrung der göttlichen Tugenden geprüft. Wenn sie einem gehorsamen Laufe folgt, trägt ihr das Jehovas Segen ein. Dadurch bekunden alle Glieder der Versammlung beständig, daß sie sich von Jehova, der ihnen durch Christus Jesus das Nötige geben kann, in bezug auf alle Dinge abhängig fühlen, nämlich in bezug auf die Wahrheit, seinen Geist, der uns instand setzt, unsere Lauterkeit zu bewahren und unseren Dienst zu erfüllen, und selbst in bezug auf die alltäglichen Segnungen des Lebens. Wo immer Rat und Führung und auch ernste Zucht angewandt und angenommen werden, ‚wo es irgendeine Tugend, irgend etwas Lobenswertes gibt‘, kommt es von Jehova Gott durch Christus Jesus. Die theokratische Neue-Welt-Gesellschaft verdient es von Jahrzehnt zu Jahrzehnt, daß wir ihr als Christen, die Jehova Gott anbeten, von ganzem Herzen und fortgesetzt unsere Unterstützung und Mitarbeit leihen, damit die Tugendhaftigkeit in seinem triumphierenden Königreich bewahrt bleibe. Wende dich der Neuen-Welt-Gesellschaft zu!

  • Sie glänzen durch Abwesenheit
    Der Wachtturm 1957 | 1. Januar
    • Sie glänzen durch Abwesenheit

      ● Als Alan Walker, Prediger der Methodistenkirche in Australien, zu 550 Kirchenführern in Silver Bay, New York, sprach, sagte er, daß Jugendliche „in den amerikanischen Kirchen durch Abwesenheit glänzen“. Er erklärte, daß die protestantischen Kirchen zugelassen hätten, daß ihre Sonntagsschulen die Jugend am Besuch des regulären Gottesdienstes hinderten, und daß, „wenn sie die Sonntagsschule nicht besuchen, sie auch die Kirche nicht besuchen“. — New York Times, 16. Juli 1956.

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