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  • Was entscheidet, welchen Kurs die Religionen einschlagen?
    Erwachet! 1972 | 8. Oktober
    • Der katholische Historiker E. I. Watkin schrieb:

      „So schmerzlich das Geständnis sein muß, so können wir die historischen Tatsachen, daß die Bischöfe durchweg alle Kriege unterstützt haben, die die Regierung ihres Landes geführt hat, nicht im Interesse einer falschen moralischen Stärkung oder unehrlichen Vaterlandstreue leugnen oder ignorieren. Ich kenne keinen einzigen Fall, in dem der Episkopat eines Landes einen Krieg als ungerecht verdammt hätte ... Ganz gleich, wie die Theorie der Kirche lautet, in der Praxis haben sich die katholischen Bischöfe in Kriegszeiten immer an den Grundsatz gehalten: ,Mein Land hat immer recht.‘ ... Wo es um einen Nationalismus ging, der zum Krieg trieb, sind sie die Wortführer des Staates gewesen.“33

      Stimmt es wirklich, daß die Kirchen „durchweg alle Kriege unterstützt haben, die die Regierung ihres Landes geführt hat“? Hat die Religion nur den Schein erweckt, eine Triebkraft zu rechtem Handeln zu sein, während sie die Menschen in Wirklichkeit zu Krieg und Gewalttat angetrieben hat? Was zeigen die geschichtlichen Tatsachen?

  • Die Rolle der Religion in den Kriegen vergangener Jahrhunderte
    Erwachet! 1972 | 8. Oktober
    • Die Rolle der Religion in den Kriegen vergangener Jahrhunderte

      DER englische Philosoph John Locke sagte einmal: „Die Geschichte weiß fast nur von Kämpfen und von Schlachten zu berichten.“34 Wie wir jedoch in einer Enzyklopädie lesen, war die „Religion eine der stärksten Triebkräfte in der Geschichte“.35

      Warum hat es fast während der ganzen Menschheitsgeschichte immer wieder furchtbare Kriege gegeben, obschon die Religion einen so großen Einfluß ausgeübt hat? Welche Rolle hat die Religion in den Kriegen der vergangenen Jahrhunderte gespielt?

      Die Azteken und der Krieg

      Die aztekische Religion lehrte, daß man sich das Wohlwollen der Götter durch Menschenopfer sichern müsse. Der Forscher Victor W. von Hagen schreibt:

      „Krieg und Religion waren, zumindest bei den Azteken, voneinander nicht zu trennen. Sie gehörten zusammen. ... Um Sakralopfer darbringen zu können, brauchte man Kriegsgefangene, und um diese zu machen, gab es beständig kleine Kriege.“36

      Im Jahre 1486 wurden bei der Einweihung der dem Huitzilopochtli zugedachten großen Tempelpyramide mehr als 20 000 Gefangene als Opfer dargebracht. Einem Gefangenen nach dem anderen wurde das Herz herausgeschnitten und dann dem Gott geopfert. Kannst du dir vorstellen, welche Schrecken diese von der Religion inspirierten Kriege unter den altamerikanischen Völkern verbreiteten?

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