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An Jehova Freude und Gefallen habenDer Wachtturm 1972 | 15. Juni
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auch soviel wie untersuchen.a Der Psalmist gebraucht es im Sinne von mit Wohlgefallen oder Wonne betrachten. Stellen wir uns einmal vor, wie Seemöwen ein Feld, das gerade gepflügt wird, betrachten. In der Nähe der Meeresküste kann man oft beobachten, wie eine Schar dieser Vögel trotz des Lärms des Traktors dicht hinter dem Pflug folgt. Die Luft ist erfüllt von ihren Flügelschlägen und ihren schrillen Schreien. Diese Vögel betrachten bestimmt jeden Wurm und jeden Engerling, der zum Vorschein kommt, begierig oder „mit Wertschätzung“.
14. Sollten alle wahren Christen einen ähnlichen Wunsch haben, und welche Gewißheit haben sie, daß er ihnen gewährt wird?
14 David war ähnlich eingestellt. Da er aus dem Stamm Juda war, konnte er weder Priester- noch Levitendienste im Tempel verrichten. Ja der Tempel wurde nicht einmal während seiner Herrschaft gebaut. Allem Anschein nach wurde mitunter das Zelt, in dem die Bundeslade untergebracht worden war, als Tempel bezeichnet. (1. Sam. 1:9) Doch David freute sich immer mit anderen, wenn sie sagten: „Zum Hause Jehovas laßt uns gehen.“ (Ps. 122:1) Auch du kannst einen solchen Eifer und einen solchen Geist der Ergebenheit haben und bekunden. Jehova wird dir deinen Wunsch gewähren. Er bietet dir die Möglichkeit, dich der „großen Volksmenge“ anzuschließen, deren Glieder „ihre langen Gewänder gewaschen und sie in dem Blut des Lammes weiß gemacht [haben]. Darum sind sie vor dem Throne Gottes; und Tag und Nacht bringen sie ihm in seinem Tempel heiligen Dienst dar.“ — Offb. 7:9, 14, 15.
15. Warum laden Jehovas Zeugen dich ein, dich ihnen anzuschließen?
15 Jehovas theokratische Organisation ist der Mittelpunkt der reinen Anbetung, die in hingebungsvollem Dienst zum Ausdruck kommt. Du bist eingeladen, dich zu dieser Organisation, die Jehovas Zeugen bilden, zu bekennen. Es wird dir auf eine praktische Weise geholfen werden, die „Lieblichkeit Jehovas“ zu sehen und sie mit Wertschätzung zu betrachten Du wirst ermuntert zu lernen, wie du an Jehova Freude und Gefallen haben kannst. Wenn du alle Tage deines Lebens in seinem geistigen Haus wohnst, wenn du es gleichsam zu deinem geistigen Zuhause machst, dann wirst du die gleiche Freude empfinden und die gleiche unerschütterliche Zuversicht haben wie alle theokratischen Diener Jehovas. Du wirst dann wie David sagen: „Und nun wird mein Haupt hoch über meinen Feinden sein, die ringsum sind; und ich will in seinem Zelt Opfer des Jubelschalls opfern; ich will Jehova singen und Melodien spielen.“ — Ps. 27:6; Hebr. 13:15.
16. (a) Welche Richtlinien gibt uns Jesaja in bezug auf unsere Wonne am Sabbat, und wovor warnt er uns? (b) Wieso hat die Christenheit hierin versagt?
16 Beachte in diesem Zusammenhang auch die vorzüglichen Richtlinien, die uns in der Prophezeiung Jesajas im Hinblick auf das, woran wir Gefallen oder Wonne haben sollten, gegeben werden und durch deren Befolgung wir Gelingen haben werden. Jesaja sagt: „Wenn du in Anbetracht des Sabbats deinen Fuß an meinem heiligen Tage vom Tun deiner eigenen Gelüste zurückhalten und du den Sabbat wirklich eine Wonne nennen wirst, einen heiligen Tag Jehovas, einen, der verherrlicht wird, und ihn wirklich verherrlichen wirst, statt deinen eigenen Wegen zu folgen, statt das zu finden, was dir gefällt, und ein Wort zu reden, dann wirst du deine Wonne an Jehova finden, und ich will dich einherfahren lassen auf den Höhen der Erde; und ich will dich essen lassen von dem Erbbesitz Jakobs, deines Vorvaters, denn der Mund Jehovas selbst hat es geredet.“ (Jes. 58:13, 14) Wie das untreue Israel der alten Zeit, so gibt auch die Christenheit vor, den Sabbat zu halten, obwohl ihm in der heutigen Zeit kaum noch Beachtung geschenkt wird. Die Angehörigen der Christenheit gehen in dieser und in jeder anderen Hinsicht lieber ihre eigenen Wege. Es fehlt ihnen an echtem Geist der Liebe und der Hingabe an Jehova. Viele von ihnen glauben nicht einmal mehr an einen persönlichen Gott. Sie haben auch keine wahre Nächstenliebe. Die meisten von ihnen haben Gefallen an ihren eigenen Wegen, etwa daran, „eine Form der Gottergebenheit [zu] haben, sich aber hinsichtlich deren Kraft als falsch [zu] erweisen“. Paulus fügt hinzu: „Von diesen wende dich weg.“ (2. Tim. 3:5) Die Christenheit bildet den führenden Teil von „Babylon der Großen“, und heute ergeht laut und deutlich der Befehl: „Geht aus ihr hinaus, mein Volk, wenn ihr nicht mit ihr teilhaben wollt an ihren Sünden und wenn ihr nicht einen Teil ihrer Plagen empfangen wollt.
17. Wohin sollten alle, die „Babylon“ verlassen, fliehen, und warum schnell?
17 Ja, wende dich ab von Babylon der Großen, der feindlichen Stadt, dem Weltreich der falschen Religion, und suche Zuflucht bei Zion. Verliere keine Zeit, denn in Kürze wird Jehova „an Babylon tun, was ihm gefällt“. (Jes. 48:14) Babylon die Große ist bereits gefallen und wird nun bald vernichtet werden. (Offb. 18:2, 21) Jetzt ist es an der Zeit, positiv zu handeln, denn „jeder, der den Namen Jehovas anruft, [wird] sicher davonkommen ...; denn auf dem Berg Zion und in Jerusalem werden die Entronnenen sein, so, wie Jehova gesprochen hat, und unter den Überlebenden, die Jehova beruft“. — Joel 2:32.
18. Wie sollten wir beweisen, daß wir am Halten des wahren Sabbats Wonne haben, und welchen Segen wird dies mit sich bringen?
18 Halte den wahren Sabbat Jehovas. Tue den Willen Gottes nicht nur an einem von sieben Tagen, sondern gib dich Gott hin und diene ihm dein ganzes Leben lang mit Lust, wie Jesus es tat. Gehe in Gottes Ruhe ein, und vertraue nicht auf deine Werke, sondern auf das völlig genügende Erlösungswerk Christi Jesu. Nimm wie Jesus Gottes Wort in deinem Inneren auf, indem du Tag und Nacht mit gedämpfter Stimme darin liest. Dann wirst du „wie ein Baum werden, gepflanzt an Wasserbächen“, der ständig Frucht bringt und immer grün bleibt, und ‘alles, was du tust, wird gelingen’. — Hebr. 4:10; Gal. 3:10-14; Ps. 1:1-3; 40:8.
19. Welche Bitte sollten wir an Jehova richten, und wessen können wir gewiß sein?
19 Unterdrücke deinen Herzenswunsch nicht. Äußere wie David glaubensvoll die Bitte: „Unterweise mich, o Jehova, in deinem Wege, und führe mich auf dem Pfade der Geradheit meiner Feinde wegen.“ Handle dann deinem Gebet entsprechend, indem du dein ganzes Leben mit dem wunderbaren Vorhaben des Schöpfers in Einklang bringst. Das wird dir keine Enttäuschung und auch keinen Kummer bringen. Es wird dir kein Herzeleid bereiten. „Habe Wonne an Jehova, und er wird dir die Bitten deines Herzens gewähren.“ — Ps. 27:11; 37:4; siehe ferner Philipper 4:6, 7.
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Eine Prüfung der DemutDer Wachtturm 1972 | 15. Juni
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Eine Prüfung der Demut
DEMUT ist eine Eigenschaft, die der Souverän des Universums, Jehova Gott, von denen erwartet denen er die Ehre zuteil werden läßt, in seinem Dienst zu stehen. Aus der Bibel erfahren wir: „Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber verleiht er unverdiente Güte.“ — Jak. 4:6.
Obwohl Jehova Gott der Höchste ist, ist er demütig. Wie ist das möglich? Daß Gott demütig ist, bedeutet natürlich nicht, daß er sich anderen unterwirft. Es bedeutet vielmehr, daß er stets bereit und willens ist, gegenüber geringen Sündern, die aufrichtig seine Anerkennung wünschen, Barmherzigkeit zu üben. Jemand, der das erkannte, war König David.
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