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Die Vollstreckung des göttlichen Urteils an der falschen ReligionDer Wachtturm 1964 | 15. Januar
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DIE VOLLSTRECKUNG DES URTEILS
53. Welches Urteil wird dann vollstreckt, und wer will, daß dieses Urteil vollstreckt wird?
53 Johannes schildert es uns in folgenden Worten: „Und die zehn Hörner, die du sahst und das wilde Tier, diese werden die Hure hassen und werden sie verwüsten und nackt machen und werden ihre Fleischteile auffressen und werden sie gänzlich mit Feuer verbrennen. Denn Gott gab es ihnen ins Herz, seinen Gedanken auszuführen, ja [ihren] e i n e n Gedanken auszuführen, indem sie ihr Königtum dem wilden Tier geben, bis die Worte Gottes vollbracht sein werden.“ — Offb. 17:16, 17, NW.
54. Was stellen die zehn Hörner des scharlachfarbenen Tieres dar, und warum sind es zehn?
54 Johannes sah diese zehn Hörner auf den sieben Köpfen des scharlachfarbenen wilden Tieres. Was stellen sie dar? Der Engel sagte zu Johannes: „Und die zehn Hörner, die du sahst, bedeuten zehn Könige, die noch kein Königtum empfangen haben, aber sie empfangen Gewalt wie Könige e i n e Stunde mit dem wilden Tier. Diese haben einen Gedanken, und so geben sie ihre Macht und Gewalt dem wilden Tier.“ (Offb. 17:12, 13, NW) Folglich versinnbildlichen die Hörner politische Herrscher. (Man vergleiche Daniel 8:2-8, 20, 21.) Da die Zahl Zehn in der Bibel ein Sinnbild für Vollständigkeit ist, stellen die „zehn Könige“ alle politischen Herrscher dar, besonders jene, die zum symbolischen scharlachroten wilden Tier oder zur internationalen Weltfriedens- und Weltsicherheitsorganisation gehören.
55. Was taten Babylon und die zehn Hörner am Ende des Ersten Weltkrieges nicht?
55 Am Ende des Ersten Weltkrieges forderte Babylon die Große diese symbolischen „zehn Hörner“ nicht auf, ihre staatliche und imperiale Souveränität an Gottes messianisches Königreich abzutreten, das in den Himmeln geboren worden war und die Herrschaft über die ganze Erde übernehmen sollte. Auch die „zehn Hörner“ waren zu einer solchen Unterwerfung nicht bereit. Im Ersten Weltkrieg verfolgten sie Jehovas christliche Zeugen und lehnten die Botschaft von Gottes aufgerichtetem Königreich verächtlich ab.
56. Wie führen die zehn Hörner nun den Gedanken Gottes aus?
56 Gott hat die Vernichtung dieser symbolischen „zehn Hörner“ beschlossen und sie auch schon lange vorhergesagt. Er gedenkt sie nun so zu manövrieren, daß sie in die Vernichtung gehen, und zwar alle gemeinsam auf einmal. Er gab es ihnen deshalb „ins Herz, seinen Gedanken auszuführen“. Wie führten sie Gottes Gedanken aus, und wie bezogen sie gemeinsam gegen ihn Stellung? Indem sie gemeinsam auf den Gedanken oder die Idee kamen, eine internationale Weltfriedens- und Weltsicherheitsorganisation zu gründen und sich ihr als geeinte Völkerfamilie anzuschließen, wie das heute bei der Organisation der Vereinten Nationen der Fall ist. Statt also ihr Königtum Gott zu geben und ihre Souveränität über die Erde an seine messianische Regierung abzutreten, führten sie nach Offenbarung 17:17 (NW) ihren „e i n e n Gedanken“ aus, „indem sie ihr Königtum dem wilden Tier“ gaben, „bis die Worte Gottes vollbracht sein werden“.
57. Wie gaben die Nationen dem „wilden Tier“ Macht und Gewalt?
57 Als 1919 die Satzung des Völkerbundes ratifiziert wurde, begannen sie ihr Königtum dem scharlachfarbenen „wilden Tier“ zu geben. Sie gaben ihm ihre Macht und Gewalt. Dadurch, daß sie der internationalen Weltfriedens- und Weltsicherheitsorganisation oder der achten Weltmacht beitraten, empfingen sie „Gewalt wie Könige e i n e Stunde mit dem wilden Tier“. (Offb. 17:12, 13, NW) Es dauert verhältnismäßig nur kurze Zeit, nur „e i n e Stunde“, bis zur Vernichtung des Tieres. Sein Leben währt nur „e i n e Stunde“.
58. Wie verhielt sich Babylon die Große zu diesem „wilden Tier“, und wie werden sie und das Tier schließlich enden?
58 Babylon die Große, die darauf aus war, das „wilde Tier“ zu reiten, hieß dieses internationale Unternehmen gut, obwohl es gegen das himmlische Königreich des Lammes Gottes, das Jehovas christliche Zeugen verkündeten, gerichtet war. Wie hat es sich bisher ausgewirkt, daß dem „wilden Tier“, dem Liebling Babylons der Großen, staatliche Macht und Gewalt gegeben wurde, und wie wird es sich noch auswirken? Offenbarung 17:14 (NW) antwortet: „Diese werden mit dem Lamm kämpfen, doch wird das Lamm sie besiegen, weil er Herr der Herren und König der Könige ist. Auch die mit ihm Berufenen und Auserwählten und Treuen [werden das tun].“ Auf diese Weise oder aus diesem Grund wird das scharlachrote „wilde Tier“, das, nachdem es aus dem Abgrund heraufgestiegen ist, wieder da ist, „in die Vernichtung“ gehen. Wenn das geschieht, werden „die Worte Gottes vollbracht sein“. — Offb. 17:8, 17, NW.
59. Wer wird jedoch zuerst vernichtet, und von wem?
59 Werden Babylon die Große, die auf dem scharlachroten „wilden Tier“ sitzt, und das „wilde Tier“ gleichzeitig vernichtet? Wird die Hure das „wilde Tier“ bis zu dessen Ende reiten? Nein! Nach dem bereits aufgezeichneten Gerichtsurteil Jehovas, Gottes, jedenfalls nicht. Nach seinem Richterspruch wird sie von ihren eigenen „Liebhabern“ vernichtet, bevor sie selbst vernichtet werden. Sie hat dem „wilden Tier“ und seinen zehn Hörnern lange genug die eigennützige Liebe einer Hure oder Dirne geschenkt. Sie glaubt, sie werde immer anziehend auf sie wirken und könne ihre Gunst erhalten, wenn sie ihre eigennützigen, unmoralischen Wünsche stets befriedige. Darin täuscht sie sich aber. Sie wird eine unangenehme Überraschung erleben.
60. Beschreibe das unheilvolle Ende der Hure.
60 Gott, der Allmächtige, wird die Bande der eigennützigen Gemeinschaft zwischen der Hure und dem zehnhörnigen wilden Tier sprengen. Er wird die eigennützige Liebe der beiden in Haß und Verachtung verwandeln und dem Tier und seinen zehn Hörnern Gründe vor Augen führen, die diese veranlassen, die auf ihnen sitzende Hure zu hassen und sie ihren Haß auf grausame Art spüren zu lassen. Sie werden ihren Paradieseszustand verwüsten, ihr ihre purpur- und scharlachfarbenen Gewänder ausziehen, sie ihres goldenen Geschmeides und ihrer kostbaren Steine und Perlen berauben und ihr den goldenen Becher, der voll von abscheulichen Dingen ist, aus der Hand schlagen. Babylon die Große wird völlig entkleidet, das heißt als ein religiöser Betrug bloßgestellt werden. Ihr Fleisch wird seine Anziehungskraft verlieren, und das „wilde Tier“ und seine zehn Hörner werden sich nicht mehr auf ein Liebesverhältnis mit ihr einlassen, sondern werden gierig über sie herfallen und sich an ihren „Fleischesteilen“ sättigen. Ihre Gebeine werden sie mit Feuer verbrennen. Auf diese Weise wird das Weltreich der babylonischen Religion zu Asche werden, die von den überlebenden Anbetern des wahren Gottes, Jehovas, den treuen Nachfolgern seines regierenden Sohnes Jesus Christus, zertreten werden wird. — Mal. 4:3.
61. Wer wird dafür sorgen, daß das scharlachrote „wilde Tier“ in die Vernichtung geht?
61 Danach werden das scharlachrote „wilde Tier“ und seine zehn Hörner aber nicht in den Abgrund zurückkehren, sondern in die vollständige, endgültige Vernichtung gehen. Das siegreiche Lamm, das sie bekämpfen, wird dafür sorgen, daß das geschieht.
62. Was raten wir allen, die Babylons Schicksal nicht teilen möchten?
62 Was sollten wir als einzelne jetzt tun, da wir nun wissen, welches Urteil binnen kurzem an der falschen Religion vollstreckt wird? Die babylonische Hure sitzt auf „vielen Wassern“, vielen Völkern, Volksmengen, Nationen und Zungen. Sitzt sie vielleicht auch noch auf uns? Wenn ja, dann gibt es für uns nur eines, sofern wir zur Zeit der Vollstreckung des göttlichen Urteils an ihr nicht mit ihr vernichtet werden möchten: aus Liebe zur allein wahren Religion unverzüglich aus ihr zu fliehen! Sie ist zum Untergang verurteilt! In Verbindung mit der Vollstreckung des Urteils Jehovas, Gottes, erlebte Babylon die Große schon 1919 einen Sturz. Seit jenem Jahr sind über eine Million Männer, Frauen und Kinder aus ihr ausgezogen und genießen jetzt als christliche Zeugen Jehovas religiöse Freiheit. In ihrem gefallenen Zustand geht sie jetzt ihrer furchtbaren, endgültigen Vernichtung entgegen. Wir raten daher allen, die Gott suchen, aber immer noch unter ihrem religiösen Einfluß stehen: Verlaßt Babylon die Große!
63, 64. Wem schließen sich jene, die der Vernichtung Babylons entrinnen möchten, nicht an? Für wen beziehen sie zu ihrer ewigen Rettung Stellung?
63 Jene, die Babylon die Große verlassen, schließen sich nicht dem „wilden Tier“ und seinen „zehn Hörnern“ an, um das Weltreich der babylonischen Religion zu vernichten. Dieser Gewaltakt bringt dem „wilden Tier“ und seinen „zehn Hörnern“ keine Rettung. Er bringt auch ihren Helfershelfern keine Rettung. Lassen wir die enttäuschten politischen Mächte als Gottes sichtbare Werkzeuge das göttliche Urteil an der falschen Religion vollstrecken! Unsere Aufgabe ist es nicht!
64 Unsere Rettung ist die allein wahre Religion, denn durch sie beten wir den allein wahren, lebendigen Gott an, der uns Rettung anbietet durch seinen Sohn Jesus, den Messias oder Christus. Denken wir stets an die Worte, die Jesus zu Jehova Gott betete: „Dein Wort ist Wahrheit.“ (Joh. 17:17) Diese Wahrheit macht uns frei von Babylon der Großen. Lassen wir uns in diese Freiheit führen, indem wir Gottes Wort, das wir in der Bibel finden, annehmen und den Fußstapfen Christi, des siegreichen Lammes Gottes, folgen! Er wird die politischen Liebhaber Babylons der Großen besiegen und uns vollends in die Freiheit unter Gottes triumphierendem Königreich führen. Gottes messianisches Königreich herrsche in alle Ewigkeit!
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„Wir haben nie genug solche Schriften“Der Wachtturm 1964 | 15. Januar
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„Wir haben nie genug solche Schriften“
● Zwei Zeugen Jehovas, die in Texas ein Gefängnis besuchten und mit dem stellvertretenden Gefängnisdirektor sprechen konnten, berichten unter anderem folgendes: „Wir konnten uns etwa eine Stunde mit ihm unterhalten. Wir fragten ihn, ob die Gefangenen einige Wachtturm- und Erwachet!-Ausgaben gebrauchen könnten, die ihnen beim Lesen und Studieren der Bibel eine Hilfe wären. Er erwiderte sofort: ,Wir haben nie genug solche Schriften. Es wäre schön, wenn sie uns einige Exemplare hier lassen könnten. Ich komme gern mit ihnen zum Wagen, um sie zu holen.‘ Wir ließen siebzig Exemplare der Zeitschriften Der Wachtturm und Erwachet! zurück. Ich erkundigte mich nach der Neuen-Welt-Übersetzung der Heiligen Schrift [engl.], die wir bei einem früheren Besuch hinterlassen hatten. Seine Antwort: ,Sie ist gerade vom unteren Zellenflügel zurückgekommen, wo sie durch viele Hände ging, und nun schicke ich sie in den oberen Zellenflügel, wo sie schon von vielen verlangt wurde.‘ Ob denn das einzige Exemplar ausreiche, fragte ich. ,Wir könnten noch einige mehr gebrauchen‘, antwortete er. Er drückte seine Wertschätzung für unsere Besuche sowie für die Neue-Welt-Übersetzung und die Zeitschriften aus. Er habe, als er noch bei der Luftwaffe gewesen sei, auf seinen Flügen oft diese Schriften gelesen. Wir freuen uns auf unseren nächsten Besuch in dem Gefängnis.“
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