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  • Bist du bereit, die Verpflichtungen eines getauften Zeugen zu übernehmen?
    Der Wachtturm 1969 | 15. Juli
    • zugegen sind. Sie erkennen, daß der Täufling öffentlich bekennt, die Verpflichtungen eines getauften Zeugen Jehovas zu übernehmen und seine Vorrechte erkannt zu haben. Sie sind aber nicht die einzigen Zeugen, denn Jesus sagte, die Taufe werde „im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes“ vollzogen. Wir können daher überzeugt sein, daß Jehova und Jesus interessierte Zeugen solcher Anlässe sind. Sie sind deshalb daran interessiert, weil der Täufling Jehova nun als den höchsten Souverän und Lebengeber und Jesus, seinen Sohn und unseren Erlöser, als den inthronisierten König der von Jehova geschaffenen neuen gerechten Ordnung anerkennt. Der Täufling anerkennt ferner Jehovas Geist als lenkende und leitende Kraft in seinem Leben und weiß, daß er sich durch sein Hingabegelübde und durch die Taufe der „großen Wolke von Zeugen“ anschließt, die heute treu der Führung Jesu, des ‘Hauptvermittlers und Vervollkommners ihres Glaubens’, folgt. — Hebr. 12:1, 2.

      12. Warum empfiehlt es sich, trotz aller Hindernisse seinem Hingabegelübde entsprechend zu leben?

      12 Die Taufe bringt nicht nur Verpflichtungen und Vorrechte, sondern auch Kampf mit sich. Jesus zeigte, daß wir unsere Hingabe an Jehova allem — sogar unseren Angehörigen oder Verwandten, sofern sie feindlich gesinnt sind — voranstellen sollten. Nur wenn wir treu bleiben, werden wir Jehova wohlgefallen, und nur dann können wir vielleicht bewirken, daß unsere Angehörigen die Notwendigkeit, den Weg zum Leben einzuschlagen, erkennen und ebenfalls treu bleiben. (Röm. 10:13) Jesus sagte: „Wer nicht seinen Marterpfahl trägt und mir nachkommt, der kann nicht mein Jünger sein.“ (Luk. 14:26, 27) Bist du bereit, dies zu tun? Man strebt dadurch ein wunderbares Ziel an: ewiges Leben. Da die Belohnung groß ist, ist es nur vernünftig anzunehmen, daß es nicht leicht ist, sie zu erlangen; mit der Hilfe Jehovas ist es jedoch möglich. Jesus beschreibt die Möglichkeit, diese Belohnung zu erlangen, als ein enges Tor und einen eingeengten Weg, den nur wenige finden, auf dem man aber, wenn man ihn einmal gefunden hat, bleiben muß, ungeachtet der Schwierigkeiten, die unterwegs auftauchen mögen. (Matth. 7:14) Da Jehova uns gegenüber eine solch große Liebe erwiesen hat, indem er bereit war, seinen Sohn zu opfern, um uns dieses Leben in Aussicht zu stellen, sollten wir auch ihm unsere unerschütterliche Liebe beweisen wollen, indem wir unser Hingabegelübde treu erfüllen. — 1. Joh. 4:9.

      13. (a) Was bedeutet die Taufe für den Betreffenden nicht? Warum nicht? (b) Welche guten biblischen Ratschläge sollte ein getaufter Christ befolgen?

      13 Einmal getauft, setzt man sich nicht hin, um sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen in dem Gedanken, man habe nun getan, was Gott verlangt. Die Taufe ist nicht das Ende des Weges, sondern der Anfang, wie uns das das Leben Jesu zeigt. Erst nach seiner Taufe trat Jesus seinen öffentlichen Dienst an und widmete er sich eifrig der Predigttätigkeit, obwohl er sich dadurch den Haß der damaligen religiösen Klasse der Juden zuzog, der schließlich nur durch seinen Tod gestillt wurde. Wer sich also Jehova hingibt und das vor ihm liegende Werk erkannt hat, sollte auch den Wunsch haben, sich gut für dieses Werk auszurüsten. Das setzt Studium voraus, und zwar nicht nur ein Studium in Verbindung mit der Versammlung, sondern auch ein persönliches Bibelstudium, damit man jemandem, dem man helfen möchte, die Wahrheit zu erkennen, eine schriftgemäße Antwort geben kann. (1. Tim. 4:16) In Sprüche 18:15 heißt es: „Das Herz des Verständigen erwirbt Erkenntnis, und das Ohr der Weisen sucht nach Erkenntnis.“ Petrus ermahnte mit den Worten: „Wachst weiterhin in der unverdienten Güte und der Erkenntnis unseres Herrn.“ (2. Petr. 3:18) Paulus gab den Rat: „Tue dein Äußerstes, dich selbst Gott als bewährt darzustellen, als einen Arbeiter, der sich wegen nichts zu schämen hat, der das Wort der Wahrheit recht handhabt.“ (2. Tim. 2:15) Schließlich lesen wir in Hebräer 6:1 die ermunternden Worte: „Laßt uns ... zur Reife vorandrängen.“ Der getaufte Zeuge Jehovas gibt also das Studium der Heiligen Schrift nicht auf, noch läßt er darin nach, nur weil er jetzt getauft ist oder weil der Zeuge, der vorher mit ihm studiert hat, ihm jetzt vielleicht nicht mehr beisteht. Im Gegenteil, er sieht, daß er weiterhin in der Erkenntnis und im Verständnis wachsen muß, und stellt daher einen Zeitplan für sein persönliches Studium auf. Auch bittet er Jehova, ihm durch seinen Geist zu helfen, sein Wort immer besser zu verstehen. (Spr. 2:4-6; Jak. 1:5) Er erkennt, daß ein getaufter Zeuge Jehovas diese Verpflichtung erfüllen muß, wenn er geistig stark bleiben will.

      14. (a) Welche Einrichtung hat Jehova zum Wohl seiner Diener auf der Erde geschaffen, und warum sollte daher eine getaufte Person mit dieser Einrichtung zusammenarbeiten? (b) Was sagte Jesus über christliche Einheit?

      14 Das persönliche Studium und die Gemeinschaft mit Jehovas Volk helfen ihm verstehen, daß Jehova nicht nur eine himmlische, sondern auch eine irdische, sichtbare Organisation hat, deren Glieder seinen Willen tun. Jesus sagte voraus, daß es unter seinen Nachfolgern auf der Erde eine Klasse geben werde, die als „treuer und verständiger Sklave“ der aus treuen Dienern bestehenden Familie Gottes die geistige Speise austeilen und ihm als Mitteilungskanal dienen sowie auf der ganzen Erde die Königreichsinteressen fördern werde. (Matth. 24:45-47) Diese gesalbten Aufseher dienen so, als ob sie bei ihrer Tätigkeit durch die Rechte Christi geleitet würden. Sie nehmen den gleichen Standpunkt ein wie Jesus, als er zu Jehova sagte: „Nicht mein Wille, sondern der deine geschehe.“ (Luk. 22:42) Jesus veranschaulichte die Harmonie innerhalb der Organisation Jehovas, indem er gemäß Johannes 15:1-10 Jehovas Organisation mit einem Weinstock und seinen Zweigen verglich. Jehova ist der große Weingärtner, Jesus ist der Weinstock und die, die mit ihm geistige Gemeinschaft haben, sind die Zweige. Das setzt selbstverständlich die Anerkennung der heutigen Organisation Jehovas auf der Erde voraus. Dieser Weinstock ist sehr fruchtbar, und er bringt Früchte hervor, die Harmagedon überdauern werden. — Hebr. 13:7, 17.

      15. Welche guten Früchte sollten alle Christen bestrebt sein hervorzubringen?

      15 Was für Früchte müssen die zum Weinstock Gehörenden hervorbringen, um Gottes Gunst zu erlangen und um zu verhüten, daß sie als unfruchtbare Schosse weggeschnitten werden? Die Bibel spricht eigentlich von zwei Arten von Früchten, die ein Christ hervorbringen sollte. Die eine Art sind die Früchte des Geistes, zu denen Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Milde und Selbstbeherrschung gehören. (Gal. 5:22, 23) Um mit Christus in Harmonie zu sein und um Jehova zu gefallen, muß man diese Eigenschaften hervorbringen. Wir möchten aber diese Früchte nicht nur bei uns sehen, sondern auch bei anderen. Die Jünger Christi wissen, daß es Jehovas Wille ist, daß sie auch andere zu Jüngern machen. In Sprüche 11:30 heißt es: „Die Frucht des Gerechten ist ein Baum des Lebens, und der Weise gewinnt Seelen.“ Diesem Werk widmeten sich Paulus und die ersten Christen. Paulus schrieb den Römern (1:13), er hoffe, zu ihnen zu kommen, um unter ihnen zu wirken, damit er ‘auch unter ihnen einige Frucht gewinne, ebenso wie unter den übrigen Nationen’. Damit meinte er Königreichsfrüchte oder Jünger Christi. Jeder, der sich Jehova hingibt, ist verpflichtet, ‘Frucht zu gewinnen’, indem er aus Menschen der Nationen Jünger macht.

      16. Wie zeigt die Bibel, wozu ein Christ verpflichtet ist und welchen weisen Weg er einschlagen sollte?

      16 Paulus nahm diese Verpflichtung so ernst, daß er sagte: „Wenn ich nun die gute Botschaft verkünde, ist das kein Grund für mich zum Rühmen, denn eine Notwendigkeit ist mir auferlegt. Tatsächlich, wehe mir, wenn ich die gute Botschaft nicht verkündigte!“ (1. Kor. 9:16) Wir können dieses Werk nicht aus eigener Kraft tun, aber wir können überzeugt sein, daß uns Jehovas Geist beisteht, wenn wir uns richtig vorbereiten und wenn wir unseren Teil tun. Jehova segnet die Tätigkeit seiner Diener auf der ganzen Erde, indem er das Wachstum gibt und Frucht hervorbringt. Auf jedem, der sich Jehova hingibt, ruht vom Zeitpunkt seiner Hingabe an in den Augen seines Schöpfers eine ernste Verpflichtung. In Hesekiel 33:8 lesen wir: „[Wenn du nicht redest,] um den Gesetzlosen vor seinem Wege zu warnen, so wird er, der Gesetzlose, wegen seiner Ungerechtigkeit sterben; aber sein Blut werde ich von deiner Hand fordern.“ Wieviel glücklicher ist man doch, wenn man tatkräftig mithilft, die Warnung zu verkündigen, und dann zu seiner Freude sehen kann, wie dadurch viele aufrichtiggesinnte Menschen gerettet werden und Leben in Jehovas paradiesischer neuer Ordnung erlangen! Jesus sagte: „Ich sage euch nun: Jeder, der vor den Menschen bekennt, mit mir Gemeinschaft zu haben, mit dem Gemeinschaft zu haben, wird auch der Sohn des Menschen vor den Engeln Gottes bekennen.“ — Luk. 12:8.

      17. Wovon kann jemand, der sich Jehova hingegeben hat, überzeugt sein, auch wenn sich Schwierigkeiten einstellen mögen?

      17 Welch ein Grund zur Freude, die Gunst des Sohnes Gottes zu genießen! Dadurch, daß sich jemand Jehova hingibt und Jesus als seinen Mittler anerkennt, übernimmt er also automatisch gewisse Verpflichtungen. Hand in Hand damit gehen aber auch viele Segnungen und Freuden. Er erkennt, daß Jehova, der Retter und Hirte seines Volkes, ihn stärkt und ihm hilft. (Ps. 28:7-9) Er empfindet den Dienst Jehovas nicht als eine Last, sondern als einen Quell der Freude und der Erfrischung. (1. Joh. 5:3) Er mag von seinen Angehörigen oder Freunden noch so sehr unter Druck gesetzt werden oder die Verhältnisse mögen eine Zeitlang noch so schwierig sein, wenn er für die Königreichsinteressen stets Raum zu schaffen sucht in seinem Leben und Jehova und dessen Dienst jederzeit allem voranstellt, wird sein Weg geebnet werden. So war es damals bei den nach Zion zurückkehrenden Gefangenen, und so ist es auch heute bei den geistigen Israeliten. In Psalm 126:5, 6 lesen wir: „Die mit Tränen säen, werden mit Jubel ernten. Er geht hin unter Weinen und trägt den Samen zur Aussaat; er kommt heim mit Jubel und trägt seine Garben.“

      18. Was sollte jemand, der noch nicht getauft ist, tun, und welches Ziel sollte er im Auge behalten?

      18 Welch ein Vorrecht ist es doch, in diesen „letzten Tagen“ die Wahrheit zu kennen und an der Förderung der Königreichsinteressen einen Anteil zu haben! Solltest du zu denen gehören, die sich taufen lassen möchten, dann müßtest du dich jetzt auf diesen Schritt vorbereiten, indem du dich einem sorgfältigen Studium widmest, deine Lebensweise nach den gerechten Forderungen Jehovas ausrichtest und Jehova um seine Führung und Leitung bittest. Zögere dann nicht, sondern tue den Schritt, und dehne deinen Dienst aus wie Jesus, denn dann wird Jehova Wohlgefallen an dir haben. Solltest du aber diesen Schritt bereits getan haben, dann komme den Verpflichtungen nach, die du durch deine Hingabe an Jehova übernommen hast, wissend, daß die Worte wahr sind: „Liebende Güte gehört dir, o Jehova, denn du selbst vergiltst einem jeden nach seinem Werke.“ (Ps. 62:12, NW) Zeige allen, daß du dich von der alten Ordnung ab- und der neuen zugewandt hast, ja daß du die reine Sprache der Wahrheit erlernt hast und sie nun unter der Leitung Christi, des Königs, auch andere lehren kannst, da du die Verpflichtungen eines getauften Zeugen Jehovas bereitwillig übernimmst. — Luk. 9:59-62.

  • Berufliche Tätigkeit der ersten Christen
    Der Wachtturm 1969 | 15. Juli
    • Berufliche Tätigkeit der ersten Christen

      ✔ Roland H. Bainton berichtet in seinem Buch The Horizon History of Christianity (Umriß der Geschichte des Christentums) darüber, wie die ersten Christen in beruflicher Hinsicht eingeschränkt waren. Sie wollten nichts mit Götzendienst oder falscher Religion zu tun haben. Bainton, ehemaliger Professor für Kirchengeschichte an der Yale University, schreibt:

      „Der Christ mußte sich des Götzendienstes nicht nur enthalten, sondern durfte ihn auch in keiner Weise unterstützen, etwa, indem er bei der Herstellung von Götzen mitgeholfen hätte. Er konnte Bildhauer sein, aber er durfte keine Bilder von Göttern herstellen. Er mußte sich deshalb auf die Verzierung von Grabmälern oder Monumenten beschränken, durfte dabei aber keinen Löwen, Walfisch oder Stier anfertigen — auch keine Figur vergolden —, sofern sie einen Gott darstellten.“ — S. 64.

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