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  • Bibelverbrennungen verfehlen ihren Zweck
    Der Wachtturm 1980 | 1. Mai
    • zusammen mit zwei weiteren Beamten aus, um Jeremia und dessen Sekretär aufspüren zu lassen. Der König führte eindeutig etwas Böses im Schilde. Doch Jehova ließ nicht zu, daß man herausfand, wo sich die Gesuchten versteckt hielten — ob in Jerusalem oder im nahe gelegenen Anathoth oder anderswo. Schon zu Beginn seiner Prophetenlaufbahn hatte Jeremia von Jehova die Zusicherung erhalten: „Sie werden gewißlich wider dich kämpfen, aber sie werden nicht die Oberhand über dich gewinnen, denn ,ich bin mit dir‘, ist der Ausspruch Jehovas, ,um dich zu befreien‘“ (Jer. 1:19).

      17, 18. (a) Würde gemäß der bereits von Jesaja (40:8) geäußerten Prophezeiung die Bibelverbrennung Jojakims Sinn haben? (b) Was über Jojakim auf einer weiteren Buchrolle niederzuschreiben wurde Jeremia geboten?

      17 Ungefähr hundert Jahre vor Jeremia schrieb der Prophet Jesaja: „Was ... das Wort unseres Gottes betrifft, es wird auf unabsehbare Zeit bestehen“ (Jes. 40:8; 1. Petr. 1:25). Daß König Jojakim die Buchrolle Jeremias verbrannte, war daher sinnlos; denn es war Gottes Wille, daß auch heute — zweieinhalb Jahrtausende danach — die vollständige Prophezeiung Jeremias vorhanden sein sollte. Wie ist es dazu gekommen? Jeremia berichtet uns, was geschah, während er und Baruch von Jehova verborgen gehalten wurden.

      18 Das Wort Jehovas erging weiter an Jeremia, nachdem der König die Rolle mit den Worten, die Baruch aus dem Mund Jeremias geschrieben hatte, verbrannt hatte, und besagte: ,Nimm dir wieder eine Rolle, eine andere, und schreibe darauf all die ersten Worte, die sich auf der ersten Rolle vorfanden, die Jojakim, der König von Juda, verbrannt hat. Und gegen Jojakim, den König von Juda, solltest du sprechen: „Dies ist, was Jehova gesprochen hat: ,Du selbst hast diese Rolle verbrannt, indem du sprachst: „Warum hast du darauf geschrieben, indem du sprachst: ,Bestimmt wird der König von Babylon kommen und wird dieses Land gewißlich ins Verderben bringen und Mensch und Tier daraus aufhören lassen.‘?“ Dies ist daher, was Jehova gegen Jojakim, den König von Juda, gesprochen hat: „Er wird in der Folge keinen haben, der auf dem Thron Davids sitzt, und sein eigener Leichnam wird etwas werden, was der Hitze bei Tag und dem Frost bei Nacht hingeworfen sein wird. Und ich will ihn und seine Nachkommen und seine Diener über ihr Vergehen zur Rechenschaft ziehen, und ich will über sie und über die Bewohner von Jerusalem und über die Männer von Juda all das Unglück bringen, das ich gegen sie geredet habe, und sie hörten nicht zu“‘“‘“ (Jer. 36:27-31).

      19. Was bedeutete es für Jeremia und Baruch, dem Gebot Gottes zu gehorchen, und wie umfangreich war das Ersatzschriftstück?

      19 Dem Gebot Gottes zu gehorchen bedeutete für den Propheten und seinen Sekretär, im Untergrund zu arbeiten. Gehorchte Jeremia? „Und Jeremia selbst nahm eine andere Rolle und gab sie dann Baruch, dem Sohn Nerijas, dem Sekretär, der daranging, aus dem Mund Jeremias alle Worte des Buches darauf zu schreiben, das Jojakim, der König von Juda, im Feuer verbrannt hatte; und es wurden viele weitere Worte gleich jenen zu ihnen hinzugefügt“ (Jer. 36:32).

      20. Welche Art Begräbnis erhielt Jojakim, und hatte sein Sohn Jojachin Nachkommen die den Thron in Jerusalem bestiegen?

      20 Jojakim starb schließlich eines schmachvollen Todes und wurde nicht in den Gräbern der Könige in Jerusalem beigesetzt, genausowenig wie man einen Esel dort begraben hätte (Jer. 22:18, 19). Sein Sohn Jojachin (oder Konja) regierte nur drei Monate und zehn Tage in Jerusalem und ergab sich dann den Babyloniern, die ihn nach Babylon wegführten, von wo er nicht mehr zurückkehrte (Jer. 22:24-30; 37:1). Bis zur späteren Zerstörung der Stadt Jerusalem durch die Römer im Jahre 70 u. Z. bestieg kein Nachkomme Jojachins, des Sohnes Jojakims, des Königs von Juda, den Königsthron in Jerusalem. Jeremias prophetische Worte, die er im Untergrund geschrieben hatte, erfüllten sich.

      21. Was tun Jehovas Zeugen, wenn sie gezwungen sind im Untergrund tätig zu sein, und wie wirkungsvoll sind heutzutage Bibelverbrennungen?

      21 In unserer Zeit sind Jehovas Zeugen in vielen Ländern gezwungen, im Untergrund tätig zu sein. Was tun sie, wenn ihre Bibeln beschlagnahmt und verbrannt werden? Sie drucken einfach neue Bibeln oder benutzen andere Bibelübersetzungen. Nötigenfalls verkündigen sie die Botschaft von der Vernichtung der sich Gott widersetzenden Welt — eine ähnliche Botschaft wie die, die Jeremia verkündigte — sogar im Untergrund. Versuche, Jehovas Zeugen heute mundtot zu machen, indem man ihre Bibeln verbrannte, sind gescheitert. Man kann auf diese Weise weder Gottes Diener von der Verbreitung biblischer Schriften abhalten noch verhindern, daß sich Jehovas Wort in der vor uns liegenden unheilvollen Zeit uneingeschränkt erfüllt. Es zeigt sich dann lediglich, daß die Gegner es verdienen, für immer vernichtet zu werden.

  • Dem „König der Nationen“ dienen und überleben?
    Der Wachtturm 1980 | 1. Mai
    • Dem „König der Nationen“ dienen und überleben?

      1. Ist anzunehmen, daß die heutigen weltlichen Herrscher ihre Handlungsweise aufgrund dessen, was die Jeremia-Klasse sagt, ändern, wenn man König Jojakim und seinen Nachfolger, Zedekia, als Beispiel nimmt?

      ANGENOMMEN, weltliche Herrscher, besonders die der Christenheit, würden anerkennen, daß es eine neuzeitliche Jeremia-Klasse gibt, und sie würden sich an sie wenden, um zu erfahren, was Jehovas prophetisches Wort über ihr Geschick zu sagen hat. Würde dies bedeuten, daß sie bereit wären, ihre Handlungsweise zu ändern und einen Weg einzuschlagen, der dazu führen würde, daß sie die vorhergesagte „große Drangsal“ überleben, die über diese Welt kommen wird? NEIN! Jedenfalls nicht, wenn wir den letzten König von Jerusalem, nämlich Zedekia, den Bruder König Jojakims, als Beispiel nehmen. König Jojakim hatte Jeremia und seinen Sekretär Baruch gezwungen, in den Untergrund zu gehen. Für wie lange, wird nicht berichtet. Aber Zedekia tat Jeremia, dem treuen Zeugen Jehovas, noch Schlimmeres an. Die heutigen weltlichen Herrscher werden nicht anders handeln. Sie werden ihr unbesonnenes Verhalten ebensowenig ändern. Es stehen für sie zu viele politische Interessen auf dem Spiel. Das hat für die von ihnen regierten Völker nichts Gutes zu bedeuten (Jer. 37:2).

      2. Unter welchen Umständen forderte Zedekia Jeremia auf, für die Israeliten zu beten, doch was deutete Jeremia an?

      2 Versetzen wir uns in das neunte Jahr der Regierung Zedekias. Die dritte und endgültige Belagerung Jerusalems durch die Babylonier hatte begonnen. Zur Unterstützung der umzingelten Stadt rückten Streitkräfte aus Ägypten heran. Um dieser Gefahr zu begegnen, zogen sich die babylonischen Belagerer zurück. Es schien angebracht zu sein, um Jehovas Segen für die ägyptischen Entlastungstruppen zu bitten. Daher sandte König Zedekia zu Jeremia und ließ ihm sagen: „Bete bitte zu unseren Gunsten zu Jehova, unserem Gott.“ Aber Jehova hatte Jeremia angewiesen, nicht darum zu beten. Jehova hätte ein solches Gebet nicht erhört (Jer. 37:3; 11:14; 14:11, 12). Jeremia deutete daher einen Sieg der Babylonier über die ägyptischen Entlastungsstreitkräfte an, indem er König Zedekia erklärte, daß die Babylonier zurückkommen und Jerusalem einäschern würden (Jer. 37:4-10).

      3. Warum ließen die Fürsten Jerusalems Jeremia in das „Haus der Fesseln“ bringen?

      3 Als sich die Babylonier zurückgezogen hatten, fühlte sich Jeremia frei, Jerusalem zu verlassen und in die Priesterstadt Anathoth im Gebiet des Stammes Benjamin zu gehen. Als er am Nordtor Jerusalems, dem Tor Benjamins, festgenommen wurde, bestritt er, zu den babylonischen Feinden überlaufen zu wollen. Die Fürsten der Stadt behandelten ihn wie einen Aufrührer, einen Verräter, und ließen ihn in das „Haus der Fesseln“ bringen, wo er „viele Tage“

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