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Vergrößerung der Zentrale der Zeugen JehovasDer Wachtturm 1969 | 15. September
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DIE VERGRÖSSERUNG DES HEIMES
Während des Einweihungsprogramms beschrieb Nathan H. Knorr, der Präsident der Watchtower Society, die Entwicklung der Zentrale der Zeugen Jehovas vom Jahre 1909 an, dem Jahr, in dem sie nach Brooklyn verlegt worden war. Im Jahre 1908 wurde das alte vierstöckige, aus rotem Sandstein gebaute Pfarrhaus (Columbia Heights 124), das Henry Ward Beecher gehörte, und ein angrenzendes ähnliches Gebäude gekauft. Diese beiden Gebäude wurden umgebaut und dienten dann den dreißig Mitarbeitern der Zentrale der Gesellschaft als Heim.
Im Jahre 1911 machte die gewaltige Ausdehnung des Werkes es nötig, daß hinter dem Haus an der Columbia Heights ein großes neues Wohngebäude errichtet wurde. Da im Jahre 1927 eine weitere Vergrößerung der Zentrale erforderlich geworden sei, erklärte N. H. Knorr, seien die Gebäude an der Columbia Heights abgerissen und sei ein neues neunstöckiges Gebäude mit ungefähr 120 Zimmern gebaut worden. Zu jener Zeit waren in der Zentrale ungefähr 180 Mitarbeiter tätig.
Bis zum Jahre 1949 war diese Zahl auf 284 angestiegen. Da die Stadt New York den Bau einer Autobahn geplant hatte, mußte ein fünfzehn Meter breiter Streifen abgetreten und ein Teil des Gebäudes an der Furman Street abgerissen werden. Im Jahre 1949 wurde deshalb an der Columbia Heights ein neues zwölfstöckiges Haus an das 1927 errichtete Gebäude angebaut. Dadurch konnten nun 450 Personen untergebracht werden.
Da sich aber die Familie der Mitarbeiter in der Zentrale innerhalb von zehn Jahren fast verdoppelte, wurde auf der gegenüberliegenden Seite der Columbia Heights ein weiteres Gebäude errichtet. Im Jahre 1960 wurde dieser gewaltige Bau, bei dem 11 483 Tonnen Beton, 428 Tonnen Stahl und 230 000 Backsteine verwendet wurden, vollendet. In diesem Gebäude sind ein großer Saal, ein Vortragsraum, vier Klassenzimmer und große Büroräumlichkeiten untergebracht. Die Zahl der Zimmer wurde dadurch mehr als verdoppelt, so daß das Heim nun ungefähr 950 Personen Platz bot.
Der 1969 vollendete siebenstöckige Bau ist also das neuste Gebäude der Zentrale der Zeugen Jehovas. Die verschiedenen im Laufe der Jahre errichteten Gebäude sind durch unterirdische Tunnel miteinander verbunden.
VERGRÖSSERUNG DER DRUCKEREIGEBÄUDE
Der Bedarf an Bibeln und biblischen Schriften in der ganzen Welt bedingte diese Vergrößerung der Zentrale. Im Jahre 1919 kauften Jehovas Zeugen Fabrikräumlichkeiten in der Nähe (Myrtle Avenue 35) und begannen im Jahre 1920 dort, die Zeitschrift Der Wachtturm und andere biblische Schriften zu drucken.
Bald waren die Räume dort zu klein, und so wurde die Druckerei im Jahre 1922 in ein sechsstöckiges Gebäude in der Concord Street 18, nur einige Häuserblocks entfernt, verlegt. Fast über Nacht wurde eine weitere Vergrößerung nötig. Im Jahre 1927 wurde deshalb in der Adams Street 117, etwa 10 Minuten zu Fuß von dem Heim an der Columbia Heights entfernt, ein neues achtstöckiges Druckereigebäude errichtet
Im Jahre 1949 wurde die Grundfläche der Druckerei fast verdoppelt, indem an das Gebäude in der Adams Street ein neues neunstöckiges Gebäude angebaut wurde. Nun hatte der Gebäudekomplex die Größe eines ganzen Häuserblocks. Der Bedarf an biblischen Schriften ließ jedoch nicht nach, und so wurde 1956, also nur sieben Jahre später, ein dreizehnstöckiges Druckereigebäude vollendet, ebenfalls von der Größe eines ganzen Häuserblocks. Im Jahre 1958 wurde ein neunstöckiges Gebäude gekauft, das zum angrenzenden Häuserblock gehörte. Dieses Gebäude dient fast ausschließlich als Papierlager.
Zusammen mit diesem neuen Gebäude hatte die Druckerei nun eine Grundfläche von insgesamt 40 500 Quadratmetern. In den Jahren 1957 bis 1964 stieg die Zahl der Königreichsverkündiger, die biblische Schriften verbreiteten, jedoch von 650 000 auf über eine Million, und es mangelte schon wieder an Platz in der Druckerei. Folglich wurde im Jahre 1966 auf einem angrenzenden Grundstück mit dem Bau des größten und neusten Druckereigebäudes der Zeugen Jehovas begonnen. Es ist ein elfstöckiger Bau mit einer Grundfläche von rund 21 000 Quadratmetern. Obwohl dieses Gebäude erst zwei Jahre benutzt wird, ist es schon bald wieder zu klein!
Vom Herbst 1967 an sind hier einundsiebzig neue Maschinen zur Herstellung von Büchern und Bibeln in Betrieb genommen worden, und siebenundzwanzig weitere sollen binnen kurzem noch geliefert werden. Vier der neuen Maschinen sind Rotationsmaschinen von je 40 Tonnen Gewicht. Damit hat sich die Zahl dieser großen Druckpressen auf 22 erhöht. Sieben weitere werden bis Ende nächsten Jahres noch hinzukommen! Ferner sind drei neue Fertigungsstraßen zum Binden von Büchern und Bibeln eingerichtet worden, und zwei weitere werden dieses Jahr noch eingerichtet werden.
DIE KÖNIGREICHSBOTSCHAFT WIRD IN DER GANZEN WELT VERBREITET
Die Vergrößerung der Zentrale der Zeugen Jehovas ist ein Zeichen dafür, daß die Königreichsbotschaft in der ganzen Welt verbreitet wird. Allein in den ersten acht Monaten des laufenden Produktionsjahres — September bis April — sind 17 718 518 Bücher und Bibeln hergestellt worden, um den weltweiten Bedarf zu decken, während es in der gleichen Zeit des letzten Jahres 6 548 791 waren. Der Bedarf an biblischen Schriften in allen Sprachen ist so groß, daß nicht nur neue Druckpressen und Buchbindereimaschinen gekauft werden mußten, sondern es mußte auch eine zweite Schicht eingerichtet werden. In diesen Monaten wurden außerdem 132 Millionen Exemplare der Zeitschriften Der Wachtturm und Erwachet! gedruckt, etwa 21 Millionen mehr als letztes Jahr in der gleichen Zeit. Allein in der Druckerei der Gesellschaft in Brooklyn werden die Zeitschriften in 31 Sprachen gedruckt, und jeden Monat werden 69 verschiedene Ausgaben der Zeitschriften hergestellt. Sie werden in solchen Mengen versandt, daß täglich mehrere große Lastwagen, gefüllt mit Zeitschriften, die Druckerei verlassen.
Aber nicht nur in Brooklyn ist die Produktion in der Druckerei der Zeugen Jehovas wegen des Bedarfs an biblischen Schriften gestiegen. Zum Beispiel in Wiesbaden (Deutschland), wo in den ersten sieben Monaten des letzten Produktionsjahres 469 719 Bücher hergestellt wurden, sind in diesem Jahr in der gleichen Zeit 1 911 981 hergestellt worden! Auch die Herstellung der Zeitschriften ist in der gleichen Zeit von knapp 17,5 Millionen auf über 24,5 Millionen gestiegen.
Es ist in der Tat begeisternd zu sehen, wie sich die Prophezeiung Jesu über die weltweite Verbreitung der Königreichsbotschaft erfüllt! Es ist ein weiterer Beweis dafür, daß wir in den letzten Tagen des gegenwärtigen Systems der Dinge leben. — Matth. 24:3, 14.
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Geistig ernten, was wir gesät habenDer Wachtturm 1969 | 15. September
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Geistig ernten, was wir gesät haben
Wie muß man zu materiellen Dingen eingestellt sein, damit man ‘im Hinblick auf den Geist säen’ kann?
Ein christlicher Familienvater muß sich um die Beschaffung der zum Leben notwendigen materiellen Dinge kümmern. Würde er dies nicht tun, so würde er den Glauben verleugnen und wäre schlimmer als ein Ungläubiger. (1. Tim. 5:8) Er darf aber nicht mit dem, was er hat, unzufrieden werden oder beginnen, andere wegen der Dinge, die sie besitzen, zu beneiden oder auf sie eifersüchtig zu sein. Er sollte sich davor hüten, materiellen Dingen ‘begierig nachzustreben’. Er handelt vielmehr weise, wenn er allem stets den richtigen Platz einräumt, das heißt, indem er ‘zuerst das Königreich Jehovas und Seine Gerechtigkeit sucht’ und die feste Zuversicht hat, daß ihm alles, was er sonst noch benötigt, hinzugefügt wird, wie Jesus es verheißen hat. (Matth. 6:32, 33) Dann kann er erwarten, in geistiger Hinsicht zu ernten, was er im Hinblick auf den Geist gesät hat, wie das aus den Worten des Apostels Paulus in Galater 6:8 hervorgeht: „Wer ... im Hinblick auf den Geist sät, wird vom Geist ewiges Leben ernten.“a
Warum muß sich jemand, der im Hinblick auf den Geist säen und ernten möchte, davor hüten, ein Verlangen nach unerlaubter sinnlicher Befriedigung zu hegen?
Heutzutage ist der Christ, besonders der jugendliche, vielen Einflüssen ausgesetzt, die dazu angetan sind, in ihm ein Verlangen nach unerlaubter sinnlicher Befriedigung zu wecken. In Liebesromanen und in minderwertigen Illustrierten werden Unzucht und Ehebruch als „wahre Liebe“ hingestellt. Die meisten Filme und auch viele Fernsehstücke werden um des Erfolges willen so gestaltet, daß sie dem Geschmack des in moralischer
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