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  • Geistiggesinntsein — ihr kostbares Gut
    Erwachet! 1970 | 22. Februar
    • arbeitet zum Beispiel ein junger chinesischer Zeuge Jehovas. Bevor er ins Bethel kam, hatte er Medizin studiert. Im zweiten Jahr seines Studiums kam er mit der biblischen Wahrheitsbotschaft in Berührung und begann die Bibel zu studieren. Zehn Monate darauf ließ er sich taufen. Er gab seinen Plan, Arzt zu werden, auf, und sechs Monate nach seiner Taufe trat er in den Vollzeitpredigtdienst ein. Er vertritt die Ansicht, er könne Jehova nirgends besser dienen als im Bethel.

      Zur Bethelfamilie gehören auch zwei junge Männer, deren Herzenswunsch es einst war, Konzertpianist zu werden. Sie übten viele Stunden, um sich im Klavierspielen zu vervollkommnen; als sie dann die Botschaft der Wahrheit, die in der Bibel enthalten ist, kennenlernten, gaben sie ihren Plan auf. Sie bemühten sich nicht mehr, die Gelegenheit zu erhalten, mit einem Symphonieorchester zusammen zu spielen, sie gaben auch keine Konzerte mehr in verschiedenen Städten in der Absicht, berühmt zu werden. Anstatt danach zu trachten, in dem jetzigen System der Dinge Berühmtheit zu erlangen, sind sie bescheiden bemüht, den Namen Gottes, Jehova zu verherrlichen. Sie freuen sich über die Arbeitszuteilung, die sie im Bethel erhalten haben.

      Unter den Gliedern dieser einzigartigen Familie, bestehend aus Gott hingegebenen Predigern, gibt es solche, die Künstler, Chemiker, Naturwissenschaftler, Armee-Offizier, Photomodell, Friseuse u. a. waren oder es werden wollten. Sie hatten eine verheißungsvolle berufliche Laufbahn vor sich, aber jetzt sind sie im Bethel und dienen Jehova und seiner Organisation mit all ihrer Zeit und mit all ihren Fähigkeiten. Wie muß eine solch selbstlose Hingabe an die Sache Jehovas sein Herz erfreuen!

      Diese Personen, die sich eine auf das Göttliche gerichtete Sinnesart bewahren und Jehova mit ihren Fähigkeiten dienen, hoffen, in der neuen Ordnung, die vor der Tür steht, ewiges Leben zu erlangen. In dieser neuen Ordnung werden sie die unaussprechliche Freude erleben, ihre Fähigkeiten zur Ehre Gottes zu gebrauchen und zur Freude ihrer Mitdiener. Das ist bestimmt ein edles Ziel!

      Das Leben im Bethel fördert eine auf das Göttliche gerichtete Sinnesart

      Das Bethel gewährt den Gliedern der Familie die beste Möglichkeit, ihre Zeit für Aufgaben in Verbindung mit Jehovas Werk einzusetzen. Das zeigt die Anzahl der Stunden, die sie im Bethel arbeiten. Die normale Arbeitswoche der Bethelmitarbeiter ist 46 Stunden und 50 Minuten lang. Das ergibt über 187 Stunden im Monat. Das schließt die vielen Stunden, die sie im Predigtwerk verbringen, nicht mit ein.

      Von Liebe getrieben, benutzen die Glieder der Bethelfamilie ihre freie Zeit, um ihre Mitmenschen aufzusuchen und mit ihnen die Bibel zu studieren: mit ganzen Familien, mit Witwen, mit Jugendlichen, mit Waisen und Betagten, ja mit jedem, der den Wunsch hat, Gott wohlgefällig zu sein. Sie machen die Erfahrung, daß es einen befriedigt und einem Freude macht, andere im Worte Gottes zu unterweisen. Diese Tätigkeit ist für sie eine Abwechslung und wirkt sich daher günstig auf sie aus. Gäbe es eine bessere Möglichkeit für sie, sich ihre auf das Göttliche gerichtete Sinnesart zu bewahren, die ihnen so viel bedeutet?

      Das Studienprogramm für die Bethelmitarbeiter bezweckt ebenfalls, ihnen die geistige Gesundheit zu erhalten. Jeden Morgen bespricht die Familie etwa zwanzig Minuten lang einen Bibeltext. Das ist außerordentlich erbaulich. Außerdem kommt die Familie jeden Montagabend zu einem einstündigen Bibelstudium zusammen, das anhand der Zeitschrift Der Wachtturm durchgeführt wird; auf dieses Studium folgt die Theokratische Predigtdienstschule, die den Zweck hat, die Teilnehmer im öffentlichen Sprechen und in der Bibelforschung zu schulen. Durch dieses Tages- und Wochenprogramm erhält die Bethelfamilie die große geistige Energie, die sie benötigt. Die Glieder dieser Familie studieren im Jahr über 200 Stunden gemeinsam. Das ergibt etwa vier Stunden in der Woche! Das schließt die Zeit, die für das persönliche Studium oder für den Besuch der Zusammenkünfte der örtlichen Versammlung aufgewendet wird, nicht ein.

      Sobald jemand ins Bethel eintritt, wird sein Geistiggesinntsein gefördert. Er wird in die Primärschule aufgenommen; das ist ein sechsmonatiger Kursus; während dieses Kursus soll der Studierende die ganze Bibel durchlesen. Verschiedene Abschnitte in der Bibel werden eingehend behandelt. Außerdem hören die Teilnehmer dieses Kursus zeitgemäße biblische Vorträge. Durch diese intensive Schulung erhalten die neuen Glieder der Bethelfamilie für ihr Leben in diesem „Haus Gottes“ einen guten Start.

      Man könnte noch viele Seiten füllen, wollte man über alle Segnungen berichten, die das Leben im Bethel mit sich bringt. Die Glieder dieser glücklichen Familie haben die Dinge der Welt hinter sich gelassen und trachten zuerst nach Gottes Königreich. Das Leben im Bethel gibt einem so viel, daß sein Wert nicht in Dollar ausgedrückt werden kann. Aber man muß in erster Linie bereit sein, sich ganzherzig in den Dienst Jehovas zu stellen. Die innere Freude und der innere Friede, die man durch diesen Dienst empfängt, sind mehr wert als alles Gold der Welt. Wie unendlich glücklich macht es uns, wenn wir Gott ganzherzig dienen und dadurch den Zweck erfüllen, zu dem wir auf der Erde sind!

      Geistig gesinnt zu sein ist ein kostbares Gut, das heute schon glücklich macht, aber auch zu ewigem Leben führt. Wie weise ist es, sich diese Sinnesart jetzt zu bewahren, ganz gleich, was es kosten mag!

  • Schöne Steine
    Erwachet! 1970 | 22. Februar
    • Schöne Steine

      HAST du Sinn für Schönheit, für eine Schönheit, die unter einer reizlosen Oberfläche verborgen liegt, für eine Schönheit, die entzückt und begeistert? Dann begleite mich in meinen Keller, wo ich dir ganz allmählich eine Welt der Schönheit erschließen werde, von deren Dasein viele Leute keine Ahnung haben. Mein Hobby ist nämlich Steinesammeln.

      Aber vorerst muß ich vielleicht etwas richtigstellen. Ich sammle keine Steine für einen Steingarten. Das ist ein ganz anderes Gebiet. Ich interessiere mich mehr für die verborgene Schönheit, die unter der Oberfläche liegt, für die durch ihre blendende, atemberaubende Schönheit wirkenden Kristalle, die der Schöpfer so geschaffen haben muß, daß sie das Auge des Menschen erfreuen. Hast du schon etwas von Mikrokristallen gehört? Nein? Dann will ich dir erklären, was damit gemeint ist.

      Hier habe ich mehrere Schubladen voller Plastikschachteln, in denen Mineralproben aus aller Welt liegen, und zwar auf Balsaholz, das auf dem Boden jeder Schachtel befestigt ist. Diese winzigen Kristallgruppen werden Mikrokristalle genannt, weil man sie vergrößern muß, damit man ihre Gestalt und Schönheit würdigen kann. Kleine Stücke zu haben hat den Vorteil, daß man für eine ziemlich große Sammlung verhältnismäßig wenig Raum braucht. Mit Hilfe eines Mikroskops kann man dann in eine kleine Welt von zauberhafter Schönheit eindringen.

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