Wachtturm ONLINE-BIBLIOTHEK
Wachtturm
ONLINE-BIBLIOTHEK
Deutsch
  • BIBEL
  • PUBLIKATIONEN
  • ZUSAMMENKÜNFTE
  • „Das Wort“ — von wem spricht Johannes?
    Der Wachtturm 1962 | 1. Dezember
    • die Mutter eines Dritteils von Gott, nicht „die Mutter Gottes“. Sie wäre die Mutter nur einer Person Gottes, der Person, die in der Formel „Gott der Vater, Gott der Sohn und Gott der Heilige Geist“ an zweiter Stelle steht. So wäre Maria lediglich die Mutter von „Gott dem Sohn“; sie wäre nicht die Mutter von „Gott dem Vater“ noch von „Gott dem Heiligen Geist“.

      28 Doch wenn Katholiken und andere behaupten, Maria sei die „Mutter Gottes“ gewesen, sehen wir uns genötigt zu fragen: Wer war dann der Vater Gottes? Wenn Gott eine Mutter hatte, wer war sein Vater? So sehen wir wiederum, wie unsinnig die Lehre von der Dreieinigkeit ist.

      29. Wie beschreibt Johannes Gott, den Herrn, in der Offenbarung (4:8, 11), und welche Frage entsteht hinsichtlich des Gedankens, ob ihn Maria in ihrem Leib hätte tragen können?

      29 Ferner sah der Apostel Johannes in einer Vision gewisse himmlische Geschöpfe, die zu Gott, der auf seinem Throne saß, sprachen: „Heilig, heilig, heilig ist der Herr, der allmächtige Gott, der war, der ist und der kommen wird.“ Andere sprachen: „Würdig bist du, unser Herr und Gott, Preis, Ehre und Macht zu empfangen. Du hast das All erschaffen. Durch deinen Willen ist es entstanden und geschaffen.“ (Offenbarung 4:8, 11, Rösch) Die Bibel sagt klar und deutlich, daß die Himmel der Himmel den allmächtigen Gott nicht fassen können; und der gewaltige Tempel des Königs Salomo in Jerusalem konnte ebenfalls den alleinigen, allmächtigen Gott nicht aufnehmen. Wie hätte etwas so mikroskopisch Kleines wie eine Eizelle im Leib der Maria Gott aufnehmen können, damit Maria „die Mutter Gottes“ geworden wäre? Möchten wir daher in bezug auf das, was wir lehren, vorsichtig sein, damit wir Gott nicht etwa herabsetzen!

      SEIN GEBURTSORT

      30, 31. (a) Welche Frage entstand unter den Juden über diesen Jesus, der offensichtlich von Nazareth in Galiläa kam? (b) Mit welchen Worten deutete die große Volksmenge bei dem triumphalen Einzug Jesu in Jerusalem auf seinen Geburtsort hin?

      30 Unter den Juden entstand eine Diskussion über den Geburtsort Jesu, der von Nazareth in der Provinz Galiläa kam. Die Juden wußten im allgemeinen nicht, daß er in Bethlehem geboren war. Johannes berichtet uns daher: „Andere sagten: Dieser ist der Christus. Andere sagten: Der Christus kommt doch nicht aus Galiläa? Hat nicht die Schrift gesagt: Aus dem Samen Davids und aus Bethlehem, dem Dorfe, wo David war, kommt der Christus? Es entstand nun seinethalben eine Spaltung in der Volksmenge.“ (Johannes 7:41-43) Als jedoch Jesus im Frühling des Jahres 33 im Triumphzug nach Jerusalem einritt, gab es dort viele Juden, die bereit waren, ihn als Gottes verheißenen König, den Sohn des Königs David aus Bethlehem, willkommen zu heißen. Johannes 12:12-15 sagt uns:

      31 „Des folgenden Tages, als eine große Volksmenge, die zu dem Feste gekommen war, hörte, daß Jesus nach Jerusalem komme, nahmen sie Palmzweige und gingen hinaus, ihm entgegen, und schrieen: Hosanna! Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn, der König Israels! [Rette, wir bitten! Gesegnet ist, der im Namen Jehovas kommt, ja der König Israels! NW] Jesus aber fand einen jungen Esel und setzte sich darauf, wie geschrieben steht [in Sacharja 9:9]: ‚Fürchte dich nicht, Tochter Zion! siehe, dein König kommt, sitzend auf einem Eselsfüllen‘.“ — Siehe auch Psalm 118:25, 26.

      32. (a) Wie wies Nathanael auf die Beziehungen hin, die Jesus zu dem Königtum hatte? (b) Wie wies Jesus selbst in der Offenbarung auf seine Beziehung zum Königtum hin, und in welchem Verhältnis wird dieses Königreich zu dem seines Vorfahren stehen?

      32 Doch schon drei Jahre zuvor, als Jesus seine öffentliche Tätigkeit im Land Israel antrat, erkannte Nathanael die Beziehung, die Jesus zu König David hatte. Er sagte: „Rabbi, d u bist der Sohn Gottes d u bist der König Israels.“ (Johannes 1:49) Und in der Vision, die dem Apostel Johannes gegeben wurde, werden die Beziehungen, die Jesus zu dem Königtum hatte, mehrmals betont. In Offenbarung 3:7 sagte Jesus selbst: „Dieses sagt der Heilige, der Wahrhaftige, der den Schlüssel des David hat.“ In Offenbarung 5:5 sagt eine ältere Person über Jesus: „Siehe, es hat überwunden der Löwe, der aus dem Stamme Juda ist, die Wurzel Davids.“ In Offenbarung 22:16 lesen wir schließlich: „I c h, Jesus, habe meinen Engel gesandt, euch diese Dinge zu bezeugen in den Versammlungen. I c h bin die Wurzel und das Geschlecht Davids, der glänzende Morgenstern.“ Obgleich Jesus, als er auf der Erde war, sich selbst als „Jesus, den Nazaräer“ bezeichnete, war er in Wirklichkeit in Bethlehem, dem Heimatort des Königs David, geboren worden und lediglich in Nazareth aufgewachsen. (Johannes 18:5-7; 19:19) Joseph, sein Pflegevater, wurde dort als sein Vater angesehen. David, sein Vorfahr, hatte ein irdisches Königreich; doch das himmlische Königreich Jesu ist weit besser und segensreicher für die ganze Menschheit.

      33, 34. (a) Wie wollen die Geistlichen beweisen, daß man aus dem Wortlaut nach Johannes 1:14 auf eine Inkarnation des Wortes schließen könne? (b) Was beweist der Gebrauch dieses Wortes im 2. Brief Petri sowie an anderen Stellen, wo es vorkommt?

      33 Das Wort oder der Logos verbrachte nur eine kurze Zeit unter den Menschen, weniger als fünfunddreißig Jahre, von der Zeit der Empfängnis im Leibe der jüdischen Jungfrau Maria an. So gibt die deutsche Übersetzung von Albrecht Johannes 1:14 wieder: „Denn das Wort ist Fleisch geworden und hat für eine Weile unter uns gewohnt.“ Geistliche, die an eine Inkarnation und einen Gottmenschen glauben, verweisen auf die Tatsache, daß das griechische Zeitwort, das mit „hat für eine Weile gewohnt“ wiedergegeben wird, seine Wurzel in dem Wort hat, das „Zelt“ oder „Wohnstätte“ bedeutet. Jakob Schäfer übersetzt diesen Ausdruck auf diese Weise, es heißt in seiner Übersetzung: „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gezeltet.“ Wer zeltet denn? Jemand, der eine gewisse Zeit lang im Freien lagert. Deshalb argumentieren die Geistlichen, Jesus sei eine Geistperson geblieben und habe lediglich seine Wohnstätte in einem menschlichen Leib gehabt. Somit sei er eine Inkarnation, ein Gottmensch gewesen. Jedoch gebrauchte der Apostel Petrus in bezug auf sich selbst einen ähnlichen Ausdruck, wenn er sagte: „Ich halte es für meine Pflicht, solange ich in diesem Gezelt bin, euch durch Erinnern wach zu rütteln. Weiß ich doch, daß mein Gezelt bald abgebrochen wird.“ (2. Petrus 1:13, 14, Schäfer) Petrus wollte damit sicherlich nicht sagen, daß er eine Inkarnation sei, sondern einfach, daß er nur noch eine kurze Zeit als fleischliches Geschöpf auf der Erde wohnen werde.

      34 Das gleiche griechische Wort, das in Johannes 1:14 gebraucht wird, finden wir auch auf andere Personen angewandt, die offenbar keine Inkarnationen waren (Offenbarung 12:12 und 13:6). Die Worte nach Johannes 1:14 stützen somit die Inkarnationstheorie nicht.

  • Vormenschliches Dasein
    Der Wachtturm 1962 | 1. Dezember
    • Teil 2

      Vormenschliches Dasein

      35, 36. (a) Worauf bezieht sich Johannes 1:1, und welcher Mensch wies zuerst darauf hin? (b) Inwiefern kam Jesus nach Johannes und war dennoch schon vor ihm da, und worauf wies Johannes hin, als er ihn das Lamm Gottes nannte?

      DER Apostel Johannes begann seinen Bericht, indem er sagte: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott.“ Er meinte damit nicht den Anfang des irdischen Predigtdienstes Jesu vor neunzehnhundert Jahren. Er wollte damit sagen, daß das Wort ein vormenschliches Dasein gehabt hatte, lange ehe es auf der Erde Fleisch wurde. In seinem ganzen Bericht hebt Johannes diesen Gedanken hervor. Nachdem Jesus im Jordan getauft worden war, lenkte Johannes der Täufer, mehr als einen Monat später, die Aufmerksamkeit auf Jesus und sein vormenschliches Leben, indem er

Deutsche Publikationen (1950-2025)
Abmelden
Anmelden
  • Deutsch
  • Teilen
  • Einstellungen
  • Copyright © 2025 Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania
  • Nutzungsbedingungen
  • Datenschutzerklärung
  • Datenschutzeinstellungen
  • JW.ORG
  • Anmelden
Teilen