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Benötigen wir Hilfe zum Verständnis der Bibel?Der Wachtturm 1981 | 15. Mai
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sein; denn wer nach Entschuldigungen oder einleuchtenden Gründen sucht, um der Verantwortung auszuweichen, die der Glaube mit sich bringt, wird immer welche finden. Der Apostel Paulus sagte diesbezüglich: „Der Glaube ist nicht ein Besitz aller Menschen“ (2. Thess. 3:2). Die Beröer aber wollten glauben. Sie dachten über das, was sie hörten, mit einem aufnahmebereiten Sinn nach. Folglich „wurden viele von ihnen gläubig, ebenso nicht wenige von den angesehenen griechischen Frauen und Männern“ (Apg. 17:12).
Die Jünger Jesu schrieben viele Briefe an die Christenversammlungen, also an Personen, die schon auf dem „Wege der Wahrheit“ wandelten (2. Petr. 2:2). Doch nirgendwo ist zu lesen, daß die Brüder mit einer skeptischen Einstellung zuerst in der Heiligen Schrift forschten, um sich zu vergewissern, ob diese Briefe mit der Bibel übereinstimmten und ob die Schreiber das richtige Verständnis hatten.
UNSERE ANSICHT ÜBER DEN „SKLAVEN“
Wir können aus dieser Betrachtung Nutzen ziehen. Haben wir einmal festgestellt, welches Instrument Gott als seinen „Sklaven“ gebraucht, um sein Volk mit geistiger Speise zu versorgen, dann ist es Jehova bestimmt nicht wohlgefällig, wenn wir diese Speise so annehmen, als enthielte sie etwas Schädliches. Wir sollten dem von Gott gebrauchten Kanal vertrauen. Im Hauptbüro in Brooklyn, dem Ausgangspunkt der biblischen Literatur der Zeugen Jehovas, befinden sich mehr reife christliche Älteste — bestehend aus Gliedern des „Überrests“ und der „anderen Schafe“ — als an irgendeinem anderen Ort der Erde.
Es stimmt, daß die Brüder, die diese Publikationen schreiben, nicht unfehlbar sind. Ihre Schriften sind nicht inspiriert wie diejenigen des Paulus und der anderen Bibelschreiber (2. Tim. 3:16). Wenn das Verständnis klarer wurde, war es deshalb hin und wieder notwendig, einige Ansichten zu korrigieren (Spr. 4:18). Das hatte aber zur Folge, daß die biblisch begründete Lehre der Zeugen Jehovas ständig geläutert wurde. Da im Laufe der Jahre Berichtigungen vorgenommen wurden, hat man sie in diesen „letzten Tagen“ in seinem Leben immer besser anwenden können. Die Bibelkommentatoren der Christenheit sind ebenfalls nicht inspiriert. Trotz ihrer Behauptung, eine gute Erkenntnis zu besitzen, konnten sie den Menschen noch nicht einmal grundlegende Wahrheiten, wie zum Beispiel die zukünftige paradiesische Erde, die Wichtigkeit des Namens Gottes und den Zustand der Toten, vor Augen führen.
Aber das, was die Organisation des „treuen und verständigen Sklaven“ in den letzten 100 Jahren getan hat, zwingt uns, dasselbe zu sagen wie Petrus. Als Jesus seine Apostel fragte, ob auch sie ihn verlassen wollten, erwiderte er: „Zu wem sollen wir gehen?“ (Joh. 6:66-69). Es besteht kein Zweifel, daß wir alle zum Verständnis der Bibel Hilfe brauchen. Wir können die notwendige biblische Anleitung nicht außerhalb der Organisation des „treuen und verständigen Sklaven“ finden.
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Der SkytheDer Wachtturm 1981 | 15. Mai
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Der Skythe
ALS der Apostel Paulus hervorheben wollte, daß die Stellung eines Christen als Glied des Leibes Christi nicht durch fleischliche Unterschiede beeinflußt wird, schrieb er folgendes: „[Da ist] weder Grieche noch Jude ..., weder Beschneidung noch Unbeschnittenheit, Ausländer, Skythe, Sklave, Freier, sondern Christus alles in allen“ (Kol. 3:11). Es ist bemerkenswert, daß die Skythen erwähnt werden, denn diese grimmigen Nomaden betrachtete man als die schlimmsten der Barbaren. Doch durch die Macht des heiligen Geistes Gottes konnten sogar sie trotz ihrer ehemaligen Gewohnheiten eine christusähnliche Persönlichkeit anziehen (Kol. 3:9, 10). Welch große Macht der Geist Gottes doch ausübt!
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