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  • Die Heiligkeit des Lebens und des Blutes richtig einschätzen
    Der Wachtturm 1978 | 1. Oktober
    • (Offb. 1:5; Hebr. 10:29). Es kann uns von einer „fruchtlosen Art des Wandels“ befreien (1. Petr. 1:18, 19). Wir können einer Versammlung von Menschen angehören, die von Gott anerkannt und geleitet wird (Apg. 20:28). Auch haben wir die Hoffnung, vollkommen zu werden und ewiges Leben unter der Herrschaft eines Königreiches zu erlangen, das aus Personen besteht, die mit diesem Blut erkauft worden sind (Offb. 5:9, 10; 12:10, 11; Kol. 1:20).

      23. Wie sollten wir zum Blut eingestellt sein?

      23 Alle, die Wertschätzung für ihr eigenes Leben haben, sollten daher schätzen, was Gott über das Blut sagt. Er betrachtet es als heilig. Er legte fest, daß es einzig und allein für Opferzwecke auf dem Altar verwendet werden durfte. Und in seinem Wort zeigte er deutlich, daß alle unsere Hoffnungen auf eine ewigwährende Zukunft auf dem Opferblut seines Sohnes beruhen. Wie können wir aber persönlich zeigen, daß wir die Heiligkeit des Blutes richtig einschätzen und anerkennen? Mit dieser wichtigen Frage befaßt sich der folgende Artikel.

  • Fest entschlossen in bezug auf Leben und Blut
    Der Wachtturm 1978 | 1. Oktober
    • Fest entschlossen in bezug auf Leben und Blut

      1, 2. Wieso kommen gelegentlich Fragen hinsichtlich des Blutes zur Sprache?

      „RICHTER ordnet Bluttransfusion an“, so lautete die Schlagzeile einer amerikanischen Zeitung. Der Artikel begann wie folgt:

      „Ein Bundesrichter erteilte am Donnerstag vormittag dem Portsmouth Naval Hospital die Befugnis, einer schwerkranken Frau Bluttransfusionen zu geben, nachdem sie sich vier Tage lang dagegen gewehrt und angeblich ihr Leben dabei aufs Spiel gesetzt hatte.“

      2 Berichte dieser Art erscheinen gelegentlich in der Presse und lenken die Aufmerksamkeit vieler Menschen auf den Wert des Lebens und des Blutes. Bevor wir uns mit dem Ausgang des erwähnten Falles befassen, könnten wir einmal über einige grundlegende Fragen nachdenken: Welche tiefgründigen Glaubensansichten könnten jemand veranlassen, Bluttransfusionen zu verweigern? Verlangt Gottes Wort dies wirklich von allen Christen? Wenn ja, wie fest wären wir dann entschlossen, wenn uns ein Arzt sagte, wir brauchten eine Bluttransfusion? Gibt es außer der medizinischen Verwendung von Blut auch Fälle, bei denen unsere Ansicht über das Leben und das Blut eine wichtige Rolle spielt und sich sogar auf unsere Zukunft auswirken könnte?

      LEBEN AUS DEM BLUT

      3. Warum sollten wir, gestützt auf Offenbarung 7:14, eine hohe Achtung vor dem Blut haben?

      3 Im Bibelbuch Offenbarung wird eine Wertschätzung für das Blut zum Ausdruck gebracht, die heute Hunderttausende von Personen haben. Nachdem der Apostel Johannes in einer Vision die 144 000 voraussichtlichen Erben des messianischen Königreiches gesehen hatte, sah er „eine große Volksmenge ... aus allen Nationen“, die die Aussicht hat, ewiges Leben in einem wiederhergestellten irdischen Paradies zu erlangen. Doch wie können Menschen für immer leben, und das frei von Sünde und Unvollkommenheit? Voller Wertschätzung ruft die „große Volksmenge“ aus: „Die Rettung verdanken wir unserem Gott ... und dem Lamme [Jesus Christus].“ Sie erkennen, daß ihre Rettung nur möglich ist, weil sie „ihre langen Gewänder gewaschen und sie in dem Blut des Lammes [Jesu] weiß gemacht“ haben (Offb. 7:9, 10, 14).

      4, 5. (a) Wieso geht es bei der richtigen Einstellung gegenüber dem Leben und dem Blut um mehr als nur um Glaubensansichten? (b) Wie geht dies aus der Bibel hervor?

      4 Wie im vorausgegangenen Artikel erwähnt, deutete Gott schon vom ersten Buch der Bibel an darauf hin, daß Jesus sein Blut opfern würde, damit Menschen ewiges Leben erlangen könnten (1. Mose 3:15; 22:2-10; Jes. 53:10-12). Dieses Opfer stand zwar noch bevor, doch Jehova machte seinen Anbetern klar, daß sie das Leben und das Blut heilighalten sollten. Er verlangte auch, daß ihre Taten mit diesem göttlichen Standpunkt übereinstimmten. Gebot Gott Noah und seiner Familie, als er zum ersten Mal das Essen von Tierfleisch erlaubte, nicht ein bestimmtes Verhalten? Gott sagte: „Jedes sich regende Tier, das am Leben ist, möge euch zur Speise dienen. Wie im Falle der grünen Pflanzen gebe ich euch gewiß das alles. Nur Fleisch mit seiner Seele — seinem Blut — sollt ihr nicht essen“ (1. Mose 9:3, 4). Wenn sie daher ein Tier zu Nahrungszwecken töteten, mußten sie bewußt etwas tun, um das Tier ausbluten zu lassen, damit das Blut nicht gegessen wurde.

      5 Dabei handelte es sich nicht lediglich um eine Speisevorschrift oder um ein bedeutungsloses religiöses Ritual. Bei diesem Verhalten spielte ein äußerst wichtiger moralischer Grundsatz eine Rolle: Das Blut stellt das Leben dar, das von Gott stammt. Bemerkenswerterweise sagte Gott weiter, daß zwar Tiere zu Nahrungszwecken getötet werden dürften, nicht aber Menschen. Wenn daher Tierblut, das Leben darstellt, als heilig betrachtet und nicht zur Erhaltung des Lebens genossen werden durfte, dann sollten menschliches Leben und menschliches Blut bestimmt als noch heiliger betrachtet und behandelt werden. (Vergleiche Matthäus 6:26.)

      6, 7. (a) Für wen gelten die Worte aus 1. Mose 9:3, 4? (b) Wie wird das in 1. Mose 9 dargelegte Erfordernis durch den Gesetzesbund unterstützt?

      6 Da Noah der Vorvater aller Menschen war, wurde von allen Menschen ein Verhalten verlangt, das mit der Heiligkeit des Lebens und des Blutes übereinstimmte. Viele Bibelgelehrte haben diese Verbindung erkannt. Hier ein Beispiel:

      „Das Blut wurde als der Sitz des Lebens anerkannt und daher als etwas Heiliges angesehen. ... Das Blutverbot wurde ein Bestandteil der Speisevorschriften des mosaischen Gesetzes, doch da es in den Satzungen des Bundes mit Noah enthalten war, betrachteten die Juden es als bindend für die ganze Menschheit“ (A New Catholic Commentary on Holy Scripture, S. 187).

      7 Wie aus diesem Kommentar hervorgeht, verbot Gott den Israeliten, als er ihnen später eine Gesetzessammlung gab, ebenfalls, Blut zu sich zu nehmen. Er gebot folgendes: „Sei nur fest entschlossen, nicht das Blut zu essen, denn das Blut ist die Seele, und du sollst nicht die Seele mit dem Fleisch essen. ... Du solltest es auf die Erde ausgießen“ (5. Mose 12:23, 24; 3. Mose 17:10, 13). Gott wandte sein Gesetz hinsichtlich des Blutes damals nicht auf die ganze Menschheit an, genausowenig wie er das mit seinem Gesetz hinsichtlich des Götzendienstes tat (Apg. 17:30, 31; 14:16). So durfte ein Nichtjude beispielsweise Fleisch kaufen und essen, das noch Blut enthielt (5. Mose 14:21). Doch ein Anbeter des Schöpfers durfte dies nicht tun. Tatsächlich mußte ein Israelit, der versehentlich nichtausgeblutetes Fleisch gegessen hatte, Schritte unternehmen, um sich von seinem unabsichtlichen Fehler zu reinigen (3. Mose 17:15, 16).

      8. Bezieht sich das Verbot auf Tierblut oder auf Menschenblut? (2. Sam. 23:14-17).

      8 Wenn nicht einmal Tierblut, das Leben darstellt, für Ernährungszwecke verwendet werden durfte, so galt dies bestimmt um so mehr für Menschenblut. Wir können dies leicht erkennen, wenn wir uns erinnern, was geschah, als Jesus einmal sinnbildlich davon sprach, daß Menschen sein Fleisch essen und sein Blut trinken würden. Einige seiner jüdischen Jünger, die nicht erkannten, daß er nur in Sinnbildern sprach, waren so schockiert, daß sie ihn verließen (Joh. 6:60-66). Ja, der Gedanke daran, Blut zu sich zu nehmen — sei es Tierblut oder Menschenblut —, war für Personen, die Gottes Standpunkt kannten, abscheulich.

      EIN CHRISTLICHES ERFORDERNIS

      9. Wie könnte man zeigen, daß dies auch für Christen gilt?

      9 Vielleicht hast du jedoch die Behauptung gehört, das in der Bibel enthaltene Blutverbot gelte nicht für Christen. Wie verhält es sich aber in Wirklichkeit? Diese Frage wurde im Jahre 49 u. Z. auf einer Konferenz der Apostel und anderer christlicher Ältester in Jerusalem entschieden.

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