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Gottes Großzügigkeit bei der Erschaffung des MenschenErwachet! 1973 | 8. September
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die Enden aneinandergefügt worden sind, innerhalb von vier Stunden zusammenkittet. Nicht ohne Grund sprach ein bekannter Physiologe bewundernd von der „Weisheit des Körpers“.
Das Herz und das Blut
Das Herz hat einen bestimmten normalen Schlag, durch den eine ausreichende Menge Blut mit einer ruhigen und mäßigen Geschwindigkeit in den Blutkreislauf gepumpt wird. Aber wenn Notfälle eintreten, paßt es sich der Situation an, denn auch das Herz ist großzügig beschaffen. Es erhöht nicht nur die Zahl seiner Schläge um 100 Prozent oder mehr, je nach Notwendigkeit, sondern es befördert dann auch mit jedem Schlag eine größere Blutmenge in den Kreislauf. Der Arteriendruck wird um etwa 30 bis 40 Prozent erhöht, und infolgedessen fließt das Blut sehr schnell in die Kapillaren, damit die Körperzellen ernährt werden, die zusätzliche Nahrung benötigen. Wenn daher ein Muskel schwer arbeitet, ist die Zahl der in Funktion befindlichen Kapillaren um ein Vielfaches höher, als wenn er ruht.
Über das Blut lesen wir: „In einem Durchschnittsmenschen sterben in jeder Sekunde acht Millionen Blutzellen und werden durch neue ersetzt. Die Blutzellen werden in Knochenmark, Lymphdrüsen und dem lymphatischen Gewebe von Mandeln, Milz, Thymusdrüse und Darm gebildet“ (Der Körper, Life — Wunder der Wissenschaft). Jeder Kubikmillimeter Blut (ein Tropfen, der nicht einmal so groß ist wie dieses „o“) enthält fünf Millionen rote Blutkörperchen. Aber dies trifft nur zu, wenn man sich auf durchschnittlichen Höhen befindet. Begibt sich jemand in eine viel größere Höhe, in der die Luft wesentlich weniger Sauerstoff enthält, so kann der Körper die Produktion der roten Blutkörperchen um 50 Prozent oder mehr erhöhen. Auf diese Weise erhalten die Gewebe des Körpers immer noch genügend Sauerstoff, obwohl die einzelnen roten Blutkörperchen weniger Sauerstoff tragen.
Wichtig für die Erhaltung des Lebens ist auch der Zuckergehalt des Blutes. Zuviel Zucker kann Diabetes bedeuten, wie viele Personen wissen. Vor kurzem ist auch viel darüber berichtet worden, welche Schäden Hypoglykämie, ein zu niedriger Blutzuckerspiegel, anrichten kann. Doch unter normalen Umständen kann der Blutzuckerspiegel bis zu 50 Prozent sinken, bevor die Mindestgrenze erreicht ist.
Daß der Körper großzügig geschaffen wurde, ist auch dann zu erkennen, wenn es zu einer Blutung mit erheblichem Blutverlust kommt, wie dies bei einem Unfall oder bei einer Operation der Fall sein kann. Der Körper trifft viele ausgleichende Maßnahmen. Der Blutdruck kann zeitweise um 30 bis 40 Prozent sinken, bevor er den kritischen Stand erreicht, und kann in kurzer Zeit wieder zu seinem normalen Stand zurückkehren. Der Ausgleichsmechanismus ist sehr kompliziert. Dabei spielt die Milz eine gewisse Rolle, denn als Blutspeicher kann sie Blutkörperchen vom Kreislauf abziehen und unter besonderen Umständen ihm wieder zuführen. Auch das sympathische Nervensystem reagiert, indem es den Durchmesser der Blutgefäße verringert, so daß der Blutdruck trotz der verringerten Blutmenge aufrechterhalten wird.
Ein eingebauter Sicherheitsfaktor kann in der bevorzugten Versorgung des Herzens und des Gehirns gesehen werden. Wenn mehr Blut erforderlich ist, als die Milz zur Verfügung stellen kann, dann ziehen sich die Blutgefäße, die zu den Muskeln und zur Haut führen, zusammen, aber nicht diejenigen, die zum Herzen und zum Gehirn führen, denn beide benötigen die normale Durchblutung, wenn kein unheilbarer Schaden entstehen soll. Verliert jemand viel Blut, so bekommt er auch großen Durst, denn das Wasser im Körper wird ebenfalls dazu verwendet, Flüssigkeit zu liefern, damit das Blutvolumen aufrechterhalten werden kann.
Die großzügige Vorkehrung des Schöpfers kann man sogar in dem Mechanismus erkennen, der die Blutgefäße in einem solchen Notfall einengt. Unter normalen Bedingungen wird diese Maßnahme von der Medulla oblongata, dem Teil des Gehirns, der der Wirbelsäule am nächsten ist, in Gang gesetzt. Wenn sie jedoch verletzt ist, gibt es eine Anzahl Vasomotorenzentren im Rückenmark, die diese Aufgabe übernehmen. Und wenn diese nicht richtig funktionieren, dann übernehmen andere Körperkräfte die Aufgabe; der letzte Ausweg ist, daß sich die Blutgefäße sogar ohne äußere Einwirkung zusammenziehen, um ihre Größe dem Blutvolumen anzupassen, so daß der Blutdruck erhalten bleibt.
Andere Beispiele
Betrachte einmal die Fähigkeit des Körpers, Nahrung zu speichern. Einige Menschen können tatsächlich wochenlang fasten. Natürlich hängt die Zeitspanne, während der eine Person ohne Nahrung auskommen kann, von der Größe des Betreffenden und besonders vom Fettgehalt im Körper ab.
Der Mensch kann auch einige Zeit ohne Wasser leben, aber nicht annähernd so lange. Ein Grund dafür ist, daß der Körper durch Transpiration und Respiration (Atmung) sowie durch die Nieren ständig Wasser abgibt, auch wenn er kein Wasser erhält. Obwohl der Körper zu zwei Dritteln oder mehr aus Wasser besteht, ist ein 10prozentiger Verlust von Körperwasser sehr ernst, und ein 20- bis 22prozentiger Verlust führt zum Tode. Gott hat daher in seiner Weisheit dafür gesorgt, daß es auf der Erde, die er als Heimat für den Menschen schuf, einen Überfluß an Wasser gab, so daß nur selten Personen einmal gezwungen sind, eine Zeitlang ohne Wasser auszukommen.
So, wie unser Körper konstruiert ist, hat er den größten Sicherheitsspielraum, wenn es darum geht, ohne Nahrung und ohne Wasser auszukommen. Aber der Körper kommt nur ganz kurze Zeit ohne Luft, ohne Sauerstoff, aus. Wenn er acht Minuten keinen Sauerstoff erhält, so reicht dies aus, um unheilbaren Schaden anzurichten, wenn nicht sogar den Tod herbeizuführen. Solltest du einmal einem Bewußtlosen helfen müssen, dann achte darauf, daß ihn nichts am Atmen hindert.
Als letztes Beispiel wollen wir das Gerüst des Menschen betrachten: Die Muskeln können nur sehr wenig über ihre Länge hinaus gestreckt werden, und das ist auch wirklich nicht nötig, denn ihre Enden sind an Knochen befestigt. Aber der Aufbau der Knochen und Knorpel beweist doch eine großzügige Bauweise. Bei guter Gesundheit sind sie viel stärker, als es normalerweise nötig wäre.
Der Schöpfer hat die verschiedenen Organe und Systeme unseres Körpers wirklich großzügig ausgestattet. Er hat sich nicht nur mit einem Mindestmaß zufriedengegeben. Sein Motto scheint Überfluß gewesen zu sein, nicht Sparsamkeit. Und das ist um so bemerkenswerter, da der vollkommene Mensch, hätte er nicht gesündigt, all die Sicherheitsvorkehrungen, die unser Gott in den Körper eingebaut hat, viel weniger nötig gehabt hätte. Sollten uns diese Tatsachen nicht veranlassen, unserem Schöpfer dankbar zu sein und eine nützliche Achtung vor unserem Körper zu haben? Gewiß!
Gib auf deinen Körper gut acht. Es ist zu deinem eigenen Nutzen. Wenn es darauf ankommt, ist es gut möglich, daß der Sicherheitsspielraum in deinem Körper zwischen Krankheit und Gesundheit entscheidet, wenn nicht sogar zwischen Leben und Tod.
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Unsere HautErwachet! 1973 | 8. September
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Unsere Haut
● „Der Hautüberzug des Körpers eines Durchschnittsmenschen ist rund anderthalb Quadratmeter groß, wiegt etwas mehr als viereinhalb Pfund, und die 2 bis 3 Millionen Schweißdrüsen sondern täglich etwa 1 Liter Schweiß ab“ („GP“, Juni 1969).
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