-
Der Kelter des Zornes Gottes entgehenDer Wachtturm 1956 | 15. März
-
-
gewaltigen Kelter wurde das Land Juda von Jehova getreten. So entstand ein schrecklicher Verlust an Menschenleben, und das Blut der Schuldigen wurde verschüttet. (Jer. 2:21; Jes. 5:1-8) Der Schreiber der prophetischen Klagelieder trauert darüber, wenn er sagt: „Schauet und sehet, ob ein Schmerz sei wie mein Schmerz, der mir angetan worden, mir, die Jehova betrübt hat am Tage seiner Zornglut … Der Herr hat mich in Hände gegeben, daß ich mich nicht aufrichten kann. Der Herr hat alle meine Starken weggerafft in meiner Mitte; er hat eine Festversammlung wider mich ausgerufen, um meine Jünglinge zu zerschmettern; der Herr hat der Jungfrau, der Tochter Juda, die Kelter getreten [hat die Jungfrau, die Tochter Juda, wie eine Kelter getreten, Darby, engl.]. Jehova ist gerecht, denn ich bin widerspenstig gegen seinen Mund [seine Gebote, Me] gewesen.“ (Klagel. 1:12, 14, 15, Fußn., 18) Dies veranschaulicht, was es bedeuten wird, wenn Jehova der Christenheit in Harmagedon die Weinkelter-Behandlung zukommen läßt. Nur wird es noch entsetzlicher sein, denn die Christenheit dehnt sich rund um die Erde aus. Möge niemand denken, er könne dann in der blutbefleckten Christenheit Zuflucht finden!
10, 11. (a) Weshalb gibt es keinen Ort in der alten Welt, wo jemand dem Zermalmtwerden in Harmagedon entrinnen kann? (b) Warum soll man es vermeiden, unter dem „Weinstock der Erde“ Zuflucht zu nehmen?
10 Es gibt in dieser alten Welt keinen Ort, wo man Zuflucht finden und dem Zerstampftwerden in Harmagedon entgehen kann. Alle Nationen, jene des Heidentums wie auch die der Christenheit, werden niedergestampft werden wie in einer weltumfassenden Kelter. Das weltliche System der Dinge gleicht einem großen „Weinstock der Erde“, der sich über die ganze Erde hin ausgebreitet hat und sie mit seinen schlechten Früchten erfüllt, und nun ist es an der Zeit, da der gesamte Weinstock entwurzelt und zerstampft und all sein Lebensblut mit größter Wucht ausgepreßt werden soll. Alle Nationen, selbst jene der Christenheit, die sich zum Christentum bekennen, haben unter sich Kriege geführt und die Erde mit Blut getränkt; und nun, seitdem das Königreich Gottes im Jahre 1914 in den Himmeln geboren und diese königliche Geburt durch Jehovas Zeugen weltweit angekündigt worden ist, haben sich die Nationen bis zum Gipfel ihrer Bosheit erhoben, indem sie sich zum Krieg gegen Jehova Gott und seinen inthronisierten König Jesus Christus rüsteten.
11 In dieser Epoche der Wasserstoffbombe gelangen die Früchte dieses internationalen „Weinstocks der Erde“ zu ihrer vollen Reife, und die Zeit, da dieser gewaltige Weinstock abgeerntet werden soll, rückt näher. Alles davon, Wurzel, Zweig und Frucht, wird in die Weinkelter des Zornes Gottes geworfen werden. Jehova Gott dringt sogar darauf, daß ihre ungöttlichen Früchte reifen möchten, indem er durch seine Zeugen jetzt folgende herausfordernden Worte verkündigen läßt: „Rufet dieses aus unter den Nationen, heiliget einen Krieg, erwecket die Helden; es sollen herankommen und heraufziehen alle Kriegsmänner! Schmiedet eure Pflugmesser zu Schwertern und eure Winzermesser zu Speeren; der Schwache sage: Ich bin ein Held! Eilet und kommet her, alle ihr Nationen ringsum, und versammelt euch! Dahin, Jehova, sende deine Helden hinab! Die Nationen sollen sich aufmachen und hinabziehen in das Tal Josaphat; denn dort werde ich sitzen, um alle Nationen ringsum zu richten. Leget die Sichel an, denn die Ernte ist reif; kommet, stampfet, denn die Kelter ist voll, die Kufen fließen über! Denn groß ist ihre Bosheit. — Getümmel, Getümmel [lärmende Menschenmengen, Fußn.] im Tale der Entscheidung, denn nahe ist der Tag Jehovas im Tale der Entscheidung.“ (Joel 3:9-14) Wenn irgend jemand jetzt Zuflucht in den Zweigen dieses „Weinstocks der Erde“ nimmt, indem er entweder einer seiner Zweige bleibt oder sich unter ihn setzt und von seinen Früchten genießt, so bedeutet dies, mit ihm in der Kelter des Zornes Gottes aus dem Dasein gestampft zu werden. Bestimmt sollte man danach trachten, einem solchen Zertretenwerden zu entgehen.
12. Nenne einen triftigen Grund, warum Gott das Leben dieser Welt auspreßt, und was wartet ihrer als das ihr diesbezüglich Gebührende?
12 Ein triftiger Grund dafür, daß Gott das Lebensblut aus diesem weltlichen System der Dinge herauspreßt, ist die riesenhafte Blutschuld, die auf ihm ruht und die bestraft werden muß. Dem ist so, nicht nur wegen der politischen, kommerziellen und sozialen Organisationen dieser Welt, sondern auch wegen ihrer Religionen. Alle Religionen dieser Welt verbinden sich nun mit der internationalen Allianz, den Vereinten Nationen, und unterstützen sie. Diese Religionen werden alle dargestellt unter e i n e m Bilde, dem der großen Hure, Babylon, der Großen, die auf dem siebenköpfigen wilden Tier in die Schlacht gegen Jehovas „Herrn der Herren und König der Könige“ reitet. All das ungerechte Blutvergießen auf Erden fällt der falschen Religion zur Last und wird daher diesem geheimnisvollen Babylon, der Großen, zugerechnet. Auf ihre Blutschuld hinweisend, kurz bevor sie hingerichtet wird, sagt Johannes, der die Offenbarungsvision hatte: „Ich sah das Weib trunken vom Blute der Heiligen und vom Blute der Zeugen Jesu … Ja, in ihr wurde das Blut von Propheten und von Heiligen und von all denen gefunden, die auf der Erde geschlachtet worden sind.“ (Off. 17:6; 18:24, NW) Wenn der Gott der Gerechtigkeit in Harmagedon sein Gericht vollzieht, läßt er der gesamten weltlichen Religion das zukommen, was ihr für ihren ekelerregenden Blutdurst und ihre Blutschuld gebührt.
13. Was sagen die himmlischen Heerscharen mit Bezug auf diesen Rechtsakt, und auf welche Weise werden die Schuldigen ihr eigenes Blut trinken?
13 Wegen dieses Rechtsaktes lobpreisen die himmlischen Heerscharen Jehova, indem sie sagen: „Lobpreiset Jah! Die Rettung und die Herrlichkeit und die Macht gehören unserem Gott, denn seine Gerichte sind wahrhaftig und gerecht. Denn er hat das Gericht an der großen Hure vollzogen, die die Erde mit ihrer [religiösen] Hurerei verderbte, und er hat das Blut seiner Sklaven an ihrer Hand gerächt.“ Der lange Geschichtsbericht über die weltliche Religion, der stark nach Blut riecht, muß nun enthüllt und das kommende Gericht jener muß angezeigt werden, die auf Anstiften der babylonischen Religion unschuldiges Blut vergossen haben, damit ersichtlich werde, daß Gott gerecht ist: „Du … bist gerecht … denn sie haben das Blut von Heiligen und Propheten vergossen; und du hast ihnen Blut zu trinken gegeben. Sie verdienen es.“ „Ja, Jehova Gott, Allmächtiger, wahrhaftig und gerecht sind deine Entscheidungen.“ (Off. 19:1, 2; 16:5-7, NW) Die Schuldigen werden veranlaßt werden, ihr eigenes Blut zu trinken, indem sie in Harmagedon den selbstverdienten Tod finden. — Jes. 49:26.
-
-
Entronnene innerhalb der ZufluchtstädteDer Wachtturm 1956 | 15. März
-
-
Entronnene innerhalb der Zufluchtstädte
1. Warum brauchen wir einen Zufluchtsort in Harmagedon, und wie veranschaulichte ihn Gott prophetisch für uns?
BLUTSCHULD klebt an der ganzen Welt. Während die Christenheit wohl äußerlich den internationalen Frieden auf ihre Weise anstrebt, ergreift sie doch gleichzeitig die Führung beim Rüsten zum blutigsten Krieg aller Zeiten. Wo gibt es denn für uns einen Ort, um der Mitteilhaberschaft an der Blutschuld der Welt in Harmagedon zu entrinnen, so daß unser Leben nicht gemäß den Bestimmungen des Bundes über die Heiligkeit des Blutes von uns gefordert wird? Jehova hat den einzigen Ort des Entrinnens und der Zuflucht vorgesehen und ihn für uns prophetisch durch die Zufluchtstädte dargestellt, die er im Lande Israel bestimmte.
-