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Sie hörten auf einen EngelDer Wachtturm 1964 | 15. Februar
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35. Wie sind die Machthaber und die religiösen Führer heute Jehovas Zeugen gegenüber eingestellt?
35 Den heutigen Machthabern und Vertretern der falschen Religion behagt es ebensowenig, daß Jehovas Zeugen dies tun, wie es den Führern der Juden und den Priestern damals behagte, daß die Apostel es taten. Wenn Jehovas Zeugen heute verhaftet werden, müssen sie gewöhnlich länger im Gefängnis bleiben als die Apostel in den erwähnten Fällen, aber zu der von Gott bestimmten Zeit werden sie freigelassen. Bei vielen, die in Hitlers Konzentrationslagern waren, dauerte es zehn Jahre oder noch länger, bis sie befreit wurden, aber sie wurden befreit, und heute hören sie auf den in der Mitte des Himmels fliegenden Engel und verkünden mit ihren Brüdern in all den anderen Ländern die ewige gute Botschaft als eine frohe Nachricht.
36. (a) Was erfahren wir weiter über die Geschehnisse in Jerusalem, wenn wir uns nochmals in die Zeit der Apostel zurückversetzen? (b) Wo fand man schließlich die Apostel, und wieso wissen wir, daß sie nur dort sein konnten?
36 Betrachten wir nochmals das Beispiel, das uns die Apostel, unsere Vorbilder für gute Werke, gegeben haben. Gleich bei Tagesanbruch gingen sie in den Tempel und begannen zu lehren. Als sich nun der Hohepriester, die Sadduzäer und die älteren Männer der Söhne Israels versammelt hatten, schickten sie einige Beamte ins Gefängnis, um die Apostel herbeizuführen. Zu ihrer Überraschung erfuhren sie von den Beamten, die Apostel seien nicht mehr dort. „Das Gefängnis fanden wir mit allen Sicherheitsvorkehrungen verschlossen“, berichteten diese Männer den religiösen Führern, „und die Wachtposten standen an den Türen, aber als wir aufschlossen, fanden wir niemand darin.“ Der Engel hatte für alles gesorgt. Nachdem er die Gefängnistüren geöffnet und die Apostel hinausgeführt hatte, hatte er sie wieder zugemacht und verschlossen, und niemand von den Wächtern merkte, was geschah. Erst nachträglich erfuhren sie, daß sie ein leeres Gefängnis bewachten. Das war für den Hauptmann des Tempels und für die Oberpriester peinlich. Während sie aufgeregt hin und her berieten, was wohl geschehen sei, kam ein Mann und meldete: „Seht, die Männer, die ihr ins Gefängnis gesetzt habt, stehen im Tempel und lehren das Volk.“ Dorthin hatte der Engel sie geschickt, und dorthin waren sie auch gegangen, um das zu tun, was Gott ihnen geboten hatte. „Da ging der Hauptmann mit seinen Beamten hin und machte sich daran, sie zu holen, doch ohne Gewalt, da sie befürchteten, vom Volke gesteinigt zu werden.“ — Apg. 5:20-26, NW.
GOTT MEHR GEHORCHEN ALS MENSCHEN
37, 38. (a) Welche furchtlose Antwort gab Petrus, als er vor den Führern des Volkes stand, seinen Anklägern, die von den Aposteln verlangten, daß sie nicht mehr predigten? (b) Wie verhält es sich in dieser Beziehung heute?
37 Als die Apostel im Saal des Sanhedrins vor den Führern der Juden standen und die Fragen des Hohenpriesters hörten, zitterten sie nicht. Sie hatten keine Furcht. Sie standen unter dem Schutz Jehovas Gottes und der unsichtbaren Engel. Als der Hohepriester zu ihnen sagte: „Wir haben euch ausdrücklich befohlen, nicht mehr weiter aufgrund dieses Namens zu lehren, und seht, dennoch habt ihr Jerusalem mit eurer Lehre erfüllt, und ihr seid entschlossen, das Blut dieses Menschen über uns zu bringen“, erwiderten Petrus und die anderen Apostel: „Wir müssen Gott, dem Herrscher, mehr gehorchen als den Menschen. Der Gott unserer Vorväter hat Jesus auferweckt, den ihr ums Leben gebracht habt, indem ihr ihn an einen Stamm hängtet. Diesen hat Gott als Hauptvermittler und Retter zu seiner Rechten erhöht, um Israel [Gelegenheit zur] Reue und Vergebung der Sünden zu geben. Und wir sind Zeugen dieser Dinge, und desgleichen ist es der heilige Geist, den Gott denen gegeben hat, die ihm als dem Herrscher gehorchen.“ (Apg. 5:27-32, NW) Es erforderte Mut, das zu sagen, aber es war die Wahrheit. Sie waren Christen.
38 Diese Einstellung sollten heute alle Gott hingegebenen Christen haben. Ihre Erkenntnis über Jehova Gott und seinen Sohn Jesus veranlaßt sie zu verkünden, daß Jesus Christus als Hauptvermittler und Retter erhöht worden ist und nun zur Rechten seines Vaters sitzt, „bis ich“, wie Jehova selbst sagt, „deine Feinde als Schemel deiner Füße hinlege“. — Apg. 2:34-36, NW.
39. Was tut ein Christ trotz der Folgen, die seine Treue zu Gott für ihn haben mag?
39 Treue gegenüber dem christlichen Auftrag bringt Unannehmlichkeiten, Gefahren, Beschwerden und Prüfungen, ja in manchen Fällen vielleicht sogar den Tod mit sich. Die Priester und Sadduzäer waren den Aposteln übelgesinnt. Wir lesen: „Als sie das hörten, fühlten sie sich tief verletzt und wollten sie umbringen.“ (Apg. 5:33, NW) Einige Zeit danach wurde Stephanus gesteinigt, weil er die Wahrheit gesagt hatte. (Apg. 7:54-60) In der heutigen Zeit geschehen ähnliche Dinge, wenn Fanatiker, vom Geist dieser Welt erfüllt, gegen die Predigttätigkeit der Zeugen Jehovas vorgehen. Da ein Christ jedoch weiß, daß er im Recht ist und den Auftrag hat, die ewige gute Botschaft zu verkünden, predigt er freimütig weiter.
40. Von welchem Standpunkt aus betrachtete Gamaliel diese Verhandlung vor dem Sanhedrin, und was folgerte er?
40 Während jener aufregenden Auseinandersetzung in den Tagen der Apostel stand ein weiser Mann, ein Pharisäer namens Gamaliel auf und sagte: „Männer von Israel, nehmt euch in acht, was ihr hinsichtlich dieser Menschen zu tun beabsichtigt. Zum Beispiel stand vor diesen Tagen Theudas auf und behauptete, selbst etwas Besonderes zu sein, und eine Anzahl Männer, etwa vierhundert, schlossen sich seiner Partei an. Er wurde aber umgebracht, und alle, die ihm folgten, wurden zerstreut und wurden zunichte. Nach ihm, in den Tagen der Einschreibung, stand Judas, der Galiläer, auf, und er zog Leute hinter sich her. Und doch kam dieser Mann um, und alle, die ihm folgten, wurden weithin zerstreut. Und so sage ich euch unter den gegenwärtigen Umständen: Steht von diesen Menschen ab und laßt sie gehen; (denn wenn diese Unterfangen oder dieses Werk von Menschen ist, wird es umgestürzt werden; wenn es aber von Gott ist, werdet ihr sie nicht stürzen können;) andernfalls mögt ihr vielleicht als solche erfunden werden, die in Wirklichkeit gegen Gott kämpfen.“ Sie hörten auf Gamaliel, „und sie riefen die Apostel herein, peitschten sie aus und befahlen ihnen, nicht mehr aufgrund des Namens Jesu zu reden, und ließen sie gehen“. Es sollte heute nur noch mehr Männer wie Gamaliel geben, die den religiösen Führern und den Herrschern sagen würden, wie sie handeln sollten. — Apg. 5:35-40, NW.
41. Wie wirkten die Auspeitschung und die Drohungen auf die Apostel?
41 Die Auspeitschung änderte nichts an der Einstellung der Apostel. Sie waren früher schon geschlagen worden, waren früher schon im Gefängnis und man hatte ihnen früher schon gedroht. Es stand eine unsichtbare Macht hinter ihnen, die sie stützte, die die Führer der Juden aber nicht erkannten: Jehova Gott, sein Sohn Christus Jesus, eine Menge Engel und der heilige Geist, den Gott gesandt hatte, um seine irdischen Diener zu stärken. „Diese [treuen Christen] nun gingen aus dem Sanhedrin hinweg, voll Freude, weil sie gewürdigt worden waren, um seines Namens willen in Unehre zu kommen. Und jeden Tag fuhren sie im Tempel und von Haus zu Haus ununterbrochen fort zu lehren und die gute Botschaft über Jesus, den Christus, zu verkünden.“ Hast auch du einen solchen Glauben? Würdest du der Stimme eines Engels Jehovas gehorchen und das tun, was die Apostel taten? Wahre Christen tun das! — Apg. 5:41, 42, NW.
42. Wodurch bewiesen die Apostel ihren Freimut, nachdem sie voll Freude auf den Engel gehört hatten?
42 Die Apostel waren voll Freude darüber, daß sie dem Engel gehorcht hatten! Sie dehnten ihre Tätigkeit zur Rechtfertigung des Namens Jehovas und seines Wortes noch weiter aus. Sie stärkten die wachsende Versammlung Gottes der damaligen Zeit. Schließlich zogen sie mit vielen anderen treuen, erprobten Nachfolgern in andere Gebiete, wo sie nicht nur den Juden predigten, sondern auch den Heiden. Dadurch erhielten Menschen aus jedem Stamm, jeder Zunge und jedem Volk ebenfalls die Gelegenheit, die Wahrheit kennenzulernen und die „Worte über dieses Leben“, von dem Jesus mit seinen Nachfolgern gesprochen hatte, zu hören. Der Apostel Paulus zeigt durch seine vorzügliche Beweisführung über die Auferstehung der Toten in seinem Brief an die Korinther, wie sehr er an den „Worten über dieses Leben“ interessiert war. — 1. Kor. 15:1-57.
43, 44. Wozu werden christliche Zeugen Jehovas von heute angespornt, und worum werden sie weiterhin beten?
43 Christen ahmen heute die Apostel nach, die den Weisungen des Engels Gottes gehorchten. Jehovas Engel leitet seine Diener, die mit seiner erdumspannenden Organisation verbunden sind und die ewige gute Botschaft verkünden, heute ebenfalls. Darum fasse Mut! Beteilige dich am Predigtwerk. Tue es unerschrocken. Vertraue dem Wort Gottes. „Denn er wird seinen Engeln über dir befehlen, dich zu bewahren auf allen deinen Wegen.“ (Ps. 91:11) Paulus bestätigt dies, indem er die Frage aufwirft: „Sind sie nicht alle Geister für den öffentlichen Dienst, ausgesandt, um denen zu dienen, welche die Rettung ererben werden?“ (Hebr. 1:14, NW) Diese Frage kann nur mit Ja beantwortet werden.
44 Bist du ebenso interessiert an der Rettung durch Christus Jesus wie Petrus und Johannes? Sie sagten: „Überdies gibt es in keinem anderen Rettung, denn es gibt keinen anderen Namen unter dem Himmel, der unter den Menschen gegeben worden ist, durch den wir gerettet werden sollen.“ (Apg. 4:12, NW) Hast du den Glauben an Christus Jesus, den ein Christ haben sollte, und möchtest du das gegenwärtige, nun bald vergehende System der Dinge überleben? Dann bete weiterhin darum, daß du „mit dem heiligen Geist erfüllt“ werden möchtest, um „das Wort Gottes mit Freimut“ reden zu können. — Apg. 4:31, NW.
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Liebe und Freimut führen zum LebenDer Wachtturm 1964 | 15. Februar
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Liebe und Freimut führen zum Leben
1. Wie hält ein Nachfolger Jesu die Gebote seines Meisters?
WER glaubt, daß Jesus Christus der Sohn Gottes ist und daß es „keinen anderen Namen unter dem Himmel“ gibt, „der unter den Menschen gegeben worden ist, durch den wir gerettet werden sollen“, muß auch den Worten Jesu und seiner Apostel glauben. Jesus sagte: „Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten.“ (Joh. 14:15, NW) Folglich müßte es dann so sein, wie Jesus sagte: „Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt. Wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden.“ (Joh. 14:21, NW) Ein Nachfolger, der die Gebote Jesu hält, bekundet Liebe. Doch was schließen diese Gebote alles ein? Jesus sagte unter anderem: „Geht daher hin und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, indem ihr sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes tauft und sie lehrt, alles zu halten, was ich euch geboten habe.“ (Matth. 28:19, 20, NW) Um Menschen zu veranlassen, Jünger Jesu zu werden, müssen die Nachfolger Jesu reden, predigen und überzeugen.
2. (a) Besteht unsere Aufgabe lediglich darin, zu predigen und Jünger zu machen, und welche tiefschürfenden Fragen über die Evangelisation stellte nach einem Bericht der Zeitschrift Time der Präsident einer Glaubensgemeinschaft? (b) Was könnten sich angebliche Christen außerdem noch fragen?
2 Es genügt nicht, einfach Jünger zu machen. Jesus gebot auch, die neuen Jünger zu lehren und ihnen zu zeigen, wie sie alles halten können, was er geboten hat. Wege
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