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Was wissen wir über die Lebensdauer des Menschen?Erwachet! 1971 | 8. April
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er muß auch ein rechtes Verhältnis zu seinem Schöpfer haben. Gottes Sohn zitierte aus den Hebräischen Schriften folgende Worte: „Nicht von Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jeder Äußerung, die durch den Mund Jehovas ausgeht.“ (Matth. 4:4) Dem ersten Menschen hatte Gott ein Gesetz gegeben, aber er übertrat es und zerstörte dadurch das richtige Verhältnis der Menschheit zu Gott. Diese falsche Handlungsweise hatte Unvollkommenheit zur Folge, und die Unvollkommenheit führte schließlich zum Tod. Als das erste Menschenpaar begann, sich fortzupflanzen, bewirkte das Gesetz der Vererbung, daß seine Nachkommen die sündige Natur und die daraus resultierende Unvollkommenheit ererbten. — Ps. 51:5.
Die Wissenschaftler geben zu, daß es ihnen nicht möglich ist, „wissenschaftlich“ zuverlässige Angaben über das mögliche Höchstalter des Menschen zu machen. Die Bibel zeigt, daß die Lebensdauer des Menschen ursprünglich unbegrenzt war, daß Gott dem ersten Menschenpaar sagte, es würde nicht sterben, solange es gehorsam wäre. (1. Mose 2:16, 17) Adam und Eva zerstörten durch ihren Ungehorsam das rechte Verhältnis zu Gott und brachten so Krankheit, Leid, Alter und Tod über alle ihre Nachkommen, zu denen auch wir gehören. Von jener Zeit an sind die Menschen allmählich schwächer geworden, und das Lebensalter, das vor der Sintflut noch durchschnittlich Hunderte von Jahren betrug, ist auf die heutigen siebzig bis achtzig Jahre zusammengeschmolzen.
Aus der Erklärung der Bibel kann man erkennen, daß der Mensch nicht altern würde, daß seine körperlichen und geistigen Kräfte nicht abnähmen und er nicht von Krankheiten befallen würde, die schließlich zum Tod führen, wenn die Sünde nicht wäre. Die Beseitigung der Sünde und die Wiederherstellung des rechten Verhältnisses zu Gott hätten somit ewiges Leben zur Folge. Das ist genau das, was in der Bibel verheißen wird, nämlich „das ewige Leben, das Gott, der nicht lügen kann, vor langwährenden Zeiten verheißen hat“, wie der Apostel Paulus in Titus 1:2 schrieb. Als Jesus Christus auf der Erde war, sagte er: „Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es in Fülle haben sollen.“ (Joh. 10:10) Er beschränkte diese Hoffnung auf Leben in Fülle nicht auf Leben im Himmel, denn er wies seine Nachfolger an, zu seinem Vater zu beten: „Dein Königreich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf der Erde.“ — Matth. 6:10.
Erscheint dir die Aussicht auf ewiges Leben auf der Erde unrealistisch? Dein eigener Organismus liefert den Beweis dafür, daß der Mensch geschaffen worden ist, um zu leben, und nicht, um langsam zu altern und schließlich zu sterben. Wir laden dich ein, diesen Beweis nun zu prüfen, um zu ermitteln, in welcher Weise er bestätigt, daß die Hoffnung, die die Bibel bietet, vernünftig ist.
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Konstruiert, um für immer zu funktionierenErwachet! 1971 | 8. April
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Konstruiert, um für immer zu funktionieren
WENN der Mensch geschaffen wurde, um ewig zu leben, dürfen wir erwarten, Beweise dafür zu finden, daß sein Organismus, auch sein Gehirn, entsprechend konstruiert ist. Verrät die Kapazität seines Gehirns und übrigen Körpers, daß der Mensch mit Gottes Hilfe nicht nur Hunderte oder gar Tausende von Jahren, sondern ewig leben könnte?
Ewiges Leben wäre nur sinnvoll oder wünschenswert, wenn der Mensch über ein Gehirn verfügte, das ein unbegrenztes Leistungsvermögen besäße. Dieses Gehirn müßte so konstruiert sein, daß es sozusagen unbegrenzt Informationen aufnehmen und speichern könnte. Es müßte so gebaut sein, daß der Mensch seinem Wissensgut ständig neues Wissen hinzufügen konnte, so daß es ihm möglich wäre, ständig Fortschritte zu machen.
Besitzt der Mensch ein solches Gehirn? Ja; er ist das einzige Geschöpf auf der Erde, das über ein solches Gehirn verfügt. Sein Gehirn ist einzigartig. Wir lesen in dem Werk The World Book Encyclopedia (1970) (Bd. 2, S. 459) darüber: „Das menschliche Gehirn ist komplizierter als das Gehirn irgendeines Tieres.“
Das menschliche Gehirn unterscheidet sich gewaltig von dem irgendeines Tieres; das zeigt, daß das Gehirn des Menschen und die Gehirne der Tiere zu verschiedenen Zwecken konstruiert worden sind. Kein Tier hat die Fähigkeit, auf dem Wissensgut früherer Generationen aufzubauen. Man kann Tiere bis zu einem gewissen Grad dressieren, doch das, was man ihnen durch Dressur beigebracht hat, können sie nicht an ihre Jungen weitergeben; der Mensch muß jede neue Generation Schäferhunde wieder ausbilden. Die Tiere werden in erster Linie durch den Instinkt, den ihnen der Schöpfer verliehen hat, geleitet. Deshalb bauen die Vögel seit Jahrhunderten Nester, die Biber Dämme und die Bienen Waben. Doch weiter bringen sie es nicht.
Nur der Mensch besitzt ein Gehirn, das es ihm ermöglicht, auf das von früheren Generationen angesammelte Wissensgut weiter aufzubauen. Deshalb vermag nur er das Feuer, die Elektrizität und die Atomenergie zu zähmen. Deshalb vermag nur er Maschinen wie Computer und andere zu bauen und zu bedienen, und nur er vermag mit Raketen zum Mond zu fliegen. Er wird nicht in erster Linie durch den Instinkt geleitet, sondern durch den Verstand.
Ja, nur der Mensch besitzt ein Gehirn, das es ihm ermöglichen würde, für immer zu lernen und Fortschritte zu machen. Das ist so, weil es Gottes Vorhaben war, daß der Mensch im Gegensatz zu den Tieren ewig leben sollte. Der Schöpfer stattete Mensch und Tier mit dem Gehirn aus, das für deren Leben nötig war: den Menschen mit einem Gehirn, das unbegrenzt arbeiten würde; die Tiere mit einem Gehirn, das nur für eine kurze Lebensdauer gedacht war.
Eine erstaunliche Kapazität
Die Kapazität des menschlichen Gehirns ist überwältigend. In dem Werk The World Book Encyclopedia wird über dieses Thema unter anderem gesagt: Wollten die Wissenschaftler einen Computer konstruieren, der dem menschlichen Gehirn entspräche, müßte er so groß sein wie das „Empire State Building“ in New York!
Der wichtigste Teil des Gehirns ist die Nervenzelle, auch Neuron genannt. Man schätzt, daß die menschliche Hirnrinde etwa 10 Milliarden (10 000 000 000) Neuronen enthält. Darüber konnte man in der Zeitschrift Life (28. Juni 1963) lesen:
„Die Nervenzellen des Gehirns stehen in tausendfachen Verbindungen miteinander. Aber die zahllosen zusätzlichen Verbindungen, die in der Großhirnrinde möglich sind, steigern die Fähigkeit des Gehirns, Aufschlüsse zu empfangen und zu zerlegen, sozusagen ins unendliche. Durch die große Fähigkeit, Aufschlüsse zu verarbeiten, ist der Mensch allen übrigen Lebewesen in einem unvergleichlichen Maße überlegen.“
Die Kapazität jedes einzelnen dieser Neuronen ist gewaltig. Der Biochemiker Isaac Asimov erklärte:
„Ein gesunder erwachsener Mensch mit normaler Intelligenz mag in jedem Neuron über 20 Millionen RNS-Moleküle [man nimmt an, daß sie als ,Botenstoff‘ für das Gedächtnis dienen] besitzen ... Ein RNS-Molekül, bestehend aus nur 25 Gliedern, könnte von einer Billiarde verschiedener Kombinationen irgendeine Kombination aufweisen ... Jedes RNS-Molekül enthält jedoch Hunderte von Einheiten — nicht nur 25“ (New York Times Magazine, 9. Oktober 1966).
Welches Potential erhält das menschliche Gehirn durch diese Konstruktion der Nervenzelle? Asimov schreibt:
„Ohne Zweifel stellt die RNS ein Speichersystem dar, das jeder Beanspruchung durch die Prozesse des Lernens und Erinnerns vollkommen gewachsen ist — ja es vermag sogar noch eine milliardemal mehr zu leisten.“
Ist das nicht erstaunlich? Das Gehirn vermag nicht nur die Aufgaben zu bewältigen, die ihm der Mensch während einer Lebenszeit von siebzig bis achtzig Jahren auflädt, sondern eine milliardemal mehr. Das bedeutet, daß es mit der Hilfe Gottes unbegrenzt zu arbeiten vermöchte.
Ist es einleuchtend, daß Gott den Menschen mit einem solch wunderbaren Gehirn ausgestattet
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