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  • Tätigkeit der Zeugen Jehovas in der Neuzeit
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1973
    • Tätigkeit der Zeugen Jehovas in der Neuzeit

      Du hast nun einiges über die Erfahrungen gelesen, die Jehovas Zeugen in den vergangenen zwölf Monaten in verschiedenen Teilen der Erde gemacht haben. Nun wollen wir einige Länder betrachten, um zu erfahren, wie sich das Werk der Zeugen Jehovas dort in der Neuzeit entwickelt hat. Manchmal denkt die heutige Generation nur an das, was sie geleistet hat. Doch die heutige Generation der Zeugen Jehovas baut eigentlich auf dem auf, was treue Evangeliumsverkündiger vor Jahren getan haben, und es ist wunderbar in unseren Augen, zu sehen, wie Jehova Gott sein Volk heute leitet und wie er es in den vergangenen Jahrzehnten geleitet hat, damit die gute Botschaft vom Königreich in dem Maße gepredigt werde, wie dies zur Zeit geschieht. Wir glauben, daß dir die Berichte über das, was manche Zeugen Jehovas auf sich nehmen mußten, um die gute Botschaft vom Königreich zu predigen, bestimmt gefallen werden. Besonders wird es dich freuen zu sehen, wie Jehova die Bemühungen seines Volkes reich gesegnet hat.

  • Brasilien
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1973
    • Brasilien

      JEHOVA GOTT sucht die Menschen heraus, die ihn mit „Geist und Wahrheit“ anbeten werden. In Brasilien hat er bereits eine große Zahl davon eingesammelt, bis April 1972 etwa 72 900. Die Suche nach wahren Anbetern ist in diesem immensen Gebiet schon mehr als fünfzig Jahre vor sich gegangen, und sie hat wunderbare Ergebnisse gezeitigt. — Joh. 4:24.

      Was für ein Land ist Brasilien? Wie sind seine Bewohner? Welche Sprachen sprechen sie? Welches sind ihre führenden Konfessionen und religiösen Bräuche? Laßt uns zuerst einen allgemeinen Blick auf den geographischen und historischen Hintergrund des Landes werfen. Als erste entdeckten Europäer im Frühling des Jahres 1500 dieses Land. Es wurde damals Insel Vera Cruz genannt; dann Land vom Heiligen Kreuz und schließlich Brasilien wegen des Brasilholzes, das man seines Farbstoffes halber, der in der Textilindustrie benutzt wurde, hochschätzte.

      Ein Riese unter den Ländern, umfaßt Brasilien ein Gebiet von 8 516 000 Quadratkilometern und erstreckt sich etwa 4 300 Kilometer weit von Norden nach Süden. Sein Gebiet grenzt an alle südamerikanischen Staaten, außer an Chile und Ecuador. Natürlich kann erwartet werden daß es in einem Land, das sich so weit von Norden nach Süden erstreckt, im Klima und in der Temperatur Verschiedenheiten gibt.

      Die Zahl der Bevölkerung belief sich im Jahre 1970 auf 92 391 521 Personen, bestehend aus 54 Prozent Weißen, 34 Prozent Caboclos (Mischlinge von Weißen und Indianern), Mulatten (Weiße und Neger) und Cafusos (Neger und Indianer), 10 Prozent Negern und 2 Prozent Asiaten, hauptsächlich japanischer Herkunft. Die Angehörigen der verschiedenen Rassen heiraten häufig untereinander.

      Die Brasilianer sind freundliche, offenherzige Menschen. Sie sind religiös gesinnt und lieben Musik und Sport. Die römisch-katholische Religion herrscht vor, doch gibt es hier auch eine ganze Anzahl Protestanten, Juden und Mohammedaner. Der Spiritismus in seinen angeblich höheren und auch niedrigeren Formen (macumba: Schwarze Magie) wie auch Aberglauben und Astrologie werden weit und breit selbst von Katholiken ausgeübt.

      Die Hauptsprache, die gesprochen wird, ist Portugiesisch. Auch wird Deutsch, Englisch und Japanisch gesprochen, ferner Italienisch und noch andere Sprachen der ersten Generation, der Einwanderer, die zum größten Teil aus Europa stammten.

      Im Land als Ganzem herrscht große materielle Wohlfahrt. Der Mittelstand erfreut sich der meisten Bequemlichkeiten des Lebens wie auch der Annehmlichkeiten der Neuzeit, während sich die arbeitende Klasse immer noch bei einem Mindestlohn von etwa 140 DM im Monat abmüht. Straßen und Verkehrswege erstrecken sich über das Land, gegen Osten und Westen, gegen Norden und Süden, so daß das Land seine Hilfsquellen ausnutzen und seine Bodenerzeugnisse auf die Märkte der Großstädte bringen kann. Brasilien hat jetzt fünfundsiebzig Städte mit über 100 000 Einwohnern. Rio de Janeiro zählt etwa sieben Millionen Einwohner, und Groß-São-Paulo nähert sich eilends der Acht-Millionen-Grenze. Mit diesem Hintergrund materiellen und weltlichen Fortschritts im Sinn wird es von Interesse sein, zu beachten, wie die Suche nach wahrheitshungrigen Menschen in diesem weit ausgedehnten Gebiet in Gang gekommen ist.

      WIE DIE KÖNIGREICHSBOTSCHAFT BRASILIEN ERREICHT HAT

      Nicht von Evangeliumsverkündigern einer anderen Nationalität, die dorthin gesandt worden wären, sondern durch die Lippen von acht demütigen brasilianischen Seeleuten haben Menschen in Brasilien das erstemal um das Jahr 1920 etwas von der Königreichsbotschaft gehört. Diese jungen Seeleute, alle in ihren Zwanzigerjahren, die Landurlaub erhalten hatten, als das Schiff im New Yorker Hafen lag, verbrachten etwas Zeit damit, eine Schaufensterauslage mit der Bezeichnung „Die Karte der Zeitalter“ zu betrachten. Diese Auslage befand sich im Fenster einer Zusammenkunftsstätte einer kleinen Gruppe von Bibelforschern, wie Jehovas Zeugen damals bekannt waren, nahe bei den Büros der Watchtower Bible and Tract Society in New York. Die Seeleute erkannten, daß die Karte etwas mit der Bibel zu tun hatte, denn einer von ihnen konnte ein wenig Englisch lesen. Doch war der Saal geschlossen, und so konnten sie der Sache zur Zeit nicht weiter nachgehen.

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