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Wie sicher ist dein Geld?Erwachet! 1982 | 8. März
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Rechne also nicht mit einer Umkehr dieses Trends. Es ist völlig unwahrscheinlich, daß dein Geld in Zukunft sicherer werden wird. Im Gegenteil, je mehr sich dieses System seinem Ende nähert, um so mehr wird sich wahrscheinlich wirtschaftliche Unsicherheit breitmachen.
Währenddessen mußt du über deinen Lebensstil und deine Ausgaben realistisch denken. Lebe nicht über deine Verhältnisse. Verzichte auf das, was du dir nicht leisten kannst, statt dir Schulden und die damit verbundenen Probleme aufzuladen. Wenn du darauf angewiesen bist, Kredit aufzunehmen, dann mache weisen Gebrauch davon. Zeige deinen Kindern — sowohl durch Anleitung als auch durch ein gutes Beispiel — den Wert des Geldes und die Notwendigkeit, sparsam damit umzugehen.
Meide die Gefahr, immer mehr zu arbeiten oder gar zwei Arbeitsstellen anzunehmen, nur um einen höheren Lebensstandard zu finanzieren. Dies mag zwar eine Hilfe im Kampf gegen die Inflation sein, aber es wird dir wertvolle Zeit rauben, die du brauchst, um deiner Verantwortung gegenüber deinem Schöpfer und deiner Familie nachzukommen. Nur Gott kann die Wirtschaftsprobleme der Menschheit lösen, und zwar in seiner neuen Ordnung. Das wird er auch tun. Es wird nicht mehr lange dauern, bis die gegenwärtige Unbeständigkeit des Lebens für immer der Vergangenheit angehören wird, nachdem Gottes „neue Erde“ Wirklichkeit geworden sein wird (2. Pet. 3:13; Offb. 21:1).
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Ein Opfer der InflationErwachet! 1982 | 8. März
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Ein Opfer der Inflation
Ein in Schweiß gebadeter ärmlicher Arbeiter öffnete auf dem Schreibtisch des Bürgermeisters von Votorantim (Brasilien) zitternd ein Paket. Mehrere Geldbündel und etwa 300 Münzen kamen zum Vorschein, und er bat den Bürgermeister, das Geld für ihn an einem sicheren Ort aufzubewahren. Die Banknoten waren nach dem Alter sortiert, und die Münzen trugen Daten von 1938 an. Benedito Antunes da Silva erzählte dann dem erstaunten Bürgermeister seine Geschichte.
Gemäß der Zeitung „O Estado da São Paulo“ hatte sich Beneditos Mutter über 40 Jahre als Familien„bankier“ betätigt, indem sie das Geld in einer verschlossenen Truhe aufbewahrte. Im Laufe der Jahre legte sie regelmäßig etwas dazu, bis das Familienvermögen auf mehr als 170 000 Cruzeiros gestiegen war. Benedito bekam es aber mit der Angst zu tun bei dem Gedanken, soviel Geld in seiner Lehmhütte zu haben. Er befürchtete einen Überfall. Daher bat er den Bürgermeister, das Geld für ihn aufzuheben. Der Bürgermeister rief dann die Polizei, die bestätigte, was er bereits befürchtet hatte: Das „Vermögen“ hatte absolut keinen Wert. All die alten Banknoten und Münzen waren schon seit Jahren nicht mehr gültig.
Der bestürzte und weinende Arbeiter mußte nun hören, daß man mit dem Geld, wenn man es im Laufe der Zeit angelegt hätte, 17 Mittelklassehäuser hätte kaufen können, die jetzt ein wahres Vermögen wert wären. Statt dessen verließ Benedito traurig das Amt mit 500 Cruzeiros (12 DM), die ihm der mitfühlende Polizist geschenkt hatte. Die Inflation hatte wieder einmal zugeschlagen.
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