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Bluttransfusionen — Warum viele jetzt darüber anders denkenErwachet! 1979 | 8. Januar
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die sich auf Behandlungsmethoden auswirken, besprochen werden.“
Was sagten Ärzte und Rechtsanwälte? In der Universität in Lubbock (Texas) nahm der für die Studienfächer der Medizinischen Fakultät verantwortliche Arzt eine Broschüre entgegen, um sie einmal anzusehen. Als L. St. Clair ihn wieder besuchte, erfuhr er, daß der Arzt die Broschüre mit dem Dekan besprochen hatte und daß beide zu dem Schluß gekommen waren, daß die Broschüre jedes Jahr von den Medizinstudenten gelesen werden sollte. Sie baten, ihnen vorläufig 185 Exemplare zu bringen, und notierten sich den Namen eines ortsansässigen Zeugen Jehovas, der als Fachreferent den angehenden Ärzten den biblischen Standpunkt darlegen könnte. L. St. Clair suchte auch den Dekan der Juristischen Fakultät auf. Dieser sagte: „Wenn Sie uns diese Broschüren besorgen, werden wir sie als Lernmittel benutzen. Wir würden 465 Broschüren benötigen.“
Der Prediger, der die Broschürenaktion in San Antonio (Texas) leitete, schrieb: „Noch nie in all den 60 Jahren, in denen ich mit Jehovas Zeugen verbunden bin, wurde eine Aktion mit einem solchen Eifer durchgeführt und so gut unterstützt wie diese.“
Wie äußerten sich die vielen Fachleute, die die aufschlußreiche Blut-Broschüre erhielten? Ein New Yorker Arzt schrieb:
„Wir Ärzte erkennen an, daß Jehovas Zeugen eine wichtige Aufgabe erfüllen, indem sie ihre Anschauungen bekanntmachen. Sie haben einen starken Einfluß auf unser Denken ausgeübt.“
Dieser weltweite Aufklärungsfeldzug hat sich in vieler Hinsicht gelohnt.
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Höflichkeit lohnt sichErwachet! 1979 | 8. Januar
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Höflichkeit lohnt sich
IN EINER Welt, in der Höflichkeit und gutes Benehmen immer seltener zu beobachten sind, ist es eine wahre Wohltat, einen Menschen kennenzulernen, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, anderen Freude zu bereiten. Diese gute Eigenschaft hat ein Busfahrer in der brasilianischen Stadt São Gonçalo (Bundesstaat Rio de Janeiro). Lassen wir ihn seine Erfahrung berichten:
„Als Busfahrer lernt man Menschen mit sehr unterschiedlichem Benehmen kennen: geduldige und höfliche, aber auch rücksichtslose und unzufriedene. Es ist daher kein Wunder, daß viele meiner Arbeitskollegen leicht reizbar sind und Fahrgästen oftmals freche Antworten geben. Ich beschloß hingegen, ein christliches Benehmen zu zeigen.
Warum soll ich meine Fahrgäste nicht bei guter Laune halten? Ich vergebe mir nichts, wenn ich zuvorkommend bin. Will daher jemand an einer bestimmten Haltestelle aussteigen, sage ich ihm Bescheid, wenn wir dort sind, bedanke mich dafür, daß er mit mir gefahren ist, und wünsche ihm einen guten Tag. Dankt man mir dann noch mit einem Lächeln, fühle ich mich reichlich belohnt.
Der ,freundliche Busfahrer‘ war bald in aller Munde. Bei der Busverwaltung gingen mehrere Briefe ein, in denen mein Verhalten lobend erwähnt wurde. Zum Beispiel schrieb der Präsident der Nationalen Transportarbeitergewerkschaft: ,Von allen [Fahrern] ist mir einer aufgefallen, der aufgrund seines Benehmens eine besondere Erwähnung verdient. Das trifft sowohl auf seine Fahrweise und sein Verhalten Fahrgästen und Fußgängern gegenüber zu als auch auf die Beachtung der Verkehrsvorschriften. Das ist bestimmt beeindruckend, wenn man bedenkt, daß wir in einer unruhigen Zeit leben, in der Schimpfworte und Disziplinlosigkeit das ganze Geschehen am Arbeitsplatz beherrschen. ... Da ich nun seinen Namen herausgefunden habe, möchte ich diesen in jeder Hinsicht ausgezeichneten Fahrer als Menschen und als Arbeitnehmer Ihrer besonderen Aufmerksamkeit und Beachtung empfehlen.‘
Als ich ins Rentenalter gekommen war, beschloß ich, in Urlaub zu gehen. Doch der Eigentümer der Buslinie bat mich darum, zurückzukommen und weiterzuarbeiten, weil sich die Fahrgäste darüber beschwert hatten, daß ich nicht mehr fuhr.
Vor kurzem wurde ich von Reportern der Lokalzeitung interviewt. Sie wollten von mir den Grund für mein außergewöhnlich gutes Benehmen erfahren. In dem Pressebericht über das Interview war schließlich zu lesen, daß von einem ,Mitglied der religiösen Organisation der Zeugen Jehovas‘ die Rede sei. Die Überschrift lautete: ,Benehmen. Busfahrer grüßt an jeder Haltestelle — wahrt immer die Form‘. Wie überrascht war ich doch, als ich zusammen mit Ärzten, Ingenieuren und Zahnärzten die jährlich von der Stadt verliehene Auszeichnung für besondere Verdienste erhielt! Ich bin glücklich darüber, daß man mich gelehrt hat, nach christlichen Grundsätzen zu leben, und ich so den Wert der Freundlichkeit erkennen konnte. Ich kann nur sagen, daß sich Höflichkeit wirklich lohnt.“
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