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Sie predigen auf der ganzen bewohnten ErdeDer Wachtturm 1963 | 1. Mai
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Afrikanern vor sich geht, wenn sie Zeugen Jehovas werden. Sie werden die zuverlässigsten und vertrauenswürdigsten Arbeiter, und die meisten von ihnen lernen in den Kursen, die in den Königreichssälen durchgeführt werden, lesen und schreiben. Das Bemerkenswerteste sind jedoch ihre großen Kongresse, bei denen sich oft über 30 000 Zeugen Jehovas aus verschiedenen Stämmen friedlich versammeln. Regierungsbeamte, die solchen Kongressen schon beiwohnten, um mit eigenen Augen zu sehen, wie so etwas möglich sei, kamen nicht aus dem Staunen heraus.
In manchen Gegenden sind ganze Dörfer Zeugen Jehovas geworden. Die Zeugen müssen deshalb in andere Gebiete gehen, um zu predigen. Dieser erstaunlichen Ausdehnung des Predigtwerkes zufolge kommt heute in Nordrhodesien auf 82 Einwohner ein Zeuge Jehovas, in Njassaland auf 185 einer und in Südrhodesien auf 322 einer. Vor drei Jahren wurden in Johannesburg, Südafrika, ein großes Bethelheim und eine Druckerei eröffnet, in der jedes Jahr über zwei Millionen Exemplare der Zeitschriften Der Wachtturm und Erwachet! in neun afrikanischen Sprachen gedruckt werden. Afrika kann, was die biblische Aufklärung betrifft, nicht mehr als der dunkle Erdteil bezeichnet werden.
DIE INSELN DES MEERES
Die Königreichsbotschaft ist sogar bis auf die fernen Inseln im Atlantik, im Karibischen Meer, im Mittelmeer und im Pazifik vorgedrungen. Auf vielen dieser Inseln, zum Beispiel auf den Philippinen, in Australien und auf Neuseeland, ist die gute Botschaft vom Königreich sehr gut aufgenommen worden. Während 1942 auf neun dieser Inseln erst 5570 Königreichsprediger tätig waren, predigten zehn Jahre später bereits 44 111 auf 27 Inseln, und heute sind es doppelt so viele: über 89 000, und sie verbreiten die gute Botschaft auf über 60 Inseln und Inselgruppen des Meeres.
Ein Brief, der vor einiger Zeit von den Salomoninseln einging, läßt erkennen, wie begeistert die Königreichsbotschaft dort oft aufgenommen wird. Einige Dorfbewohner waren mit der Religion, die ihnen die Missionare der Christenheit gebracht hatten, nicht mehr zufrieden und gründeten daher einen eigenen Kult. Da sie aber alles interessierte, was mit Religion zu tun hatte, sandten sie, als sie von Jehovas Zeugen und ihrem Werk hörten, eine Abordnung nach Honiara, der Hauptstadt, um Näheres darüber zu erfahren. Die Abgesandten brachten gute Nachricht. Ja, einer war sogar so beeindruckt, daß er gleich einen Königreichssaal baute in der Erwartung, daß Jehovas Zeugen eines Tages kämen.
Als sie schließlich von vier Königreichsverkündigern besucht wurden, versammelten sich über 450 Eingeborene, um den öffentlichen Vortrag zu hören. Danach beschloß man, in der darauffolgenden Woche ein Lehrprogramm durchzuführen. Dem Unterricht, der jeweils morgens um 6.30 Uhr begann und bis nach Mitternacht dauerte, wohnten 150 Personen bei. Und das Ergebnis? „Nach vielen überzeugenden Beweisen und schlagkräftigen Argumenten, die unmöglich alle in einem einzigen Brief wiedergegeben werden können, entschieden sich sämtliche Lehrer und Pastoren für die Wahrheit. Die über zwanzig Kirchen wurden umbenannt und heißen nun Königreichssäle, und in allen achtundzwanzig Dörfern studiert man jetzt die neun Predigten, die wir zurückgelassen haben. Die Leute waren alle begeistert und sandten mir hinterher zwanzig Pfund, damit ich eine Tafel und Kreide kaufen könne. Ihre früheren Lehrer und Pastoren verkündigen und lehren jetzt anhand der Predigten. Sie haben ihre Riten aufgegeben und bemühen sich, alles möglichst genau so zu tun, wie wir es tun.“ So wird heute die Königreichsbotschaft selbst auf den fernsten Inseln des Meeres gepredigt.
SÜDAMERIKA
In diesem Erdteil, der schon jahrhundertelang von der römisch-katholischen Kirche beherrscht wird, ist das Analphabetentum immer noch stark verbreitet, sind uneheliche Kinder sehr zahlreich und ist die Ehe nach Gewohnheitsrecht allgemein üblich. Unter diesen Verhältnissen machte das Werk der Königreichsverkündigung anfänglich nur langsam Fortschritte: 1942 gab es in Südamerika erst 807 Verkündiger, 1952 waren es bereits 11 795, und heute predigen in allen südamerikanischen Ländern insgesamt über 45 000 Zeugen. In den letzten Jahren ist das Werk der Zeugen Jehovas in diesen Ländern von der Öffentlichkeit immer mehr beachtet worden.
In der Stadt São Paulo, im Süden Brasiliens, und in ihren Vororten gibt es zum Beispiel über 70 Versammlungen der Zeugen Jehovas mit über 5500 Königreichsverkündigern. In einem wöchentlichen Fernsehprogramm, das sich schätzungsweise 1 500 000 Personen ansehen, wird die Bevölkerung dieses Gebietes regelmäßig auf die Königreichsbotschaft aufmerksam gemacht.
Als Jehovas Zeugen im Januar 1962 in São Paulo einen Landeskongreß abhielten, hießen die Beamten der Stadt sie willkommen und halfen ihnen, verschiedene Schwierigkeiten, die in Verbindung mit dem Kongreß entstanden, zu überwinden. Rundfunk, Fernsehen und zahllose, spaltenlange Artikel in den Zeitungen machten den Kongreß weit und breit bekannt. Und wie reagierte die Öffentlichkeit? Erstaunlich! Während es in ganz Brasilien nicht einmal 30 000 Königreichsverkündiger gibt, erschienen über 48 000 Personen zu dem öffentlichen Vortrag „Wenn sich alle Nationen unter Gottes Königreich vereinen“!
NORDAMERIKA
In Nordamerika, wo sich die Zentrale dieses weltweiten Predigtwerkes befindet, ist ein ständiges Wachstum zu beobachten, nicht nur in den Vereinigten Staaten, sondern auch in Kanada, Mexiko und Zentralamerika. Im Jahre 1945 betrug die Zahl der Prediger 75 589, 1952 waren es jedoch schon 168 732, und heute verbreiten von Alaska bis Panama über 345 000 Personen die Botschaft von Gottes Königreich.
In der ganzen Welt sind heute weit über 950 000 Königreichsverkündiger tätig. Jede Woche kommen sie mit Millionen von Menschen in Berührung, und mit vielen sprechen sie in ihren Wohnungen regelmäßig über die Bibel. Sie predigen die gute Botschaft vom Königreich tatsächlich „auf der ganzen bewohnten Erde“. Sie folgen dabei dem Beispiel, das ihnen Christus Jesus gegeben hat, und erfüllen somit seine Prophezeiung, die sich auf unsere Zeit bezieht. Sie tun es nicht oberflächlich, sondern mit größtem Eifer, da sie wissen, daß nach den Worten Jesu dem Predigen der guten Botschaft vom Königreich das Ende des gegenwärtigen bösen Systems der Dinge in Gottes Krieg von Harmagedon folgen soll. — Matth. 24:14; Offb. 16:16.
Hunderttausende Gott hingegebener Männer, Frauen und Jugendlicher beteiligen sich, von Liebe zu Gott und zu ihren Nächsten getrieben, eifrig an diesem bedeutsamen Werk, ungeachtet der Schwierigkeiten, die es für sie mit sich bringen mag. Jedes Jahr schließen sich ihnen weitere Zehntausende an. Auch dir bietet sich jetzt die Gelegenheit, für Jehova Gott und sein Königreich Stellung zu beziehen und dadurch ein Anwärter auf die ewigen Segnungen seiner gerechten neuen Welt zu werden.
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BekanntmachungenDer Wachtturm 1963 | 1. Mai
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Bekanntmachungen
PREDIGTDIENST
Wer in Gottes neue Welt gelangen und ewig darin leben möchte, muß sich als Freund Gottes erweisen. Da sich Gott aber nur jene zu Freunden macht, die seinen Anforderungen entsprechen, sollte jeder vernünftige Mensch diese Anforderungen kennenlernen wollen. Jehovas Zeugen helfen ihren Mitmenschen, diese Anforderungen kennenzulernen, indem sie im Mai bei ihrer Tätigkeit von Haus zu Haus das aufschlußreiche Buch „Neue Himmel und eine neue Erde“ und eine bibelerläuternde Broschüre anbieten. (Beitrag 2 DM; Schweiz 2.50 Fr.; Österreich S 13; Luxemburg 25 lfrs.)
„WACHTTURM“-STUDIEN FÜR DIE WOCHE VOM
9. Juni: Mit Gott wandeln, Abs. 1—33. Seite 265.
16. Juni: Mit Gott wandeln, Abs. 34—40, ferner: Mit Gott reden. Seite 271.
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