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  • Nachrichten und ihre tiefere Bedeutung
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Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich 1981
w81 15. 10. S. 10

Nachrichten und ihre tiefere Bedeutung

Der Einfluß des Vaters

● „Nachdem man die in Deutschland vorgenommene Untersuchung des zwischen Kindern und Religion bestehenden Verhältnisses ausgewertet hatte, löste die Rolle, die der Vater dabei spielt, die größte Überraschung aus“, berichtete „The German Tribune“. „Die Untersuchung zeigte, daß eine positive Einstellung des Vaters gegenüber Religion größeren Kindern zu einer religiösen Erkenntnis verhilft und in ihnen die Beziehung zur Religion fördert.“

In „The German Tribune“ hieß es weiter, daß man vor der von Gisela Pannen durchgeführten Untersuchung — Gisela Pannen ist an der Lehrerbildungsanstalt in Neuß tätig — „angenommen hat, die Mutter habe aufgrund der Hauptrolle, die sie bei der Kindererziehung spiele, einen größeren Einfluß auf die Religiosität des Kindes“.

Der Gründer der Familie, Jehova, wußte zweifellos, wem er diese Verantwortung übertragen sollte, denn er inspirierte den Apostel Paulus, folgende Worte niederzuschreiben: „Ihr, Väter, ... zieht sie [eure Kinder] weiterhin auf in der Zucht und in der ernsten Ermahnung Jehovas“ (Eph. 6:4). Natürlich spielen auch Mütter eine wichtige Rolle in der Kindererziehung, und manchmal mögen es die Umstände erfordern, daß sie in dieser Hinsicht die ganze Verantwortung tragen. Deshalb erwähnt die Bibel oft beide Elternteile, wenn sie von der Kindererziehung spricht. Es heißt zum Beispiel: „Höre, mein Sohn, auf die Zucht deines Vaters, und verlaß nicht das Gesetz deiner Mutter.“ Die Mutter des Timotheus, Eunike, war im Großziehen ihres Kindes ohne die Hilfe eines gläubigen Ehemannes zweifellos erfolgreich (Spr. 1:8; 2. Tim. 1:5; 3:14, 15).

Größere Religionsfreiheit

● Die Associated Press beschrieb die vom Obersten Bundesgericht der USA getroffene Entscheidung, ein Arbeiter, der aus religiösen Gründen seine Arbeitsstelle aufgebe, habe Berechtigung auf Arbeitslosenunterstützung, als „dramatische Vergrößerung der Religionsfreiheit an der Arbeitsstelle“. Ein in der Stahlindustrie beschäftigter Arbeiter aus Indiana (USA) — ein Zeuge Jehovas — war von der Stahlblechproduktion an ein Fließband versetzt worden, an dem Panzer hergestellt werden. Er gab seine Arbeitsstelle auf, weil in seiner Firma kein Arbeitsplatz frei war, der nichts mit dem Militär zu tun hatte. Daraufhin wurde entschieden, daß er keine Arbeitslosenunterstützung bekommen würde. Das höchste Gericht von Indiana (USA) erhielt diese Entscheidung mit der Begründung aufrecht, der Mann habe ein Erfordernis nicht erfüllt. Er habe nämlich seine Arbeitsstelle nicht mit „gutem Grund“ aufgegeben.

Acht der neun höchsten Richter der USA waren jedoch anderer Meinung. Der Oberste Bundesrichter Warren E. Burger schrieb bezüglich dieses Falles: „Es steht uns nicht zu, zu entscheiden, ob er einen unvernünftigen Standpunkt vertrat oder nicht. Gerichtshöfe beurteilen nicht Auslegungen der Bibel.“ Das Gericht meinte, der Staat greife in die Angelegenheit der Religion ein — und das ist verfassungswidrig —, wenn er einer Person „wegen ihrer von einer religiösen Anschauung diktierten Handlungsweise eine wichtige Beihilfe verweigere und so großen Druck auf sie ausübe, gegen ihr Gewissen ihre Handlungsweise zu ändern“.

In der „Time“ wurde der Bericht über die gerichtliche Entscheidung mit folgendem Bibeltext eingeleitet: „‚Und sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden‘ (Jesaja 2:4).“ Man muß es zweifellos dem Gewissen eines jeden einzelnen überlassen und nicht dem Gericht, die Auslegungen der Bibel zu beurteilen — wie der Oberste Bundesrichter Burger es ausdrückte —, wenn es darum geht, die biblischen Grundsätze im Leben anzuwenden.

Ist Plündern keine Sünde?

● Ein Gebiet im Nordosten Brasiliens, das größer ist als Frankreich und Italien zusammen, war von der „Trockenheit des Jahrhunderts“ betroffen worden, der schlimmsten seit 1877. Dreizehn Millionen seiner Bewohner hatten sehr darunter zu leiden. Im vergangenen März drangen Hunderte von hungrigen Opfern der Trockenheit in 39 Städte (vier Staaten) ein, weil sie etwas zu essen haben wollten. In einigen Städten, wo man auf ihr Verlangen nicht sofort einging, wurden Geschäfte und Warenhäuser geplündert.

Kardinal Aloísio Lorscheider von Fortaleza, der Hauptstadt Cearás, des betroffenen Staates, erklärte: „Es ist gesetzlich erlaubt, sich in großer Not so viele Sachgüter zu nehmen, wie andere als Beweis ihrer Nächstenliebe verpflichtet wären zu geben.“

Kardinal Lorscheider sagte nicht, welche Grundlage sein Ausspruch, Plündern sei unter gewissen Umständen gesetzlich erlaubt, habe. Hätte er jedoch seinen Rat auf die Worte des „heiligen“ Petrus gestützt, dann hätte er gesagt: „Es darf nämlich keiner von euch leiden als Mörder oder Dieb oder Übeltäter oder Angeber.“ Auch wenn ein Christ Hunger leiden müßte, bis die Regierung etwas unternähme, würde er sich dennoch gemäß dem Gebot der Bibel ‘der obrigkeitlichen Gewalt unterordnen’ (1. Petr. 4:15; Röm. 13:1, katholische „Jerusalemer Bibel“).

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