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Noch heute wird „Manna“ gegessenDer Wachtturm 1959 | 1. Februar
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Noch heute wird „Manna“ gegessen
DIE Bibel erzählt uns, wie Gott die Nation Israel während der vierzig Jahre ihrer Wüstenwanderung mit Manna speiste. Das Manna glich weißem Samen und war süß „gleich flachem Kuchen mit Honig“. (2. Mose 16:13-31) In Anbetracht dieser Beschreibung ist es interessant, zu beachten, was die amerikanische Zeitschrift National Geographic in ihrer Dezemberausgabe des Jahres 1957 über das Manna zu sagen hatte. Folgendes ist ihrem Artikel „Die Zeiten des Alten Testaments kommen ins Leben zurück“ entnommen:
„Wieder einmal finden wir, daß ein biblischer Bericht durch feststehende Tatsachen gestützt wird, denn das Wunder des vom Himmel fallenden Mannas kommt alljährlich im Sinaigebiet vor. Jeden Sommer erscheinen an den Büschen unfehlbar und auf mysteriöse Weise weiße ‚Tröpfchen‘ einer süßen, nahrhaften Substanz. In der Hauptsaison kann man am Tage mehr als zwei Pfund davon sammeln.
Im Jahr 1927 reiste ein Zoologe von der Hebräischen Universität in Jerusalem, nämlich Professor F. S. Bodenheimer, nach der Sinaihalbinsel, um das Geheimnis des Mannas zu lüften. Sein geschultes Auge entdeckte bald die Ursache des Geheimnisses: die kleinen Honig-Tautropfen stammen von den Schildläusen.
Diese winzigen Insekten leben von Pflanzensäften, die, obwohl arm an Stickstoff, den die Insekten für ihren Stoffwechsel brauchen, reich an Kohlehydraten sind. Beim Verbrauch des Stickstoffs sondern sie den überschüssigen Saft als süße Tropfen ab. Durch die Verdunstung wird die Flüssigkeit schnell zu einer soliden, zähen Masse.
Bis heute ist das Manna in Vorderasien ein beliebtes Konfekt. Die berühmteste Art stammt aus Kurdistan, und die Händler preisen sie in den Straßen von Bagdad unter dem Namen Man an.“
Obwohl zweifellos ein Wunder notwendig war, um alle Israeliten mit genügend Manna zu versorgen und besonders um jeden Freitag zweimal soviel und dafür am Sabbat oder Sonnabend keines zu liefern, ist es doch interessant, festzustellen, daß dieses Manna aus der Natur gestammt haben mag und immer noch (anscheinend ausschließlich) in dem Teil der Welt zu finden ist, von dem die Bibel berichtet, die Israeliten hätten sich dort davon ernährt.
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Jugendlicher ‚bringt Bibeltexte miteinander in Verbindung‘Der Wachtturm 1959 | 1. Februar
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Jugendlicher ‚bringt Bibeltexte miteinander in Verbindung‘
Die richtige Anwendung sinnverwandter Bibeltexte trägt unweigerlich dazu bei, auf ein biblisches Thema Licht zu werfen. Dies wird durch das, was sich im Schulzimmer der achten Klasse einer Schule in Kentucky (USA) zutrug, treffend veranschaulicht. In dieser Klasse, die vierunddreißig Schüler zählt, liest jeden Morgen ein Schüler etwas aus der Bibel vor oder erzählt eine biblische Geschichte. Der Betreffende erhält seine Aufgabe einen Tag vorher zugeteilt. Eines Tages hatte der Lehrer jedoch anscheinend vergessen, jemandem den Auftrag zu erteilen, und so bat er James, der ein Zeuge Jehovas ist, eine Stegreifrede zu halten.
James hielt auf taktvolle Weise eine Predigt über Gottes Namen Jehova. „Du könntest ja ein Prediger sein!“ rief einer seiner Mitschüler aus. „Warum habe ich den Namen Gottes in meiner Kirche nie gehört?“ fragte ein anderer. Ein dritter stellte die Frage: „Warum hat Gott überhaupt einen Namen?“ Und der Lehrer bemerkte: „Es freut mich, daß wir einen Schüler haben, der die Bibeltexte, die er erwähnt, miteinander in Verbindung bringen kann. Ich habe diese Bibelstellen mein Leben lang gekannt, aber ich konnte sie nicht miteinander in Verbindung bringen.“
Bald hatte James sieben Predigten gehalten, er kam nämlich sieben Wochen nacheinander jede Woche einmal an die Reihe, und er sollte noch weitere halten. Er sprach unter anderem über: „Wer ist der Urheber der Leiden auf Erden?“, „Neue Himmel und eine neue Erde“, „Viele Menschen werden ewig auf Erden leben“ und „144 000 werden in den Himmel kommen“. Mehr als ein Schüler mußte nach Prüfung der biblischen Beweise, die James angeführt hatte, zugeben: „Genau das wird gesagt!“
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