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  • Stillen — Warum eigentlich nicht?
    Erwachet! 1976 | 22. Juli
    • Brustwarzen entzündet sind, das Kind jeweils nur zehn Minuten an jede Brust anzulegen.

      Damit die Milch reichlich fließt

      Um zu erreichen, daß die Milch reichlich fließt, sollte man dem Kind bei jeder Mahlzeit beide Brüste reichen. Hat man es zuletzt an der linken Brust trinken lassen, dann reicht man ihm bei der nächsten Mahlzeit die linke zuerst. Hat es diese leer getrunken, reicht man ihm die rechte. Bei der nächsten Mahlzeit beginnt man dann mit der rechten Brust. Ich steckte mir jeweils eine kleine Sicherheitsnadel an den BH auf der Seite, mit der ich bei der nächsten Mahlzeit beginnen mußte.

      Du wirst die Erfahrung machen, daß dein Kind, wenn es etwa sechs Wochen alt ist, und dann wiederum, wenn es etwa drei Monate alt ist, unruhig wird und öfter gestillt werden möchte. Das bedeutet lediglich, daß es wächst, und das ist seine Methode, die Milchleistung der Brust zu steigern. Stille es, wenn es gestillt werden möchte, und du wirst feststellen, daß es schon nach ein oder zwei Tagen wieder die alten Stillzeiten einhält.

      Ab wann feste Nahrung?

      Es ist ratsam, nicht voreilig damit zu beginnen, dem Säugling feste Nahrung zu geben. In den ersten paar Monaten seines Lebens genügt ihm die Muttermilch vollauf. Er benötigt nicht einmal Wasser, denn die Milch deckt auch seinen Flüssigkeitsbedarf.

      Gewöhnlich gibt der Säugling seiner Mutter zu verstehen, wann es Zeit ist, ihm etwas Festes zu geben. Das tut er, indem er plötzlich ein gesteigertes Nahrungsbedürfnis zeigt. Wenn du ihn während ungefähr fünf Tagen öfter gestillt hast als sonst und er immer noch hungrig ist, bedeutet das, daß du ihm jetzt etwas Festes geben kannst. Man sollte das allmählich tun und mit nur einer Speise auf einmal beginnen. Bekommt das Kind dann einen Ausschlag oder zeigt sich bei ihm eine allergische Reaktion, dann weißt du, was die Ursache ist.

      Unserem jüngsten Kind gab ich zum erstenmal feste Nahrung, als es fünf Monate alt war. Bis dahin hatte ich es voll gestillt, und es war prächtig gediehen. Als ich anfing, ihm Festes zu füttern, konnte es schon sitzen und wurde mit der neuen Erfahrung besser fertig als jüngere Kinder. Außerdem stellte ich überrascht fest, daß wir ziemlich viel Geld gespart hatten, denn wir mußten in diesen Monaten überhaupt keine Säuglingsnahrung kaufen. Wir brauchten auch kein Geld für eine Säuglingsnahrungsformel und für Flaschen auszugeben. Als das Kind fünf Monate alt war, durfte es Kost vom Familientisch mitessen. Ich schnitt alles ganz fein, so daß es die Speisen gut schlucken konnte.

      Wie lange stillen?

      Sollte man das Kind abstillen, wenn man anfängt, ihm feste Mahlzeiten zu geben? Nein. Diese festen Mahlzeiten ergänzen lediglich die Milchkost. Wann sollte denn das Kind abgestillt werden?

      Die Israelitinnen stillten ihr Kind zweieinhalb bis drei Jahre oder noch länger. Aus der Bibel geht hervor, daß Sara, die betagte Frau Abrahams, ihren Sohn erst abstillte, als er fünf Jahre alt war. Bei anderen Völkern wurden die Kinder noch länger gestillt. In der Zeitschrift Saturday Review of the Sciences, Ausgabe vom Mai 1973 konnte man folgendes lesen:

      „Die alten Indianer glaubten, daß ein Kind um so länger lebt, je länger es gestillt wird. Nicht selten wurden daher die Kinder gestillt, bis sie acht oder neun Jahre alt waren. Noch vor vierzig Jahren stillten Chinesinnen und Japanerinnen ihre Kinder 5 oder 6 Jahre lang.“

      Du denkst jetzt vielleicht: „Wer will denn so lange stillen? Die Leute würden ja denken, bei mir stimme etwas nicht.“ Natürlich leben wir in einer ganz anderen Zeit. Aber wir könnten uns vielleicht fragen, ob es für uns und unser Kind nicht nützlich wäre, wenn wir es länger stillen würden, als die heutige Etikette es vorschreibt. Heute sieht man nicht selten, daß ein Krabbelkind noch aus der Flasche trinkt. Warum ein solches Kind also nicht weiter stillen, ungefähr noch ein Jahr lang oder länger? In einem Buch des amerikanischen Anthropologen Ashley Montagu wird gesagt:

      „Eine ganze Reihe von Untersuchungen hat ergeben, daß sich das Stillen während des ersten Lebensjahres des Kindes günstig auf seine spätere Entwicklung auswirkt — auf die ganzen Jahre, bis es erwachsen ist. Die Ergebnisse zeigen, daß ein Kind wenigstens zwölf Monate lang gestillt werden sollte. Dann kann man es (jedoch ganz allmählich) abstillen, aber nur, wenn es dazu bereit ist. Im Alter von sechs Monaten kann man beginnen, feste Nahrung zuzufüttern. Gewöhnlich spürt es die Mutter, wenn das Kind so weit ist, daß sie es abstillen kann“ (Touching).

      Ich habe unser jüngstes Kind noch gestillt, als es schon lange im Krabbelalter war, und ich habe festgestellt, daß aus dem Säugling ganz allmählich ein kleiner Junge wurde.

      Ich bin unserem Schöpfer, Jehova Gott, tief dankbar, weil er die Frau so geschaffen hat, daß sie ihr Kind stillen kann, auch bin ich dankbar dafür, daß sich durch das Stillen zwischen mir und meinen Kindern eine solch innige Verbindung entwickelt hat. (Eingesandt.)

  • Das riesige Meer — ungezähmt, doch wohltätig
    Erwachet! 1976 | 22. Juli
    • Das riesige Meer — ungezähmt, doch wohltätig

      HAST du schon einmal am Ufer des Meeres mit seinem salzigen Gischt gestanden und beobachtet, wie die Brecher an die Felsen schlugen oder auf dem Sandstrand ausrollten und sich dann wieder zurückzogen? Hast du über die Größe des Meeres, über seine Gewalt und seine Geheimnisse gestaunt?

      Es gibt nur wenige Menschen, denen es keine Freude macht, stundenlang am Meer zu sein. Es hat etwas Faszinierendes an sich, und sein unaufhörliches Rauschen wird nie unangenehm, sondern läßt einen vielmehr friedlich schlafen.

      Es ist unmöglich, zu erfassen, welch eine gewaltige Kraft das Meer hat. Die meisten seiner Geheimnisse sind noch ungeklärt. Die Menschen haben wenig getan, sich seine Energie nutzbar zu machen, und wenn das Meer einmal tobt, kann nichts, was der Mensch errichtet, seiner Wut standhalten.

      Nur ein einziger Ozean, doch eine Vielfalt wie auf dem Festland

      Die Ozeane bedecken etwa 71 Prozent der Erdoberfläche. Wir sprechen von „Ozeanen“, aber in Wirklichkeit gibt es nur ein Weltmeer. Von Geographen wird es gewöhnlich in drei Ozeane eingeteilt: den Pazifischen, den Atlantischen und den Indischen. Sie stehen jedoch alle miteinander in Verbindung, besonders in der Antarktis. Doch die verschiedenen Gebiete des Weltmeeres haben ihre eigenen Besonderheiten, ebenso wie verschiedene Teile des Festlandes. Tatsächlich werden einige Länder durch die Merkmale desjenigen Teils des Meeres, der ihre Ufer bespült, zu dem, was sie sind.

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