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Der Name Gottes und die ChristenheitDer Wachtturm 1969 | 1. Januar
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ersetzen ihn durch den nichtssagenden Titel „Herr“.
Dieses Versäumnis der Geistlichkeit bleibt aber nicht unbeachtet. Der Gott der Bibel hat schon vor langer Zeit erklärt: „Mein Name wird groß sein unter den Nationen.“ (Mal. 1:11) Er hat in dieser Zeit des Endes seine Zeugen erweckt, damit sie seinen Namen und seinen Ruhm bis an die Enden der Erde verkündigen. Diese christlichen Zeugen Jehovas sind sich ihrer Verpflichtung, den Fußstapfen Jesu Christi, des Hauptzeugen, gewissenhaft zu folgen, völlig bewußt. Sie denken stets daran, daß Christus Jesus, als er auf der Erde wirkte, seinen Jüngern ‘den Namen seines Vaters bekanntgegeben hat’. (Joh. 17:26) Als ergebene Sklaven Gottes, des Höchsten, müssen auch sie den Eigennamen des wahren Gottes und sein wunderbares Vorhaben mit dem Menschen und der Erde bekanntmachen.
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Missionare ermutigt, gottgefällige Eigenschaften widerzuspiegelnDer Wachtturm 1969 | 1. Januar
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Missionare ermutigt, gottgefällige Eigenschaften widerzuspiegeln
„WAS seht ihr, wenn ihr in einen Spiegel schaut?“ Mit dieser Frage gab N. H. Knorr, der Präsident der Watch Tower Society, am Vormittag des 8. Septembers 1968 das Thema seiner Ansprache bekannt, die er bei der Abschlußfeier der 46. Klasse der Wachtturm-Bibelschule Gilead in New York hielt.
Er hob einen großen Spiegel hoch und fragte die 2 045 Zuhörer, was sie sehen könnten, wenn sie hineinschauten. Sie würden ihr Spiegelbild sehen. Doch dieses Spiegelbild zeige nur ihr Äußeres, ihr Aussehen. Es lasse nicht erkennen, wie es in ihrem Innern wirklich aussehe.
Dann hielt der Präsident eine aufgeschlagene Bibel hoch und fragte: „Was seht ihr, wenn ihr in diesen Spiegel schaut?“ Kann ein Mensch sich sehen, wenn er in dieses Buch schaut? Wenn wir die Bibel lesen, hören wir Jehova Gott zu, der zu uns spricht. Wir erfahren auf diese Weise, was Jehova von uns fordert, und können dann feststellen, was wir gemäß dem göttlichen Maßstab in Wirklichkeit sind. Wenn ein Christ in das Wort Gottes hineinschaut, kann er sich sogar viel besser sehen als in einem buchstäblichen Spiegel. Die Zuhörer schätzten diese vortreffliche Veranschaulichung.
Anhand des ersten Kapitels des Jakobusbriefes zeigte er, daß jemand, der nur ein Hörer des Wortes Gottes ist, aber kein Täter, „einem Manne gleich [ist], der sein natürliches Angesicht in einem Spiegel beschaut. Denn er beschaut sich und geht dann weg und vergißt sogleich, was für ein Mensch er ist.“ (V. 23, 24) Wer aber fortgesetzt in das vollkommene Gesetz Gottes hineinschaut und dessen Belehrung sich zu Herzen nimmt, wird seine Persönlichkeit dem Gesetz Gottes entsprechend ändern. Dann wird er glücklich sein, „weil er nicht ein vergeßlicher Hörer, sondern ein Täter des Werkes geworden ist“. — V. 25.
Dieser Rat war für die neunundneunzig Missionare, die nach ihrer Ausbildung auf der Gileadschule nun in andere Länder gesandt wurden, besonders passend. Sie wurden daran erinnert, daß Gott nicht auf ihr Äußeres schaut, denn „Gott geht nicht nach der äußeren Erscheinung eines Menschen“. (Gal. 2:6) Viel wichtiger ist, wie sie aussehen, gemessen an Gottes Wort. Da diese Absolventen in andere Länder gehen, um die Menschen dort über die Wahrheiten aus der inspirierten Heiligen Schrift zu belehren, ist es wichtig, daß sie die Menschen dort sehen lassen, was sie in Wirklichkeit sind, daß sie Gott und sein Wort hochhalten und seine Gesetze befolgen.
Nach dieser Ansprache erhielten die Absolventen die Diplome, und es wurde bekanntgegeben, in welches Land jeder einzelne gesandt würde. Die neunundneunzig Absolventen kamen aus acht Ländern und wurden nach zweiunddreißig Ländern, größtenteils lateinamerikanischen und afrikanischen, gesandt.
Vorher hatte F. W. Franz, der Vizepräsident der Gesellschaft, gezeigt, daß der buchstäbliche Atem eines Menschen beweise, in welchem Körper- oder Gemütszustand er sich befinde oder was er in den Mund genommen habe. Genauso würde das, was er, bildlich gesprochen, ausatme, das heißt seine Äußerungen, beweisen, was für eine Persönlichkeit er sei oder wie es in seinem Inneren aussehe. (Spr. 20:27, NW) Er erwähnte Apostelgeschichte 9:1, wo von Saulus gesagt wird, daß er „Drohungen und Mord gegen die Jünger des Herrn schnaubte“. Doch nach seiner Bekehrung zum Christentum wurde er der Apostel Paulus, und danach äußerte er Worte, die sich zum Nutzen anderer auswirkten.
Der Vizepräsident wies darauf hin, daß Personen, die die „Luft“ der von Satan beeinflußten Welt einatmen würden, veranlaßt würden, Dinge auszuatmen, die sich zum Schaden anderer auswirkten. Diejenigen dagegen, die fortgesetzt die Erkenntnis Gottes in sich aufnehmen und sie in ihrem Leben anwenden, werden veranlaßt, sich zum Nutzen anderer zu betätigen. Sie atmen gleichsam Liebe, Frieden, Barmherzigkeit und den Wunsch, anderen zur Rettung zu verhelfen, aus. Missionare und andere werden dadurch, daß sie die gute Botschaft von Gottes Königreich „ausatmen“, Gottes Gunst erlangen und für immer mit dem buchstäblichen Odem des Lebens gesegnet werden, um ewig in Gottes neuem System leben zu können.
Das Programm, das nach einer Pause für das Mittagessen fortgesetzt wurde, schloß musikalische Darbietungen und eine hervorragende Besprechung des Themas „Hörst du zu, wenn die Erfahrung spricht?“ ein. Die auferbauenden Erfahrungen älterer christlicher Brüder können jüngere sehr ermutigen, die in den Vollzeitdienst einzutreten gedenken, um entweder eines Tages Missionar zu werden oder in einem Bethelheim, wie dem der Zentrale der Watch Tower Society in New York, zu arbeiten.
Das Programm endete mit einem fesselnden Bühnenstück über das Thema „Auf Jehova vertrauen und dadurch mutig bleiben“, in dem besonders hervorgehoben wurde, daß Jehovas Volk sich heute noch genauso darauf verlassen kann, daß sich die Verheißungen Jehovas erfüllen, wie das in der Vergangenheit der Fall war. Auf anschauliche Weise wurde gezeigt, wie der Prophet Daniel während der Regierung Belsazars, des Königs von Babylon, unerschütterlich an seinem Glauben an Jehovas Verheißungen festhielt. Nach diesem begeisternden Bühnenstück wurde die Abschlußfeier mit Lied und Gebet abgeschlossen. Die Anwesenden drückten ihre große Wertschätzung für die wirklich auferbauenden Belehrungen aus, durch die Christen für das vor ihnen liegende Werk gestärkt wurden.
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Vorurteil durch Güte besiegtDer Wachtturm 1969 | 1. Januar
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Vorurteil durch Güte besiegt
● Der Apostel Paulus gab Christen den Rat: „Laß dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse stets mit dem Guten.“ (Röm. 12:21) Wie praktisch dieser Rat ist, zeigt eine Erfahrung, die ein Zeuge Jehovas in Ghana (Afrika) machte, der sich nicht durch Böses verbittern oder verhärten ließ. Er handelte nach dem, was die Bibel lehrt.
Als dieser Zeuge von Tür zu Tür ging, traf er eine Frau, die ihn beschimpfte und die behauptete, Jehovas Zeugen seien lediglich Bücherverkäufer. Er versuchte ihr zu erklären, warum er sie besuche, aber sie wies ihn barsch ab. Der Zeuge ging ruhig seines Weges, ohne ihr im gleichen Ton zurückzugeben oder zu antworten. Später begegnete er einem kleinen Jungen, der weinte, weil seine Spielgefährten ihre Bonbons nicht mit ihm geteilt hatten. Dem Prediger tat der kleine Knirps leid; um ihn zu trösten, kaufte er ihm einige Bonbons. Der Zeuge Jehovas wußte nicht, daß der kleine Junge der Frau gehörte, die ihn kurz vorher, als er bei ihr vorsprechen wollte, heftig beschimpft hatte.
Als der Kleine nach Hause kam, zeigte er der Mutter die Bonbons und sagte ihr, daß ein Zeuge Jehovas sie ihm geschenkt habe. Jetzt schämte sich die Frau ihrer feindseligen Haltung und unhöflichen Worte so sehr, daß sie den Prediger sofort suchen ging, um sich bei ihm für ihr unhöfliches Benehmen zu entschuldigen. Der Prediger nahm die Gelegenheit wahr, ihr die Botschaft der Bibel zu erklären. Er konnte ein Heimbibelstudium vereinbaren und führte es darauf regelmäßig in ihrer Wohnung durch. Die Frau ist heute eine ergebene Dienerin Jehovas. Die Güte triumphierte über das Vorurteil.
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Fragen von LesernDer Wachtturm 1969 | 1. Januar
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Fragen von Lesern
● Wie tranken die Israeliten in der Wildnis „aus dem geistigen Felsen ..., der ihnen folgte“, wie wir es in 1. Korinther 10:4 lesen? — I. M., USA.
Der Apostel Paulus schrieb über Gottes Nahrungsversorgung der Israeliten nach ihrem Auszug aus Ägypten: „Alle aßen dieselbe geistige Speise, und alle tranken denselben geistigen Trank. Denn sie pflegten aus dem geistigen Felsen zu trinken, der ihnen folgte, und dieser Fels bedeutete den Christus.“ — 1. Kor. 10:3, 4.
Offenbar dachte der Apostel in diesem Zusammenhang an zwei Bedeutungen: eine buchstäbliche und eine geistige.
Da Paulus in seinen vorangehenden Worten den Durchzug durch das Rote Meer erwähnte, bezog er sich offensichtlich auf die buchstäbliche Speise und das buchstäbliche Wasser, womit Jehova Gott die Israeliten in der Wildnis versorgte. Sie erhielten von ihm regelmäßig das Manna. Da ihnen diese buchstäbliche Nahrung auf übernatürliche Weise oder durch Jehovas
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