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    Der Wachtturm 1950 | 15. August
    • der zuerst als „Kolporteurwerk“ bekannt war, jetzt aber als „Pionierwerk“ bezeichnet wird. Die Zahl der Pioniere geht jetzt in die Tausende.

      13. Wie wurde die Gesellschaft Besitzerin ihrer ersten Druckanlage?

      13 Jahrelang wurde die Literatur von der Tower Publishing Company veröffentlicht, die alle Auslagen bestritt und der Gesellschaft die Bücher, Traktate usw. zu einem vereinbarten Preise lieferte. Im Jahre 1898 jedoch kam das Eigentumsrecht auf die ganze Anlage in Allegheny (North Pittsburgh), Pa., und damit The Watch Tower [Der Wacht-Turm], das Bibelhaus mit seiner vollständigen Büro-Ausstattung, dem Schriftmaterial, dem Bibel-Lager, den Schriftstudien, Broschüren, Traktaten usw. zusammen mit Tonnen wertvoller Elektroplatten von verschiedenen Veröffentlichungen in mehreren Sprachen in den Besitz der Gesellschaft. Das Bibelhaus dort an der Arch-Strasse war ein vierstöckiges Gebäude, das in Wirklichkeit für den Gebrauch der Gesellschaft erbaut worden war. Von Anfang an hatte die Absicht bestanden, es der Gesellschaft im Laufe der Zeit zu schenken, und es wurde auf $ 34 000 geschätzt. Der Nettogegenwert dieser ganzen Schenkung an die Gesellschaft wurde auf $ 164 033.65 geschätzt. Von diesem Punkte an lieferte die Gesellschaft ihr eigenes Kapital, und alle Konten der Kolporteure (Pioniere) usw. gingen an sie über.

      14. Nach welcher finanziellen Methode ist das Werk bis jetzt unterstützt worden?

      14 Sie sandte Reisevertreter aus, die öffentliche Ansprachen hielten, die Versammlungen besuchten und ihnen mit geistlichem Rate dienten, doch nie erhoben sie, privat oder öffentlich, eine Kollekte. Der Kollektenteller wurde aus allen christlichen Zusammenkünften vollständig verbannt, und alle Veranstaltungen wurden unter dem Motto bekanntgemacht: „Eintritt frei, keine Kollekte“. „Umsonst habt ihr empfangen, umsonst gebet,“ sagte Jesus den Missionaren, die er aussandte. Da dies Jehovas Organisation und Werk war, glaubte man, dass er das Geld beschaffen werde, um sein Werk durch seinen Geist, der das ihm ergebene Volk antreibt, weiterzuführen. So verliess man sich denn für die Unterstützung des Werkes auf freiwillige Beiträge. Auf diese Weise hat Jehova Gott, dem alles Silber und Gold gehört, bis auf diesen Tag für das Geld gesorgt, sowohl für die Ortsversammlungen wie für die gesetzliche Gesellschaft. Dies ist ein weiterer Beweis, dass er diese sichtbare Organisation stützt.

      VERLEGUNG DES HAUPTBÜROS

      15. Was hat dazu geführt, das Hauptbüro nach Brooklyn zu verlegen?

      15 Im Jahre 1908 wurde beschlossen, das Hauptbüro der Gesellschaft nach Brooklyn, New York, zu verlegen, da dieser Ort als zweckmässiger angesehen wurde, um das Zeitungswerk betreiben zu können, wodurch die wöchentlichen Predigten des Präsidenten der Gesellschaft in den Zeitungen des ganzen Landes veröffentlicht wurden. Damals erschienen Bruder Russells Predigten in elf Zeitungen. Im Laufe der Zeit jedoch stieg die Zahl auf mehr als 2000 Zeitungen an, die zusammen einen Leserkreis von 15 000 000 zählten und seine Predigten gleichzeitig veröffentlichten. Insgesamt waren es über viertausend Zeitungen in verschiedenen Ländern, die zu dieser oder jener Zeit diese Predigten entweder gratis oder gegen eine Gebühr veröffentlichten. So wurde Bruder Russell der grösste Syndikatsschreiber seiner Tage. Mittels dieser veröffentlichten Predigten kamen viele zur Erkenntnis der Wahrheit. Zur Zeit der Verlegung war Brooklyn als „Die Stadt der Kirchen“ bekannt, und innerhalb eines Umkreises von einigen Kilometern gab es dort siebeneinhalb Millionen Einwohner vieler Nationalitäten. So wurde denn als ‚guter Mittelpunkt für das Erntewerk in den noch wenigen übrigen Jahren‘ Brooklyn gewählt. (The Watch-Tower, 15. Dezember 1908, deutsch: Februar 1909) Dass Jehova diese Verlegung in ein weiteres Feld zu umfassenderem Dienste leitete, ist offenbar, denn von Brooklyn ist das grösste Werk der Gesellschaft ausgegangen. Jawohl, von hier aus ist der grösste Verkündigungs-Feldzug für das unter Christus stehende Reich Gottes der ganzen Geschichte der christlichen Kirche geleitet worden. Zufolge des Schutzes, der Obhut und Fürsorge Gottes sind wir im Jahre 1950 immer noch hier in Brooklyn und besitzen nun eine grössere Ausrüstung denn je zuvor für das, was nach unserer Überzeugung der grossartige Höhepunkt des erdenweiten Zeugnisses für den Namen und das Wort Gottes Jehovas und seiner Theokratischen Herrschaft der neuen Welt der Gerechtigkeit sein wird.

      16, 17. Welche Ereignisse kennzeichneten die Eröffnung der neuen Büros?

      16 In Brooklyn, New York, 17 Hicks-Strasse, wurde ein Besitztum erworben. Dies wurde als das Tabernacle Brooklyn bekannt. Im zweiten Geschoss befand sich ein grosser Saal mit 800 Sitzplätzen, und hier sollten öffentliche Ansprachen von Bruder Russell und andern Vertretern der Gesellschaft stattfinden sowie weitere Versammlungen abgehalten werden. Das Parterre war zu Bürozwecken geeignet, und das Souterrain für das Literaturlager und die Versandabteilung. Im Januar 1909 begann die Gesellschaft dort einzuziehen, und am Sonntag, 31. Januar, fand dort eine öffentliche Feier statt, also 41 Jahre, fast bis auf den Tag genau, vor einem ähnlichen Ereignis in diesem Jahr, das wir noch beschreiben werden.

      17 Die Gesamtzahl derer, die an der Eröffnung des Tabernacle teilnahmen, belief sich auf etwa 350; sie stammten aus New York, Brooklyn, Jersey-Stadt, Newark und aus andern Städten, die so weit weg sind wie Boston. Am folgenden Sonntag gaben alle Freunde, die von New York, Brooklyn und Jersey-Stadt zugegen waren, einmütig ihre Stimme, dass sie Teile einer Versammlung sein wollten, deren Heim im Tabernacle Brooklyn sei, und einstimmig erwählten sie Bruder C. T. Russell zum „Pastor“ dieser Versammlung. Somit war die Bezeichnung „Pastor Russell“, worunter er weltweit bekannt wurde, nicht ein von ihm selbst gewählter Titel. In Epheser 4:11, 12 (engl. B.) wird erklärt, dass Christus Jesus einige seiner geweihten Nachfolger als „Pastoren“ gebe; und angesichts des pastoralen Werkes, das Bruder Russell unter dem Oberhirten Christus Jesus durchführte, gaben ihm die Christengemeinden überall auf Erden als ihrem anerkannten Pastor die Stimme. Da er weite Reisen machte, diente er vielen von ihnen persönlich. Auf einer Tour, auf welcher er Versammlungen besuchte und ihnen diente, starb er am 31. Oktober 1916 unter grossen Schmerzen, an einem Körpergebrechen, und zwar unterwegs im Zuge durch den Staat Texas. In einer kleinen Stadt von Texas wurde sein Leichnam aus dem Zug genommen und in einem Behälter auf einer Umladerampe der Bahnstation verwahrt, bevor man ihn schliesslich zur regelrechten Bestattung nach dem Friedhof Pittsburgh verbrachte.

      18. Wie wurde das Bethel Brooklyn gegründet und eröffnet?

      18 Zur Zeit der Eröffnung des Tabernacle Brooklyn zählte die Familie im Hauptbüro über dreissig Personen. Angesichts dieser Zahl schien es ziemlich nötig, ein Hotel zu haben, um sie alle beherbergen zu können. Das Tabernacle hatte keine Wohnräume. Folglich wurde ein Besitztum in dem nahe gelegenen Wohnviertel auf der Heights [Hochstrasse] gekauft. Dieses Besitztum, das 124 Columbia Heights numeriert war, erwies sich als nichts anderes als die Wohnung eines berühmten früheren Brooklyner Predigers, Henry Ward Beecher, während das Tabernacle-Gebäude das „Beecher-Bethel“ gewesen war. Nach umfassenden Reparaturen passte das Haus als Wohnung für die Familie des Hauptbüros. Da dieses Heim ein Haus sein sollte, wo Gott durch seinen Geist wohnt, wurde es „Bethel“ genannt, was „Haus Gottes“ heisst. Als die Bethelfamilie schliesslich umzog und sich im Tabernacle Brooklyn und im Bethelheim einrichtete, veranstaltete sie an einem Abend im April, von 19-21 Uhr, einen Empfang für die Freunde ausserhalb. Etwa 400 erschienen. Sie wurden zuerst drüben im Tabernacle Brooklyn empfangen, und es wurden ihnen die Einzelheiten dieses Teiles der Ausrüstung der Gesellschaft gezeigt, und darauf hatten sie das Vorrecht, sich ins Bethelheim zu begeben, um den Ort zu besichtigen. Ehe sie weggingen, wurden Erfrischungen im Esszimmer im Souterrain serviert. Es war für damals ein grossartiger Anlass! Einige Zeit später wurde das Besitztum daneben, 122 Columbia Heights, erworben und so das Heim vergrössert.

      19. Was für andere Körperschaften wurden gebildet, und warum?

      19 Damit Jehovas geweihtes Volk diese Besitztümer innehaben und all die Geschäfte tun konnte, die mit seinem Veröffentlichungswerk im Staate New York verbunden waren, wurde es nötig, eine weitere Körperschaft zu bilden. Im Februar 1909 wurde gemäss den Bestimmungen des Mitgliedschafts-Körperschafts-Gesetzes der Gesetze von New York eine Mitgliedkörperschaft gegründet, die als „Peoples Pulpit Association“ [„Volkskanzel-Vereinigung“] bekannt wurde und einen Ausschuss von sieben Direktoren hatte, von denen Bruder Russell der gewählte Präsident war. Dreissig Jahre später wurde der Name dieser Neuyorker Körperschaft durch eine Ergänzung, die am 6. Februar 1939 eingereicht wurde, in „WATCHTOWER BIBLE AND TRACT SOCIETY, INC.“ umgeändert. Die erste Ausgabe unserer Zeitschrift Der Wachtturm, die von Brooklyn aus veröffentlicht werden sollte, war die Nummer vom 15. April 1909. Als Auslandsstellen der Watch Tower Society gab sie drei Zweigbüros an: London (England), Barmen (Deutschland) und Melbourne (Australien). Im Jahre 1914 wurde es als ratsam erachtet, zur Förderung des Predigens des Evangeliums auf den Britischen Inseln eine britische Körperschaft zu gründen, und so wurde die International Bible Students Association [Internationale Bibelforscher-Vereinigung] gegründet. Bruder Russell wurde zum Präsidenten dieser britischen Körperschaft erwählt. Er amtete bis zu seinem Todestage als gemeinsamer Präsident sowohl der pennsylvanischen, wie der Neuyorker und der britischen Körperschaft.

      20. Wie wurde das Bethel in den Jahren 1910 bis 1911 vergrössert? Mit welchen Besonderheiten?

      20 Im Jahre 1910 wurde ein Anbau hinten an das Bethelheim Brooklyn begonnen. Dieser reichte zurück bis zur Furman-Strasse am Fusse eines Abhangs. Somit erstreckte sich der Bethelanbau, der 1911 vollendet wurde, den Abhang hinab, acht Stockwerke hinunter, bis zum Parterre an der Furman-Strasse. In diesem Anbau befand sich das Esszimmer des Bethels, wo die Familie zusammen ass und wo die Studien-Versammlungen abgehalten wurden; ein Bassin, das in den Betonfussboden eingelassen war, diente gelegentlich für die Taufe.

  • Nachkriegs-Vergrösserung der Theokratischen Organisation
    Der Wachtturm 1950 | 15. August
    • Nachkriegs-Vergrösserung der Theokratischen Organisation

      1. Was brachte die spottende Geistlichkeit zum Verstummen hinsichtlich der Voraussagen über 1914?

      VOR LANGEM, im Jahre 1880, war in den Spalten des Wachtturms auf die biblische Chronologie aufmerksam gemacht worden, die 1914 n. Chr. als das Jahr kennzeichnete, da die 2520-Jahrperiode enden sollte. Jesus hatte sie in seiner Prophezeiung über das Ende der Welt die „Zeiten der Heiden“ genannt. (Luk. 21:24, Luther) Im Einklang damit wurde erwartet, dass 1914 das von Christus Jesus regierte Königreich Gottes in den Himmeln völlig aufgerichtet werde, während diese Welt in einer „Zeit der Drangsal“ sei, wie es eine solche nie zuvor gegeben habe. Die Religionsführer und Systeme der Christenheit waren alle bereit, über Bruder Russell und seine Mitzeugen Jehovas zu lachen, wenn seine bekanntgemachten Voraussagen über das Jahr 1914 n. Chr. fehlschlagen sollten. Doch gab es nichts mehr zu lachen, als Ende Juli der Erste Weltkrieg ausbrach und bis im Oktober weltweiten Umfang angenommen hatte. Die religiösen Mäuler der Christenheit waren bei dieser erschreckenden Wendung der Dinge verstummt, nicht aber Bruder Russells Mund. Als er am 1. Oktober 1914 seinen Platz am Frühstückstisch im Esszimmer des Bethels Brooklyn einnahm, sagte er mit kraftvoller Stimme, welche Überzeugung verriet: „Die Zeiten der Heiden sind abgelaufen!“

      2. Was für himmlische Ereignisse kennzeichneten das Jahr 1914 n. Chr.?

      2 In der Erkenntnis, dass die Welt nun die Zeit ihrer Auflösung erreicht hatte, lehnte er es ab, dem Aufruf des Präsidenten Wilson der U. S. zu folgen, wonach alle Geistlichen und Prediger sich zu einem allgemeinen nationalen Gebet um Frieden vereinigen sollten. Um jene Zeit wurde nicht verstanden, dass auch im Himmel droben Krieg war, nämlich zwischen Jehovas neu eingeführtem König Jesus Christus und den Horden

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