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  • Wem gehört dein Körper?
    Erwachet! 1972 | 8. Februar
    • gehabt hätten? In einem Leitartikel der südafrikanischen Zeitung Cape Times wurde gesagt: „Es ist bedauerlich, daß er [Professor Barnard] zu Protokoll gegeben hat: ,Wir glaubten, er sei Junggeselle.‘ Selbst afrikanische Junggesellen haben Brüder und Schwestern.“

      Viele Ärzte und andere, die mit Kranken zu tun haben, werden von guten Beweggründen geleitet und respektieren die Wünsche und Rechte ihrer Patienten, doch gibt es auch einige, die ihre Wünsche nicht respektieren und die die Rechte der Patienten mit Füßen treten. Daß es Personen, die eine solche Einstellung haben, heute gibt, sollte uns zum Nachdenken veranlassen. Es zeigt, daß es heute noch Personen gibt, die ähnlich denken, wie man im finsteren Mittelalter gedacht hat und wie die Verantwortlichen der KZs gedacht haben.

      Aber alle, die den Patienten ihr von Gott empfangenes Recht, selbst zu entscheiden, vorenthalten, besonders in Fällen, in denen ihr Verhältnis zu Gott auf dem Spiele steht, werden eines Tages dafür Rechenschaft ablegen müssen. Gott selbst wird sie zur Verantwortung ziehen. Und niemand wird eine gerichtliche Verfügung einholen können, weil solche Verfügungen dann ohne Rechtskraft sein werden. Diese Personen werden dann frontal mit dem höchsten Richter des Universums zusammenstoßen, was ihnen zur Beschämung und zum ewigen Schaden sein wird. — 5. Mose 32:35, 41.

  • Ein Ausflug unter der Erde
    Erwachet! 1972 | 8. Februar
    • Ein Ausflug unter der Erde

      Vom „Awake!“-Korrespondenten in Libanon

      KEIN menschlicher Bildhauer könnte solch wunderbare Werke schaffen, wie sie unter der Erde zu sehen sind. Es ist eine märchenhafte Zauberwelt, bestehend aus phantastischen Gebilden — prächtig gefärbten Tropfsteinen, sogenannten Stalaktiten und Stalagmiten —, prächtigen Hallen und kristallklarem Wasser.

      Tropfsteinhöhlen gibt es in vielen Ländern. Auch im Libanon haben wir eine solche Höhle, die einen guten Begriff von der Schönheit solcher Höhlen vermittelt — die prachtvolle Jeitahöhle. Sie befindet sich im Libanongebirge unweit des blauen Mittelmeeres.

      Der Hinweg

      Vor kurzem beschlossen wir, einen Ausflug dahin zu machen. Von Beirut aus führte der Weg etwa dreißig Minuten entlang dem Mittelmeer; dann kamen wir zum Hundsfluß oder zum Nahr El Kalb, wie die Araber dieses Gewässer nennen. Man entdeckte, daß dieser Fluß in der Jeitahöhle entspringt.

      An dieser Stelle führte im Altertum eine wichtige Straße vorbei. Die Pharaonen marschierten darauf gegen die Hethiter. Die syrischen Könige zogen diesen Weg, wenn sie die Städte Sidon und Tyrus erobern wollten. Und die römischen Legionen unter ihrem Feldherrn Vespasian benutzten diese Straße, als sie nach Jerusalem zogen, um einen Aufstand niederzuwerfen. Aber niemand ahnte, welch eine unterirdische Wunderwelt sich ganz in der Nähe befand.

      Entdeckung und Erforschung

      Die Jeitahöhle wurde erst vor etwas mehr als hundert Jahren entdeckt. Ein Amerikaner namens Thomson suchte auf einem Jagdausflug in den Bergen Unterschlupf in einer Höhle. Als er Wasser gurgeln hörte, folgte er neugierig, doch vorsichtig dem Geräusch. Zu seiner Überraschung stieß er auf einen unterirdischen See. Da er gern gewußt hätte, wie groß er wohl wäre, gab er einen Schuß in die Dunkelheit ab. Von den Wänden zahlreicher Höhlen hallte ein Echo wider. So wurde im Jahre 1836 die Jeitahöhle entdeckt.

      Siebenunddreißig Jahre später oder im Jahre 1873 begannen zwei Ingenieure der Beiruter Wasserwerke namens Maxwell und Bliss, die Höhle weiter zu erforschen, und stießen dabei auf die Quelle des Hundsflusses. Sie waren die ersten, die die prächtig gefärbten Tropfsteine, die Stalagmiten und Stalaktiten, sahen. Andere unternahmen weitere Expeditionen und entdeckten noch mehr dieser phantastischen Unterwelt. Schließlich erreichte man die hintere Höhlenwand. Die Höhle hatte eine Länge von etwa sechs Kilometern!

      An einer Stelle ist die Höhle über sechzig Meter hoch; dahin wagen sich nur die allermutigsten Höhlenforscher. Diese Höhle, die in bunten Farben schimmert, wurde 1955 dem Publikumsbesuch erschlossen. Im Jahre 1958 wurde in einer Höhle von fünfzig Metern über dem Fluß noch eine Halle entdeckt. Auch darin befinden sich Tausende von Tropfsteinen. Diese Halle kann seit August 1967 besichtigt werden.

      Die Besichtigung beginnt

      Wir betreten die Höhle und merken sofort, daß es darin etwas kühler ist als draußen. In der Jeitahöhle beträgt die Temperatur das ganze Jahr hindurch 15 ° Celsius. Am Rand eines Gewässers besteigen wir ein gondelähnliches Ruderboot. Erwartungsvoll setzen wir unseren Ausflug unter der Erde fort.

      Der Gondelführer steht am Bug und bewegt unser Boot geschickt mit Hilfe einer langen Steuerstange durch das dunkle Wasser. Anfänglich ist der Kanal breit, wird aber dann rasch enger. Der riesige Felsen rechts wurde von den ersten Erforschern „Der Korken“ genannt, weil er sie daran hinderte, weiter in die Höhle vorzudringen. Nachdem wir diesen Felsen passiert haben, erblicken wir die ersten Tropfsteine, die in verschiedenen Farben schimmern.

      Diese kunstvollen Gebilde hängen von der Decke herab wie riesige Eiszapfen, Thronhimmel, Kronleuchter oder Vorhänge. Und in welch einer grandiosen Farbenpracht — gelbbraun, rot und weiß! Überall sehen wir auch am Boden aufwachsende Tropfsteine, sogenannte Stalagmiten, in den verschiedensten Größen, Formen und Farben. Einige sehen aus wie riesige Säulen oder Bäume; einer der Steine gleicht dem Schiefen Turm von Pisa. Andere haben eine Ähnlichkeit mit Korbflaschen und Quallen, oder sie haben sogar die Form von Menschen oder Tieren. Es kommt auch vor, daß sich die von der Decke herabwachsenden Stalaktiten mit den vom Boden aufwachsenden Stalagmiten zu einer Säule vereinigt haben.

      Märchenhafte Gebilde

      Der große Bildhauer benutzte unglaublich einfache Werkzeuge, um diese Kunstwerke zu verfertigen: hauptsächlich Kalkstein und Wasser. Dem Ausdruck Stalaktit liegt ein Wort zugrunde, das „Durchsickern von Tropfen“ bedeutet.

      Wasser sickert durch die Höhlendecke und löst Kalziumkarbonat aus dem Kalkstein heraus. Das Wasser hängt in Tropfen an der Decke und verdunstet ganz langsam; dabei kristallisiert das Kalziumkarbonat wieder aus und bildet an der Decke einen kleinen Ring. Jeder Wassertropfen, der langsam verdunstet und einen Rückstand zurückläßt, trägt zum Wachstum des Gebildes bei.

      Manchmal verdunstet das Wasser nicht ganz, sondern fällt von der Decke herab und lagert da, wo es niederfällt, winzige Kalkteilchen ab, den Beginn eines Bodenzapfens, Stalagmit genannt. Die Gebilde wachsen sehr langsam. Staunend betrachten wir eine gewaltige Säule. Welch ein Wunder! Sie muß fünfzehn Meter hoch sein!

      Die Jeitahöhle ist keineswegs die größte Tropfsteinhöhle der Welt. Von den Gängen der Mammuthöhle in Kentucky sind bereits mehr als 240 Kilometer erforscht! Die Jeitahöhle hat indessen den Vorteil, daß man ihre wundersamen Gebilde bequem vom Boot aus betrachten kann, während es lautlos durch das kristallklare Wasser gleitet.

      Nach der fünfundzwanzig Minuten dauernden Bootsfahrt auf diesem ruhigen unterirdischen See begeben wir uns auf einen vierzigminutigen Rundgang durch die bezaubernd schönen oberen Hallen. Nach unserem Dafürhalten sind sie nicht minder bewunderungswürdig.

      Auch in diesem Teil der Höhle gibt es Stalaktiten und Stalagmiten in allen Formen. Einige glitzern wie Edelsteine in rötlichen und grünen Farbtönen, andere sehen aus wie ein Fichtenwäldchen. Die schönsten Tropfsteine sind die seltenen weißen Stalaktiten aus reinem Kalziumkarbonat.

      Aber die meisten Tropfsteine sind mehr farbig. Kohlensäure nimmt Mineralien aus dem Boden auf, und diese verleihen den Tropfsteinen ihre Farbe. Eisen färbt sie gelb, orangebraun und rot. Mangan färbt sie schwarz, Kupfer dagegen grünlich oder bläulich. Deshalb ist dieses unterirdische Reich so schön.

      Es ist hier so still, daß wir unwillkürlich im Flüsterton sprechen. Man hört nur das Geräusch, das die Wassertropfen hervorrufen, wenn sie sich von den Deckenzapfen lösen und auf dem ihnen entgegenwachsenden Gebilde klatschend auftreffen. Die oberen Gänge sehen aus wie ein gewaltiger Konzertsaal, und tatsächlich werden sie auch zu diesem Zweck benutzt. Wie großartig muß es sein, in einer solch überwältigenden Umgebung der Musik zu lauschen!

      Der große Bildhauer hat ein unterirdisches Wunderreich geschaffen, das das Auge entzückt. Begreiflicherweise fühlen wir Besucher der Jeitahöhle uns gedrängt, den Schöpfer dafür zu loben.

  • Ein jüdischer Kantor lernt Jehova lobsingen
    Erwachet! 1972 | 8. Februar
    • Ein jüdischer Kantor lernt Jehova lobsingen

      Ein Bericht, wie er dem „Awake!“-Korrespondenten in Israel erzählt wurde

      MIT siebzehn Jahren besuchte ich ein Rabbinerseminar in Istanbul. In dieser Hochschule werden Rabbiner für die ganze Türkei ausgebildet. Da ich in meinem Thora- und Talmudstudium gute Fortschritte machte, wurde mir das Amt eines Kantors (der den Kultusgesang ausführt und vorbetet) in einer bekannten Synagoge übertragen. Ich wurde auch als Lehrer eingesetzt und erhielt zwei untere Klassen zum Unterweisen in der Thora. Dafür bezog ich regelmäßig ein Gehalt.

      Ich hatte vor, mein Studium in der Türkei zu beenden und dann ein Lehrhaus für das Talmudstudium (Jeschiera) zu besuchen, um meine Ausbildung zu vervollständigen; doch mein Plan gefiel meinen Eltern ganz und gar nicht.

      Ein biblisches Gespräch mit Nachwirkungen

      Aber zu dieser Zeit kam der Wendepunkt. Eines Tages baten mich die beiden Schwestern eines Freundes, mit ihnen eine gewisse Familie zu besuchen. „Zu dieser Familie

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